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Codefarbe: S.C.H.A.R.L.A.C.H.
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Navarr Issa McShain
Forscherliga




Ordensdiener 4. Lanze
<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 11

[ Charakterinfo ]
Titel: Codefarbe: S.C.H.A.R.L.A.C.H.
Thema Beschreibung: ....oder: Der letzte nimmt die Post mit!
Verfasst am: 31. Mai 2018, 13:18 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die Codefarbe war Scharlachrot. Scharlach! S.C.H.A.R.L.A.C.H. Sonder-Chiffrierungs-Anweisung (für) Report (zu) Logistik (und) Ausspähung (im) conträren Hoheitsgebiet (tm)

Issa war sich der Verantwortung bewusst gewesen, die Chevalíer Großherz ihm übertragen hatte. Seit Monaten schon waren ihre Kurierreiter immer wieder in mehr oder weniger großen Einzelteilen zurückgekehrt und die Post meistens gefunden worden, ehe sie den Feinden in die Hände fiel. Aber eben nicht immer. Seit dem Vorfall mit dem Taubenschwarms war auch der Luftweg kaum noch sicher. Aber wenn der Feind beabsichtigte, die 4. Lanze vom Orden abzuschneiden, kannte er Chevalíer Charlott Großherz schlecht. Der Nachrichtenweg wurde aufrecht erhalten, wenn auch teils mit unkonventionellen Mitteln.

Denn den Strömungen der rauen See Arathis sei Dank gab es auch noch andere Wege zur Kommunikation.

Issa war drahtig und für sein Alter recht klein. (Anm.: Wie es halt so ist wenn man tagtäglich Haferbrei und dürres Gemüse isst und fast nie Fleisch. Was das Land halt so hergibt. Und Raptor schmeckt wirklich einfach nur scheußlich. Egal ob gegrillt, gedampft, mit Zwiebeln oder Soße. Gut, ja, der Hunger zwingts rein, aber man hat auch seinen Stolz und der Stolz sagt: "ich habe lieber Hunger als die nächsten drei Tage Dünnpfiff, zusammen mit dem Rest der Mannschaft. Latrinendienst für alle, hooray!" Anm. Ende) Darum wurde ihm die Aufgabe übertragen, die brisanten Nachrichten auf ihren Weg zu bringen. Im Schlamm zu robben hatte er eh eher gelernt als zu laufen und wie bei dem Arathianer galt auch für ihn, dass er die Luft lange genug anhalten konnte, egal ob an Land, im Schlamm oder unter Wasser, dass nicht nur Totstellen sehr überzeugend aussah sondern man auch annehmen konnte, dass die Jungs und Mädels der 4. ein verlorenes Bindeglied zwischen Mensch und Fisch war... nein. Sie waren einfach nur verdammt gut darin mit sehr viel Wasser klar zu kommen. Zumindest war es seine körperliche Beschaffenheit die ihn für den Auftrag prädestiniert hatte.

Wie Puck auf der Jagd war er mit nahezu nichts am Leib durch den Schlamm gekrochen, an feindlichen Lagern vorbei geglitten und unter Raptorklauen durchgerutscht. (Anm.: Puck hatte Issa früher schon einmal mit einem ölgetränkten Wiesel verglichen. Die Wette, dass er durch ein Schlüsselloch passen würde, stand noch immer aus. Mangels vorhandenem Schlüsselochs. Anm. Ende) Er hatte sich den ganzen langen Weg bis zur Küste durchgearbeitet, wo die Flasche samt Inhalt auf ihren Weg gebracht wurde. Nichts ließ darauf schließen, wie brisant der Inhalt war. Abgesehen von einem kleinen scharlachroten Fähnchen. Es hätte genauso gut aus purem Gold sein können, die Wirkung und Bedeutsamkeit war die gleiche, nur günstiger in der Herstellung.

Großherz hatte ihm eingebläut, dass er die Flasche an einer bestimmten Stelle ins Meer zu werfen hatte, damit die richtige Strömung sie erfasst. Die Richtung der Strömung kannte er und es hatte ihn ein wenig verwundert, aber Befehl war Befehl. Aber als er an der vereinbarten Stelle ankam liefen die Dinge anders, als eigentlich geplant. Gerade als er zum Wurf ansetzte pfiff etwas durch die Luft, traf ihn am Kopf und riss ihn von den Beinen. Ehe er sich auch nur ansatzweise aufrappeln konnte, wurde er von großen kräftigen Händen gepackt, ein Sack über seinen Kopf gezogen und er mit einem weiteren Hieb gegen den Schädel ins Reich der Schlafenden befördert.

Aufgewacht war er erst Stunden später in einem überhitzten überfüllten und nach vergammelten Fisch und Fäkalien stinkenden Schiffsbauch, mit Eisen an den Füßen und der Visage eines hässlichen Orcs mit abgeschlagenen Hauern über sich, der offenbar gerade überlegt hatte, Issa zum Mittagessen zu deklarieren. Die Flasche samt Nachricht war natürlich weg und noch ehe er überlegen konnte, wo er war und wer ihn erwischt hatte, knallten Peitschenhiebe auf die stinkende und zusammengekettete Sklavencrew nieder.

Wie lange er auf dem Seelenfänger gewesen war konnte er nicht sagen. Es gab keine Fenster, keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Nur einen Unterschied zwischen der Anzahl der Peitschenhiebe und dem Klang der Wellen, die gegen den Rumpf schlugen. Als man ihn zum Schrubbdienst an Deck geholt hatte war war sein Kopf fieberhaft in Arbeit, wie er es schaffen konnte, das Fußeisen loszuwerden und über Bord zu springen. Aber ein Goblin kam ihm zuvor und... auch nicht sehr weit. Die Schüsse hallten über die Bucht und vermutlich war er schon tot ehe er überhaupt im Wasser aufgekommen war.

Dass etwas später tatsächlich ein Trupp des Ordens das Schiff enterte und nicht nur ihn aus der misslichen Lage befreite sondern sogar noch die Nachricht sicherstellen konnte, grenzte fast an ein Wunder.

Zurück im Lager war er müde und erschöpft auf seine Pritsche gefallen und auf der Stelle eingeschlafen. Wie er Großherz von seinem Versagen berichten sollte, würde er sich erst später überlegen.
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Navarr Issa McShain
Forscherliga




Ordensdiener 4. Lanze
<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 11

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 2. Jun 2018, 12:15 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die letzten Tage waren unterträglich heiß gewesen. Die Sonne hatte eine Intensität erreicht, dass der Morgennebel ausblieb und sich eine ganze Schar Sommersprossen in Issas Gesicht verirrt hatten. Der allgegenwärtige Schlamm war tiefer als eine handbreit getrocknet und die damit durchtränkten Kleider hatten eine widerliche Eigenschaft der Steifheit entwickelt, dass ein Großteil der 4. Lanze auf einfache Stoffkilts gewechselt hatte um die Ketten- und Stoffhosen vorsichtig aus ihrem Backmantel befreien zu können.

Issa und Puck saßen mit überkreuzten Beinen vor den Zelten und pulten mit kleinen Stöcken den steinhart getrockneten Schlamm zwischen den Kettengliedern heraus. Bislang hatten sie weniger als zehn Ringe verloren, das war verdammt gut.

"Jetzt ma ernsthaft. Die wolln was?", fragte Issa ohne Aufzuschauen.

"N Portal, sach ich doch. Habn n Wüstenmädl, die will unbedingt n Portal hier machn", antwortete Puck und pulte weiter. "Das war vielleicht ne weiche. Nur am Jammern übers Wetter hier."

Issa runzelte die Stirn. "Wüstenmädl?"

Puck nickte. "Weißt schon. So ne Lass die ne dunkle Haut hat."

"Sicha dasse nich einfahc nur n Schlamm gefalln is, eh?"

Puck überlegte angestrengt, wägte die Option ab, dann schüttelte er den Kopf. "Ney", antwortete er, "se wär geschmolzn. Wasserallergie oder so. Rannte imma mit ner Hud rum, selbst wenns nich regnete."

Issa gluckste amüsiert vor sich hin, als Eamonn hinter ihnen vorbei ging und beiden nacheiander einen Klaps auf die Kopfrückseite verpasste.

"Is halt nich jeder aus Eichnholz geschnitzt wie wir hier. Manche sind halt nur n Weidenzweig."

"AYE!" tönte es prompt im unisono und das Thema wurde vertagt auf die Eamonnfreie Zeit. Eine Weile puhlten sie schweigend weiter, ehe Puck zu Issa schaute.

"Haste eigntlich gesehn was innem Brief stand?", fragte er leise, damit es keiner der anderen mitbekam.

Issa schaute versucht unauffällig nach links und rechts und soweit hinter sich, wie es ein nicht euliger Hals vermochte den kopf zu drehen. Dann schaute er gen Puck, lehnte sich rüber.

"Aye. Aber s.c.h.a.r.l.a.c.h. Kannst mich tötn ich sag nichts. Arathiehrnwort."

Puck pfiff leise durch die Zähne. Ein Arathiehrenwort war unantastbar.
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