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Schauspiel  Markt der Mysterien
Ereignis vom 20. Okt 2018, 20:00 bis zum 20. Okt 2018, 23:00
Autor: Gonto Antworten: 0



Der Markt der Mysterien




[i]Überall von den Langen verwinkelten azurblauen Kanälen
durchzogenen Straßen Suramars über die vom irisierendem
Staub geschwängerten Gassen Orgrimmars, als gleich den schier
endlosen grünen Wei
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Aus dem Tagebuch einer Nekromantin
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Khelperetocs Durand
Forscherliga



"Gelehrte der Scholomance"
Nekromantin


Beiträge: 490

[ Charakterinfo ]
Titel:   Rückkehr
Thema Beschreibung: im Refugium der schwarzen Rätin
Verfasst am: 18. Jul 2018, 10:41 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Das morsche Holz der Treppen krachte, während ein Schritt nach dem anderen gesetzt wurde. Der Aufgang war durch das Licht weniger Wandfackeln schwach erhellt und gewährte ausreichend Sicht. Drei Personen drängten sich den schmalen Weg weiter nach oben und waren immer wieder damit beschäftigt, Spinnweben aus ihrem Sichtfeld zu entfernen. Es schien, als wäre dieser Treppenaufgang innerhalb der Burg von Darrowehr schon länger nicht mehr benutzt worden. Der Aufstieg forderte ein entsprechendes Maß an Zeit, denn für eine Person, von Alter und Krankheit gezeichnet, stellte dies eine entsprechende Herausforderung dar. Immer wieder legte man Pausen ein, atmete durch und harrte mit dem kalten, durch den Aufstieg pfeifenden Wind. Vizedirektorin Shiar Khan und Khelperetocs Durand stützten den gebrechlichen Dunkelmeister Ambrosius Firlar gelegentlich, bis sie ihr Ziel schließlich erreichten. Oben, im zweiten Geschoss im Südtrakt, lag das ehemalige Refugium der Hand des Grafen. In Khelperetocs wurden zahlreiche Erinnerungen wach, angenehme, heroische, schmerzliche und jene, die noch immer mit einer Note von Trauer erfüllt waren. Vor der schweren mit Eisen beschlagenen Holztür machte man halt und wartete darauf, dass der Dunkelmeister den Schlüssel aus seiner Robentasche hervorkramte.

Schließlich war es soweit, die Tür wurde geöffnet und das ehemalige Gemach von Khelperetocs ward betreten. Staub und Spinnweben haben mittlerweile das Mobiliar und die Einrichtung erobert. Spuren von einem hastigen Aufbruch, einer Flucht gleichkommend, zeichneten die Gegebenheit. Beim Vorbeigehen wischte die junge Nekromantin über eine rituelle Glaskugel und näherte sich ihrem ehemaligen Schreibtisch. Die Tinte im Tintenfässchen war vertrocknet, die Möwenfeder darauf gebrochen. Ein leeres Blatt Pergament schwebte unscheinbar zu Boden.

Ambrosius: Von hier aus hast du die Geschicke der Darrowehr also gelenkt, mein Kind.

Shiar Khan: Derweil war ihr Stiefvater und selbsternannter Graf bemüht die Autorität des Kults der Verdammten zu untergraben, wenn ich noch ergänzen darf, Dunkelmeister.

Khelperetocs: Wie oft wollt ihr diese Kotze eigentlich noch aufwärmen, Vizedirektorin?

Ambrosius: Ich denke auch, dass es keiner erneuten Darlegung der Fakten bedarf, Shiar Khan. Danke! Indem du dich entschieden hast dem künftigen Kriegsrat anzugehören Khelperetocs, und die Zirkelmeisterin ihre Zustimmung bekräftigt hat, wird es an der Zeit, mein Kind. Nimm ein deinen rechtmäßigen Platz an der Darrowehr. Hiermit überreiche ich dir den Schlüssel des Refugiums. Das Türschild muss erneuert werden, „Refugium der schwarzen Rätin“ wäre angebracht. Was denkst du, Shiar Khan?

Shiar Khan: Ja, in Ordnung, Dunkelmeister!

Ambrosius: Du gehörst nun dem Kriegsrat an, Khelperetocs. Deine Aufgabe wird die Aufklärung des Geländes sein, vorrangig die Beobachtung unserer ungeliebten Nachbarin mit dem vielsagenden Namen Sylvanas. Die Nervosität des Kults der Verdammten rührt nicht von ungefähr und ist aufgrund jüngster Ereignisse sogar begründet. Information ist nun Alles, mein Kind. Mit deinem Gezücht obliegt es nun dir unser Auge und unser Ohr zu sein. Shiar Khan wird als Oberbefehlshaberin unserer verbliebenen Streitkräfte die militärischen Agenden leiten, während ich die Entscheidungen treffen. Gemeinsam bilden wir nun den schwarzen Rat der Darrowehr, dem Bollwerk der Finsternis zum Trutz jeglicher Gefahren durch Allianz und Horde.

Während sich Khelperetocs auf ihrem Knochenlehnstuhl niederließ, lauschte sie den Worten des Dunkelmeisters. Die Hinterlassenschaft ihres Stiefvaters Ignaz Waldemar Zimmerers war eine ansehnliche Streitkraft von Skelettkriegern und Nerubern. Doch sie wusste, dass diese im Vergleich zu Sylvanas Armee gar lächerlich erschien. An eine militärische Interaktion wäre gar nicht zu denken. Khelperetocs wusste aber auch, dass es an Optionen mangelte und man nicht aus konnte. Der Kult der Verdammten musste in seiner Vergangenheit zahlreiche Niederlagen einstecken, von Lordaeron bis nach Nordend. Und trotzdem agieren seine Mitglieder und Kultisten noch immer in den Pestländern. Man würde auch diese Krise überstehen oder aussitzen. Khelperetocs war erpicht darauf, den Bestand der Darrowehr zu garantieren, denn dieses Eiland der Finsternis war das Bindeglied des Zirkels der schwarzen Sonne von Astralur nach Azeroth. Würde man die Pestländer verlieren, wäre man blind. Und nicht nur das, wichtige Kontakte und lebensnotwendige Ressourcen würden infolge ausbleiben. Die Nekromantin dachte hierbei in erster Linie an den Zirkel, insgeheim genoss sie aber auch ihre neu erworbene Stellung, wie ihre Rückkehr in ihr Refugium.
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Erhebe dich erneut und setze dein Werk fort, meine Feinde zu vernichten! ---- Khelperetocs, gesprochen zur Leiche eines leblosen Bauern
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Khelperetocs Durand
Forscherliga



"Gelehrte der Scholomance"
Nekromantin


Beiträge: 490

[ Charakterinfo ]
Titel:   Zusammenkunft
Thema Beschreibung: in der Festung der Darrowehr
Verfasst am: 27. Jul 2018, 10:05 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Erneut trat der schwarze Rat der Darrowehr, bestehend aus Dunkelmeister Ambrosius Firlar, Vize-Direktorin Shiar Khan und der Nekromantin Khelperetocs Durand, zusammen. Als Lokalität wählte man dabei ein Turmzimmer im zweiten Obergeschoss der Festung. Der gerade 3 mal 3 Schritt kleine Raum bot eine passende Gesprächsatmosphäre und gewährte eine gute Sicht auf das Gebirge, welches das Hinterland von den Pestländern trennte. Kulinarische Köstlichkeiten waren an der Darrowehr nicht nur Mangelware, es gab schlichtweg keine. Infolge wurde gewässerter Wein mit vertrocknetem Weißbrot serviert.

Der gebrechliche Dunkelmeister nahm ächzend Platz, während die Vize-Direktorin eine Karte auf dem Tisch ausrollte. Khelperetocs dämpfte noch hastig ihre Kräuterzigarre aus und setzte sich ebenso zum Tisch.

Ambrosius: Die Toten sollen dienen, meine Damen. Der schwarze Rat der Darrowehr tritt zusammen um aktuelle Entwicklungen zu besprechen und sich auszutauschen. Wie ich hörte gibt es Neuigkeiten aus dem Westen, mein Kind. Bitte, erläutere uns diese.

Khelperetocs: Sowohl das untote Gezücht als auch Späher des Kults der Verdammten konnten Truppenbewegungen der Verlassenen ausmachen. Überraschenderweise wurden diese auf Kriegsschiffe verladen, welche die Küste kurz darauf verließen. Einige wurden auch mittels Zeppeline abgeholt und vermutlich nach Orgrimmar übergesetzt. Wobei es sich dabei um eine Vermutung handelt. Wir wissen leider nichts über Ort und Ziel dieser Unternehmung.

Ambrosius: Seltsam, aber es deutet meines Erachtens darauf hin, dass auch die Verlassenen ihr Interesse an diesem Azerit gefunden haben. Wahrscheinlich werden sie nach Silithus übersetzt. Die Berichte von Kapitän Funkenkern dazu waren äußerst aussagekräftig, danke für dein Bemühen dazu, mein Kind. Wie dem auch sei, was bedeutet diese Entwicklung für uns hier an der Darrowehr, den Zirkel der schwarzen Sonne und den Überresten des Kults der Verdammten über die Pestländer hinweg? Diese Frage stelle ich hier und jetzt in den Raum.

Shiar Khan: Das einzig gute was uns der Verräter Ignaz Waldemar Zimmerer hinterlassen hat, ist die doch ansehnliche und schlagkräftige Armee der Finsternis. Im Vergleich zu Sylvanas Streitmacht mag sie zwar in der Bedeutungslosigkeit versinken, aber wenn die dunkle Fürstin weitere Truppenverlegungen vornehmen lässt, empfehle ich, über militärische Interaktionen nachzudenken.

Ambrosius: Woran denkst du, Shiar Khan?

Shiar Khan: An die Rückeroberung von Andorhal und der Zerschlagung dieses widerwertigen Druidenhains in den zentralen westlichen Pestländern. Sollte der Konflikt zwischen Allianz und Horde in Kalimdor eskalieren wäre dies unsere große Chance. Die Besetzung Andorhals gäbe uns die Möglichkeit uns vom Bollwerk an der Grenze weitgehend abzusichern. Weiteres hätten wir Zugang zu der südlichen Gebirgskette, welche sicher reich an Eisen und Kupfer sein mag.

Khelperetocs: Auch wenn es nach einem Akt der Feigheit klingen mag, ich möchte davon eingehend abraten. Die Armee der Finsternis mag zwar noch von stattlicher Zahl sein, musste dennoch während des Kampfes gegen die Argentumdämmerung maßgebliche Verluste hinnehmen. Waffen und Rüstungen der Skelettsoldaten hinken dem Standard der Verlassenen hinterher, geschweige der Tatsache, dass es an Befehlshabern mangelt. Maldazzar und Prom Vaskander waren ekelhafte Kotzbrocken, aber kriegserfahrene Veteranen. Wer führt unsere Streitkräfte an, ihr Vize-Direktorin? Unsere Streitmacht reicht meiner Einschätzung gerade soweit aus, um die Darrowehr effizient verteidigen zu können.

Shiar Khan: Zu lange sitzen wir abwartend rum und nehmen unsere prekäre Situation schweigend an. Von allen Seiten trachten unsere Feinde danach, uns zu vernichten. Jetzt, genau jetzt könnte sich eine Möglichkeit auftun, um unsere Lage grundlegend zu verbessern.

Ambrosius: Wir sind die Töchter und Jünger des Todesgotts, dem einzig wahren Herrscher. Eines Tages wird er von Nordend wiederkehren und es ist unsere heilige Pflicht ihm den Weg zu bereiten. Der Kult der Verdammten mag nur mehr ein Schatten seiner einstigen Größe sein, und dennoch operieren wir noch immer in den Pestländern und in Nordend. Unsere Ideologie wird niemals zugrunde gehen und mittels der arkanen Schule der Nekromantie werden wir alles Leben verheeren. Der Tag seiner Wiederkehr naht, meine Kinder und dann müssen wir bereit sein. Ich werde über eure Ratschläge nachdenken und mich mit anderen ranghohen Mitgliedern des Kults beraten. Gibt es noch weitere, offene Punkte?

Khelperetocs: In der Tat, Dunkelmeister. Hiermit beantrage ich die Rehabilitation von zwei Personen. Bei ersterem handelt es sich um Lord Edmin Lescovar, ehemaliger Stadthalter von West-Stratholme unter Ignaz W. Zimmerer. Er verfügt über ein beträchtliches Vermögen, gehört dem Zirkel der schwarzen Sonne an und seine Beziehungen reichen bis nach Sturmwind selbst. Er ist ein fähiger Aristokrat und möchte auch wieder einen Fuß auf Azeroth setzen können. Er könnte als lebende Person für den Kult der Verdammten von höherem Wert sein als tot. Bei zweiterem handelt es sich um meinen engsten Vertrauten Kormek Raft. Während der Suche nach dem arkanen Artefaktrelikt des Sterns der Finsternis war er gezwungen, einen hochrangigen Lich in Nordend zu vernichten. Selbstredend das dies dem Kult der Verdammten übel aufstoßen mag. Ich bitte auch seine Person zu rehabilitieren, auf das er wieder einen Fuß in die Darrowehr setzen kann. Er gilt mir als enger Berater und Weggefährte. Für beide Personen bürge ich mit meinem Wort und Namen, Dunkelmeister.

Ambrosius: Lescovar, eine schmierige Gestalt, verdorben durch den Glanz und Prunk der sturmwindischen Aristokratie. Ein verwöhnter Adelsspross. Aber vielleicht ein nützlicher Adelsspross. Er möge bei mir persönlich vorstellig werden. Genauso wie Herr Raft. Deine wohlwollenden Wörter Khelperetocs, werde ich bei meiner Entscheidung miteinbeziehen. Die Zusammenkunft ist für heute beendet.

Die Drei zogen sich darauf wieder in ihre Gemächer zurück.
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Khelperetocs Durand
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"Gelehrte der Scholomance"
Nekromantin


Beiträge: 490

[ Charakterinfo ]
Titel:   Vertrauen
Thema Beschreibung: im Refugium der schwarzen Rätin
Verfasst am: 31. Jul 2018, 14:22 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Zur Mittagsstunde klopte es an der Tür des Refugiums der schwarzen Rätin hoch oben im Nordtrakt der Darrowehr Burg. Ein "Herein" war von drinnen zu vernehmen und die junge Studentin betrat das Gemach der Nekromantin Khelperetocs Durand. Ein grotesker Anblick bot sich dem jungen Mädchen. Holzmöbel waren teilweise mit Knochen verziert, mittig auf einem schweren Eichentisch thronte eine Kristallkugel, in welcher schattenhafte Schemen herum tanzten. Über der größten Wandfläche hängte ein Ölgemälde. Es zeigte den Niedergang Stratholmes und geizte nicht mit abscheulichen Darstellungen von diesem geschichtsträchtigen Ereignis.

Hinter einem angeräumten Schreibtisch saß Khelperetocs auf ihrem Knochenlehntstuhl und trug lediglich ein durchsichtiges Seidenneglischee, während sie sich genüsslich eine Kräuterzigarre entzündete. Mit ihrem rechten Fuß schob sie zwei leere Flaschen auf dem Tisch zur Seite um klare Sicht zu der Studentin zu erhalten. Sichtlich genoss die Nekromantin ihre neue Stellung als schwarze Rätin der Darrowehr, zahlreiche Gerüchte unter Arbeitern und Studenten bestätigten dies. Nach einem intensiven Zug an ihrer Zigarre eröffnete sie das Gespräch.

Khelperetocs: Setz dich, Skella! Mittlerweile harre ich mit Ungeduld auf deinen Bericht, warum hat es verdammt noch einmal so lange gedauert?

Skella: Verzeiht, Madam, aber ...

Khelperetocs: Für dich immer noch Rätin!

Skella: Verzeiht Rätin, aber es war nicht leicht ihr Vertrauen zu erlangen. Ich musste erst etwas Zeit mit ihr verbringen. Wahrlich eine schweigsame Gestalt.

Khelperetocs: Und? Rede endlich oder ich lasse es aus dir heraus peitschen, bei Anduins Gesäß nochmal.

Skella: Sie stammt aus dem Sturmwinder Umland, genauer den Wald von Elwynn. Ihr Vater leitet dort ein Bestattungsunternehmen, scheinbar wirkt sie dort mit. Aussagen ihrer Familie betreffend hält sie sich etwas bedeckt. Sie scheint an den dunklen Künsten nicht nur interessiert zu sein, sondern auch weitreichendes Fachwissen zu besitzen. Ich gaukelte wie von euch angeordnet einige Lernschwächen vor und suchte sie mit meinen Unterlagen auf. Beim gemeinsamen Lernen musste ich feststellen, dass sie über ein hohes Maß an Allgemeinbildung verfügt. Auf mich hat es nicht den Anschein als würde sie sich uns und unserer Sache anschließen wollen, sondern lediglich von dem hier vorhandenen Wissen profitieren wollen.

Khelperetocs: Ist das Alles?

Skella: Ja, das ist Alles, Madam Rätin.

Khelperetocs: Dann wirst du weiterhin ihre Nähe suchen, dich ihr gegenüber freundlich erweisen und ihr Vertrauen gewinnen. Wenn sie einen Brief an Jemanden schreibt, will ich es wissen. Wenn sie nur einen Schritt von der Insel runter setzt, will ich es wissen. Und wenn sie auf dem Abort sitzt um dort zu sch...., dann will ich es wissen. Kapiert?

Skella: Jawohl, Rätin. Da wäre noch etwas, mit Verlaub.

Khelperetocs: Was denn noch?

Skella: Ihr habt mir eine Salbe für mein vernarbtes Gesicht versprochen.

Khelperetocs: Erst lieferst du brauchbare Informationen, dann sprechen wir über Belohnungen. Und jetzt scher dich aus meinem Refugium raus!

Mit hängendem Kopf schloss Skella die Tür hinter ihr und schlenderte geknickt die Wendeltreppe zur Empfangshalle hinab. Wie viele Andere hier hasste sie die junge Nekromantin. "Miststück" kam ihr leise über die Lippen. Im Geiste verglich sie Khelperetocs mit einer Warze, eine solche wurde man einfach nicht los und irgendwie wurde die Darrowehr diese Frau auch nicht los. Die Scholomance sah Direktoren kommen und gehen, aber irgendwie überdauerte diese sadistische Nekromantin all diese Zeiten. Skella wusste, sie war ihr ausgeliefert und die einzige Hoffnung auf eine Verschönerung ihres Antlitzes. In ihrem Gemeinschaftszimmer angekommen warf sie sich auf das karge Strohbett und hing jenen Gedanken nach, wie sie das Vertrauen einer gewissen Elizabeth Monnett gewinnen konnte. Immerhin, dachte sie sich, muss ich bei der Konservatorin keine Abneigung gegenüber Khelperetocs Durand vortäuschen, denn sie konnte diese ja tatsächlich nicht leiden.
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Khelperetocs Durand
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Nekromantin


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Titel:   Plausch unter Freunden
Thema Beschreibung: im Refugium der schwarzen Rätin
Verfasst am: 6. Sep 2018, 11:36 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Seit Dunkelmeister Ambrosius Firlar das Amt des Direktors der Scholomance bekleidet, hat sich am Curriculum der Lehranstalt wesentliches verändert. Doch nicht nur äußere Erscheinungen an der Darrowehr, wie pompöse Statuen oder prächtige Wandteppiche, mussten weichen, auch das Leben und Wirken selbst hatte mittlerweile nur mehr wenig gemein, wie zu den Zeiten der Ära Ignaz Waldemar Zimmerer. Im Heiligtum des Schlächters erhoben sich wieder groteske, aus verschiedenen Körperteilen zusammen geflickte, Monstrositäten und der Einfluss des Kults der Verdammten war wieder allgegenwärtig. Man war darum bemüht den verhassten Makel, den aufgedrückten Stempel eines größenwahnsinnigen Despoten aus den Geschichtsbüchern der Scholomance zu radieren. Und bis auf ein Überbleibsel war man auch sehr erfolgreich. Dieses eine Überbleibsel war eine Person, die es in den Wirren der Zeiten stets verstanden hatte, sich gemäß der Windrichtung mit zu drehen und sich wie ein Chamäleon anzupassen. Khelperetocs Durand, Nekromantin der Scholomance und mittlerweile in den Stand der Adepta erhobene Gelehrte. Die „ewige Stundentin“ wie sie mancher unter vorgehaltener Hand titulierte, war trotz junger Lebensjahre zu einem Urgestein dieser Schule geworden. Und all den Widrigkeiten zum Trotz bekleidet sie nun das Amt der schwarzen Rätin der Darrowehr. Intern sorgte dies jedoch dafür, dass die Zahl ihrer Neider und Kritiker anstieg. Zwar steht sie jüngst unter der Protektion des Direktors, doch jeder der die Scholomance kennt weiß, was heute ist, kann morgen gewesen sein.

Diese Tatsache veranlasste die gutaussehende Nekromantin dazu Jemanden an ihre Seite zu holen, der nicht nur die Lehranstalt selbst aus dem FF kennt, sondern auch die darin interagierenden Figuren. Eine Person, die einerseits Khelperetocs in und auswendig kennt, und umgekehrt genauso. Skurril mag die Tatsache sein, dass es sich um genau jenen Verräter handelt, der ihr einst unter Zimmerers Herrschaft als Handlanger unterstellt war und für dessen Tod sie selbst verantwortlich ist, Perdin Hergesaum.

Khelperetocs verbrachte die letzten Monde unzählige Stunden damit, die Seele ihres verhassten Dieners in den ewigen Weiten des dunklen Jenseits aufzuspüren. Währenddessen war die Konservatorin Elizabeth Monnett damit betraut worden, Perdins sterbliche Überreste kosmetisch zu behandeln, eine Maßnahme welche gar einer Restauration seines geschundenen Corpus gleich kommt. Endlich, letzte Nacht, während einer tiefen Meditation, wurde die schwarzhaarige Schönheit fündig. In schlaftrunkener Trance fand sie Perdins Seele, die schreiend und kreischend sich ihrem Schicksal widersetzte. Schließlich fand sich die gemarterte Existenz doch in einem Seelenstein wieder und musste dem lächelnden Gesicht seiner Intimfeindin entgegenblicken. Das Grausamste war jedoch, dass er jedes gesprochene Wort aus ihrem Munde verstand:

„Perdin, Perdin, Perdin, du armer, kleiner Narr. Hast wirklich geglaubt der Tod würde dich von mir erlösen. Warst wirklich so naiv und dumm zu hoffen, ich würde dir Ruhe gönnen. Du warst schon immer ein jämmerlicher Trottel, aber ein effizienter und vor allem lenkbarer Trottel. Am Ende hast du gemeint, dich meiner entledigen zu müssen. Deine Dummheit zeugt von dem Ergebnis, was geschehen mag, wenn man sich für die falsche Seite entscheidet. Doch lass mich dich trösten, mein guter Perdin. Du wirst mir wieder dienen. Ich habe die verrottenden Überreste deines Leibs exhumieren lassen. Die Konservatorin gab ihr Bestes, wirklich. Fast könnte man eine Ähnlichkeit zu Lebzeiten feststellen, fast. Im Zuge eines magischen Rituals werde ich deine Seele aus dem Seelenstein in deine verfaulten Überreste zwingen, auf das du mir erneut dienen magst. Du wirst an mich gebunden sein und dein Hass auf mich wird deine Kräfte nähren, die meinem Willen unterworfen sein werden, mein lieber Perdin. Erst mein Tod wird deine so ersehnte Erlösung herbeiführen. Aber ich kann dich beruhigen, bis dahin wird noch viel Wasser den Darromeeresee hinabfließen.“

Perdins Seele kreischte heulend im Seelenstein auf und wurde lediglich von dem lauten Lachen der Nekromantin übertönt.
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Khelperetocs Durand
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Nekromantin


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[ Charakterinfo ]
Titel:   Trauer
Thema Beschreibung: im Refugium der schwarzen Rätin
Verfasst am: 10. Okt 2018, 12:52 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Sie wäre nicht wach geworden, wäre nicht die leere Rumflasche aus ihrem Strohbett gerollt und infolge in einen Scherbenhaufen am Boden zersprungen. Ein Augenaufschlag bestätigte, dass sich der Boden immer noch drehte und ein reizender Husten führte erneut zur Übergabe des Mageninhalts. Sie fühlte sich mies, niedergeschlagen und wie in Schwebe. Als würde sie ihre Umwelt durch ein dickes Butzenglas wahrnehmen. Langsam stellte sich die traurige Erkenntnis ein, dass der übermäßige Konsum von Rum ihren geliebten Freund und Weggefährten nicht zurückbringen würde. Khelperetocs fand keinen Halt mehr, seit sie erfahren hatte, dass Kormek während des Angriffs auf Astralur sein Leben verloren hat. Sein Leben, ein seltsam gewählt Ausdruck, wenn man bedachte, dass Kormek schon vor geraumer Zeit zu einem Wiedergänger verwandelt worden war. Schon damals hatte er sein Leben verloren, als er selbstlos das von Khelperetocs gerettet hatte. Und nun war er wirklich tot.

Die niedergeschlagene Nekromantin schleppte sich zum Südfenster ihres Refugiums und ließ den Blick über die Darrowehr schweifen. Sie erinnerte sich an die zahlreichen Queste, die sie einst mit Kormek er- und durchlebt hatte. Er war einer der Wenigen, der ihr Gehör geschenkt hatte. Und über all die Jahre widmete er sich vorallem einer schwierigen Aufgabe, Khelperetocs Schutz. Er hatte sie vor über sieben Jahreskreisen aus den Fängen der Defias befreit und er hatte sie nach der Flucht aus Sturmwind begleitet. Er war immer an ihrer Seite gewesen.

Im Affekt des Zorns griff Khelperetocs nach einem dekorativen Totenschädel und beförderte diesen laut schreiend aus ihrem Zimmer durch das Fenster hinaus. Augenblicke später hörte man ein knacken, gefolgt von einem Ruf weiter unten „Heeee, geht’s noch?“ Der Nekromantin war es schlichtweg egal. Momentan war ihr Alles egal. Und doch wurde ihr mit jedem Augenblick mehr bewusst, dass ihre Lethargie weder Kormek zurück bringen würde, noch ihr selbst Befriedigung bereiten würde. Ihre Funktion als schwarze Rätin der Darrowehr hatte sie die letzten Tage empfindlich vernachlässigt. Würden Direktor Ambrosius und Vizedirektorin Shiar Khan Kritik aussprechen, wäre diese gerechtfertigt. Aber in diesen schmerzlichen Stunden wurde Khelperetocs eines mehr als bewusst, sie ist noch immer ein atmendes und fühlendes Lebewesen. All ihre Grausamkeiten Anderen gegenüber, all ihrer Gefühlskälte zum Trotz. Zumindest für diese Tage.

Sie schritt zur Wand nahe der Eingangstür und positionierte sich vor ein gerahmtes Blatt Pergament. Es zeigte zwei skizzenhafte Gestalten lachend unter einem einladenden Weidenbaum. Kormek und Khelperetocs, skizziert vor etlichen Jahren von einem reisenden Gaukler im Wald von Elwynn. Sanft strich sie über den Bilderrahmen und wischte so etwas Staub vom Holz. Sie nickte lächelnd dem Bild zu, wischte sich die letzten Tränen aus dem Gesicht und verließ entschlossenen Schrittes das Refugium. Ihr Weg sollte sie zu Vizedirektorin Shiar Khan führen. Es gab viel zu tun.
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