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Offenes Training der Schwanengarde (Sturmwind)
Ereignis vom Heute, um 20:00 bis zum Heute, um 22:00
Autor: Alynia Antworten: 0

Offenes Training für alle:

Im 2-wöchentlchen Turnus

Location ist in Sturmwind und naher Umgebung (wie Elwynnwald) und wird jedesmal am Trainingsabend bekanntgegeben
Ein Anschlag  [Horde-Rp] Das Große Winterhauchfest in Winterspring
Die nennenswerte Neudefinition von formidabelster Feiertagsfreude
Ereignis vom 18. Dez 2018, 20:00 bis zum 18. Dez 2018, 23:00
Autor: Gonto Antworten: 1

Horde-Rp [ Das Große Winterhauchfest in Winterspring ]


[i]Von den verwickelten Kanälen Suramars über
die schummrigen, rauchgeschwängerten Hafenspelunken
des Bligewaterhafen bis hin zu zu den geschwungen Hügeln
Mulgores ,als auch
In der Taverne  Glühweinausschank von Bruderschaft und Wache
Glühwein. Heißer Met. Kinderpunsch von freilaufenden Biokindern.
Ereignis vom 19. Dez 2018, 20:00 bis zum 19. Dez 2018, 23:00
Autor: Aedan Antworten: 0

Licht mit Euch und Ehre dem König!

Das 10. Königliche Wachregiment und die Bruderschaft des Lichts schenken am Abend des 19. Tages im Winterhauchmonat am Pavillon im Schatten der Kathedrale wärmende Getränke aus.
Genießt Glühwein, heißen Met, Fruchtpu
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Sturmwinder Kuriere
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Nicolá Laurent
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<Sturmwinder Kuriere>

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Titel: Verfasst am: 23. Dez 2014, 03:16 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Dunkel war's der Mond schien helle
lange hielt der kurze Ritt
als ein Würmchen blitzeschnelle
langsam um die Ecke glitt

Süßer Jasmin war so bitter
gleich dem Namen, den man rief
als ein alter, toter Ritter
auf einem Hügel Amok lief...


Nicola stapfte auf und ab. Gute Eastvale-Eiche, denn auf jedem anderen Holz hätte man bereits die Fahrspur deutlich sehen können. Bei ihrem Marsch über's Parkett, schleppte sie eine Kerze mit. Begleitet wurde sie von einer anhänglichen Motte, die unermüdlich um das Licht der Kerze kreiste. Immer wieder an dem kleinen Fenster vorbei und so wurde Three Corners in dieser Nacht zu einem Leuchtturm mit Beinantrieb. Welches Schlachtschiff von Pferd heute auch noch die Grenzen passieren würde, am Turm würde es nicht branden. Sie waren sicher.

Platsch platsch platsch - rasten die rastlosen, nackten Füße wieder vorbei. Das war ein schlimmer Traum gewesen, kein Guter. Schmetterlinge brachten immer nur Gutes. Also mußte das hier auch etwas dieser Art an sich haben. Sie kam an einer kleinen Truhe vorbei, langte herüber und setzte sich die weiß-blau gestreifte, extra lange Schlafmütze mit Bommel auf den Kopf, zog sie über die glühenden Ohren, ohne anzuhalten. "Wir halten fest: Alles gut, noch gut, aber nicht mehr lange, was wir nun wissen, oder glauben zu wissen, eigentlich nur ahnen, und doch sind wir uns ziemlich sicher, jedenfalls über das "Daß", nicht jedoch über das "wie", "wann" und vor allem "wo". Das berühmte "wer" teilt sich in zwei Fraktionen... heißt das Fraktionen? Ach, egal", Nico warf die Mütze zurück auf die Truhe. "Also das "wer", das darf man nicht außer Acht lassen, denn wenn es zwei "wers" gibt, gibt es auch zwei "warums" und das zusammen macht....", der Wind blies durchs Fenster und löschte die Kerze. "Zwei mögliche Fronten! Was'n Mist!", In der Dunkelheit wurde ein Zeigefinger in die Höhe gestreckt, er verharrte einige wertvolle Sekunden in der Luft, dann folgte der erneute und routinierte Griff nach der Schlafmütze.

Das Gute an der Sache war nun, daß man es wußte, oder glaubte zu wissen, was deutlich mehr war, als zuvor.

Glücklich über diese dramatische Wendung der Intention eines Schmetterlings, fiel Nicola - einem Untoten, dem der Saft ausgegangen war, gleich - ins Bett und schlief ein, noch bevor ihr Kopf ins Kissen eingeschlagen war. Motiviert durch neue Ziele, verließ die Motte das dunkle Zimmer.
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Veyt of Leith
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Titel: Verfasst am: 27. Dez 2014, 18:06 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Am Abend kam ein Bote mit einem gut handlichen Leinensack, den er klimpern vor Nicolás Füßen absetzte.

"Gruß von deinem Ritter, Mädchen. Er sagt es ist dein Winterhauchgeschenk, aber zum Selbstbasteln. Sollst dich bei ihm einfinden für die Bauanleitung."

Damit zog er den Hut und ließ Nicolá allein... zusammen mit einem Sack mit tausenden und abertausenden von Kettenringen....
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"Egal wie tief man die Messlatte für menschlichen Verstand auch hängt, es gibt jeden Tag einen, der aufrecht drunter durchgeht!"
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Nicolá Laurent
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<Sturmwinder Kuriere>

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Titel: Verfasst am: 3. Jan 2015, 23:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Zwei rechts, zwei links, einen fallen lassen...

leise klapperten die Kettenringe im Beutel, wenn Nicola hineingriff und sich einen neuen nahm. Keine Sorge, Arken, dreißig Reihen, das war ein Klacks. Schon bald würden sie auf ihren Pferden sitzen, den Schal um den Hals, einen Winterpulli an, auf der Straße nach Norden. Und sie wäre nicht unvorbereitet. Dreißig Reihen Stahl würden unter ihrem Winterhauchpullover klackern und Lichtenstein bekam ein Stirnband um die Ohren. Das ließ ihn wütender aussehen. Sie hatte versucht ihn zu überreden Flammen aus den Nüstern zu blasen, aber er war ein störrischer Gaul. Das Stirnband mußte genügen. Vielleicht erlaubte Sir Veyt ein wenig Kriegsbemalung im Gesicht des Pferdes. Das wäre sicher beeindruckend.

Klack klack klack... so viel konnten dreißig Reihen nicht sein. Eine Kleinigkeit. Und wenn sie erst einmal fertig waren, dann könnte es sicher bald los gehen. Aber sie mußte aufpassen, nur nicht schlampen. Sonst war alles für die Katz und Katzen konnte man im Norden nicht brauchen. Schon gar nicht zwischen all den Pferden. Was man wohl alles da oben brauchte? In den letzten Tagen hatte sie festgestellt, daß Kekse nicht das Nonplusultra in Sachen Nahrung waren. Sie waren sicher lecker und man wurde schrecklich schnell davon satt, aber irgendwie wurde man auch grauenvoll schnell müde, wenn man den ganzen Tag nur Kekse aß. Also war sie all den guten Ratschlägen gefolgt und hatte sich zu den verbleibenden Kathul am Essenstisch gesetzt. Unglaublich worüber die so redeten. Jetzt wo sie bei solchen Gesprächen dabei sein durfte, war es klar... sie war eindeutig beinahe und fast unumkehrbar erwachsen.

Knirsch... machte es, als sie ihren Fehler bemerkte und einen Teil der letzten Reihe wieder öffnen mußte. So viel konnten dreißig Reihen gar nicht sein. Immerhin war sie schon ziemlich weit gekommen. Großmutter Magali hatte ihr beigebracht dicke Socken zu stricken. Das würde sich nun eindeutig bezahlt machen. Vielleicht würde der Herr von Tieritz ja mal ein Paar bekommen, aber erst, wenn sie sich sicher waren wie ähnlich er seiner Schwester war und dieser untote Rüpel, der würde nichts erhalten. Möglicherweise eine Rute. Die würde sie ihm persönlich überbringen, weil Alvater Winter keine Toten beschenkt. Sie hatte, nur um ganz sicher zu sein, einen Streifen Mehl von einer Seite des Türrahmens zur anderen gestreut. Angeblich konnte man die Untoten damit aufhalten. Zumindest hatte ihre Großmutter das von Gnollen behauptet und die waren mindestens genauso unheimlich.

Pock... Nicolas Kopf erreichte unsanft den Kammerboden, als ihr die Augen zu fielen und sie nach vorne über kippte.
Ganze sieben Reihen hatte sie geschafft.
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Nicolá Laurent
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<Sturmwinder Kuriere>

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Titel: Verfasst am: 8. Jan 2015, 08:57 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Piet stiefelte im Stall auf und ab, die Hände hinterm Rücken verschränkt und die Stirn in Falten. Die Haare standen ihm zu Berge und die Sohle eines Schuhs schlingerte in der Luft und schlug im Gleichschritt auf den Boden auf, kurz bevor der Fuß folgte.

"Also das ist eine wirklich wichtige Aufgabe und eine sehr ehrenvolle dazu. Ich werde dir das alles nur einmal erklären, so wie ich das schon bei deiner Schwester gemacht habe..."
"Aber ich dachte sie hat dich..."
"Ruhe! Bauch rein! Brust raus! Steh gefälligst gerade! Der Ernst des Lebens hat für dich vor... äh wenigen Mintuen angefangen. Wenn du glaubst, daß du eine Sonderbehandlung verdienst, weil ich deine Schwester kenne, dann irrst du dich gewaltig. Hast du das nun verstanden?!"
Geraldine zupfte an ihrem Wappenrock herum und starrte auf die zwei aufgestickten, geflügelten Schuhe, die sich dabei in die eine und die andere Richtung verschoben. Sie kicherte leise und drehte das Wappen einmal um sich herum, als sich zwei Füße an den Rand ihres Wahrnehmung schoben und mit Nachdruck stehen blieben. Piet räusperte sich und erntete einen verdutzten Blick.
"Äh... was hast du gesagt? Tschuldigung?"
"Wir fangen jetzt an, paß gefälligst auf. Ich erkläre dir alles, was wichtig ist."
"OH DANKE!" Geraldine sprang den Jungen an und warf ihre Arme um seinen Hals.

Piet seufzte.
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Nicolá Laurent
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Titel: Verfasst am: 22. Jan 2015, 15:48 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Und dann klopfte es am Morgen an Veyts Tür. Herein kam ein blonder Knappe mit roter Nase, glühenden Wangen und leuchtenden Augen und brachte dem Mann Kaffee in einem ganz besonderen Krug.

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Vailean Lightblade
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"Ritter"



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Titel: Verfasst am: 25. Jan 2015, 15:46 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein sehr familiär vertrauer “wandelnder Wappenrock“ überbringt eine Nachricht.

Hallo Nicola,

gerne beantworte ich dir deine Fragen, aber nicht auf brieflichem Wege. Ein solches Thema erfordert ein persönlches Gespräch. Wenn dein Ritter ein paar Stunden auf dich verzichten kann, können wir uns in nächster Zeit treffen.

Vailean
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Nicolá Laurent
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Titel: Verfasst am: 3. März 2015, 01:24 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es war schon wieder dunkel, noch immer viel zu früh, wie Nicola fand. Aus dem Schornstein der Hütte bei den Ställen stieg Qualm auf. Bertram saß auf einem Stuhl und las die neueste Ausgabe des Allianzblattes. Die Pfeife der einen und eine Butterstulle in der anderen Hand, blinzelte er, während er versuchte beim flackernden Kerzenlicht die Buchstaben zu entziffern. In der anderen Ecke des Raumes, stand eine alternde, untersetzte Frau und ein schlacksiger, kurzer Bursche mit strohblondem Haar. Die Alte zupfte an der Kleidung des kleinen Menschen.

"Und du bist sicher, daß du nicht noch ein paar Tage Zeit hast? Ich habe die Abende frei."
"Nein wirklich, das ist in schon gut so, also wirklich. Da kommt auch sicher nichts dran."
"Berta, laß das Mädel in Ruhe. Es ist gut so, hast du doch gehört",
kam es brummend am Pfeifenstiel vorbei von der anderen Seite.
"Mhm...", die Frau namens Berta zupfte noch einmal an einigen Ecken und Enden, "also dann lassen wir das so. Alles für einen Mann, hm? Was ist mit Filibert?", skeptisch hob sie die Augenbrauen und sah Nicola streng an.
"Oh doch nicht so ein Mann. Und Filibert ist immernoch mein Freund. Ich hab wirklich Besseres zu tun, als da.. also... uhm, diese... Dinge...", stotterte sie und rollte mit den Augen, um schließlich in einer sich ergebenden Geste die Schultern hängen zu lassen.
"Also ich bin dann wieder weg, ja? Geraldine bleibt heute Nacht hier."

Der Mann brummte und winkte beschäftigt mit einer Hand, während die Frau beide Hände zusammenschlug und Nicola wie einen kleinen, liebenswerten Hundewelpen ansah, als diese zur Türklinke griff, was ein erneutes Augenrollen auslöste.


Sie blinzelte in den Abendhimmel. Es regnete wieder, schon wieder. Das Schwert hatte sie gewissenhaft eingewickelt und auf den Rücken gebunden, die Stiefel waren frisch geflickt, so schlimm war es gar nicht. In den Ställen schnaubte Lichtenstein und trat auffordernd gegen die Holzwand, doch Nicola ließ ihn zurück. Sie raffte das Kleid hoch - Berta hatte es mit einem breiten Gürtel in der Taille zusammengebunden und alles, was zu lang war, über den Gürtel gezogen, so daß es wie ein verschnürtes Zelt an dem Mädchen hing - und stiefelte davon, den Gang nach Canossa trat man zu fuß an.

Weststrom konnte ziemlich weit entfernt sein, wenn man die eigenen Beine benutzte, noch länger, wenn man sich die beschwerten Lederbänder um die Knöchel gebunden hatte und die Kleidung Wasser für die Westfaller Trockenperiode sammelte. Doch irgendwann kam sie an. Vor einer Tür in Vaileans neuem Lehen, wohinter sie ihn vermutete, hielt sie an, klopfte und als nicht gleich geöffnet wurde, setzte sie sich auf die Stufe und wartete. Während sich der wolkenreiche Himmel über ihr entleerte.
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Nicolá Laurent
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<Sturmwinder Kuriere>

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Titel: Verfasst am: 10. März 2015, 10:18 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Bis tief in die Nacht hatte der Wind den Regen gegen die Fensterscheiben und Mauern des Hauses getrieben. Kleinen, knochigen Fingern gleich tippten die Äste eines Busches an das nasse Glas. Im oberen Winkel des Rahmens hatte sich eine Spinne in die hinterste Ecke ihres Netzes zurückgezogen, um dem Regen zu entgehen. Erst als der Mond hell und hoch am Himmel stand, war es still geworden und das Wetter hatte sich beruhigt.
Wie benommen glomm die Glut im Kamin. Scheinbar von unermüdlich wiederkehrendem Lebenswillen angetrieben, flackerte das Feuer auf, ließ einzelne Flammen über die verkohlten Holzreste tanzen und erweckte das Innere des Raumes zum Leben. Verschwommen huschten Schatten über die Wände und erstarben. Mit dem Wiedererwachen des Feuer kamen sie zurück.
Leise raschelte es am Fußende des Bettes und hielt inne, als sich ein Schatten näherte, anwuchs und an der gegenüberliegenden Wand Platz nahm. Er räkelte sich schemenhaft über die Holzverkleidung, ragte fast bis zur Decke hoch, dann öffnete er sein Maul und fletschte die spitzen Zähne, wurde erneut zu einer unförmigen, dunklen Masse - bis die Eule ihr Gefieder spreizte, sich von der Fensterbank abdrückte und davon flog.

Die Spinne im Fenster hatte sich aus ihrem Schlechtwetterversteck ins Freie bewegt und nun den Platz der Eule übernommen. In einer grandiosen Vorstellung vieler Beine, die sich geschwind über ein dünnes Netz bewegten und dennoch nicht verhedderten, turnte sie vom Mond beschienen und übergroß als Schatten ihrer selbst an der Wand entlang. Von irgendwoher kam ein leises Kratzen, dann war es wieder still und nur das Knistern der Glut blieb. In einer weit ausholenden Geste, erklomm der eilige Achtfüßler sein Gelfecht, klappte die meterlangen Beine ein und verschwand in einem seidenen Unterschlupf im Winkel des Fensters.

Wieder kratzte es, wie Fingernägel auf Holz. Dann klapperte es leise. Langsam bewegte sich der Deckel einer der vielen Kisten. Erst zuckte er nur, doch dann schob er sich langsam zur Seite, bis er drohte herunterzufallen. Lange, knochenweiße, dürre Finger streckten sich einzeln in die Höhe und griffen um den Rand der Kiste. Ein pollierter Schuh wurde über den Rand hinweggeschwungen und baumelte an einem hageren Bein einige Momente nach, bevor er Bodenkontakt bekam. Es folgte ein zweites Bein mit gleichem Schuh und erst dann folgte der Rest. Schwankend wie ein Betrunkener, kam die augenlose Gestalt aus der Kiste, drohte einige Male umzukippen bis sie sich fing und aufrecht im Raum stand. Dünne, weiße Haut spannte sich über die Knochen, die Finger spinnenartig. Es beugte sich vor, verschwand mit dem Oberkörper in der Kiste und als es wieder auftauchte, hatte es eine schwarze Melone auf dem Kopf und einen Gehstock in der Hand. Gewand drehte es sich um, lächelte zahnlos das Bett an, in dem Nicola lag. Dann hob es in einer galanten Verbeugung den Hut vom spärlich behaarten Kopf, richtete sich wieder auf und schritt, den Gehstock im Gleichtakt aufsetzend, zur Tür. Die Klinke wurde heruntergedrückt und als es das Haus verließ, erhellte der Mond noch einmal die Gestalt auf groteske Weise, kurz bevor die Tür ins Schloß fiel und der Spuk sein Ende fand.


Nicola riß die Augen auf und starrte an die Zimmerdecke. Langsam, sehr langsam zog sie die Bettdecken über ihre Nase. Noch immer vor Schreck geweitet blickten die Augen im Raum umher. Dann schlüpfte auch der Schopf unter den Deckenstapel und war verschwunden.
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Vailean Lightblade
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"Ritter"



Beiträge: 655

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Titel: Verfasst am: 17. März 2015, 08:26 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Der vertraute, zerzauste Blondschopf im zu großen Wappenrock trifft mit einer schlichten, hölzernen Schachtel in Drei-Ecken ein. Mit erwartungsvollem Blick wird die kleine Box an die große Schwester überbracht. Darin finden sich ein Brief sowie mehrere kleine Zinnsoldaten, zwei Ritter und fünf Fußsoldaten, alle tragen den Sturmwinder Löwen auf den einfach gearbeiteten Rüstungen.

    Hallo Nicola,

    In der Kiste findest du deine ersten, eigenen Soldaten. Sie wurden allesamt instruiert und kennen ihre Pflichten. Wenn du sie dein Bett bewachen lässt, halten sie die düsteren Schatten fern.

    Vailean

    P.S.: Natürlich halten sie auch ein wachsames Auge darauf, dass du gut auf die Klinge Acht gibst.
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Nicolá Laurent
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<Sturmwinder Kuriere>

Beiträge: 130

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 18. März 2015, 19:14 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Zwei liefen Patroullie. Sie waren sehr gewissenhaft und beobachteten die Umgebung, während sie schweigend nebeneinander ihren Weg abliefen. Knapp winkten sie einem Busch zu, in dem einer ihrer Kumpels saß und das Lager im Auge behielt, wie auch die gegenüberliegende Seite des Lagers.

Das Lager war recht klein, in der Mitte ein Feuer, umstehend einige Büsche und Bäume. Zwei Ritter saßen an dem Feuer und unterhielten sich mit zwei Soldaten, die kurz darauf aufstanden und sich ganz in der Nähe hinlegten. Die Patroullierenden traten zu den sitzenden Männern in der Mitte, wechselten einige Worte und liefen wieder los.

"NICOLA! KOMM RUNTER."
"JA, SIR!"

Eilig, vollzog sie den Wachwechsel, deckte die beiden ehemaligen Wachsoldaten mit einem Taschentuch zu und verließ das Zimmer, während der Mann im Papier-Busch weiterhin ihr Bett im Auge behielt.
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Stephanus Henrikus Wellert
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<Handelskompanie>

Beiträge: 206

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 12. Jun 2015, 23:28 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Spannend.
Eine Brieftaube zur Postbeförderung war etwas, dass Stephanus nie genutzt
hatte. Er schaute zum Fenster, an dem Nicolas Taube ihren Flug zu ihm
beendete. Spontan.
Seine Trudel war 'neu'. Doch sie würde den Weg zu den Sturmwinder
Kurieren finden, versprach der Verkäufer. Es war wie es ist. Spannend.
Fenster auf. Trudel raus.

Ehre dem König und Lichtes Segen mit Euch, Miss Laurent.

Tatsächlich muss ich gestehen, dass mir die Dienste der Kuriere kaum geläufig
sind. Wer ist jener Bertram? Was genau leisten die Kuriere in welchem Umfang
zu was für Preisen? Und in wie weit greifen dann die von Euch erwähnten
Sonderkonditionen?
Und als Frau vom Fach könnt ihr mir sicher erklären, weshalb Eure
Kuriertaube derart leibesfüllig ist, während meine, unverkennbar, scheinbar
nur die Hälfte der Körner fressen würde, welche Eure erhält.

Beste Grüße begleiten dieses Schreiben.


*Unterschrift*

S. Wellert
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Veyt of Leith
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Beiträge: 2189

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 13. Jul 2015, 10:14 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Licht mit dir, Nicola.

Der Marschall der Faust will dich also testen? Na dann sollten wir beide wohl zusehen, dass du ihm zeigst, dass du sehr wohl in der Lage bist, mitzuhalten. Hast du ihm gesagt, dass du deine ersten Kämpfe schon hinter dir hast, und das ohne Rüstung? Und dass du dich auch unter Orcs behauptet hast?

Wenn er die Chance bietet auf Vorbereitungen, nutze sie. Ich kann nicht immer, das weißt du, aber daran sollst du nicht leiden. Meinen Segen hast du.

Und die Kekse sind sicher verwahrt.

Die Einladung zum Essen nehm ich gern an. Warn mich nur vor, damit ich mich passender kleiden kann.

Halt die Ohren steif und versuch mal Liegestütze in der Rüstung. Solltest du Probleme beim Aufstehen haben, lass dir von Bertram helfen. Das ist keine Schande, das ist normal am Anfang.

Sir Veyt
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Nicolá Laurent
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<Sturmwinder Kuriere>

Beiträge: 130

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 14. Jul 2015, 12:36 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Scheppernd fiel die Rüstung mitsamt Inhalt zu Boden.

"Ich hab schon eine geschafft."
"Hab ich gesehn", Bertram zog am Seil und das klappernde Blechmännchen wurde über die Vertäuung an einem Dachbalken der Ställe hoch gezogen. Das ganze war mehrfach um den stählernen Rumpf gewickelt. Unter all dem Gezappel löste sich ein Handschuh, rutschte von den Fingern und wurde im letzten Moment von den Füßen in die Zange genommen, wodurch das Rumgehampel ein Ende fand.
"Das ist zu hoch!", protestierte sie schaukelnd.

Der alte Mann knotete das Ende des Stricks fest und machte kehrt.
"Also ich muß mich eben um was kümmern, bin gleich zurück", warf er der baumelnden Nico nach, als er um die Ecke verschwand und einen vor Lachen brüllenden Jungen zurück ließ.

"Sehr witzig Piet..."
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Marodox
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Beiträge: 2

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 17. Jul 2015, 21:36 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Marodox zündete sich gerade eine pfeife an, als nicola wieder an ihm vorbei kam. Er warf einen blick auf den unfertigen ritter dessen beine noch in einem holzklumpen steckten und brummte. Wieder schepperte es an ihm vorbei. Das ging nun schon einige tage so. Bertram hatte es sich wohl zur aufgabe gemacht den fortschritt selbst zu überprüfen und um es ihr nicht zu leicht zu machen, stand er nie weit entfernt und beobachtete das spektakel mit einem teller voll keksen in der hand.

Der alte zwerg klemmte sich die pfeife zwischen die lippen und nahm das männchen zur hand. Er hatte noch zeit, aber seiner erfahrung nach konnte man sich auf zeit nicht verlassen. So fuhr er fort vorsichtig die beine vom überschüssigen holz zu befreien. Unterdessen stolperte es nunmehr seine runden, sicher wäre es für heute bald vorbei.
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Nicolá Laurent
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<Sturmwinder Kuriere>

Beiträge: 130

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 15. Aug 2015, 01:00 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Wie eine sprechende Ausgabe des Sturmwinder Allianzblattes saß Nicola vor einem noch nicht ganz wachen Veyt und blubberte die neusten Neuigkeiten ihres letzten Familienausflugs über den Fürhstückstisch. Dabei hielt sie einen Becher nicht mehr ganz so heißen Kakaos in der Hand.

"Beim kürzlich stattgefundenen Westfaller Fischtennisturnier, das neben anderen Disziplinen, wie dem Schlammkuchenwettessen, Krabbenkicken, Stockfischwerfen und Rohpfanner Doppelkopf, zu der Beliebtesten gehört, kam es zu einigen einprägsamen Szenen.

Es gelang einer Abordnung der von Breents den ersten Platz für sich zu entscheiden, nachdem sie wie schon im vergangenen Jahr die Laurents bereits in der Vorrunde vom Platz gefegt hatten. Wie auch schon im letzten Jahr, war der Rausschmiß nicht ganz hindernisfrei. Nachdem sich der Tintenfisch im Netz verfangen hatte und der Schiedsrichter zugunsten der von Breents entschieden hatte, kam es zu einem hitzigen Wortgefecht zwischen Vater Laurent, einer der Töchter und Schiedsrichter. Erst als Mutter Laurent ihre beiden Streithähne an den Ohren vom Spielfeld gezogen hatte, konnte das Turnier weiter gehen.
Auch in diesem Jahr kam es zu zahlreichen Verletzungen durch tieffliegende Schläger, einer Fischvergiftung und glitschigen Algen. Ein Zuschauer entging nur knapp dem Erstickungstod, als sich der als Ball fungierende Tintenfisch in seinem Gesicht verirrt und festgesaugt hatte. Anwesende Feldscher konnten den Mann jedoch retten.

Auch die Disziplin des Rohpfanner Doppelkopf gewinnt zunehmend Anhänger und entpuppt sich als Familiensport. Hierbei kommen zwei Paar Pfannen und ein Heulbutt zum Einsatz. Gerade bei den älteren, schwerhörigen und sehgetrübten Zuschauern wird dieses Spiel immer beliebter, da der Fisch im Flug ein pfeifend-heulendes Geräusch von sich gibt - daher der Name. Die einzelnen Sätze sind kurz und rasant, insbesondere, weil der Fisch in regelmässigen Abständen wieder aufgeblasen werden muß.

Eine betrübliche Mitteilung: Beim Stockfischwerfen kam auf dramatische Weise ein Huhn ums Leben, das sich auf das Spielfeld verirrte. Man tröstete sich anschließend mit einer Suppe über den Verlust hinweg."

Nico stellte den Kakao beiseite.

"Ich sags dir, du mußt mal mitkommen. Das ist das Ereignis des Jahres! Wir wären ein tolles Doppelkopfpaar!"
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