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Beichtgelegenheit bei Abt Aedan of Iona
..in der Kathedrale zu Sturmwind
Ereignis vom 12. Dez 2018, 20:00 bis zum 12. Dez 2018, 22:00
Autor: Aedan Antworten: 0

Licht zum Gruße, Bürger Sturmwinds, Gäste, Zugereiste und Durchreisende,

die Gelegenheit, Euer Gewissen zu erleichtern, die Absolution im Lichte oder Seelsorge zu erhalten, habt Ihr am 12. Tage des zwölften Monats in der Kathedrale.
Von der achten b
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Tagebuch von Eileen Morgenbringer
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Eileen Morgenbringer
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"Lady"
Professritterin/AiPler/Schülerin
<Bruderschaft des Lichts>

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Titel:   Tagebuch von Eileen Morgenbringer Verfasst am: 1. März 2012, 13:41 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen sitzt an der Kapelle des Hoffnungsvollen Lichts, im Schatten eines Baumes, neben dem Grabmahl ihrer Mutter und schlägt das ledergebundene Buch auf. Ihre Hand streichelt einmal kurz über den Grabstein, bevor sie den Federkiel aufnimmt und die Feder in das Tintenfäßchen tunkt, welches neben ihr sicher in einer Bodenkuhel steht. Man könnte meinen, die Kuhle wurde absichtlich gemacht ... was auch so war.

15. Tag im Zweiten Monat, Kapelle

Morgen reise ich ab. Meine Güte ich kann es noch gar nicht glauben. Bisher bin ich höchstens einmal in die westlichen Pestländer gereist, nach Herdweiler, Stätte der Heiler, Zugwindlager und gen Scholomance. Doch nun soll mich der Weg nach Sturmwind führen. In die lästerliche Stadt, wie Papa es immer nett.

Eileen pausiert kurz und schreibt dann ordentlich, bemüßigt sauber zu schreiben, weiter.


Papa, schickt mich zu Onkel Mikael. Ich darf seine Entscheidung nicht in Frage stellen, drum wird es wohl zu meinem Besten sein, dass ich zur weiteren Ausbildung in die Ferne reise. Wer mich dort unterrichten wird, weiß ich noch nicht, denn soweit ich weiß, hat ja Onkel Mikael seine Berufung als Paladin aufgegeben, als er sich mit Papa überworfen hatte. Wieso weiß ich heute immer noch nicht. Doch wenn er nur halb so ist wie Vater, dann ist verständlich, dass sie immer noch nicht wirklich miteinander reden.

Ich freue mich Onkel Mikael wiederzusehen. Das letzte Mal war ich noch ein Kind als ich ihn gesehen habe. Grade mal 9 Jahre alt. Zehn Jahre ist das jetzt her. Es war an Mamás Geburtstag. Genau heute.

Heute hat mir Papa auch gesagt, dass ich morgen abreisen werde. Er hat schon einen Begleiter organisiert meinte er, damit ich nicht alleine reisen müsste. Ein Krieger, der Name ist mir schon wieder entfallen und der Count Anjou Leonchroí (was für ein Name) kommt ebenfalls zur weiteren Ausbildung mit. Ich hab ihn schon ein paar Mal gesehen und auch mal mit ihm gekämpft. Scheint ein patenter Kerl zu sein.

Papa hat mir seine Karte gegeben und den Weg soweit vorgeschrieben den wir reiten sollen. Ziemliche Strecke. Ich schätze mal, dass wir gut drei bis vier Wochen unterwegs sein werden.

Ich werde mal packen.

Eileen seufzt leise und lehnt sich an den Grabstein ihrer Mutter und blickt für eine kurze Weile ins Nichts. Als die Tinte getrocknet ist, klappt sie das Buch zu und verschließt es säuberlich mit einem Lederband, bevor sie das Tintenfaß zu macht, die Feder neu anspitzt und die Blümchen am Grab neu ordnet, die sie heute gepflückt hatte. Dann geht sie mitsamt ihren Utensilien, festen Schrittes davon.



Zuletzt bearbeitet von Eileen am 20. Dez 2012, 13:51, insgesamt einmal bearbeitet
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Eileen Morgenbringer
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"Lady"
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 13:53 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen sitzt bei Kerzenschein und mit angezogenen Knien auf ihrem Lager, schlägt ihr Lederbüchlein auf und beginnt mit leicht zusammengekniffenen Augen zu schreiben.

16. Tag im Zweiten Monat, Zugwindlager

Dieser Kain ist ein Arschloch. So ein überheblicher Drecksack, der nur grunzt und hmpt. Scheint alles besser zu wissen und seinen Platz nicht zu kennen. Ich hatte ja gehofft, dass wir ein guter Trupp sind, schließlich wird man eine Weile aufeinander hängen, aber der ... wenn der soweiter macht, werde ich ihm die blanke Faust ins Gesicht hauen. Aber ... Eileen schnauft leise und heftig aus, bevor sie weiterschreibt ... auch das ist nur eine Prüfung.

Die Strecke von der Kapelle zum Zugwindlager verlief verhältnismäßig ruhig. Anjou scheint ein kleiner Scherzkeks zu sein, der wohl Schmetterlinge schön findet. Nun, tu ich auch ... aber er jauchzte es gar. Komischer Kauz, aber dennoch nett. Nicht so wie dieser ...Kerl.

Eileen reibt sich mit Zeigefinger und Daumen über das linke Ohrläppchen und geht kurz im Geiste ihr Mantra durch. Kurze Zeit später schreibt sie weiter.

Wir hatten die Wahl durch Andorhal zu reiten oder eben aussenrum. Wir wählten den sichereren Weg - aussen herum. Andorhal wird immer noch umkämpft, obwohl die Verlassenen unsere Truppen schon weit zurück gedrängt haben. Ich fürchte Andorhal wird fallen.

Zum Glück für uns schien der Randbezirk an dem wir uns entlangschlichen nicht patroulliert zu werden und wir konnten uns ohne Aufsehen zu erregen vorbeischlängeln.

Unser Weg führte uns über den alten Friedhof zum Zugwindlager. Morgen in aller Frühe werden wir gen Hinterland aufbrechen und vorab noch Uthers Grabmal besuchen.

Vielleicht fällt dieser pentrante Stinkstiefel auch in den See und säuft ab ... ein schöner Gedanke zur Nacht.

Eileen lächelt leicht ins Dunkle. Wartet bis die Tinte trocken ist, verschließt sorgsam ihr Buch, steckt es weg und drückt dann die Kerzenflamme mit den Fingern aus.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 14:21 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Zwergengröhlen ist zu hören und der Duft von Bier hängt in der Luft. Eileen sitzt mit einem Krug Bier und ihrem Büchlein einsam an einem Holztisch auf dem Nistgipfel. Sie nimmt einen herzhaften Schluck vom zwergischen Starkbier, wischt sich den Schaum mit der Handkante von den Lippen, bevor sie beginnt zu schreiben.

18. Tag des Zweiten Monats, Hinterland, Nistgipfel


Die Reise über den Seuchennebelklamm hat etwas länger gedauert, als wir ausgerechnet hatten, da der Weg von einer Geröll-Lawine unpassierbar war. Zwar hatten wir versucht, die Pferde aussen herum zu manövrieren, aber das war ein Ding der Unmöglichkeit.

So hieß es absteigen und Muskeln spielen lassen. Dieser Kain kann ja immerhin zupacken, wenn er auch sonst das Maul immer noch nicht wirklich aufbekommt. Auch Anjou hat bewiesen, dass ein echter Kerl in ihm steckt. Die Männer hatten es gut und konnten wenigstens irgendwann ihre Oberbekleidung abwerfen und mit nacktem Oberkörper weiter machen. Ich hab mir immerhin erlaubt mir die Plattenrüstung und den Gambeson auszuziehen nach einer Weile.

Wir waren schon gut voran gekommen, als die Dämmerung hereinbrach. An ein weiterkommen war nicht mehr zu denken und somit schlugen wir das Nachtlager eben im Freien auf. War ja nicht das erste Mal für mich.

Ich frage mich, wieviele Brote mit Jagdwurst dieser Kain noch hat. Scheint sich nur davon zu ernähren. Anjou hatte was von Möhren gemurmelt.

Eileen seufzt leise und nimmt noch einen Schluck vom Bier.

Die Nacht ohne Ereignisse, wir hatten dennoch uns abgelöst beim Wache schieben. Am Morgen räumten wir noch ein paar Brocken Gestein beseite, bis wir dann um die großen Felsen herum konnten. Die Pferde wurden sicherheitshalber geführt. Ein Beinbruch bei uns wäre ja verkraftbar, aber ein Pferd zu verlieren wäre schlimm.

Als wir den Gipfel erreicht hatten, war es schon Mittag. Der Abstieg ging langsam voran aber ohne weitere Zwischenfälle. In der Ferne hörten wir ein Rudel Wölfe heulen, doch gesehen haben wir keine.

Auf dem Weg zum Nistgipfel sind mir einige große Federn aufgefallen. Sicherlich von den wilden Greifen, die wir haben fliegen sehen. Schöne Tiere.

Die Wildhammerzwerge hier sind sehr freundlich und die Verpflegung ist gut. Morgen werden wir in alle Frühe weiterreiten gen Arathi.

Eileen legt die Feder weg, korkt das Tintenfäßchen zu und lehnt sich im Holzstuhl leicht zurück. Ihr Blick fällt auf ein ansehnliches Hinterteil von einem Mann, der am Tresen wartet. Ihre Hand greift zum Krug und sie nimmt noch einen großen Schluck, den Mann weiter ansehend. Als er sich umdreht verschluckt sich Eileen und sie flucht verhalten, als Bier ihr übers Kinn rinnt.
Kain geht gelassen mit einem Hmpf an ihr vorbei.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 14:58 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen sitzt mich gekreuzten Beinen auf dem Gras vor ihrem Zelt bei der Zuflucht im Arathi. Ihr Blick schweift zu Anjou und dessen Bruder John, einem schwarzhaarigen, sehr gut aussehenden Mann mit gepflegtem Bart und fein säuberlichen Stiefeln. Sie schmunzelt und lässt ihren Blick weiter schweifen. Ihre Stirn legt sich leicht in Falten als sie Kain mit einer hübschen Blondine abziehen sieht, angeregt unterhaltend. Mit einem leisen Schnauben, öffnet sie das Tintenfaß, stippt den Federkiel ein und beginnt zu schreiben.

20. Tag im Zweiten Monat, Zuflucht, Arathi Hochland

Es ist wunderschön hier. Grün und hügelig, ganz anders als in den östlichen Pestländern. Seltsame Wildtiere habe ich hier gesehen. Der Heilkundige hier im Lager hat mir berichtet, dass es hier Saurier gibt, mit denen nicht zu spaßen ist. Das werden dann wohl die Viecher sein. Interessant.

Leider wurde ebenfalls berichtet, dass sie argen Ärger mit Ogern und Trollen haben, die immer mal wieder für Verwüstungen auf den Ländereien sorgen.

Ein Grund wieso wir auch noch hier sind. Kamen wir doch ganz gut voran als wir im Morgengrauen des 19. Tages vom Nistgipfel wegritten. Noch bevor es richtig hell wurde hatten wir den Tunnel erreicht.

Zum ersten Mal, dass ich so ein Bauwerk sehe. Ich bewundere die archi *sie stockt leicht* ...tektonische Bauweise der Zwerge. Das Arschloch Kain, der mal wieder vor Freundlichkeit strotzte an dem Tag brummte was von "Ooooch ein Tunnel...". Fein, wenn er schon zig gesehen hatte, ich hatte es nicht. Der Tunnel ist gut erhalten und Leuchtfeuer sind in einigen Abständen aufgestellt. Ansonsten wäre es eine schwarze lange Röhre.

Anjou schien der Tunnel auch zu gefallen und wir unterhielten uns über die Bauweise, während der Brummschädel mürrisch hintendrein ritt.

Eileen blickt auf, als sie gegrüßt wird und errötet zutiefst, als der Bruder von Anjou ihr zum Gruß nochmal zunickt, bevor er sich auf seinen Fuchs schwingt. Peinlich berührt über ihr Erröten senkt sie den Kopf wieder und schreibt weiter.

Sir John, Anjou's Bruder, lebt noch in Arathi und unterhält wohl das Lehen. Anjou hatte noch zu mir gesagt, dass wir bloss dort nicht Halt machen sollen, sonst würde er ihm die Bücher der letzten 3 (drei) Jahre vorlegen. Ich hab mich ziemlich amüsiert, als wir dann bei der Zuflucht ankamen und Anjou einen Fluch ausstieß.

Wie der Zufall es so gewollt hat, war sein Bruder dort gerade gewesen, um Post abzuholen. Anjou tut mir ja irgendwie leid. Gestern und heute durft er sich tatsächlich die Bücher anschauen. Aber die Brüder scheinen sich sehr gut zu verstehen. Sir John wirkte auch sehr glücklich, seinen Bruder mal wieder zu sehen.

Ich kümmerte mich um die Aufstockung unserer Vorräte. Wir brauchten frisches Brot, Wasser, Käse und Hafer für die Pferde. Zum Glück konnten wir alles besorgen, hatten jedoch eine kleine Gegenleistung zu erbringen.

Da gerade Truppenwechsel war, hatten sie einen kleinen Engpass und es war außerplanmäßig eine Lieferung für die entfernteren Höfe angekommen. Sie brauchten eine Eskorte. Ich willigte ein, was uns noch zusätzlich einen Schlauch Wein für jeden bringen sollte.

Kain und ich begleiteten mit noch zwei Wachen den Wangetroß. Keinerlei Zwischenfälle, bis nur noch ein Hof übrig war. Auf dem Weg dorthin wurden wir jedoch von zwei Ogern angegriffen. Fette, riesige Biester, mit sehr garstigen Keulen.

Kain stellte unter Beweiß, dass er gut mit seinem Schwert umgehen kann. Ich muss gestehen, dass wir gut miteinaderen beim Kampf harmonierten. Letzten Endes konnten wir den beiden Ogern gehörigen Schaden zu fügen und sie flüchteten, bevor wir sie ganz zur Strecke bringen konnten. Dreckspack.

Nach dem Kampf hielt ich dem anderen Dreckspack die Hand hin, wie man das bei unseren Leuten schon mal macht. Eeeer, schaute nur drauf, wischte sein Schwert ab, steckte es in die Scheide und brummte wieder.

A r s c h l o c h

Wie ich grad jedoch gesehen hab, kann der hirnamputierte Volltrottel wohl auch normal reden. Zumindest mit der blonden Wachsoldatin, mit der er da grade weggegangen ist. Sicherlich sitzen die jetzt und reden bei einem Krug Bier. Soll er doch!

Anjou's Bruder wird morgen früh nochmal hier sein, um seinem Bruder Lebewohl zu sagen. Wir werden nach dem Morgengebet abreiten.

Eileen streckt sich und ihr Blick fällt auf einen blonden Soldaten, der sie anschaut. Als er ihren Blick bemerkt, wackelt er mit den Augenbrauen und macht klopft sich dann mit der flachen Hand auf die geballte Faust. Eileen's Stirn kraust sich noch mehr, sie klappt das Buch zusammen und korkt das Fäßchen zu. Sie wird ihn mal fragen, wenn sie die Sachen weggeräumt hat. Eileen geht in ihr Zelt, doch als sie raus kommt, sieht sie den blonden Soldaten mit einer brünetten Wachsoldatin im Arm weggehen.

"Dann halt nicht" - murmelt sie und geht wieder ins Zelt.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 15:28 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein Nachtelf stellt einen Saft vor ihr ab und schaut Eileen lächelnd an. Sie schiebt ihm ein paar Münzen rüber und blickt dann auf das ledergebunde Büchlein vor sich. Der Elf steht immer noch neben ihr und lächelt weiter.

"Ja?" fragt sie und runzelt leicht die Stirn.
"Ich hab bald Feierabend", sagt er mit tiefer Stimme und seine Augen scheinen noch ein wenig mehr zu funkeln.
Eileen nickt ihm zu.
"Dann mal noch einen schönen Abend Euch" sagt sie freundlich und schlägt das Buch auf. Der Nachtelf blickt auf die junge Frau hinab, scheint kurz zu überlegen und geht dann. Eileen tunkt die Feder in das Tintenfäßchen und beginnt zu schreiben.


22. Tag des Zweiten Monats, Hain des Sumpfhüters, Sumpfland

Was für eine schwüle, drückende Hitze. Ich hab das Gefühl, als würde mir alles am Körper kleben. Aber was schreibe ich ... es KLEBT alles am Körper.

Gestern reisten wir vom schönen Arathi ab und erreichten den Thandol-Übergang noch vor der Mittagsstunde. Von Weitem hatten wir schon Schießerei gehört und wir näherten uns vorsichtig. Die beiden Männer hatten irgendwie gute Laune gehabt und wirkten beide sehr gelöst. Anjou hatte wohl doch bei seinem Bruder übernachtet. Keine Ahnung wieso Kain so gut gelaunt war. Sein Grumpfen klang fast freundlich am Morgen.

Ich hatte mich den Weg über gut mit Anjou unterhalten. Er erzählte mir vom Angeln und von ein paar Gesichten aus seiner Kindheit. Ich höre ihm gerne zu.

Als wir uns jedoch dem Thandolübergang näherten verging uns die gute Laune, denn dort war eindeutig ein Kampf im Gange.

Wir konnten erkennen, dass sich Zwerge am bekriegen waren. Kain brummte was von Dunkeleisenzwergen. Nun, der Übergang war unsere einzige Möglichkeit ins Sumpfland zugelangen und von dort aus weiter. Somit stand der Entschluß fest, wir griffen ins Geschehen ein.

Die Pferde ließen wir in Sicherheit zurück und pirschten uns von hinten an. Die Überfalltaktik wäre fast ins Auge gegangen, als einer der Zwerge hinter einem Stein hervorkam. Nur ein beherzter Schlag meinerseits mit der Schildkante gegen seine Kehle, konnte uns davor bewahren zu früh entdeckt zu werden.

Als wir dem Kampf beitraten sah es schon gut aus für die Zwerge der Allianz. Harte Burschen, wie sich auch jetzt wieder zeigte. Anjou, Kain und ich leisteten einen guten Beitrag und wir kamen, dem Licht sei Dank, ohne größere Verletzungen davon. Ein Schuß streifte Anjou an der rechten Schulter und Kain bekam einen Schlag in den Magen, der ihm die Luft nahm und ihn später noch zum kotzen brachte. Ich selber hab den linken Oberarm geprellt und trage einen Komp... einen Verband.

Wir siegten und wurden nach der Schlacht um den Übergang von der Zwergen der Allianz zu einem Gelage eingelagen. Klar, dass wir nach dem Kampf nicht ausschlugen und für ein paar Biere blieben. Dann sind wir jedoch noch weiter, bis zum Hain des Sumpfhüters. Die Zwerge hatten uns den Weg gewiesen, da es auf meiner Karte nicht verzeichnet war.

Ich habe den Nachtrag bereits für Papa gemacht.

Eileen schaut auf, als der Nachtelf ihr zum Abschied nochmal zupfeift und mit den Augenbrauen wackelt. Sie runzelt die Stirn und schaut ihm leicht verwirrt hinter her. "Was haben die nur immer mit den Brauen?" murmelt sie leise vor sich hin und schreibt weiter.

Hier wurden erst einmal unsere Wunden versorgt. Die Heilerin bestand darauf, dass wir einen Tag ruhen. Gerade Kains Magenschlag machte ihr Bedenken, sie wollte ihn wohl unter Beobachtung haben. Jetzt liegt er da noch im Krankenlager mit einem sauertöpfischen Gesicht.

Eileen grinst leicht und wird dann wieder ernst.

Ich ertappe mich dabei, dass ich eine Schadenfreude entwickle. Ich werde dem entgegenwirken müssen.

Morgen werden wir abreisen, wenn die Heilerin es gestattet.

Sie greift nach dem Saft und trinkt ihn leer. Ausser ihr sitzen noch vereinzelt ein paar Elfen, Zwerge und zwei Gnome im Raum und reden leise miteinander. Anjou wollte noch ein wenig Glühwürmchen schauen hatte er zuvor gesagt. Eileen klappt das Buch zu und verstaut die Utensilien in einem Lederbeutel, bevor sie sich zur Gruppenunterkunft aufmacht.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 16:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Musik dringt an Eileens Ohr und sie blickt noch eine Weile auf den Count Anjou, der sich die Klampfe eines Zwergen geschnappt hat und nun mit schönstem Tenor ein Lied zum Besten gab. Den Zwergen schien es zu gefallen, sie klatschen und schwenken die Krüge. Eileen lächelt leicht. Ihr Blick gleitet über die Leute und bleibt am Augenpaar von Kain hängen, der sie wohl angeschaut hatte. Für eine kurz Zeit schauen sie sich an, dann hebt er den Krug und prostet ihr zu. Eileen nickt und prostet ihm zurück. Kurz darauf wendet er sich der rothaarigen Frau zu, die neben ihm steht.

Eileen blickt auf die Kleidung der Frau. "Der scheint warm zu sein" murmelt sie vor sich hin, schaut auf die ausgeschnitte Bluse, welche noch am Bauch geknotet ist. Eileen blickt an sich selbst hinab. Sie trägt ihr Kampfhemd, welches auch mal wieder eine Wäsche nötig hätte und die Leinenhose, welches sie unter der Plattenrüstung getragen hatte. Ihr Blick fällt auf die kurzen Fingernägel und den Dreckfleck am Handgelenk. Eilig wischt sie die den Fleck weg, schaut dann wieder auf.
Kain war nirgends zu sehen und die Frau auch nicht mehr. Anjou hatte zu einem ruhigen Lied angestimmt und leise seufzte Eileen als sie begann zu schreiben.


24. Tag des Zweiten Monats, Thelsamar, Loch Modan

Wir sind bei den Zwergen angekommen. Gestern Morgen, es war schon weit nach Morgengrauen, wurde uns gestattet weiterzureisen. Später als wir gewollt hätten, kamen wir weg. Der Weg führte uns an einer Zwergenstation vorbei. Ein paar Gnome hab ich dort auch gesehen. Wir hielten nicht. sondern schauten, dass wir Zeit gut machten.

Leider war der Aufstieg über Dun Algaz sehr steil und beschwerlich. Wir mussten ein paar Mal absteigen, um die Pferde zu führen. Kain scheint immer noch was angeschlagen. Er wirkte ab und an blass um die Nase und war noch stiller als üblich.

Anjou hatte begonnen ein Lied zu singen und schmetterte es in den Tunnel. Er hat eine schöne Stimme. Jedoch hat der Brummbär wohl keinen Sinn für Musik, er nörgelte und verstummte dann ganz.

Insgesamt passierten wir drei Tunnel auf dem Weg nach oben. Die Steigung schien und schien kein Ende zu nehmen. Ich hab mich auch mal leise an einem Lied versucht. Meine Stimme ist schrecklich. Zumindest sagt das Papa immer. Also singe ich meist nicht, ich will ja nicht, dass die Leute sich ärgern. Leise sang ich also das Lied "Wer hat die größten Eier?", welches mir ein paar Soldaten der Bruderschaft beigebrachten hatten vor einiger Zeit. Ich find es schön, dass es mal um Tiere geht und nicht immer nur um irgendwelche Frauen.

Anjou hatte mich so komisch dabei angeschaut. Er meinte jedoch, dass er das Lied interessant fände. Na immerhin, hat er sich nicht über meine Stimme beschwert. Papa meint sie wäre zu tief und nicht so klar und hell wie Mamas gewesen war.

Irgendwann hatte ich den Geruch von Orcschweiß in der Nase und ich sagte es auch. Woraufhin Anjou meinte, dass es Kain sein müsste, der vor uns ritt und wiede mal eines seiner Brote mit Jagdwurst ausgepackt hatte. Sicherlich war es schlecht, denn er hatte nur einmal reingebissen und es nach Anjou's Bemerkung zu ihm nach hinten geworfen.

Vielleicht wollte er ihn treffen. Ich nehme es mal an.

Als wir jedoch aus dem zweiten Tunnel ritten sollte sich meine Vermutung bestätigen. Ein Orclager oder gar ein Dorf. Die Wachen wirkten desinteressiert und dösten in der Sonne. Ein paar Fliegen surrten um sie herum. Wir machten, dass wir an ihnen vorbei kamen. Keiner folgte uns.

Nach einem weiteren Tunnel, in dem uns auch Gebirgsjäger der Zwergen entgegenkamen, erreichten wir die Station Algaz. Die Pferde benötigten dringend eine Pause und so hielten wir an, um Rast zu machen.

Es dämmerte bereits und der Kommandant der Station riet uns hier zu nächtigen, da Nachts die Gegend unsicher wäre. Die Sicherheit ging vor uns so blieben wir über Nacht. Wir lagerten in der Halle der Station. Als ich in der Nacht aufgewacht war hatte ich kurz gedacht, Kain hätte mich angestarrt gehabt, aber als ich mir die Augen rieb, lag er da und schlief augenscheinlich. War wohl eine Täuschung der Nacht.

Eileen blickt auf und schaut auf den Tisch am Feuer, an dem Anjou sitzt und sich mit zwei Zwergen unterhält. Eileen nimmt einen Schluck vom Bier, bevor sie weiterschreibt.

Ganz früh brachen wir auf in Richtung Thelsamar und dann weiter gen Sengende Schlucht. Kurz hinter Thelsamar strauchelte dann Kains Pferd, welches und es klirrte auf dem Pflaster. Das Hufeisen lag anklagend auf dem Weg und starrte uns fast hämisch grinsend ins Gesicht hatte ich das Gefühl. Wieder aufgehalten.

Kain brummte was vom Fluch des Sees, stieg vom Pferd und schaute sich die Misere an. Da war nix zu machen, das Hufeisen musste von einem Schmied dran gemacht werden.
Also stiegen wir alle ab, wendeten und gingen zu Fuß nach Thelsamar zurück.

Der Schmied jedoch ist heute nicht im Ort, oder hat zu. Irgendwas haben sie von Eichhörnchentag gebrabbelt. Es half auch nicht die halbstündige Diskussion, die Schmiede blieb geschlossen. Morgen früh, so hieß es, da wäre das Eisen dran.

Somit sitzen wir hier fest. Wir haben den Tag auf unterschiedliche Weise verbracht. Ich hab erst meine Rüstung gepflegt, dann mein Schild und die Waffen. Das Sattelzeug eingefettet und mir dann ein wenig den Ort und den Loch angeschaut ... oder was davon übrig ist. Der Staudamm ist gebrochen und das meiste Wasser ist abgeflossen und hat einen Teil des Sumpflandes geflutet. Murlocs hausen am See und sind eine wahre Plage wie uns brummelnd gesagt wurde.

So scheint doch jedes Land der Königreiche seine Probleme zu haben.

Das Abendessen im hiesigen Gasthaus ist gut und die Unterkunft ebenfalls. Die Betten sind sauber nur ein wenig zu kurz. Wir sind, neben einer rothaarigen Frau, die einzigen Menschen hier. Die Frau scheint hier im Gasthaus wohl zu wohnen. Ich unterhielt mich kurz mit ihr, sie redete was von die Geschäfte laufen gut, dank der Reisenden. Als ich sie fragte was sie denn macht, blickte sie mich so komisch an und sagte mir dann, dass sie als Näherin arbeitet.
Ein ehrbarer Beruf und ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass die Geschäfte gut laufen. Sie bot auch Kain und Anjou ihre Dienste an. Anjou lehnte ab, er hätte nix zum nähen. Kain scheint wohl was zu haben, er ist mit ihr weggegangen.

Ist mir gar nicht aufgefallen, dass was an seinen Sachen kaputt gegangen wäre. Aber vielleicht hab ich auch nicht genau geschaut. Ich selber hab auch nicht gehabt, aber mich hatte sie auch nicht gefragt, ist wohl davon ausgegangen, dass ich selber nähen kann.

Morgen früh wollen wir weiter, durch das Tal der Könige in die Sengende Schlucht. Ich hoffe, dass wir den Eisengipfel noch vor Einbruch der Nacht erreichen werden.

Eileen legt die Feder beiseite und blickt sich nochmals im Schankraum um, während sie wartet, dass die Tinte getrocknet ist. Kain's Reparatur schien doch länger zu gehen. Oder er war bereits in sein Zimmer gegangen. Eileen zuckt mit den Achseln als wüsste sie die Antwort nicht und packt dann ihre Sachen zusammen.

Als sie in ihr Zimmer geht, hört sie aus Kains Zimmer ein leises Stöhnen. Sie bleibt kurz stehen und horcht auf. Kein weiterer Laut erklingt, somit geht sie weiter und murmelt leise vor sich hin "Na, da scheint sie ihn wohl mit der Nadel gepiekst zu haben".
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 17:00 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen lässt sich auf ihr Nachtlager fallen. Was für ein beschissener Tag in einer noch beschisseneren Gegend.
Im Licht des Feuers, packt sie ihr ledergebundenes Buch und ihre Schreibutensilien aus. Neben ihr wirft Kain grunzend einen Ast ins Feuer und steht dann auf, murmelt was von "abschütteln".

Eileen grunzt ebenfalls und schaut dem Mann hinterher. Ihr blickt weilt kurz auf seinem Rücken, bevor sie zornig das Buch aufschlägt, einmal durchatmet und beginnt zu schreiben.


25. Tag im Zweiten Monat, Thoriumspitze, Kackland (durchgestrichen) Sengende Schlucht

Der Tag hat schon beschissen angefangen. Im Wirtshaus hat mich so ein Arschloch von fliegendem Händler angegrabscht. Ich hatte mich gerade über meine Stiefel gebeugt, als er von hinten an mich rantrat und ich seine dreckigen Finger auf meinen Brüsten liegen hatte. Ich weiß ja nicht wen er glaubte das so betatschen zu müssen, aber meine Faust war schneller in seinem Gesicht als er Tschuldigung sagen konnte.

Da lag er dann auf seinem Hosenboden und glotzte mich an, hielt seine blutende Nase und stammelte was von Versehen und nicht richtig geschaut. Ja, beim LICHT, wem grabscht der denn sonst an die Brüste. Ich hoffe mal nicht, dass es der Mann der Näherin war den ich da geschlagen habe. Die Erkenntnis kam mir erst später am Tage ... genau jetzt.

Ich war aufgebracht und als Kain hereingestolpert kam durch mein Gefluche, und die Hosen noch am zuknoten war mit einer Hand und in der anderen sein Schwert hielt, machte es das Ganze noch peinlicher.

Und dann ... dann lacht der Idiot auch noch als ich ihm davon erzähle. Er hat GELACHT! Am liebsten hätte ich ihm auch noch eine reingehauen, aber ich habe innerlich mein Mantra gesagt und mich wieder beruhigt. Bauer!

Er hat immer noch leise vor sich hin gelacht und mich immer mal angeschaut als wir schon am weiterreiten waren. Witzig ...

Wir kamen gut vorran und hatten den Steinwerkdamm-Durchgang bald erreicht. Eine freundliche Zwergenwache (weiblich, nach ihrer Haartracht zu urteilen - obwohl sie einen kleinen Bart hatte), grüßte uns höflich. Wir ritten weiter und kamen ins Staubfeuertal. Kurz hinter dem Durchgang lag ein Zwerg auf dem Weg, halb eingesponnen von einer riesigen Spinne.

Was für ein Riesenvieh. Wir waren alle kurz perplex, bevor wir dann handelten und uns von der Pferden fallen ließen. Zu dritt kämpften wir mit dem Vieh, dass sie wehrte und versuchte uns mit Gift zu bespritzen. Zum Glück gelange es ihr nicht unsere Schleimhäute zu treffen. Allerdings hatten wir hart zu kämpfen, bis dann Anjou sie zu Spinnenhack verarbeitet hat. Er kann sich richtig reinsteigern und scheint dann nix mehr zu merken. Wie ein Berserker hat er gebrüllt und auf das Vieh eingehauen, selbst als es schon tot war.

Der Zwerg lag wie tot da, halb eingesponnen. Wir kontrollierten ob er noch lebte. Ganz schwach konnten wir seinen Puls ausmachen. Ich begann zu beten für ihn, damit das Licht ihn stärken würde. Kain hat gebrummt und sein Pferd herangepfiffen, den Zwerg aus seinem Kokon geschnitten und dann auf sein Pferd gehoben.

"Beten könnt ihr später noch, Frau" hat er mich angebrummt, ist auf sein Pferd und dann losgeritten. Uns blieb nichts anderes übrig, als ihm nachzureiten. Ich kochte innerlich! Imp... ungehöriger Wicht!

Kain hatte ein strammes Tempo angeschlagen und sein Pferd zeigte zum ersten Mal, dass es auch was schneller kann als üblich. Meist zockelt es so vor sich hin. Störrisch wie sein Reiter.

Eileen schaut kurz auf, als sich eben jener wieder auf sein Lager fallen lässt. Sie wendet dann den Blick ab und beginnt wieder zu schreiben. Ihr Körper ist angespannt, doch lässt sie sich nicht anmerken, dass ihr sein Starren missfällt.

Jetzt sitzt er da und starrt mich an. Er macht mich noch wahnsinnig.

Leider ... oder dem Licht sei Dank, hat sein schnelles Handeln den Zwerg gerettet. Wir kamn ohne weitere Vorfälle an der Thoriumspitze an. Es war das nächst gelegene Lager und er schien den Weg zu kennen. Der Zwerg, es stellte sich heraus, dass es Aufseher Schlickfaust war, den wir da gerettet hatten, wurde sogleich von kundigen Sanitätern versorgt, was ihm das Leben gerettet hat.

Nur dem Umstand ist es zu verdanken, dass er von mir noch keine reingehauen bekommen hat. So wie er starrt scheint er darauf zu warten. Doch die Genugtuung werde ich ihm nicht geben.

Morgen werden wir mit einem bewaffneten Trupp gen Eisengipfel reisen und von dort durch den Schwarzfels hindurch in die Brennende Steppe.

Langsam frage ich mich, ob Papa mir eine längere Route vorgegeben hat.

Eileen legt das Buch auf ihren Schoß und verschließt das Tintenfaß und verstaut es. Dann als die Tinte getrocknet ist, packt sie auch das Lederbuch weg. Sie schaut nochmal zu dem Mann, der sie heute wieder zur Weißglut gebracht hat. Seine braune Haaren schauen leicht unter der Decke hervor, die er sich bis fast über den Kopf gezogen hat. Eileen blickt ihn noch ein paar Sekunden an, bevor sie sich hinlegt und sich dann in ihre Decke einkuschelt.

Schnell ist sie eingeschlafen und bemerkt somit nicht, wie eben jener Brummerbär ihr noch eine Decke drüber legt.
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Eileen Morgenbringer
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"Lady"
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 17:28 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen starrt auf den Feuermuskelmageneintopf vor sich und schiebt ihn dann zur Seite.
Brot und Hartkäse mit was Bier reichen auch, denkt sie sich, klappt ihr Büchlein auf und beginnt zu schreiben.


26. Tag im Zweiten Monat, Eisengipfel, Sengende Schlucht.

Asche ... hier sieht alles aus als wäre es mit grauer Asche bedeckt. Asche klebt in meinen Haaren, auf meiner Haut und selbst in meiner Nase.

Anjou hat vorher gebrummt er könne schwören, selbst beim Pissen Asche zu pinkeln. Die Erfahrung hab ich noch nicht gemacht.

Wir sind wohl alle froh, wenn wir aus diesem Land rauskommen. Schrecklich ist es hier.

Metallische Ungetüm der Dunkeleisenzwerge haben wir bekämpft. Naja, hauptsächlich die Zwerge haben sie bekämpft, in dem sie Flaschen nach ihnen warfen, die explodierten beim Aufprall und die Viecher zum schmelzen brachten.

SK11 nannten sie das Zeug. Säurekonzentrat 11 - wie mir später erklärt wurde, von der Gnomin die mit uns reiste.
Sehr wirksame Waffe.

Wir kamen langsam voran mit dem Tross - aber wir kamen ohne größeren Zwischenfälle voran. Einen Halt beim Thorium-Vorstoss mussten wir einlegen, da dort einige Kisten ent- und dann beladen wurden.

Waffen, Medizin, Nahrung. Ein paar Fässer Bier waren auch dabei.

Zwei Stunden vor Sonnenuntergang kamen wir am Eisengipfel an. Eine Weiterreise kam nicht mehr in Frage.

Die Laune ist mäßig. Wir gehen uns heute alle ein wenig aus dem Weg.
Vielleicht besser so.

Morgen früh - Abmarsch geplant im Morgengrauen. Schwarzfels - Brennende STeppe.

Eileen klappt nach einer Weile das Buch zu und schaut fassunglos auf einen Zwerg, der ihren weggeschobenen Eintopf schlabbert. Der Zwerg schaut auf, der Bart mit Eintopfteilen leicht besprenkelt und grinst sie dann leicht an.

"Wohl bekomms", murmelt Eileen und stapft dann leicht angeekelt weiter zu ihrem Schlafplatz. Die beiden Männer polierten beide ihre Waffen und fuhren auch fort, als sich Eileen schon in ihre Decke gewickelt hatte.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 18:15 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen reibt sich über die Brust und verzieht leicht das Gesicht. Sie schaut zu dem Count Anjou Leonchroí der ihre Brustrüstung am entbeulen ist. Kain steht am Lagerrand und starrt mit verkniffenem Gesicht gen Schwarzfels.

Eileen schlägt das Lederbuch auf, welches sie auf dem Schoß liegen hat, blättert nach vorne zum letzten Eintrag und beginnt zu schreiben.


27. Tag im Zweiten Monat, Flammenstern Posten, Brennende Steppe

Elf Tage sind wir nun unterwegs. Trotz Hindernissen sind wir bisher gut voran gekommen. Heute jedoch hatte ich gedacht das letzte Stündlein hat geschlagen.

Ich danke dem Licht, dass wir mehr oder minder heil davon gekommen sind.

Am Morgen waren wir abgereist. Den Eintopf zum Frühstück haben wir dankend abgelehnt und uns mit Brot, Ziegenmilch und was Käse begnügt.

Die Pferde waren gestärkt und alle gut erholt und so hatten wir gehofft weit zu kommen heute. Der Weg zum Schwarzfels selbst war schon ein Abenteuer. Wir haben die Viecher kennengelernt, denen der Eintopf zu verdanken war.

Echsen! Große Echsen! Giftige Echsen und Echsen, die wohl gerochen haben, dass es Eintopf mit ihren Artgenossen gegeben hatte. Wütende Echsen.

Eine Echse mussten wir erschlagen, es blieb uns keine andere Wahl. Als jedoch fünf von den Biestern aus ihrem Bau geschossen kamen, um wohl den Toten von ihnen zu rächen, nahmen wir die Beine und die Hufe in die Hand.

Die Pferde preschten voran und wir mitten in eine Versammlung von überraschten Dunkeleisenzwergen. Einer von ihnen landete unter den Hufen meines Zelters. Es dürfte nicht viel von ihm übrig geblieben sein. Wir gaben den Tieren die Sporen und hinter uns flogen die Kugeln. Die Zwerge hatten sich von ihrer Überraschung überholt. Zwei Kugel prallten von meinem Schild ab und auch Kains Schild wurde mit Kugeln bespickt. Ein Querschläger traf meine Plattenrüstung, schlug jedoch nicht durch.

Vor uns erschien der Aufstieg zum Schwarzfels und die Verfolger hatten aufgegeben. Endlich konnten wir die Tiere zügeln und überprüfen ob jemand verletzt worden ist. Zum Glück nicht.

Wir entschlossen uns weiter zu reiten, hatten wir doch alle keine Lust, doch noch die Verfolger um die Felsen biegen zu sehen. So ritten wir in den Schwarzfels rein.

Sofort schlug uns eine unmenschliche Hitze entgegen, die einem das Atmen schwer machte. Unfassbar was wir dort sahen. Lavaströme ergossen sich aus Öffnungen an den Wänden und prasselten in die Tiefe. Riesige Ketten, gehalten von gemeißelten Zwergen im Bergmassiv gingen in die Mitte zu einem, wie es schien in der Luft schwebenden riesigen Felsen. Unvorstellbar.

Ich blickte in die Höhe und erstarrte. Über uns kreiste ein Drache hoch oben. Ich gestikulierte den Männer, "Drachen" flüsterte ich. Was nun? Umkehren und doch einen anderen Weg suchen?

Papas eingezeichnerter Weg führte hier durch. Wenn er den geritten war und er von uns das verlangte ... hieß es weiterreiten. Im Schatten eine Übersprungs, stiegen wir ab und umwickelten die Hufe der Pferde mit Stoffen, damit das Eisen keinen Lärm machte.

Wir versuchten im Schatten der Überhänge zu bleiben, damit das Vieh uns nicht sah. Es gelang uns auch ... bis kurz vor dem Ausgang. Über uns erscholl plötzlich ein Brüllen und wir schauten alle nicht nach woher es nur kamen sondern riefen wie aus einem Munde: "Angriff!"

Die Pferde preschten nach vorne und ein Prasseln durchzischte die Luft. Hinter uns wurde es HEISS! Ich drehte mich kurz um und schaute zurück. Das Vieh folgte uns und der Stein wo wir eben noch waren, glühlte. Ich schaute nach vorne und presste mich an den Hals des Pferdes. Kains Pferd muss wohl zum Rennpferd mutiert sein, denn es raste nur so davon.

Godwin versuchte aufzuholen und hinter mir wurde das Schlagen der Flügel lauter.

Eileen schaut kurz auf, als das Hämmern aufgehört hat. Anjou winkt stolz mit der Rüstung. Eileen nickt ihm dankbar zu. Kain steht weiterhin mit zur Faust geballtem Gesicht am Lagerrand und schaut gen Schwarzfels.

Dann hörte ich nur ein Knirschen über mir und im nächsten Moment wurde ich von einem massiven Felsblock an der Brust getroffen. Ich spürte wie die Platte nachgab, wurde nach hinten auf den Rücken meines Pferdes geschleudert und rang nach Luft. Über mir saß der Drache und holte tief Luft.

Godwin sprang über einen Stein und durch den Ausgang. Ich hörte das ohrenbetäubende Zischen und Prasseln des Feuers und dann nur noch das wütende Brüllen des Drachen.

Meine Schenkel pressten sich an das Leder des Sattels und ich schnappte nach Luft. Einer der Männer muss sich die Zügel gegrifffen haben von Godwin (ich glaub es war der Count) und der andere (dann wohl Kain) ritt neben mir und hielt mich fest, damit ich nicht noch rutschte. Im leichten Galopp ritten wir zum Flammensternposten.

Dort wurde ich vom Pferd gerissen und mir wurde die Rüstung vom Leib geschnitten. Endlich konnte ich atmen. Was für ein Gefühl.

LUFT

Nie hätte ich gedacht, dass ich solch eine Angst haben würde zu sterben.

Eileen pausiert kurz und küsst ihren Lichtanhänger.

Einer der Männer, ich weiß nicht welcher von beiden, tastete meinen Brustkorb vorsichtig ab. Doch, dem Licht sei Dank, es scheint nur geprellt. Gut, dass ich meine Plattenrüstung trug.

Wie es aussieht hat Anjou sie auch wieder entbeult. Morgen werden wir weiterreisen zum Meißelgriff.

Eileen legt die Feder zur Seite und streicht sich nochmals über den Brustkorb. Kain beobachtet sie von weitem, doch sie merkt es nicht. Als sie wieder den Kopf hebt, kommt Richard, Count Anjou Leochroí auf sie zu, ihre Brustrüstung unter dem Arm.

Sie klappt ihr Buch zu und lächelt ihn an. "Alles wie Neu", sagte er mit einem Lächeln aber einem leicht besorgten Blick auf sie.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 18:33 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen lehnt am Pfosten des Gemeinschaftszeltes und nutzt das Licht des verblassenden Tageslichts, um einen kleinen Eintrag zu schreiben.

28. Tag des Zweiten Monats, Meißelgriff, Brennende Steppe

Heute sind wir ohne Zwischenfälle nach Meißelgriff weitergereist. Meine Brustrüstung sitzt wie neu angepasst, nachdem Kain noch die Lederschnallen neu ersetzt hatte.

Wie er wohl mit Familiennamen heißt?

Immerhin weiß ich schon mal, dass er wohl aus Booty Bay stammt. Soweit ich weiß, liegt es ganz südlich. Eine Hafenstadt.

Er spricht immer noch kaum und wenn dann nur knapp. Eine Ausgeburt der Fröhlichkeit, wie ihn Anjou nennt. Wir haben einge Orcsiedlungen gesehen und einen weiten Bogen drum herum gemacht.

Vorher hat mich ein Zwerg hier gefragt wohin wir denn reisen würden. Ich sagte ihm, dass wir nach Sturmwind unterwegs seien. Er schaute mich groß an und wollte wissen, woher wir denn kämen. Auf meine Erwiderung schüttelt er nur den Kopf und begann zu lachen. Wie sich herausstellte, hat uns mein Vater einen sehr weiten Umweg machen lassen. Wir hätten schon nach Eisenschmiede reiten können und von dort mit der Tiefenbahn, so nannte er es, nach Sturmwind reisen können.

Nun, Vater wird seinen Grund gehabt haben uns so zu schicken.

Morgen geht es weiter gen Rotkammgebirge.

Eileen schlägt das Buch zu, nachdem die Tinte trocken ist und streicht sich ein verschwitztes Haar aus der klebrigen Stirn. "Heiß wie im Schoß, was?" grinst ein Zwerg sie an. Eileen runzelt die Stirn und nickt dann einfach mal. "Was auch immer" denkt sie sich, schnappt sich ihren Sachen und krabbelt ins Zelt.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 1. März 2012, 19:03 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen lümmelt sich in dem großen Doppelbett und streckt sich genüsslich. Sie schaut sich um, lächelt und fährt sich durch die verstrubbelten, noch duftenden Haare. Die Bettdecke wird zur Seite geworfen und mit nackten Füßen tippelt sie zum Tisch, wo eine ihrer Taschen liegt, öffnet diese und zieht ihre Schreibutensilien raus.

Eileen nimmt sich eine Banane vom Tisch und geht dann wieder zum Bett zurück und kriecht unter das warme Laken. Sie isst genüsslich die Banane, legt dann die Schale weg, öffent ihr Buch und beginnt zu schreiben.


01. Tag im Dritten Monat, Seenhain, Rotkammgebirge


Gestern bereits kamen wir hier an. Nach dem Frühstück brachen wir vom Meißelgriff auf. Die Reise lief erst ganz gut. Bis wir zu der Gebirgsschlucht kamen durch die wir durch mussten.

Drachen ... kleinere Exemplare und wohl ohne Flügel ... aber Drachen. Wir versteckten uns und warteten ab. Das Glück war uns hold - sie zogen nach einer Weile weiter. Es hatte uns gut eine Stunde gekostet dort zu verharren, doch weit besser als einen aussichtslosen Kampf zu führen.

Nachdem der Trupp weitergezogen war, ritten wir in die Schlucht hinein. Dort wimmelten es von dämonischen Wichteln und sie mussten wohl vom Licht angezogen worden sein wie die Motten. Sie strömten auf uns ein und uns blieb nur die Flucht. Vom Pferd runter konnten wir einige von ihnen erlösen und in den Nether schicken. Wir preschten durch ein halboffenes Tor, welches von zwei Orcwachen bewacht wurde. Die eine Wache wurde von Kain mit seinem Schwert aufgeschlitzt und die andere erfuhr durch den Hammer von Anjou die Erlösung.

Wo ein Orc ist - sind meist auch andere nicht weit, dachten wir wohl alle und trieben unsere Pferde durch die roten Hügel. Eine weitere Orcwache erlag dieses Mal meinem Schildschlag, bevor wir aus den Hügeln herausritten und die Orcs hinter uns ließen.

Ich weiß nicht, welcher Furz den Männern querstand, zumindest maulte Kain irgendwas wegen der Rüstung von Anjou's Pferd rum und nannte ihn dann auch noch Goldjunge. Ich hatte schon vermutet, dass der Count ihn sofort vom Perd zieht und vermöbelt ... solche Worte fielen auch.

In der Ferne sah ich bereits die Dächer des Weilers hier und brummte ihnen nur zu, dass sie sich von mir aus bei den Häusern prügeln könnten.

Seenhain scheint ein ganz nettes Dörfchen zu sein, welches direkt an einem See liegt. Wir brachten die Pferde im Stall unter und versorgten sie zuerst, bevor wir der Empfehlung des Stallbesitzers nachgingen und das Gasthaus aufsuchten.

Vor dem Gasthaus, trafen wir einen Worgen. Der Anblick überraschte mich ein wenig. Doch war mir der Anblick jener Verbündeten nicht wirklich fremd, außerdem wirkte er durch seine Kleidung zivilisiert.

Die Männer entledigten sich bereits ihren Handschuhen und schnaubten sich an wie zwei Hengste. Sollten sie sich prügeln. Besser Luft raus als Ärgern drinnen.

Der Worgen schien zum Gasthaus zu gehören, denn er schloß auf. Anjou konnte einen gezielten Treffer bei Kain landen. Welch herrlicher Anblick. Goldjung scheint nen kräftigen Haken zu haben, so wie Kain sich das Kinn gerieben hatte.

Leider wurde die Prügelei untersagt, von dem Worgen. Der Kinder wegen oder so. Ich sprach ein Machtwort, aber ich glaub das wurde einfach ignoriert. Immerhin haben sie dennoch aufgehört.

Das Gasthaus ist sauber und gepflegt. Wir bekamen Bier und auch Zimmer für die Nacht. Kain wollte wohl lieber im Stall schlafen, denn sich mit Anjou das Zimmer teilen.

Hier im Dorf scheint es einen Ziegenstoßer zu geben. Zumindest hat sowohl der Wirt als auch dessen Bruder (?) davon gesprochen. Ich frage mich, was es für einen Sinn hat Ziegen zu schupsen.

Der Wirt, auch ein Worgen, wirkt was eigentümlich aber ganz vernünftig. Nachdem Frühstück werden wir weiterreisen nach Elwynn.

Der andere Worgen hatte was von Verrückten im Wald erzählt und erwähnte rote Lichtfanatiker. Anjou und ich haben uns nur angeschaut. Wie es scheint, ist wohl ein Teil des Ansturms entkommen und haust hier irgendwo vor den Toren von Sturmwind.

Beim Licht, mein Vater scheint davon nichts zu wissen. Ich werde ihn informieren müssen, damit dagegen vorgegangen werden kann.

Eileen will schon das Buch zuklappen, als sie zögert und noch etwas schreibt.

Ich hab Bananen kennengelernt. Eine gelbe Frucht die man schälen muss. Schmecken herrlich.

Sie schält sich aus dem Bett und geht nackt wie sie ist zum Waschtisch, um sich noch einmal gründlich zu waschen.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 2. März 2012, 11:15 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen sitzt in ihrem kleinen, aber sauberen Zimmer und lauscht auf die beginnenden Geräusche eines Gasthofes. Sie war schon früh aufgestanden an diesem Morgen, hatte sich die langen Haare ordentlich gewaschen. Sie näht die letzten Stiche an ihrem Hemdsaum mehr oder minder gleichmäßig, verknotet den Faden und beißt ihn dann mit den Zähnen durch. Kritisch begutachtet sie ihr Werk.

"Naja, wird schon gehen." murmelt sie und grübelt, ob es vielleicht doch geschickter gewesen wäre, es der blonden Näherin zu geben, die gestern den Herren ihre Dienste angeboten hatte. Sie und Anjou hatten abgelehnt, aber Kain hatte, nach einem Blick auf sie, was von einer Hose gemurmelt, die mal angeschaut werden müsste und ist dann kurz darauf mit der Frau nach oben verschwunden. Eileen legt ihre Näharbeit bei Seite und greift sich stattdessen ihr Lederbuch und ihr Tintenfaß.


2. Tag im Dritten Monat, Goldhain, Elwynn


Wir sind ohne weitere Vorkommnisse in Goldhain eingetroffen.

Gestern haben wir ausgeschlafen und nach dem späten Frühstück, welches sehr gut gewesen war, sind wir zu den Ställen. Kain hatte gerade einen Plausch mit einer schwarzhaarigen Frau geführt. Sicherlich über Pferde. Sie scheint im Stall zu arbeiten, denn ihre Haare waren voller Stroh. Auf meine Frage hin, ob die Pferde fertig sein, meinte Kain nur, dass der Hengst schon gut abgerieben wurde, worauf die Frau kicherte. Was ist denn bitte schön so lustig daran, ein Pferd zu putzen?

Manches Mal verstehe ich die anderen Frauen nicht. Aber das liegt sicher an meiner militärischen Bildung.

Anjou schien auch was komisch zu finden und grinst vor sich hin, als er sein Pferd sattelte.

Eileen blickt kurz auf, als sie neben sich die Tür gehen hört, wendet sich dann aber wie zu ihrem Buch.

Das Rotkammgebirge wird durch einen Holzwall gesichert. Die Wachen wirkten aufmerksam und nett. Einer der Männer pfiff fröhlich als wir vorbei ritten. Kain hat dann mal wieder nur gegrunzt. Klar, der kann es wohl nicht leiden, wenn andere mal fröhlich sind.

Zumindest hat er keinen Ziegenschubser ... ehm Stoßer bemerkt, als er im Stall übernachtet hat. Nun, die Leute dort werden denjenigen sicher finden, der so nen blöden Unsinn macht. Ziegen schubsen ... kann ich immer noch nicht begreifen. Ich sagte das auch den Männern, dass ich das nicht verstehe, wieso einer das machen sollte.

Kain lachte nur laut und Anjou schien was im Wald zu sehen und hatte wohl dann was ins Auge bekommen, denn ihm liefen die Tränen leicht runter. Als ich nachschaute, konnte ich aber nichts sehen.

Aus der Ferne sahen wir einen Bären. Zum Glück kreuzte er nicht unseren Weg. Wir kamen an einem Holzfällerlager vorbei. Eine ziemliche Ansammlung von Häusern. Wir fragten einen Arbeiter wer hier lebt und er brummte was von Rakor und noch einen Namen, den ich vergessen habe.

Er erschien mir jedoch äußerst ... einfältig. Glotzte auf meine Rüstung als hätte er noch nie eine Frau in Platte gesehen. Nun, vielleicht hat er es ja auch nicht.

An einer Brücke passierten wir eine Wache, die sich erkundigte wohin wir wollten und woher wir kämen. Wir gaben Antwort und wurde weitergelassen. Immerhin scheint hier Ordnung zu herrschen.

Von Irren haben wir nicht viel gesehen. Wenn man mal die Gnome ignoriert die brabbelnd um einen Turm herumgingen. Phasenverschiebung und Zeitkrümmung haben sie gemurmelt. Wir wussten alle nichts damit anzufangen und sind weitergeritten.

An einer berittenen Patrouille sind wir auch vorbei gekommen. Von rotem Gesindel haben wir nichts gesehen. Wir erreichten Goldhain kurz nach der Mittagsstunde. Die Stadt war nicht mehr weit, das konnte man an der belebten Straße sehen. Als wir an der Kreuzung warteten, dass ein Fuhrwagen an uns vorbei rollte, hörten wir, dass eine Händler sagte, dass er grad aus der Stadt käme und alle Gasthäuser belegt seien. Wir schauten uns an und entschieden uns, hier im Gasthaus unser Glück zu versuchen.

Ganz ehrlich wollte ich auch so, wie wir aussahen nicht vor meinen Onkel treten.

Somit konnten wir den Tag gestern nutzen, unsere Rüstung auf Vordermann zu bringen. Anjou war am Teich hinter dem Gasthaus angeln und Kain hat ihm wohl Gesellschaft geleistet. Zumindest hat er wohl im See gebadet. Sein Haar war ganz naß gewesen und glänzte im Sonnenlicht.

Heute werden wir also in die Stadt reiten. Ich bin schon gespannt wie Sturmwind so sein wird. Mein Vater nennt es nur den Sündenpfuhl. Ich habe jedoch gehört, dass die Kathedrale sehr schön sein soll. Ich bin sehr gespannt.

Eileen steht auf, kämmt ihr Haar am Fenster und schaut hinaus. Sie kämmt und kämmt und blickt mit leicht geöffnetem Mund und großen Augen nach draußen. Einige Zeit später setzt sie sich mit hochroten Wangen an den Tisch.

Sündenpfuhl ... ich hab gerade einen Mann und eine Frau gesehen. Er hatte sie an einen Baum gedrückt mit dem Rücken, ihre Beine waren um seine Hüften geschlungen und sein bloßer Hintern (die Schrift ist etwas zittrig) zuckte. Eine ihrer Brüste hing aus dem Mieder und sie hatte ihre Hände in sein dunkles Haar gekrallt. Beim Licht ... ich ... ich glaub ich hab gesehen, wie die beiden kopulliert haben. Am hellichten Tage! Nun, zumindest ist es Morgengrauen! Es sah irgendwie komisch aus, wie ihre Brust auf und ab hüpfte und er so komisch zuckte ... aber ich muss gestehen, dass ich nicht wegschauen konnte für einige Zeit.

Ich hoffe ich bekomme kein Fieber, mir ist so heiß. Das wäre jetzt wirklich unpassend.

Mit leicht zittriger Hand legt Eileen die Feder ab und beginnt sich dann fertig anzuziehen, immer noch die Schamesröte im Gesicht.
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 4. März 2012, 15:13 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen wendet sich vom Fenster ab, an dem sie eine Weile gestanden hatte und die Trainingskämpfe von Kain und Thomas Wollerton beobachtet hatte. Sie hatte für ihre Verhältnisse recht lange geschlafen und es war schon einige Zeit nach dem ersten Hahnenschrei, als sie durch das rhythmische Tok-Tok der Trainingsschwerter gewecket wurde.

Sie hatte erst eine kurze der Orientierung benötigt und blinzelnd in ihrem Raum umgesehen. Kleiner Schreibtisch, ein Schemel, eine Kommode mit der Waschschüssel, ein Rüstungsständer, ein Schrank und eine Kleidertruhe. Ihr Blick blieb an dem Flickenteppich vor ihrem Bett hängen, auf dem fein säuberlich ihre Lederpuschen standen.

"Hrm" hatte sie schließlich gemurmelt, als die Erkenntnis in ihr dämmerte, wo sie war. Mit lautem Stöhnen und Räkeln hatte sie sich aufgerichtet, nach der Leinenhose gegriffen, die ebenfalls fein säuberlich auf dem Schemel neben dem Bett lag, sie angezogen und sich dann an ihre morgendlichen Übungen begeben.

Als sie damit fertig war hatte sie sich gewaschen und in einfache Lederkleidung geworfen und war dann am Fenster stehen geblieben, um den Männern zu zu sehen.

Sie hatte die Beinarbeit der beiden begutachtet und sich einige Schwünge eingeprägt. Nun, standen die Männer lächelnd über die Schwerter gebeugt da, ihre nackten Oberkörper glänztem vom Schweiß und sie atmeten schwer. Eileen merkte gar nicht, wie sie rote Wangen bekam und beobachtete, wie die beiden Männer miteinander locker sprachen und dann sich für das Training beglückwünschten. Anscheinend machte Wollerton einen Scherz, denn Kain lachte gelöst auf, wobei sein Blick nach oben fiel.

Eileen sog ertappt die Luft ein und trat flugs vom Fenster weg als hätte sie etwas gesehen, was sie nicht hätte sehen dürfen. Kopfschüttelnd und über ihre eigene Reaktion schimpfend, setzt sie sich an ihren Schreibtisch und öffnet ihr Lederbuch.


4. Tag im dritten Monat, Sturmwind, Haus der Bruderschaft

Es ist schön hier. Nun zumindest hier im Haus. Der Hof der Bruderschaft ist sehr schön gelegen, umgeben von Bergen, grünen Wiesen und alten, wunderschönen Bäumen. Wenn ich aus dem Fenster am Ende des Ganges schaue, kann ich sogar ein paar Greifen auf der Wiese grasen sehen. Was für herrliche Tiere das sind.

Onkel Mikael hat mich zu ihnen geführt gestern und sie mir gezeigt. Manche der Bürder und Schwestern haben solch ein Flugtier. Onkel Mikael meinte, dass es sehr guten Reitkenntnissen bedarf und auch das nötige Geld, um so ein Tier überhaupt besitzen und reiten zu können. Das kann ich gerne glauben.

Papa hält von so etwas ja nichts. Ich muss gestehen, ich fände so einen Greifen nicht dekadent und überheblich, sondern praktisch. Man denke nur an die Luftüberwachung und Aufklärung.

Überhaupt scheint es hier doch anders zu sein, als bei uns. Der Ton ist hier mitunter zwar auch mal rau - aber sehr herzlich und respektvoll. Natürlich ist bei uns auch jederzeit ein respektvoller Umgang, doch ... es ist anders.

Onkel Mikael hat gestern nicht schlecht geschaut, als wir da aus der Scheune traten, wo wir unsere Pferde unterbringen konnten. Eine Frau - sie will nicht mit Miss angeredet werden, sondern nur Anaitis - sie arbeitet wohl am Hof, hat uns den Stall gezeigt. Nachdem wir die Pferde versorgt hatten, trafen wir per Zufall auf Onkel Mikael.

Er hat mich gar nicht erkannt. Aber ist ja auch kein Wunder. Ich bin ja jetzt eine Frau, obwohl er mich Küken nennt.

Wir wurden erst einmal einer Befragung unterzogen und er wirkte ziemlich streng auf mich. Eindeutig mein Onkel. Er erinnert mich sehr an Großonkel Nicholas. Wir erfuhren auch endlich wie Kain mit Familiennamen heißt. Glourcester ... schöner Name, keine Ahnung wieso er ihn nicht nennen wollte.

Nächste Woche sollen wir vereidigt werden, wenn der Prior wieder zurück ist. Anscheinend weilt jener derzeit in Nordend, wo er auf einer Expedition war. Seine Eminenz, Pater Aedan, war auch einst bei der Bruderschaft des Lichts gewesen. Einige unserer Brüder kennen ihn noch gut und reden immer mal von der harten Linken des Paters.

Naja, ich werde ja sehen, wie seine Eminenz so ist.

Herr de la Varre, der Ordensführer ist ein sehr netter Mann. Ich konnte mich nur noch dunkel an ihn erinnern. Hab ich ihn doch nur einmal kurz gesehen. Er ist Magier. Nicht, dass mich das stört. Er wirkt auch eher wie ein Priester auf mich, denn wie ein Magier. Jene Magier, die ich schon mal kennengelernt habe waren auch eh meist Gnome und ein wenig durch den Wind. Er hingegen wirkt sehr streng aber gerecht und ich mag die kleinen Lachfältchen um seine Augen.

Ich hab mich am Tag unserer Ankunft noch sehr lange mit beiden unterhalten. Onkel Mikael wollte wissen, ob ich seine Briefe bekommen hätte und die kleinen Geschenke, aber die müssen wohl verloren gegangen sein auf dem Weg zu mir, denn ich hab in all den Jahren nie etwas erhalten. Das hab ich ihm auch so berichtet. Die beiden hatten sich nur angeschaut und danach gab es Malt für jeden.

So etwas hab ich ja noch nie getrunken und ich dachte mir brennt es gleich alles raus. Hoffentlich hab ich nicht ein zu schlechtes Bild abgegeben als ich so husten musste. Herr de la Varre hat mir dann auch was anderes zu trinken gegeben. Ich hab mir schon notiert, dass ich das wohl Üben muss, es war mir sehr peinlich. Als Soldatin und Erwachsene sollte ich wohl nicht so aus der Rolle fallen.

Eileen schaut auf und seufzt tief, bevor sie sich wieder emsig über ihr Buch beugt.

Ich glaub ich muss noch viel lernen.

Gestern war eine Versammlung der Paladine in der Kathedrale zu Sturmwind. Onkel Mikael und Herr de la Varre haben uns gleich hingeschickt.

Meine Güte war ich aufgeregt. Ich bin zuvor noch den neuen Wappenrock holen gegangen, den wir jetzt zu tragen haben. Sieht auch nicht viel anders aus als unserer ... nur eben Braun mit Gold.

Onkel Mikael hat mir erklärt, dass das Braun für die Erde steht, die uns nährt, für die wir kämpfen, die wir zu schützen haben und das Gold für das Licht, welches uns leitet, führt und in allem ist und für das wir einstehen und kämpfen.

Ich finde diese Sümboh...(durchgestrichen) Sümbol (durchgestrichen) ... Bedeutung sehr schön.

Die neuen Rüstungen für uns werden die Tage beim Schmied in Auftrag gegeben, wir müssen dann noch zum Anpassen hin, aber an Wappenröcken hätte die Schneiderin noch was auf Lager.

Meine Güte die Stadt ist so groß und es sind so viele Leute hier. Ich hab mich mehrfach verlaufen. Im Zwergenviertel war auf dem Marktplatz so viel los, dass ich erst einmal in eine falsche Gasse gedrängt wurde und dann einfach mal dort entlang bin. Eine weitere Quergasse führte mich dann an den Kanal. Dort war gerade ein Fuhrwagen umgekippt mit Äpfeln drauf und der Fuhrmann schimpfte zwei Reiter aus. Der eine, so ein geschniegelter Lackaffe, sicher Hochadel, saß auf dem Pferd, während der andere die Äpfel einsammeln half und sich augenscheinlich schämte.

Ich bin dann mal mit dem Strom der Menschen gegangen, die über die Brücke flanierten und landete wohl im älteren Teil der Stadt. Ich kam an ein paar interessanten Läden vorbei, die sich auf Streitkolben und Rüstungen spezialisiert haben. Die Menschen schienen ganz fröhlich, denn einige Männer pfiffen vor sich hin als ich vorbei ging. Ich hab ihnen freundlich zu genickt.

Auf dem Weg fragte ich einen Mann, wo es denn zu den Näherinnen ginge, er musterte mich komisch und schüttelte dann mit dem Kopf und brummte was von "so ein anständiges Ding wie ihr ...", dann stapfte er davon.

Bevor ich noch wen anderes fragen konnte, sah ich ein Schild welches gen Stadttor wies. Was für ein Gewusel hier. Überall wird einem was feilgeboten. Bänder, Schmuck, Spielzeug für die Kleinen, Würstchen, Pasteten und Obst.

Kinder sprangen hier auch rum, ohne Aufsicht wie es mir schien und ein paar Angler hab ich auch gesehen, sogar welche, die im Kanal schwommen. Ganz ehrlich sieht mir die Brühe an manchen Teile eher so aus, als könnte man schon bald darauf gehen.

Einige Wachsoldaten hab ich auch entdeckt und einer rannte mit rotem Gesicht einem Taschendieb hinter her.

Auf dem Marktplatz dann, herrschte noch ein größeres Gedränge. Gaukler, die ihre Kunststücke zeigten, komische Menschen, die stum dastanden und Schilder in der Hand hielten. Handleser, Zaubertricksler und Blumenmädchen. Ich zwängte mich an den Menschen vorbei und musste noch aufpassen, dass mich ein Fuhrwagen nicht mitnahm, als ich endlich aus dem Gewühl fast stolperte und auf der Torgasse landete.

Schrecklich!

Ich fand dann auch endlich die Schneiderin und konnte mir den Wappenrock auch gleich anziehen. Er passte perfekt und musste nicht mehr abgeändert werden.

Ich fragte die Schneiderin noch, ob sie mir sagen könne, wie ich am besten zur Kathedrale kämen. Sie erklärte es mir in tiefem Dialekt, den ich nur schwer verstand und fuchtelte mit ihren Armen rum. Was ich verstand, war über den Marktplatz ... Brücke und dann wär ich schon da.

Ich schaffte es dann auch tatsächlich und verlief mich nur einmal kurz in eine Sackgasse. Am Kathedralenplatz war es auch etwas leerer, obwohl dort auch einige Menschen versammelt waren.

Pilger, die zur Kathedrale strömten nehm ich an und natürlich Leute, die das Gebet suchten.

Am Brunnen vor dem Platz, wurden auch einige Waren feil geboten. Obst und kleine Armbändchen und Lichtanhänger. Eine Schrecksekunde lange hatte ich gedacht ich hätte einen Anstürmler gesehen. Meine Hand lag schon auf dem Kolben, doch dann erkannte ich, dass es sich hierbei um einen anderen Wappenrock handelte.

Später sollte ich erfahren, dass es der Wappenrock der Scharlachroten Faust ist. Wie mich mein Vater gelehrt hat, ist dies ein Ableger des Scharlachroten Kreuzzugs und wurde auf Befehl von Abbendis gegründet. Ich habe Onkel Mikael gestern noch über den Orden befragt und er hat mir einige Antworten gegeben. Wie es scheint ist der Orden der Faust hier etabliert und ihr Hochinquisitor ist wohl auch Legat der Heilige Kirche.

Vater sagte immer, dass bisher noch nie etwas wirklich Gutes vom denen kam. Mangel an Führungsqualitäten sagt er immer und Blauäugigkeit.

Bei der Versammlung der Paladine lernten wir auch gleich noch ein weiteres Mitglieder der Fraternitas kennen. Eine junge Frau, scheint was schüchtern. Liegt vielleicht an der Narbe in ihrem Gesicht. Allerdings scheint sie auch unbeherrscht, überheblich und dekadent zu sein, wie Anjou nach dem Treffen noch äußerte. Ich musste ihm zum Teil beipflichten. Ihr Verhalten war nicht wirklich ein Vorzeigebild für den Orden. Ich habe damit gehadert es meinem Onkel zu sagen, doch steht der Orden an oberster Stelle und somit werde ich es ihm heute morgen noch mitteilen.

Die Versammlung war interessant. So konnten wir ein paar der Paladine mal am Rande kennenlernen. Es ging darum, dass eine Art Rat gebildet werden soll. Die Alten bringen den Jungen was bei. Ich bin bin sehr gespannt was daraus wird.

Onkel Mikael hatte nur gebrummt, dass man für mich und Anjou und die Winterspring auch noch einen Orden suchen muss, der die weitere Ausbildung überwacht. Pater Aedan soll wohl unsere geistige Ausbildung unterstützen und überwachen.

Auf meine Frage, wieso er das nicht macht, da Onkel Mikael ja schließlich ausgebildeter Paladin ist und auch ehrenvoll sowohl in Lordaeron als auch in Nordend gekämpft hat, bekam ich nur zu hören, dass diese Option nicht zur Diskussion stünde und dann wurde ich entlassen.

Ich weiß immer noch nicht, wieso mein Onkel das einfach so zur Seite geschoben hat. Ist man denn nicht immer ein Paladin? Aber ich verstehe auch nicht, wieso er den Namen Morgenbringer nicht nutzt und unter anderem Namen agiert und sich als Waldläufer und Scharfschütze ausgibt.

Eileen seufzt erneut.

Ich muss noch so viel lernen.

Mit gerunzelter Stirn steht sie auf und tritt ans Fenster. Die Übungsfläche ist verwaist mittlerweile. Eine rot-getigerte Katze wälzt sich träge im Sand und putzt sich anschließend. Eileen dreht sich um, klappt ihr Buch zu und geht nach unten.
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Eileen Morgenbringer
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"Lady"
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<Bruderschaft des Lichts>

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Titel: Verfasst am: 5. März 2012, 13:10 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen hört im Halbschlaf ein Geräusch vor ihrer Türe, lauscht und als sie Schritte hört, die sich entfernen, schlüpft sie aus dem Bett und wickelt sich in ihre Decke. Leisen Schrittes geht sie zur Türe und öffnet sie einen Spalt. Niemand zu sehen, sie schaut sich um und will die Türe schon wieder schließen, als ihr Blick zu Boden fällt. Ihre Augen werden groß, als sie im Halbdunkel ein Holztablett sieht mit Frühstück und einer einzelnen, noch taufeuchten Blume drauf. Keine Rose oder Tulpe oder so ein Schnickschnack. sondern eine einfache dottergelbe Wildstahlblume lacht sie an. Eileen schaut sich nochmal um und bückt sich dann, um das Frühstück reinzutragen. Leise schließt sie die Türe hinter sich. Das leise Knarzen der Treppe wird vom Schließen der Türe verschluckt und Eileen stellt das Tablett auf den Schreibtisch und schaut es an.

Frühstück ans Zimmer, das war das letzte Mal zu Zeiten gewesen, als Mama noch gelebt hatte und sie noch Kleider trug und ihr die Haare geflochten wurden. Unbewußt lang sie nach ihrem langen, jedoch schlichtem Haar und blickt auf Brot, Butter, Honigtopf und einer Scheibe Schinken, sowie einem Glas mit Milch.

Wer immer ihr das Frühstück hingestellt hatte, der schien zu ahnen was sie mochte. Eileen warf die Bettdecke zurück aufs Holzbett und begann sich zu waschen und dann anzuziehen, bevor sie sich an den Schreibtisch setzte, die Haare heute zu einem dicken Zopf geflochten.

Draussen begannen die ersten Vögel zu zwitschern und sie hörte Bauer Wollerton mit den Hühnern reden. Es war noch sehr früh am Morgen und es herrschte jenes blaue Licht, welches magisch erschien und die Welt in einen Zauber tauchte.

Langsam aß Eileen und blickt in die unbestimmte Ferne. Nach dem letzten Bissen räumt sie das Tablett zur Seite und greift nach ihrem Buch.


5. Tag im dritten Monat, Sturmwind, Haus der Bruderschaft

Ich hatte gerade Frühstück vor meinem Zimmer. Vater wäre entsetzt darüber. Er hält nichts von so viel Weichheit. Ein Grund wohl, wieso er die Kindfrau damals weggeschickt hat und meine Erziehung dem alten Einskaldir überlassen hatte.

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem mit mein langes lockiges Haar abgeschnitten wurde, auf welches ich als Kind so stolz gewesen war. Eitelkeit hat keinen Platz in den Reihen der Bruderschaft, hatte Einskaldir gebrummt und mit eine Strähne nach der anderen abgeschnitten.

Das war an meinem 14. Geburtstag gewesen. Der Tag an dem mein Training begann.

Mama war einen Tag zuvor gestorben. Ich hatte geweint und geweint, bei jeder Haarsträhne die fiel hatte ich geweint. Töricht war ich gewesen. Einskaldir hatte Recht gehabt. Die Haare so glänzend und lockig, bis zum Hintern. Da hätte ich mir die Kopfhaut aufgerissen bei meinem Training.

Aber lockig waren sie nicht mehr nachdem sie wieder wuchsen.

Papa hatte Gutrun weggeschickt, die Kinderfrau, die mich seit meiner Geburt begleitet hatte. Er hatte zu ihr gemeint, dass ich jetzt 14 sei und Söhne in dem Alter zur Knappschaft geschickt wurden und in Ermangelung eines Sohnes würde ich nun diese Ausbildung erhalten und da bräuchte ich keine Kinderfrau mehr.

Gutrun hatte gezetert und Papa beschimpft, ich hatte schon Angst um sie. Soweit ich weiß ging sie zurück nach Herdweiler. Ich weiß gar nicht, ob sie noch lebt.

Und heute, fünf Jahre später habe ich wieder Frühstück vor der Türe. Wer auch immer das aus der Bruderschaft war, keine Ahnung. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ob das immer mal so ist, dass einer Frühstück bekommt?
Meine Güte nachher war es gar nicht für mich und vielleicht für den Gast gedacht, der hier nächtigt.

Eileen blickt überlegend und mit hochrotem Kopf auf das Milchglas, welches noch neben ihr steht, schüttelt dann den Kopf und wendet sich wieder ihrem Buch zu.

Fünf Jahre, die mir so lange erscheinen, als wären es zehn oder gar mehr. Ich erinnere mich gut an die Stockschläge, die extra Runden an Training und die Schikanen der anderen, weil ich die Tochter von dem Morgenbringer bin. Als hätte ich es leichter als sie.

Großonkel Nicholas, war der Einzige, der mich immer noch wie ein Mädchen behandelt hat und er macht es immer noch. Ansonsten bin ich in den Truppen um Papa, die Kleine, die eben meist härter rangenommen wird. Aber ich beschwere mich nicht, sehe ich doch immer die Defizite in mir und die Weichheit und Schwäche, zuviel Toleranz wie Papa immer sagt.

Ich muss einfach noch mehr lernen und stärker werden im Geiste.

Gestern das Training mit Onkel Mikael hat mir gezeigt, dass ich gegenüber ihm wirklich noch viel lernen muss. Er hat mich in den Boden gestampft, dass mir jeder Muskel einzeln weh tat und er hat nur ein wenig gekeucht, als ich japsend am Boden lag. Bei uns hätte das mir eine Extrarunde Laufen in Plattenrüstung eingebracht, doch er lobte mich und nachher gab es ein heißes Bad für die müden Muskeln.

Ich bin erstaunt ... ich bin ... ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich weiß, das er sich nicht zurückgehalten hat im Kampf und ich habe durch die Äußerungen der anderen Brüder und Schwestern vernommen, dass ein heißes Bad wohl meist immer der Fall ist nach so einem Training - also liegt es nicht daran, dass er mich vor die anderen stellt, was ich auch nicht wollen würde.
Doch ich weiß, dass es so etwas bei uns im Trupp nie geben würde.

Ebensowenig würde es einen Hochelfen bei uns geben. Ich war schon arg überrascht, als mir gestern spät abends ein Hochelf im Haus über den Weg lief und der sich mir als Heiler des Ordens vorgestellt hat. Immerhin scheint er lichtgläubig zu sein, zumindest trug er einen Lichtanhänger um den Hals. Weiß noch nicht, was ich davon halten soll.

Ebenso hab ich rausgehört, dass es Gilneer in der Truppe gibt. Immerhin sind das Menschen ... obwohl, wenn sie von diesem Fluch befallen sind. Papa würde nie solche Personen bei uns aufnehmen, eher würde er sie richten und erlösen von ihrem Fluch. Ich weiß nicht, was besser wäre. Mir erscheint Miss Fiona sehr höflich und nett und ich hab mich auch mit einige aus der Argentumdämmerung sehr gut unterhalten, die nicht der menschlichen Rasse angehören. Nur mit den Orcs tu ich mich schwer.

Das ist auch was Papa immer mit zu tolerant meint. Hier scheint man damit kein Problem zu haben.

Eileen blickt grübelnd und lauscht nach unten, wo sie ein paar Stimmen vernimmt.

Ebenso scheint es auch kein Problem zu sein auf persönliche Reise zu gehen. Gestern sah ich Schwester Roselyn, eine Wadläuferin der Bruderschaft, wie sie mit einem Hünen von Mann davonritt. Herr de la Varre hat uns gestern Abend noch allen mitgeteilt, beim gemeinsamen Abendessen (es gab Hirsch), dass Schwester Roselyn für einige Zeit ins Schlingendorntal reist zur Erweiterung des Horizonts und gleichzeitig Bericht erstatten wird über die Situation dort unten, damit man auch ein Bild von den Verhältnissen bekommt.

Die Schwester ist wohl ein paar Jahre älter als ich und schon mehr oder minder fertig in ihrer Ausbildung, zumindest was das Jagen anbelangt, meinte gestern Abend Pater Edward zu mir. Der Pater lebt nicht auf dem Hof der Bruderschaft, sondern mit einem anderen Bruder, Piers - er ist Alchemist - auf dessen Hof in Elwynn. Er ist wohl dort Vasall des Lord Kommandanten der Faust und stellt gilnee'schen Schafskäse her und betreibt Melonenanbau, wenn ich das richtig verstanden habe.

Heute sollen wir auch auf dem Hof helfen und uns wird die Stadt gezeigt. Ich bin sehr gespannt.

Eileen hört ein weibliches Lachen von unten kommen gefolgt vom wohlklingenden Lachen eines Mannes. Sie trinkt den letzten Rest Milch aus und klappt dann das Buch zu. Mit beschwingten Schritten und dem Tablett in der Hand geht sie nach unten.



Zuletzt bearbeitet von Eileen am 20. Dez 2012, 14:00, insgesamt einmal bearbeitet
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Eileen Morgenbringer
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Titel: Verfasst am: 18. März 2012, 00:33 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen blickt aus dem Fenster und sieht sich selbst im flackernden Kerzenschein. Sie wendet den Blick auf das Buch und beginnt zu schreiben.

17. Tag im 3. Monat

Die letzten Tage waren so anstrengend und geschäftig, dass ich überhaupt nicht mehr zum schreiben gekommen bin.

Ich muss sehr viel an Mana denken die letzte Zeit. Ich erinnere mich noch so gut an sie, als wäre es gestern gewesen, als sie von uns ging.

Ihr Lächeln, ihre zarte Haut, ihr Geruch, ihre liebliche Stimme. Sie wahr eine wahre Schönheit. Das blonde Haar, welches ihr in großen Locken bis auf den Po fiel. Ich weiß noch, wie sanft sich ihr Haar angefühlt hat und wie es duftete. Papa war ganz vernarrt in ihr schönes Haar. Mama hatte meines damals immer angelächelt und gebürstet und gemeint, dass ich ihr Haar hätte.

Damals hatte ich auch noch helleres Haar, aber nachdem es abgeschnitten wurde, da wurde es dunkler und die Locken waren verschwunden.

Eileen seufzt leise und lauscht als sie die Dielenbohlen knarzen hört.

Das Training beginnt zur Zeit schon morgens um 6 Uhr. Onkel Mikael nennt es, Frühsport. Das Programm ist straff aber gerecht. Fünf Runden um den See laufen, dann Hürdenlauf und Falltraining ... in voller Rüstung versteht sich.

Danach gibt es reichhaltiges Frühstück und dann folgt ein wenig Hofarbeit oder man ist für die Armen der Stadt eingeteilt. So viel arme Menschen. Wir verteilen Decken, Brot und Gemüse. Ich war ein paar Mal schon mit dem Heiler unterwegs, welcher sich um die Bedürftigen kümmert. Ein ruhiger Mann, doch sehr nett und vorallem scheint er sein Handwerk zu verstehen. Onkel Mikael hält viel von Bruder Fionnbarr.

Der Prior ist noch nicht wieder gekehrt. Jedoch wird seine Ankunft die Tage erwartet. Er und Bruder Wulfric müssen wohl noch was in Nordend erledigen und kommen dann wieder. Ich bin gespannt.

Pater Edward hab ich auch schon kennengelernt und den Novizenmeister, Pater Fintan ebenso. Ich konnte mich gar nicht mehr an ihn erinnern. Redete was von den Wagen und fahrendes Volk. Seine Schwester, Amitielle, lebt auch hier und hat mir einen Brief geschrieben. Sie hat sich wohl an mich und meine Eltern erinnert. Nun, mir sagt sie nichts. Aber das ist ja auch schon eine halbe Ewigkeit her. Zumindest fühlt es sich so an.

Ich lebe mich langsam ein, doch die Stadt ist mir immer noch ein Greuel. Laut und voll und sehr viel Unzucht. Aber es gibt auch schöne Ecken hier.

Letztens saß ich an dem Platz am See, den ich gerne hab und schnitzte an einem neuen Spielzeug für eines der armen Kinder, als ich eine schöne Melodie von einer Flöte hörte. Ich liebe dieses Klang und schaut neugierig um das Schilfrohr herum. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich Kain dort gesehen habe. Kain ... DER Kain ... und er hat für die kleine Olivia gespielt, welche hier bei der gilne'schen Druidin wohnt.

Vielleicht ist er ja doch ganz anders als er so tut.

Eileen blickt kurz in die flackernde Kerze und denkt an den Anblick zurück wie er dort gesessen hatte, die Füße nackt und die Hosen hochgekrempelt, die Haare leicht zerwuschelt und er wirkte entspannt und gelöst. Eileen senkt wieder den Kopf, um weiter zuschreiben.

Vorgestern kam Lady O'Finnigan wieder vom Schlingendorn-Kap. Sie berichtete von der Flora und Fauna dort und hatte einen großen Korb Obst mitgebracht. Ich hab eine Mango probieren dürfen. Himmlisch!

Der große Mann, mit dem sie gereist war, Mister Hawkins, hatte sie wieder begleitet und er wohnt jetzt hier. Er wird morgen beim Buhurt mitmachen. Mein Onkel hat die Rechtschaffenen Recken wieder ins Leben gerufen. Bruder Dermot hat mir erzählt, dass sie damals beim Argentumturnier auch schon eine Truppe mit dem Namen hatten.

Ich bin sehr gespannt, wie das Buhurt morgen sein wird. Heute fand das Bogenschießen und der freie Zweikampf statt. Schwester Roselyn hat den zweiten Platz gemacht. Immerhin. Sie hat sich riesig gefreut und scheint sich gut mit Mister Hawkins zu verstehen, er hat sie zumindest hochgehoben und beglückwünscht, als sie ein Stück weiter weg gegangen waren. Vielleicht wollten sie, dass das nicht jeder sieht. Ich kam jedoch grad um die Ecke gebogen und trug Onkel Mikaels Helm. Als er sie dann noch geküsst hat, hab ich mich mal dezent zurückgezogen. Vielleicht sind die beiden ja verlobt ... ich weiß ja nicht.

Geht mich ja auch nichts an und gesehen hat es sonst auch niemand.

Der Zweikampf war total spannend gewesen und ich hätte gerne mitgemacht. Aber Onkel Mikael meinte ich soll mir dieses Mal noch alles ansehen und dann sehen wir weiter. Leider ist Onkel Mikael schon in der ersten Runde ausgeschieden. Aber sein Gegner, Sir Veyt, war auch wirklich gut. Der Kampf der beiden ging sehr knapp aus und es hätte nicht viel gefehlt, da hätte Onkel Mikael gewonnen.

So hat dann ein Gilneer gewonnen. Ein Mister Hamsbridge. Ich muss sagen, dass sein Stil sehr eigenwillig aber effizient ist. Wirklich gut gekämpft. Ich hab mir einiges abgeschaut und werde sehen, wie es sich umsetzen lässt.

Bin ja mal gespannt wie Kain sich morgen macht und natürlich auch die anderen.

Eileen gähnt und streckt sich. Die Dielen knarren erneut und sie hört leise Schritte über den Flur huschen. Sie geht auf Zehenspitzen zur Tür und lugt vorsichtig raus. Der Flur ist leer und sie hört nur noch ein leises Klicken einer Türe. Ganz leise schließt sie wieder die Türe, geht zur Kerze und pustet sie aus. Im Dunkel geht sie ans Fenster und blickt über das vom Mondlicht beschienen Feld. Eine Eule fliegt durch die Nacht und malt einen Schatten auf den Boden. Eileen lächelt und krabbelt ins Bett. Morgen wird wieder ein langer Tag.



Zuletzt bearbeitet von Eileen am 20. Dez 2012, 14:06, insgesamt einmal bearbeitet
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