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Beichtgelegenheit bei Abt Aedan of Iona
..in der Kathedrale zu Sturmwind
Ereignis vom 12. Dez 2018, 20:00 bis zum 12. Dez 2018, 22:00
Autor: Aedan Antworten: 0

Licht zum Gruße, Bürger Sturmwinds, Gäste, Zugereiste und Durchreisende,

die Gelegenheit, Euer Gewissen zu erleichtern, die Absolution im Lichte oder Seelsorge zu erhalten, habt Ihr am 12. Tage des zwölften Monats in der Kathedrale.
Von der achten b
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Gedankenwelt und Alltag einer Novizin
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Oderike
Forscherliga







Beiträge: 712

[ Charakterinfo ]
Titel:   Gedankenwelt und Alltag einer Novizin
Thema Beschreibung: (Oderikes drittes Leben )
Verfasst am: 18. Nov 2016, 10:28 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Oderike stand in ihrem Zimmer im Ordenshaus mal wieder mitten in der Nacht erschöpft und wach zugleich und starrte die Ordensregeln an und versuchte jene Ruhe zu finden die für andere so normal schien. Doch ihr ganzes voriges Leben hatte sie nachts eben kaum bis gar nicht geschlafen und die Zeit genutzt um ihre Gedanken zu sortieren oder Entscheidungen zu treffen.
Den Tag zu reflektieren war wichtig und auch die angelaufenen Arbeiten zu erledigen, nebst dem lesen der dicken Bücher in den Pausen des Holzes Hackens oder der Rüstungspflege.

Novizin zu sein war nicht einfach, denn sie verstand so manches nicht davon und anderes war ihr völlig fremd oder schier unbegreiflich.

Das wurde ihr zunehmend klarer und da die Enge des Zimmers sie zu ersticken drohte schlich sie wieder hinaus, die Treppen herunter und hielt die Luft an bei jedem Knarren und knarzen des Holzes unter ihren Stiefeln. Ihr Weg führte sie in die Rüstungskammer und beim Licht einer Laterne begann sie die Unmengen von Rüstungsteilen, welche durch den Kreuzzug gelitten hatten anzusehen mit einem lauten Schnaufen , um brummend dann das Werkzeug und Lappen in die Hand zu nehmen.

Das machte weniger Lärm und diese Pflege war ebenso wichtig für ein Überleben im Krieg, Nicht das sie schon wieder in einen ziehen wollte doch es ging eben nicht immer so wie man es gerne hätte. Das fing schon bei der Kleidung an, selbst im Orden wie sie nun wusste.

Wobei sie nicht an der Kleidung oder dem einkleiden herum kaute wie auf zähem Fleisch, sondern an der Tatsache das sie diese wie beim Regiment nun gestellt wieder bekam. Okay, es gehörte wohl dazu, aber sie hätte sich doch wirklich Hosen oder Hemden selbst leisten können und die Rüstung nach den Anforderungen schmieden. Ja selbst abstauben ging nach einem Dienstplan und wurde gemeinsam erledigt. Es war wirklich so als hätte man überall wohl wen der einem half oder es zeigen wollte. Soviel hatte Oderike heute schon gesehen und ihr Versuch einfach die Bücher in der Kathedrale abzustauben war damit geendet das sie gefragt wurde ob sie dafür eingeteilt war.

Verdammt sie tat immer etwas und nie stand sie nur herum oder fragte ob es ihre Aufgabe war oder gar ob wer hilft könnte oder besser sollte. Brummelnd starrte Oderike auf die nun glänzende Platte und zwei goldene Augen starrten zurück im weich schimmernden Licht mit der vertrauten Entschlossenheit darin.

Novize sein war schwieriger als erwartet und eine Prüfung die schwieriger würde und mehr Geduld brauchte wie geahnt. Doch manches ließ sich vermutlich lösen und das erste war ihre Kleidung auf Umwegen eben zu bezahlen.

Brummend rieb Oderike nochmals mit dem weichen Tuch über die Brustplatte und grinste dann , Lord Morgenbringer konnte ihr befehlen und das einkleiden war zu ertragen nun wirklich , dass sie diese Unkosten bezahlen würde stand für sie fest und sie hatte schon eine entsprechende Anweisung erteilt. Es wären einfach 100 Gold mehr plötzlich da als Spende und so konnten beide Seiten damit leben. Wozu hatte sie auch Jahre im militärischen Dienst gelernt Vorschriften und anderes zu beachten und doch einen Weg zu finden es nicht zu tun.

Ob das allen so klar war, das man manches nicht ändern mehr konnte an ihr und anderes dafür formen um ihr zu helfen wirklich mit ihrer Kraft die vom Licht geschenkt worden war besser klar zu kommen?

Das konnte sie nicht beantworten ,auch nicht ob sie je eine normale Schwester sein würde aber sie wusste das sie eine Familie nun besaß die alle mit den Prüfungen durch das Licht lebten und Antworten vielleicht hatten. Nur Fragen musste man wohl oder auch eben nicht und die Folgen dann wie stets ertragen mit dem Stolz und der Würde die sie besaß, dem Humor und der Sturheit die sie hatte bis hier hin gebracht.

Lachend leise saß Oderike da ,hörte die Glocken der Kathedrale in der Ferne drei Uhr schlagen und wusste es wurde Zeit bald für das gemeinsame Gebet und neuen Regeln oder Überraschungen die sie zu lernen hatte und zu beachten. Wirklich geschlafen hatte sie nicht die Nacht aber sie war ruhiger nun und hatte einen Weg gefunden für etwas das vermutlich noch einige Hindernisse parat hatte für sie und den Orden der ihr so wichtig war.
Bei dem Gedanken fielen Oderike die Augen zu und das Lächeln auf ihrem Gesicht zeugte von jener Gewissheit in ihr das richtige getan zu haben.

Sie war Novizin und stolz darauf, auch wenn sie eine unbequeme sein würde in mancher Hinsicht wohl genau wie sie es als Soldat gewesen war.
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 19. Nov 2016, 14:19 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Aufwachen mit dem Gefühl zwischen zwei Mühlsteine geraten zu sein konnte Oderike keinem empfehlen. So ein Schläfchen in der Rüstungskammer war eine Sache, aber zwischen Brustplatten eingekeilt und begraben zu sein eine andere, Gefühlt lag sie auf vier verschiedenen Teilen und zwei hatte sie zu einer Art Decke benutzt beim Versuch sich um einen der Ständer zu wickeln.

Welch ein Segen dass keiner hereingekommen war bis jetzt dachte Oderike noch, bevor sie anfing zu fluchen.

Verdammt noch eines es roch nach Kaffee schon und das hieß sie hatte schon wieder das gemeinsame Gebet verpasst und noch schlimmer das Frühstuck vermutlich auch .Ihr Magen knurrte prompt vernehmlich missgestimmt über diesen Umstand und das beim Aufsetzen der Rüstungsständer scheppernd sich in die Rüstungsteile versenkte und sie um ein Haar erschlug machte den Tagesbeginn auch nicht besser.

Finster fixierte sie das so entstandene Chaos und beschloss das Aufräumen hätte noch etwas Zeit ,sie brauchte zumindest etwas zu trinken und einen frischen Lappen für ihre Seite, sonst würde sie damit zum Heiler gehen müssen am Ende.

Auf nach oben und etwas Frisches an, Wasser ins Gesicht und wenigstens ein Gebet im Zimmer sprechen. So lautete der Plan zumindest wenn es nach ihr ginge, auf dem Markt gäbe es bestimmt noch von diesen warmen Teigtaschen, die zwar oft sehr scharf gewürzt waren aber geradezu himmlisch schmeckten an kalten Tagen.

Danach ginge es zurück zum aufräumen, denn so konnte es nicht bleiben und sie wollte noch einiges heute erledigen ob Dienstplan oder nicht, es galt den Tag zu nutzen. Faulheit war keine Tugend der sie nacheifern wollte und für Ruhe war im späteren Lebensabschnitt noch Zeit genug.

Brummelnd leise stapfte Oderike so die Treppe hoch winkte nach unten, da sie Schritte zu hören meinte und verschwand in ihrem Zimmer.
Dort in relativer Sicherheit begann sie die Folgen ihrer Nacht zu beseitigen und hielt dann inne um aus dem Fenster zu schauen. Dort lief ja Thomas vorbei, ihm musste sie auch noch ein nettes Wort schreiben und verdammt dort am Rande ihres Gesichtsfeldes war die kleine Amme ja immer noch und wartete wohl auf sie.

Das erinnerte sie an die Nacht und ihr stellten sich wieder die Nackenhaare förmlich auf als stände sie unter Strom. Es war ja nicht so als hätte sie das nicht erwartet, doch das sie es fühlte als krochen hunderte von Ameisen unter ihrer Haut entlang auf einem Weg der vielen verschlossen war, machte es nicht besser. Die Welt jenseits des sichtbaren war ein Teil der ihren und sie lockte immer noch, mal laut mal leise wie um sie zu erinnern das der Tod nichts endgültiges war.

Löckchen .. knurrig trat sie gegen ihr Bett, welches mit dumpfem Knall die Wand begrüßte als Reaktion darauf und einen Teil der Holzkiste von Fynrion darunter wieder zum Vorschein brachte. Er suchte Cassiola wohl und nur kurz dachte Oderike darüber nach ob sie es auch versuchen sollte.

Besser nicht, das war etwas das für sie zu gefährlich war und ohne Aufsicht gäbe dieses dann den Anschiss ihres Lebens vermutlich. Obwohl es nun schon zwei Seelen waren die sie suchen könnte um Gewissheit zu haben. Nicht daran denken, nein sie gab dem nicht nach oder noch nicht wie sie sich kannte und der Gedanke ließ sie abermals knurren aber leiser.

Eines der Probleme die sie im steten Kampf mit sich selbst austrug oder wie Lord Morgenbringer es genannt hatte Prüfungen. Der Versuchung nicht nach zu geben war allerdings ein schier aussichtloser Kampf zuweilen befand Oderike, während sie ein Tuch auf die Naht klatschte mit Grollen und die Hosen darüber schob um ihn festzuhalten.

Erledigt für heute, nun galt es den Beutel mit den Goldstücken zu Piers zu bringen ohne dass er es merkte. Vorsichtig spähte Oderike aus ihrer Tür heraus um festzustellen das eine Schwester die Treppen gerade kehrte und sie würde warten müssen damit bis Nachts. Ständig schien wer dort rauf oder runter zu gehen und nur darauf zu warten das sie es versuchte.
Verflixt als Einbrecher war sie total ungeeignet wohl und ihr brach schon der Schweiß aus beim Gedanken daran es zu versuchen. Erklärungsversuche dann würden sich mehr wie albern anhören, also einen neuen Plan besser schmieden.

Fenster! Ja genau .. die standen zum Lüften doch oft offen morgens und so käme er an seinen Ort ohne dass sie in das Zimmer musste. Gedacht kaum zu Ende, sauste Oderike auch schon los, fast den Putzeimer mitnehmend in ihrer Eile und die Entschuldigung bekam eher die Haustür wohl mit, welche mit dem ihrem eigenen Zartgefühl zufiel. Rum um das Haus und nachgesehen .

" Verdammt, gerade zu oder doch nicht?" fluchte Oderike nun leise vor sich hin.

Sie schaute die vielen Fenster an und begann zu zählen.doch das musste es sein und da es gerade wieder zu regnen begann würde auch keiner hier herumstehen. Das ausholen und kurz zielen war eines und schon sah man den wohl verschlossenen Lederbeutel im hohen Bogen fliegen und in dem Fenster verschwinden. Zumindest das zielen hatte geklappt und nun gen Markt, ihr Magen hing schon unter der Grasnarbe sozusagen.

Das ihr die kleine fast dursichte Gestalt langsam folgte war ebenso unwichtig, wie der Umstand das sie noch mehr zu tun hatte heute. Der Hunger und die frische Morgenluft hatten sie fest im Griff und das Ziel war wohl bekannt ihr . Mit warmen Teigtaschen auf der Mauer zu sitzen wäre ein versöhnlicher Abschluss dieses unbequemen Morgen von dem noch ihre Muskeln ab und zu erzählten murrend.
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 22. Nov 2016, 13:20 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Oderike zerrte sich förmlich die Robe vom Leib und atmete tief durch um jenen gefühlten Zorn, der so unsinnig und dämlich war unter Kontrolle zu behalten.

Demut!

Sie zu ertragen und mit Stolz zu tragen als ein Zeichen war alles andere wie einfach gewesen. Da mochte Eileen sie noch so hübsch drin finden und ja Lord Mikael fand es wohl auch passend, aber sie selbst und ihre Gefühle zu Roben waren nicht gerade eine friedliche Koexistent bis zum heutigen Tag und nach einer Veränderung sah das nicht aus.

Überhaupt, es half nicht im mindestens zu wissen das sie einen weiblichen Körper besaß und daran so gar nichts würde ändern können oder daran erinnert zu werden. Sie begriff derartiges nicht und was beim Licht war eine Frau und warum trugen die dann derartige Kleidungsstücke?

Was beim Licht hatte ihre Berufung und Absicht mit der Kleidung zu tun? Man änderte doch verflucht sich nicht weil man Hosen trug und seinen Glauben erst recht nicht!

Grollend stopfte Oderike die Robe in die hinterste Ecke ihrer Truhe und stapelte Bücher darauf. Bloß weg damit, wie alle Kleider die in Eastvale schon hingen in der stillen Hoffnung ihrer Mamsell, das sie doch einmal so etwas tragen würde und Kinder bekommen.

In Hosen schlüpfend und der üblichen schwereren Rüstung obenherum, stapfte Oderike aus dem Ordenshaus in Richtung Holzplatz. Das es wieder einmal mitten in der Nacht war und sie schlafen sollte war völlig unwichtig für sie.

Zuviel ging ihr durch den Kopf und manches davon ließ sie mit brennendem Zorn nun die Axt nehmen und krachend Holz spalten. Es war nicht das Kleid gewesen, dieses war nur ein winziger Teil und es brachte sie nicht um, es war eher diese Gedenkfeier oder besser das Fehlen von etwas darin.

Oh, sicher er Erfolg war nicht zu bestreiten und auch nicht das Krieg Opfer zu tausenden forderte, auch nicht an den aufgezählten Tatsachen der Schuldlosigkeit oder am Respekt für die Gefallenen. Doch Licht noch eines, es war eine für zwei Personen am Ende gewesen und der Rest lief unter Nebensache mehr oder weniger am Rande erwähnt.
Respekt für die Toten öffentlich zu zeigen war nicht unbedingt ihre Art, aber war das wirklich eine Pflicht um andere etwas zu zeigen und dem Toten?

Respekt !

Wer hatte an die gemetzelten Druiden gedacht ,die Tage verstört noch für sie zu sehen gewesen waren bis sie diese der Druidin gezeigt hatte in einer Nacht. In dieser Feier hätte doch verdammt noch eines ein Druide zu Wort kommen müssen zumindest wenn es nach ihrer Sicht ginge.

Oderike hieb erneut auf den Hackklotz ein als gälte es Orkschädel zu spalten im Akkord. Mit jedem Hieb fühlte sie sich etwas besser und freier wieder. Ob sie jemals diese Art der Ruhe erreichen würde bezweifelte sie so etwas und sie setzte sich brummend auf ein Stück Holz die Axt neben sich legend. Ihre Seite ziepte verdächtig von der Überbelastung doch auch das war für Oderike unwichtig. wie eigentlich stets.

Was hatte Aedan doch gesagt?

Er gibt nicht auf sie zu suchen und wenn er dafür in den Nether gehen muss um sie zu finden. Nachdenklich schaute Oderike zu den dunkleren Schatten der Bäume und sie wusste genau es wäre nur ein Schritt dem nachzugeben was so verlockend oft war.

Konnte und durfte sie derartiges tun und wie konnte sie ihm dabei helfen? Jede Nacht fühlte sie es und mit jeder Nacht rief es lauter in ihr beide Seelen zu suchen mit, egal was es sie kosten sollte.

Wäre da nicht das Versprechen gewesen, nie wieder in dieses Reich zu gehen sie hätte es schon getan. Doch andererseits war diese Art nicht doch etwas anderes und wenn sie aufpasste würde es keiner merken bis auf…
Brummend rückte Oderike ihren Sitz etwas zurecht und strich mit der Hand dann über das Axtblatt um winzige Späne wegzuwischen die sich auf Grund der Nachtfeuchte angeklebt hatten.

Astralreisen ..ein Buch darüber ließe sich bestimmt finden und ein Teil von ihr wusste eh wie es ging, hatte Löckchen nicht gesagt die Suche werde nie aufhören?
Warum also nicht?
Nur vorher besser zumindest einige Dinge nachlesen und nicht gleich in dieser Nacht noch derartiges versuchen. In die Ordensbilblothek würde später gestürmt werden von ihr mit Energie und dem Entschluss etwas darüber zu lernen.

Ein leises Schnaufen, weil ihr nun besser war entwich Oderike und sie wusste es gab immer einen Weg und der Orden war ihr Zuhause, das sie schützte eben auch vor sich selbst zur Not. Der Weg war lang noch aber das Ziel war ihr so klar wie selten.

Sie würde ein Pater werden und wie die anderen es nannten war egal ,bis zu dem Tag an dem sie soweit war das zu sein was ihre Berufung forderte und der Weg vollendet war im Lichte stets und im Kampf mit sich selbst und den Dämonen dieser Welt.

Novizin zu sein war der Anfang und das leise Lachen darüber hallte durch die Nacht welche so langsam in das Morgengrauen überging und Oderike schloss die Augen für diesen Augenblick im Frieden mit allem wieder.
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 23. Nov 2016, 11:19 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Oderike spähte um den Weg von den Stallungen zum Ordenshaus entlang ob die kurze Unruhe in der Stallung wen geweckt hätte. Es war schließlich weit nach Mitternacht und so gesehen schon wieder viel zu spät um nach Hause zu kommen. Nicht das es vielleicht auch schneller gegangen wäre oder Blanche nach dem Schmied so dringlich zwei Stunden durch den Wald hätte gewollt ,aber Oderike liebte den Wald einfach und da die Sonne schien war es zu verlockend gewesen und so friedlich einfach beruhigend für ihren oft so unruhiges explosives Wesen.

Bäume hatten eh wohl ihre eigenen Ansichten und übten eine beruhigende Wirkung stets auf sie aus genau wie das Wasser von Seen oder Flüssen.
Ein wenig schlechtes Gewissen hatte sie ja nun doch, denn für einen Besuch bei Schwester Eileen oder dem so energischen Doktor war es vermutlich nun auch zu spät. Aber sie würde zumindest einen Zettel hinlegen das sie da gewesen war oder an die Türe klemmen. Freiwillig da hinein, bestimmt nicht und überhaupt für eine Salbe gleich so einen Aufstand machen war Oderike einfach nur eines: Unheimlich!

Im Licht einer Laterne kramte Oderike also ein Blatt Papier hinaus und schrieb nach kurzer Überlegung:

Licht mit Euch Schwester Eileen oder auch Doktor Goodwin,
da ich nicht wen zu dieser nächtlichen Stunde wecken wollte für ein harmloses Sälbchen oder andere völlig überflüssige Pflaster habe Euch wenigstens die Nachricht da gelassen damit Ihr nicht endlos auf mich wartet. Weitere Maßnahmen sind nicht nötig und falls doch komme ich bestimmt im nächsten Jahr vielleicht vorbei.
Danke für Eure Sorge um mich und auch wenn ich weiß das Euch diese Zeilen nicht gefallen werden unbedingt, seid versichert ich weiß zu schätzen welcher Segen ihr für alle Kranken und Verletzten seid.
Schwester Oderike


Die Zeilen anschauend brummte Oderike nickend und legte das Schreiben behutsam in das entsprechende Fach um weiter zu schleichen so gut es halt ging mit den schweren Stiefeln. Für ihre Ohren dröhnte jeder Schritt auf den Holzdielen entsetzlich laut und ihr Ziel hieß nun Ordensbilblothek. Flackernd warf das Licht bei jedem Schritt Schatten an die Wand und mit knapper Not entging der verflixte Kater einem Zusammenprall.

Da saß er doch mitten im Gang und starrte Oderike mit topasfarbenen Augen missbilligend an als wollte er sagen:
Was willst Du nun hier, dein Zimmer ist woanders!

Oderike erstarrte im Schritt und fixierte den Kater nun in einem wohl eigenwilligen Blickduell. Topas gegen Gold und keiner war so recht bereit den Rückzug anzutreten.
„Du wieder, verfolge doch wen anderen bitte.“ Fluchte Oderike nach einer Weile leise dem wachenden Fellknäuel entgegen. Dieses starrte sie völlig ungerührt weiterhin an, die Schwanzspitze zuckte minimal genau zwei Mal, dann schlossen sich die topasfarbenen Augen fast und der Kater gähnte herzhaft oder lachte vielleicht auch über sie.

So genau wusste es Oderike nicht und brummig stieg sie ganz vorsichtig über das lebendige Hindernis, was dieses mit einem eigenartigen Geräusch hoheitsvoll zuließ um der nächtlichen Wanderschaft sich anzuschließen dann.
So schlichen nun zwei zur Bibliothek um ein Buch zu suchen und es zu lesen , es standen ja genug herum von diesen Folianten und es würde keinen stören vermutlich . Zumindest dachte Oderike sich das und griff einen goldschwarzen Wälzer mit entsprechendem Titel und beschloss ihn gleich an Ort und Stelle zu überfliegen. Sie konnte ja unmöglich alle mitnehmen.

Der Sessel am Fenster lud geradezu sie ein und wurde die Laterne auf den Tisch daneben gestellt und zu lesen begonnen. Der Kater strich mit erhobenem Haupt in der Zeit von Regal zu Regal als wolle er sein Reich abschreiten und jedem Untertan gnädig zu nicken.

Oderike hatte dafür keinen Blick, sie las nun und versuchte zu verstehen was dort über die Gefahren solcher Reisen stand und welche Vorbereitungen nötig waren.

Stunde um Stunde verging so in nächtlicher Stille, die nur durchbrochen wurde vom raschelndem Geräusch der Buchseiten und einem Schnaufen das je nach Textinhalt mal lauter oder leiser ertönte.

Oderike war noch lange nicht fertig mit dem Buch als ihr die Augen zu fielen und sie für den Nachtrest so kurz er auch war mit Buch und Kater auf ihrem Schoß einschlief und zu träumen begann von Dingen die ihr beim Aufwachen wohl nicht mehr einfallen würden. Vielleicht dem Kater ,aber dieser würde es ihr nicht verraten .
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 25. Nov 2016, 11:48 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Grummelnd leise stand Oderike auf der leichten Anhöhe zur Kapelle und wusste nicht recht ob sie einfach die strengen Worte des Doktors über Achtsamkeit und Schonung und eine Anweisung keine schweren Arbeiten zu erledigen wirklich würde beachten können. Es entsprach nicht ihrem Wesen sich eine Sekunde Ruhe auch nur zu gönnen oder gar auf einen Heiler zu hören.

Eher im Gegenteil, sie reagierte da äußerst rebellisch, um nicht zu sagen unvernünftig, doch das zu wissen half nun auch nicht weiter. Ihr Drang einfach zu handeln war zu ausgeprägt und so mühsam erkämpft das es schon mehr wie eine verheilende Axtwunde und blaue Schulter bedürfen würde um sie ernsthaft zu stoppen.

Ein Vorteil hatte das „Menschsein“ aber, alles heilte etwas besser und es gab keine Entzündungen, nur eine Naht die es leid war ständig belastet zu werden. Für Oderike kein Grund sich ernsthaft zu schonen und so grübelte sie nicht weiter darüber nach, sondern ging das letzte Stück des Weges hinauf.

Kapelle reinigen!

Oh sie hatte da ihre eigene Art und am besten kam da keiner zum Beten in der Zeit, denn dafür war dann höchstens als Wassertier noch Raum.
Angekommen oben ging es auch schon los. Bänke wurden rausgetragen im Eiltempo und stapelten sich als Barrikaden nun im herbstlichen Sonnenschein. Die waren später dran denn nun galt es Kerzenständer und den Rest etwas vorsichtiger zu entfernen bis auf den Altar, der blieb unberührt von dem energischen Wirbelwind der durch die Kapelle fegte.
Was dann folgte hätte wohl einer Überschwemmung alle Ehre gemacht. Literweise Wasser mit frischem Duft von Kräutern wurde verwendet um den Boden so sauber zu bekommen das der Tisch des Doktors eine Konkurrenz in Sachen Sauberkeit nun hatte.

Oderike grinste, so patschnass wie der Boden aber zufrieden mit dem Anblick und schaute zu den wunderschönen Fenstern auch schon. Sie war noch lange nicht fertig aber zumindest sauber war es nun wirklich. Ob diese Art der Reinigung dem üblichen Entsprach bezweifelte sie kurz, doch schon schritt sie voller Tatkraft zum ersten Fenster und stellte fest das es zu groß oder sie zu klein war um ganz oben es abzuwischen.

Einer der Holzstühle mit der dicken Lehne und den geschnitzten Intarsien von irgendeiner ihr unbekannten Person und dem Lichtsymbol würde es tun und leichter zu bewegen sein. Schon schleifte Oderike diesen Stuhl in Richtung Fenster und kletterte mit Lappen und Eimer auf ihn.

Hah!

Nun war sie, wenn sie die Arme ausstreckte ganz in der Lage den Spitzbogen oben auch abzuwischen. Das eine kleine Leiter dafür besser gewesen wäre wusste Oderike zwar aber es ersparte Zeit befand sie umgehend und turnte putzend auf dem Stuhl und seinen Armlehnen herum bis auch das letzte Staubkrümelchen die Flucht ergriffen hatte.

Geschafft, dachte Oderike sich und lachte leise über den Anblick den die Kapelle nun bot. Blitzend vor Sauberkeit und feucht wie eine Waschküche würde sie erstmal trocknen müssen und das brauchte Zeit.
Welch ein Segen das es bald Mittagessen gab, denn ihr Magen knurrte schon wieder.

Mittag!

Heilige Scheiße, da kamen doch alle zum Gebet und es würde noch etwas dauern bis es fertig war oder besser Oderike mit dem Putzdienst.
Das war nun nicht mehr zu ändern aber sie konnte ein Schild hinstellen damit keiner ausrutschen würde oder sich ins Nasse sich gar knien würde.
Ein altes Holzbrett und ein Stück Kohle reichten völlig aus dafür. Zumal die Bänke ja eh noch eingeölt gehörten aus Oderikes Sicht und das war nicht mehr zu schaffen. Hatte sie doch gesagt Putzen könne sie auch allein und im Grunde stimmte es ja auch. Solche Aufgaben waren Strafdienste beim Regiment gewesen und einige davon hatte sie selbst genossen.
Brummend stelle Oderike ihr angefertigtes Schild auf mit der Warnung :

ACHTUNG Kapelle gerade frisch gereinigt und NASS!

Das sollte reichen mit den Bänken davor und dem Eimer daneben. Nun galt es erstmal etwas zu essen und die Nacht samt ihrem ersten Versuch zu planen. Schlafen war ein überflüssiger Luxus eh und so genoss Oderike den friedlichen Moment auf einer der Bänke sitzend um herunter zu blicken zu ihrem neuen Zuhause mit all den Brüdern und Schwestern.
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 1. Dez 2016, 14:28 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Dampfend innerlich vor Ärger bestieg Oderike nach der glorreichen Rückkehr zweier so unterschiedliche Personen, die beide eher einen Gruß brummten als wirklich zu reden ihr Pferd, das sie schweigend selbst sattelte.
Danach sah man von ihr nur noch eine galoppierende Einheit mit fliegendem Zopf und grünen flatternden Überresten eines Gewandes an den Seiten. Diese sprang scheinbar mühelos über ein Gatter und hinterließ eine Staubwolke dort in einer Senke um dann endgültig verschwunden zu sein im Wald. Fast wie in früheren Zeiten jagte Oderike durch den Wald mit der blinden Sicherheit einer Reiterin die jeden Pfad dort genau kennt und ihrem Pferd vertraut.
Nichts war besser geeignet um jenes Toben zu besänftigen das diese normale Tätigkeit in ihr ausgelöst hatte in einem solchen Gewand und ohne Waffen unter der Aufsicht von Pater Edward ,dessen Laune nur von seinen mürrischen Blicken und kurzen Richtungsangaben für sie übertroffen wurde.
Vergangenheit trifft Zukunft könnte man auch sagen und das frontal ohne das sie hätte sagen könne er hätte sie quälen wollen damit und dennoch war es eine einzige Tortur gewesen für Sie. Aber das würde sie ihm nun erst recht nicht auf die Nase binden, im Gegenteil einfach Schweigen und ihren Zorn wie früher anders ausdrücken.
Sie war eben eine Novizin und hatte zu lernen, aber nicht auf diese Weise und verdammt nein sie würde kaum als pflegende Schwester etwas taugen oder Haushaltshilfe in der Not. All das war einfach nicht ihre Welt auch wenn es vielleicht dazugehörte, denn diese Leute hatten Hilfe wirklich nötig und ebenso das Gespräch mit einem Seelsorger, der mit ihnen betete und ihre Sorgen sich anhörte.
Überhaupt sie hasste Gewänder und jeder wusste es im Grunde doch!
Glaubte er wirklich dass es davon besser würde? Knurrend sprang Oderike von ihrem Pferd am See und ging sich waschen im eisigen Wasser.
Schnaubend und zitternd aber dafür sauber zog Oderike ihr Hemd wieder an und stopfte das zerrissene Gewand in die Satteltasche. Eastvales Wald hatte sie wieder und tat seine Wirkung wie schon immer eigentlich und wenn sie so darüber nachdachte war das doch um einiges besser als den Pater vom Wagen zu werfen unterwegs oder ähnlichen Unsinn zu treiben mit ihrem rebellischen Naturell.
Stur und aufbrausend hatte Fynrion sie immer genannt bis zum Irrsinn und genau das stimmt auch vermutlich, sie wich kaum von ihrem Weg ab wenn einmal losgegangen und wehe denen die sie stoppen wollte und es nicht durften weil sie ihnen nicht wirklich traute oder wem ein Unrecht taten.
Genau das war sie eben eine recht eigenwillige Novizin, die einfach gewohnt war zu tun was nötig war aus ihrer Sicht ohne zu fragen länger oder Anweisungen gab um das erforderliche zu erreichen ohne zu erklären oft was sie bewegte. Was konnte sie schon dazu das…
Halt, nicht darüber nachdenken es brachten einfach nichts und ihre Wut war schon ausreichend gefüttert worden heute. Es war ihre eigene Entscheidung gewesen dieses Leben zu wollen und sie war verdammt nochmal richtig. Sie brauchte den Orden als Halt in ihrem Leben und zum lernen, als Familie schließlich irgendwann vielleicht auch wirklich. Gerade da hatte sie noch so viel zu lernen.
Familie, auch so ein Reizwort für Oderike das einfach nur wenig Freundliches in sich hatte und obwohl sie wusste dort hinter den Bäumen war ein warmes zu Hause ,hinter der Stadtmauer ein Orden ,der wohl gerade zu Abend aß rührte sie sich nicht sondern sah einem Reh zu das sich scheu dem See nährte um zu trinken.
Licht, man hätte ihr Stallarbeit geben sollen und alles wäre gut gewesen, aber nein es mussten eben auch diese Arbeiten gemacht werden und ihre Unfähigkeit war eben auch ein Teil von ihr der zu akzeptieren war. Seufzend lehnte sich Oderike an den Baum hinter ihr und dachte an ihren ersten Knappen der kochen konnte und vieles mehr und an Cassiola. Beide hatten ihr etwas mitgegeben im Grunde als Bitte und danach waren sie weg einfach gewesen von der Legion verschlungen.
Noch immer suchte Aedan jede Nacht nach ihr und würde nicht aufgeben und sie auch nicht. Das war doch die Gelegenheit nun, hier auf der Lichtung im Wald von Eastvale herrschten jene Ruhe und jener Frieden den Oderike brauchte.
Keine Menschen ,keine Gefühle und keine tosenden lärmende Enge ,keine Unruhe die so normal ist für ein Haus voller Menschen egal wie liebevoll sie waren. Ihre Sensibilität brachte sie ab und an wirklich noch um und ja sie sollte gelernt haben nie ohne den Schutz zu sein deswegen.
Das Licht verlangte nicht dass sie sich quälte und selbst geißelte, also hatte sie es inzwischen meist oben und es klappte dann auch mit der Ruhe besser. Dennoch so ein Orden war nie wirklich ruhig zu nennen, er glich mehr einem Bienenschwarm aus ihrer begrenzten Sicht nun.
Hier im Wald war Raum und sie hatte ja nicht umsonst nachgelesen und nachgedacht darüber. Sie würde nicht losrennen gleich sondern mit kleinen Dingen anfangen. Kontrolliert das zu tun war schließlich auch eine Art von Übungssache und sie wollte mit Sicherheit nicht gleich den Berg Hyial so besteigen oder ähnliche Dinge versuchen.
Der Nebel kroch über das Wasser und am klaren Nachthimmel waren inzwischen Sterne zu sehen als Oderike sich auf einen der Steine setzte um zu beten.
Der Entschluss war gefasst und der Ort glich inzwischen einer sehr friedlichen Insel in mitten der eisigen Winternacht, wo jeder vernünftige Mensch wohl am Kamin lieber saß mit einem warmen Getränk in der Hand.
Lange Zeit saß Oderike nur da um jene Ruhe in sich zu finden, den Kern ihrer selbst die jene Kraft besaß solch eine Reise auch nur zu versuchen. Oh, sie hatte keinen Zweifel daran das sie es konnte und das Lächeln um ihre Lippen lag entsprang ihrem tiefem Glauben an die Kraft des Lichtes und dem blinden Verständnis von der Verbindung Seele und Körper.
Wie viel Zeit darüber verging hätte Oderike nicht sagen können zu tief war sie in sich selbst versunken und im Gebet ,im stillen Dialog mit dem Licht bis sie das Empfinden hatte „jetzt“ und wie als Scheintote verspürte sie nicht den Hauch von Angst dabei sondern einfach nur Wärme die sie schützte vor sich selbst und auch den Halt gab der nötig wohl war dafür .
Das sie schon längst aufgestanden war wurde ihr erst bewusst als sie zurückblickte und sich selbst da sitzen sah umflossen vom Licht, unwirklich irgendwie aber dennoch war es so und Aedan hatte wirklich recht gehabt . Es gab dieses Band das sie mit dem Körper verband und sie nie verlieren durfte. Sie hatte ja nicht vor wegzugehen, es war nur ein Versuch ob es möglich war und nein sie würde nicht in diesen Zwischenreich gehen oder zu diesen Türen. Aber Moment, war da wer etwa der sie nun doch gefunden hatte?
Licht ,bitte nicht noch ein Problem mehr nur weil sie lernte so wie schon immer in ihrem Leben.
Dieser Gedanke schoss Oderike durch den Kopf während sie noch überlegte ob es gesünder wäre einfach zurückzukehren um den Rest der Nacht an einem Feuer im Wald nachzudenken.
Es war wohl wirklich besser und kaum gedacht schritt Oderike auch schon auf sich selbst wieder zu und versuchte nicht nachzudenken wer da im Sturmschritt wohl herumrannte und in ihre Richtung. Sie wollte es lieber nicht wissen für den Moment und schlug die Augen wieder auf um sich wieder zu finden auch wirklich.
Wer war da bloß gewesen und sie musste ins Warme dringend, also nach Hause schleunigst und vor den Kamin bevor es noch wirklich Ärger gab und sie wieder zum Doktor musste..
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 3. Dez 2016, 10:38 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein Tag der Oderike beschäftige und das nicht unbedingt körperlich sondern eher geistig. So hatte sie ihr erstes Ziel erreicht, aber die Person welche sie wahrgenommen hatte bei ihrem Versuch ließ ihr keine wirkliche Ruhe.

Eine weitere Seele die ohne Körper war, herumirrte am Ende oder war es wer der einfach durch Zufall auch dort gewesen war? Was wenn diese Seele Hilfe brauchte und sie war weggerannt?

Fragen die Oderike beschäftigten, doch ohne ihren Versuch wem zu erzählen konnte sie auch keinen Fragen und noch weniger wollte sie sich den nächsten Arger sich aufladen so dringlich. So schlappte sie brummelnd immer wieder mal zu ihrem Postfach und starrte die Flasche an ungläubig etwas.

Wer hatte..
war die wirklich für sie und wenn von wem?

Dann erst registrierte Oderike den beigelegten Zettel und griff ihn um zu lesen, um dann mit einem kurzen Lächeln ihn sehr sorgsam einzustecken. Noch etwas das sie nun überdenken musste trotz der innerlichen Wärme die unwillkürlich da war mit dem Hauch einer Ahnung was Familie sein kann für einen flüchtigen Moment.

Pater Edward, für sie ein weiteres Rätsel und doch hatte er gerade ihre Achtung ein Stück weit wirklich gewonnen.

So griff sie nach der Flasche und schritt nach draußen zu ihrem Lieblingsplatz, dem riesigen Baumstumpf in der Nähe des Holzplatzes. Ein Ort der für sie zum nachdenken wie geschaffen war mit ihrer geliebte Axt, dem Holz und seinem typischen Geruch in bequemer Reichweite falls nötig.

Pater Edward..

ein Pater mit dem sie einen Tag verbracht hatte voller Ärger über seine Anweisungen und so wortkarg das acht Worte am Stück die zu nicht einer Anweisung gehörten viel waren. Ein Tag der schwierig gewesen war und im Rückblick auch nicht einfacher wurde und ihre Haltung dazu.
Es war nicht die viele Arbeit gewesen, denn Arbeit war sie gewohnt schließlich auch wenn die Form ihr so völlig fremd war und es vermutlich immer bleiben würde. Es war dieses aufeinanderprallen zweier Menschen und ihrer eigene Wut, welche auftrat sobald man sie in Gewänder steckte oder das auch noch befahl in der unseligen Verbindung dann auch noch ohne jede Waffe.

In Demut es ertragen hatte man gesagt ,doch das war so verdammt schwierig manchmal und wie sie das schaffen sollte war ihr noch schleierhaft. Trotzdem Pater Edward hatte einen Schritt getan und sie würde auf ihn zu gehen ein weiteres Mal ,denn nicht er war im Grunde das Problem sondern sie und ihr mangelndes Vertrauen und ihre rebellische Art samt der einzigen Art zu leben die sie wirklich kannte dem Kampf.

Wahrheit ..

Manchmal so unbequem wie ein Stein im Schuh und doch so wichtig. Ob er verstehen würde was sie dabei gefühlt hatte und das sie noch lernen musste was Familie wirklich war? Das war nicht wichtig, er hatte es einfach verdient und wer war sie schon das sie es nicht zumindest versuchte immer wieder ohne jenen verflixten Stolz der ihr zu eigen war, aber mit der Sturheit zu begreifen und dem Willen das zu werden was sie in sich einfach fühlte.
Er hatte ihr etwas beigebracht mit einer simplen Flasche und diesen vier Zeilen, die sie hüten würde wie einen Schatz um es nicht zu vergessen.
Novizin hieß eben lernen und was sie zu lernen hatte war wohl zuerst anderen wirklich vertrauen und was es hieß zu leben in einer Familie. Sie würde wohl nie wirklich eine Schwester werden können die Sanftmut vor sich hertrug oder ein heilendes Talent wirklich besaß und auch nicht unbedingt stets angemessen reagieren, aber sie konnte es zumindest weiter versuchen und das wollte sie wirklich egal wie unfähig sie in manchen Dingen eben wohl war.

Für Oderike bestand daran kein Zweifel mehr und das Ziel ein weiblicher Pater zu werden stand für sie unverrückbar fest ,genau wie in ferner Zukunft vielleicht ein Inquisitor zu werden ,der die Wahrheit als solche stets verteidigte ,suchte im Kampf gegen Verderbnis ,Finsternis jeder Art und im festen Glauben an das Licht auch jene Seelen half die ruhelos wanderten auf dieser Welt, auf der Suche nach Gerechtigkeit oder einfach nur nach wem der sie hörte oder etwas für sie wiederfand.

Mit einem Lachen gönnte Oderike sich einen Schluck des Likörs und verschloss die Flasche wieder. Sehr süß und Whisky war ihr lieber, doch er war das was sie gebraucht hatte in gewisser Weise.
Einen Zettel aus der Tasche holend entschlossen blickte Oderike in Richtung des Ordenshauses aus dem gerade einige Ordensbrüder traten und begann zu schreiben einen kurzen Brief der später in Pater Edwards Postfach landen würde.
Was ihre Versuche betraf und diese Form des Reisens stand noch ein zweiter aus um sicher zu gehen dass sie es kontrollieren konnte und nicht wieder rennen wenn wer dort war.
Antworten fand man nicht wenn man auswich!

Und was war gestern Abend bloß losgewesen ?
Ihr Gefühl hatte wahre Saltos geschlagen ohne das sie hätte sagen warum ,eine Art stiller Alarm der immer dann losging wenn für sie wichtige Menschen in Gefahr waren.
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 8. Dez 2016, 11:51 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es war schon wieder spät in der Nacht als Oderike zurück ins Ordenshaus zum Kaminzimmer schlich um keinen zu wecken und irgendwie war sie auch froh darum. Sie war noch nicht wirklich fertig mit dem tobenden Chaos in ihr aber dank drei Gesprächen und etwas Zeit konnte sie besser damit umgehen und einen neuen Anlauf nehmen sozusagen es in die richtigen Bahnen schubsen um es zu verdauen oder zu akzeptieren.

Es hilft nichts loszurennen wenn man nicht weiß wohin damit oder nicht weiß was oder wie man es loswerden kann oder damit umgehen.
Da hatte Aedan schon recht gehabt mit und Selfried wohl auch das es einfach Zeit brauchte um manches zu verstehen und damit umgehen zu können in halbwegs verträglichen Bahnen.

Die dritte Person war vielleicht die überraschendste gewesen, da so unerwartetes und selbst Hilfe suchend in ihrem eigenes Chaos gefangen war das ihrem eigenen nicht einmal unähnlich war. Das Licht ging wahrlich seltsame Wege manchmal und ihr etwas zu erklären und zu zeigen hatte ihr selbst zumindest eine Art Frieden geschaffen auf dem sie nun den Rest angehen konnte oder es versuchen.

Punkt für Punkt wie eine Liste und nicht den ganzen Berg auf einmal. So war der theoretische Plan zumindest und der Anfang war heute Nacht und man würde sehen ob es half zumindest im Ansatz einen Tag /Nachtrhytmus hinzubekommen oder zumindest jede dritte Nacht der den Ordensregeln entsprach.

Das Matt ihr das versucht hatte auszureden weil sie nun ein Mensch war und keine Maschine störte Oderike nicht, es war doch immer schon so gewesen. Ständig versuchte wer sie abzuhalten von etwas, das nach ihrer Ansicht das Richtige war, besonders Heiler taten sich da hervor.

Auch eine Sache die irgendwann sich ändern musste aber nicht gleich heute und schon gar nicht auf Befehl, ein Punkt der Zeit hatte zumindest vorerst oder genau bis nach Freitag.

Sie war in der Wache gewesen um mit Selfried zu sprechen, ihre Vorstellung von ihrer Zusammenarbeit was es für ein Ziel hatte und über ihre Halbschwester.

Licht, was für ein verfluchter Mist war das nun wieder und doch hatten sie sich verstanden auf einer Basis die mit Erfahrung wohl und Vertrauen in den anderen gegründet war. Dass sie ihn verdreschen würde oder er sie war notwendig, denn Gnade war ein Punkt den er mit Recht als fehlend angegeben hatte. So richtig es gewesen war sein Handeln brauchte es einfach etwas man wohl als Gerechtigkeit bezeichnen hätte können, aber auch um jenes abzuschließen für sie beide das sonst nur weiter gebrodelt hätte. Es kam für Oderike nicht einen Moment in frage Aedan zu verdreschen , das ging einfach nicht aber Selfried als Worgen und Druiden hatte es ihr eh angeboten und im Grunde half es so beiden aus der Scheiße am Gefühlen raus zu kommen mit Stolz und ja als Freunde.

Diesen Teil der Schuld würde er so loswerden und nicht Linnard konnte das tun oder würde es für die so beschissene Familie tun sondern sie, eine Rakor. Welch ein Irrsinn im Grunde und dennoch so war eben ihr Leben ein Irrgarten voller schwachsinniger Momente in denen Kampf oft ein Gleichgewicht herstellte wieder.

Darnice war Tod und doch nach dem zerknüllten Brief in ihrer Tasche war das eines der Dinge die sie kaum glauben konnte. Wieder eine Bedrohung weniger und nach Freitag vielleicht ganz zur Vergangenheit gehörend.

Blieb noch Fynrion.

Der Zorn brodelte in ihrem Inneren heftig immer noch und auch der Umstand das er als Tod galt und es wohl weiter so wollte.
,
Licht sie hatte einen Eid geleistet für sich als Ritter und dem Licht gegenüber zu dem sie stand und auch wenn er ihr geschrieben hatte trotz Verbot war es noch lange nicht gut oder richtig so.

Warum sollte er es und wer verbot es ihm bitte?

Eine Frage die ebenso unbeantwortet blieb wie die Frage nach dem was er gefunden hatte. Obwohl sie es ahnte, eigentlich wusste und es im Grunde ja da stand. Endlich da angekommen auf dem Weg das zu werden was er für sie schon immer gewesen war und was sie gesehen hatte.

Licht noch eines, sie hätte ihn die Hafenmauer runter geworfen wenn das geholfen hätte ihm. Doch das war eine Sache die im Grunde nur er selbst hatte lösen können und wer immer ihm dabei geholfen hatte verdiente zumindest ihren Respekt dafür.

Sie würde das Schwert holen dennoch, denn es gehörte ihm und vielleicht würde sie...

Oderike zuckte zusammen als die Tür ,welche sie nur angelehnt hatte sich einen Spalt breit öffnete und der Kater herein kam um sich wie so oft in der Nacht vor sie zu setzen in stummer Ansprache.

„Scheiße, nicht Du schon wieder und erkläre mir nun nicht das ich gefälligst Vernunft annehmen sollte und einfach akzeptieren.“

Der Kater musterte sie auf seine Weise missbilligend und blinzelte nicht ein einziges Mal. Unheimlich irgendwie, als wäre es der Doktor fast und er wüsste schon wieder über ihren Plan und wollte sie in Bett scheuchen.

Nein es war bestimmt nur der Kater und so klopfte Oderike auf den Sessel neben sich um mit ihm den Rest der Nacht am behaglichen Kaminfeuer zu verbringen.

Lerne was es bedeutet eine Familie zu haben war für sie der oberste Punkt und der Kater schien dafür das geeignete Objekt zu sein, auch wenn kein Mensch so war es doch für Oderike das was sie gerade bewältigen konnte.
Der Kater, so unterschiedlich sie auch oft wohl Dinge bewerteten war ihr inzwischen ein nächtlich willkommener Gast auch wenn sie ihn anknurrte zuweilen. Ihn betrachtend nachdenklich dort auf dem Sessel musste Oderike lächeln.

Ein Kater mit dem sie stritt und der nur durch seine Anwesenheit und Blicke antwortete als Anfang zu sehen brachte wohl nur sie fertig. Obwohl er stets die Anwesenheit der liebenswerten kleinen Dame spürte und dann herrschaftlich oft um ihre Beine strich als wollte er erklären, diese ist meine und noch nicht für dein Reich bestimmt.

Es gab eben dinge die nicht zu erklären waren und keiner Worte bedurften. Genau wie ihre Sicherheit in der Frage was sie war und was nicht zumindest was das Licht betraf und ihr Ziel.

Ein Punkt der so klar war und doch war der Weg so schwierig oft weil dazu eben eine Familie gehörte ,etwas das sie nicht kannte wirklich und dem sie mehr wie grollend gegenüberstand.

Pater Edward .. der war der nächste den sie sehen wollte und den Kommandanten der auch noch, wegen Regeln die es brauchte.

Seufzend trank Oderike ihren Whiskytee und kraulte dem Kater sein Fell bis dieser sich schnurrend zurechtlegte und damit seine Zustimmung gab wohl.
Der Morgen begann, denn die ersten kamen die Treppe herab und bald würde es Frühstück geben und ein gemeinsames Gebet.
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Titel: Verfasst am: 9. Dez 2016, 09:19 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die dritte Nacht begann mit einer Feier in der Taverne zu Ehren des frisch gebackenen Paladins Sir van Roth und obwohl Oderike oft mit ihren Gedanken woanders war genoss sie schweigend die ausgelassene Fröhlichkeit aller.

Eine wirklich schöne Zeremonie war das gewesen, so voller Licht, Tradition und Vertrauen zueinander. In einem hatten Piers recht, diese Waffenröcke sahen nicht ganz so nach Gewändern aus und albern oder hilflos wirkte keiner der anwesenden Paladine darin. Nicht das sie derartiges tragen wollte jemals, doch hatte es ihr zumindest gezeigt dass ihre Ansicht über manches vielleicht nicht ganz richtig war und es möglich sein konnte eine Lösung zu finden.

Der Weg war das Ziel dort und es musste ja nicht gleich eine Robe sein die jeden Gedanken nur in eine Richtung lenken würde und klarstellen was sie eben nicht war oder halt doch. Als Uniform es zu sehen wäre ein gangbarer Weg, wenn sie nicht so…

Brummend saß Oderike in der Rüstungskammer nicht ganz nüchtern mehr und hatte ihr Schwert auf den Knien. Der Kater hatte sich schon längst wieder zu ihr gesellt und es sich auf einem Regalfach gemütlich gemacht von wo er sie genauestens beobachtete.

„Schau nicht so von oben herab, ich tue was ich kann um das mal klar zu stellen. Versuch nicht zu petzen verstanden, denn nachher reite ich nach Eastvale und verdresche Selfried damit.“
Raunzte Oderike den Kater an, um auf ihr Schwert zu klopfen. Dieser kniff ein Auge zu als Antwort und schaute sie mit dem verbliebenen mal wieder missbilligend an.

Oderike starrte zurück mit einem rebellischen Funkeln darin und grinste dann unwillkürlich.

„Sei bloß froh das du ein Kater bist, es rettet deine Haut ein ums andere mal!“

Sich ihrem Schwert zuwendend um es zu schärfen und jede noch so kleine Scharte zu glätten spürte Oderike die letzten zwei Nächte in ihren Knochen deutlich. Sollte sie danach noch laufen können würde sie bestimmt gut schlafen und das auch noch in ihrem Bett.
Den Kopf etwas über sich selbst schüttelnd, rieb sie mit einem weichen Tuch über die Klinge welche im Licht der Laterne schimmerte.
Ihr Schwert, das Schwert eines Ritters und das Schwert das für sie mehr wie eine Waffe war und doch heute zum letzten Mal wohl geführt wurde. Geführt um das zu tun was nötig war und um Freundschaft und gewachsenes Vertrauen.

Eigenartig war es schon, erst verletzte dieses Schwert sie durch ihn mit ihrer Erlaubnis um Eastvale zu retten und nun würde es ihn verletzten um einer Familie willen zu der sie nicht mehr gehörte und wohl auch nie tat.
Blut für Blut, aber nicht Leben für leben und das er seine Heilertasche mitbringen durfte war so etwas wie Tradition schon.

„Naja falls er sie danach rasch genug zu fassen bekam.“ brummelte Oderike dem gähnenden Kater zu, der daraufhin sie wieder anstarrte und ihr so zu verstehen gab:

„Du wirst es auch hier tun, sonst erzähle ich es ihm.“

„Nein, das tust DU nicht. Du bist ein Kater und keine Schwester oder kein Bruder. Ach Scheiße, er ist Druide oder?“

Der selbstgefällige Ausdruck des Katers auf diese Frage hin gipfelte in einem ausgiebigen gähnen als Antwort. Es brauche keine Antwort da und Oderike brummte nur etwas und dachte, das tut er bestimmt nicht, es ist ein Kater Licht noch eines.

Friedlich vereint saß danach der Kater und Oderike in der Stille da. Der eine tat das was er immer tat nämlich sein Fell pflegen und Oderike hatte ihr Schwert umfasst mit beiden Händen und war in ihren Gedanken versunken für eine ganze Weile.

Es war nicht alle gut und schon gar nicht ruhig, aber es war ertragbar vorerst und sie konnte ihren Weg weitergehen. Ein Weg der nicht friedlich war und doch so hell wie das Licht in ihr und so stark wie der Zorn oft loderte den sie zu bezwingen gelernt hatte .
Zumindest meistens..
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Titel: Verfasst am: 10. Dez 2016, 11:15 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es war eisig kalt und wenn manche sagen, das kurz vor dem Morgengrauen es am kältesten war, so fühlte Oderike es schon lange nicht mehr. Ihr Pferd trottete mehr als das sie Ritt dankbar in Richtung Stallung und blieb dann einfach stehen. Dampfend und wohl ebenso erschöpft wie seine Reiterin, die sich langsam vom Pferd herunter bewegte um es in seine Box zu bringen, abzusatteln wenigstens.

Innerlich dem Licht dankend, das ein Ordensbruder hier für Futter und Wasser gesorgt hatte, sank Oderike neben ihr Pferd ins Stroh und schloss einfach ihre Augen. Sie war so müde, so entsetzlich müde von dem wahnwitzigen Ritt die Nacht durch, dem zerschlagenen Körper durch die Fäuste von Selfried und dem Blutverlust durch die eine Schwertwunde am rechten Oberarm, der nur schlecht verbunden war von ihr selbst .

Müde und innerlich wund, aber auch zu müde gerade um noch zornig zu sein zerrte Oderike die Satteldecke einfach über sich und schlief ein Nicht einmal ein Kanonenschlag hätten sie wecken können und das der Kater sich zu ihr legte entging ihr ebenso ,wie das läuten der Glocken denn sie träumte und ihre Fäuste ballten sich im Schlaf als ihr Körper sich zusammenrollte wohl um Wärme zu speichern.

Im Traum verfolgten Oderike die gestrigen Ereignisse weiter und ließen erst zwei knallgrüne Augen sie verfolgen ,welche sich in rotglühenden zeitweise bohrten als teste man welche Sturkopf wohl der härtere wäre. Dann wechselten diese zu gelblichen Wolfsaugen, die sich mit rotgoldenen trafen die nicht minder zornig und ernst wirkten. Ein immer rascherer Wechsel von Wut und Augenpaaren tanzten im Kreis bis nur noch rotglühende übrigen waren und ein Schrei dieses rasende Karussell durchbrach.

Dunkelheit und Stille dann ein warmer Lichtschein der fast zaghaft sich seinen Raum wieder eroberte und den Zorn zurückdrängte mit Sorge und einem Hauch von Verzweiflung darin. In dem Wissen das sie gewonnen hatte aber der Sieger hier war unwichtig, denn gefühlt hatte das Monster in ihr den letzten Schlag geführt der Selfried niedergestreckt hatte wie eine gefällte Eiche.

Das Duell war beendet und ja sie waren wohl immer noch Freunde und es war ein ehrenhaftes gewesen, das dieses Band nicht zerbrechen ließ sondern eher noch stärkte wohl.

Selbst die Erzählung von den Ereignissen, welche zu diesem Duell geführt hatte brachte diesen ruhigen lichten Geist nicht ins Wanken in ihrem Traum. Bis plötzlich ein Schatten nach ihm greifen wollte und das oft so zerbrechliche Gleichgewicht wieder ins Wanken geriet. Oderike rannte, auf Beinen auf Pfoten mit scharfen Krallen und hinter ihr her etwas das sie nicht würde bekommen dürfen oder sie würde daran zerbrechen wohl. Zumindest im Traum erschien es ihr so und so rasten vereint diese zwei Seelenteile durch eine Landschaft die einer Mischung von Eastvale und einer feurigen Wüste glich mit scharfkantigen Felsen.
Ihr Ziel war der Baum der in der Mitte stand und trotzend seine dornigen Äste jedem Widersache entgegenstreckte und wie schon immer ihr jenen Schutz gab der nötig war um Luft zu holen .

Keuchend hockte er da der Hund oder war es sie selbst? das spielte keine Rolle im Traum mehr, denn sie waren in Sicherheit wieder und zuhause.
Die rotglühenden Augen schlossen sich langsam und zurückblieben goldene die wachsam wachten und den Frieden ,die Stille genossen die sich breit machte.

In Sicherheit wieder einmal und zuhause im Vertrauen auf das Licht kam auch Oderikes Geist nun zur Ruhe ,da sie ohne aufzuwachen wusste hier würde ihr nichts geschehen mehr. Angekommen ..
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Titel: Verfasst am: 11. Dez 2016, 11:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Brummend stiefelte Oderike in Richtung kleine Kapelle um diese mit anderen für das Komplet vorzubereiten. Kissen und zu verteilen war ihr übertragen worden und so legte sie langsam Kissen für Kissen auf die Bänke und setzte sich dann in eine Ecke um einfach da zu sein ohne Bedürfnis zu reden.

Sie hatte es immerhin einen Tag geschafft nicht weiteren Ärger zu produzieren, auch wenn sie ihn zur Hälfte verschlafen hatte. Es gingen ihr besser und das nicht nur ,weil zumindest sie mit Aedan geredet hatte sich für den Teil entschuldigt der wirklich im Zorn etwas daneben gewesen war ,sondern auch wegen der Ruhe die sie sich gegönnt hatte.
Geduld mit sich selbst war nicht so einfach und der Unterschied zwischen fröhlich plaudernden Menschen, die sich einfach vertrauten und auf unterschiedliche Weise auch liebten einander war eben in vielen Dingen für sie fühlbar.

Nach dem Komplet ging sie langsam den kleinen Hügel hinab tief in ihren Gedanken versunken und setzte sich auf eine der Bänke um ihr kleines weißes Buch zu nehmen und zu schreiben. Ein weiterer Text wanderte auf eine der Seiten und der Becher Tee mit Whisky darin leerte sich nach und nach.

Es war ruhig im Ordenshaus, sah man von dem leisen Stimmen oben und dem Gepolter ab und zu von Stiefeln, dem knarren einer Tür ab kehrte die nächtliche Ruhe langsam ein. Nächtlicher Frieden nannte man das wohl und wie auf Kommando stand der Kater wieder da und sprang mit einen eleganten Satz auf die Bank um sich neben sie zu setzen.

„ Hey, Du auch wieder da und danke auch für die Haare von Dir überall heute beim aufwachen. Ist ja nicht so als bräuchte ich dein Fell und wenn du mir nochmal eine halbe Maus bringst lernst du meinen Tee trinken.“

Der Kater schaute sie etwas zweifelnd an so schien es Oderike zumindest und stupste sie auffordernd an dann mit einer seiner Pfoten. Wieder versanken zwei so unterschiedliche Augenpaare in einander um ein wortloses Duell auszufechten, das Oderike verlor und sie brummte etwas.

„Wenn ich herausbekomme das dich wer ständig schickt rasiere ich dich kahl hörst du? "

Oderikes Hand legte sich auf das samtige Fell des Katers bei den Worten und kraulte ihn hinter den Ohren ,was dieser einen Augenblick gestattete um sie dann wieder anzusehen abwartend. Das minimale vibrieren des muskelösen Körpers drückte dabei jedoch jene Zustimmung aus und das er diesen Sieg zu schätzen wusste wohl.

Oderikes brummte kurz als wüsste sie genau was er ihr sagen wollte und das reiben seines Kopfes an ihrem Arm machte es auch nicht gerade besser. Dieser Kater war in seinem Wesen genauso stur und doch auf eine Art weise, die sie einfach akzeptieren konnte.

Eben ein Kater und doch konnte er mit ihr umgehen wie eben Aedan oft, wenn auch nicht immer abhalten von etwas.

„Licht noch eines“ fluchte sie kurz denn der Kater schien zu grinsen und sein Blick war fast so amüsiert wie der von Aedan auf der Bank. Er wusste er hatte gewonnen und geschmeidig erhob er sich um auf leisen Pfoten die Bank gen Tür entlang zu stolzieren. Oderike folgte ihm mit einen Brummen, das zwischen Lachen und innerlichem Kopf schütteln lag. Die Bank vor des Doktors „Heiligtum „ war das Ziel und die beiden setzten sich erneut im Licht der Laterne welche den Gang erhellte.

„ Du weißt schon, dass er jetzt vermutlich schläft?“ murrte Oderike und der Kater schien es sogar zu verstehen, denn er legte seine Pfoten auf ihre Beine und hatte wohl beschlossen sein inzwischen gewohntes Nickerchen da abzuhalten.

War doch für ihn seine Welt geordnet und bequem war es außerdem wohl.
„Alles wie immer“, so gluckste Oderike unwillkürlich und blickte zur Praxistür mit der Dankbarkeit das nun Nacht war und wohl sie sich nicht öffnen würde. Zumindest war es warm hier und das Kissen auf der Bank machte es einfach sitzenzubleiben um zu meditieren.

Vielleicht war es wirklich nur eine Frage der Zeit und Geduld oder sie nahm den Kater als Ordensbruder auf in ihre Familie, der hatte etwas an sich das ihr einfach vertraut war auch wenn sie um jede Entscheidung mit ihm diskutierte und er es gelassen hinnahm bis sie zur Ruhe kam innerlich wieder.

Zeit um zu lernen, wenn es nicht so recht mit Menschen ging dann eben mit diesem Kater. Im Grunde war es wohl genau das Problem und es würde viel Zeit brauchen noch und so manche nächtliche Stunde mit diesem Kater.
Mit diesem Gedanken schloss Oderike die Augen und gönnte sich auch etwas Ruhe ,vereint mit dem Fellbündel auf dem Schoß wieder, der sie an diesem Platz festzuhalten schien so mühelos das man wahrlich den Kopf schütteln konnte darüber.
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 12. Dez 2016, 10:48 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein weiterer Tag neigte sich dem Ende zu u und das ohne sie ein weiteres Minenfeld hatte betreten oder sie selbst gar halb explodiert war. Der abendliche Becher Tee mit dem Schuss Whisky darin neben sich saß Oderike auf ihren Bett ausnahmsweise mal und hatte einige Bücherstapel vor sich, die aber noch geschlossen waren und wohl auch bleiben würden.
Den Tag in Gedanken vorbei ziehen zu lassen und etwas zu sortieren war inzwischen eine Gewohnheit geworden die zumindest half manche Klippe zu entschärfen wenn nicht sogar zu umschiffen.

Mit einen brummenden Laut vernahm Sie ein leises kratzen an der Tür, da verlangte wer Eintritt zu dieser Stunde. Der Kater wieder wie Oderike feststellte, der es wohl wirklich zu seiner persönlichen Aufgabe gemacht zu haben schien die Nächte mit ihr durchzustehen oder sie zu bewachen.
Was von beiden nun so stimmte hatte er ihr nicht verraten und würde es wohl auch nicht tun, aber seine Gesellschafft war ihr willkommen und so ließ sie die Tür einfach einen Spalt offen um ihn die Freiheit zu geben auch gehen zu können.

Der Kater hingegen stolziert mit hocherhobenem Schwanz in Richtung des Bettes ohne Oderike zu beachten und sprang wie selbstverständlich auf ihr Kopfkissen um dort sich hinzusetzen als wäre das sein angeborenes Recht.
Oderike sah ihm dabei zu und brummte erneut leise bevor sie sich an das andere Ende setzte und der geordneten Bücherstapel gerieten in einer wankenden Schieflage, welche sich dann zu einem wüsten Haufen wandelte ,der eine Grenze darstellte zwischen Kater und ihr.

Beide Augenpaare verfolgten dieses und starrten sich dann an einen schweigenden Augenblick als wollten sie maßnehmen um gerüstet zu sein für etwas das fast schon zu einem Ritual geworden war wohl für beide. Des Katers Ohren bewegten sich minimal und Oderike nickte dazu ohne dass ein Wort fiel wirklich bevor sie sich an die Wand hinter sich lehnte und der Kater fast synchron sich quer über das Kissen drapierte.

Beide nun entspannter und Oderike schaute zu ihrem nächtlichen Freund hin:
„Du bist mir eine Antwort schuldig und zwar eine über die letzte Nacht.“

Grollte sie leise und der Kater sah sie erneut an mit einer Mischung aus betonter Unschuld und allmächtiger Weisheit, welche darin gipfelte das er wahrhaftig gähnte und eine seiner Pfoten in ihre Richtung streckte beim zurechtrücken auf dem Kissen.

"Eh, ich rede mit dir du Verräter, gestehe wer war es?"

Mit einem zucken der Pfoten und einen weiteren schrägen Blick aus den Katzenaugen wurde Oderike bedacht und sie grinste unwillkürlich.

„Hast ja recht irgendwie, ich meine so war es für alle einfacher und beschweren werde ich mich bestimmt nun nicht darüber. Eines sage ich Dir aber wenn ich nochmal in einem fremden Bett aufwache und du mir frech ins Gesicht schnurrst verknote ich deine sämtlichen Barthaare!“

Der Kater starrte sie nun aufmerksam an ohne sich zu bewegen weiter, bevor er in einer geschmeidigen Bewegung aufstand, die Büchergrenze überwand und sich vor sie setzte.

Brummend wurde das Friedensangebot angenommen und in stillem einvernehmen stieg der Kater auf ihre Beine und ließ sich nieder wieder.
Egal wer es war, der Doktor hatte wirklich gute Arbeit geleistet, auch wenn das aufwachen im Krankenzimmer reichlich verwirrend gewesen war und ihre Flucht dort hinaus mit einem empörten Kater hintendrein bestimmt seltsam. Sie würde ihn wohl fragen müssen ob diese Art der Behandlung nicht vorerst eine Option war die den Stress für beide verminderte. Sie betrat das Zimmer nicht wissentlich und er bekam ihre Wut nicht ab, die so leicht ausbrach wenn sie nur das Wort Heiler und behandeln lassen hörte. Er hatte einfach dieses nicht verdient und wie immer es gegangen war, es hatte wirklich geholfen.

Langsam und bedächtig strich Oderikes Hand über das Fell des Katers der seiner Aufgabe wohl geradezu meisterlich gerecht wurde und höchst zufrieden mit sich nun die Augen fast schloss.

Oderike hingegen dachte über den eigenartigen ihr fremden Mann nach, der seinen Kummer so gut verbarg und ihr völlig selbstverständlich angeboten hatte ein Prellbock zu werden fall sie einem brauchte.

Licht, dieser Mann lebte gefährlicher als ihm klar war wohl und ein kurzes Gebet für ihn folgte prompt. Ob sie ihn wieder treffen würde war ungewiss, doch er hatte es verdient dass sie über ihn und sein Angebot zumindest nachdachte über seine Bewegründe und ihn in ihr Gebet einschloss.

Das Treffen mit Rosalie und Tjaden danach war schon schwieriger und Oderike hatte keine Ahnung wie sie das nun wieder einsortieren sollte.
Ihre Erziehung zum Ritter gebot ihr da eindeutig den Ruf einer Lady zu bewahren und dem Bruder so die Fresse zu polieren das er derartiges nie wieder öffentlich sagen würde. Nur gäbe das garantiert den nächsten Ärger und wie die Schwester genau zu all dem stand war ihr eben auch nicht klar so wirklich.

Ihr Vater hätte sie derart verdroschen das sie nie wieder hätte sitzen können vermutlich und diese beiden küssten sich öffentlich ohne den passenden Ring am Finger!

Verdammt, sie begriff schon nicht wie man das zulassen konnte und darüber noch zu scherzen war einfach nicht zu verstehen für sie.

Grollend schüttelte Oderike den Kopf und der Kater schaute sie an prüfend um nachdrücklich mittels seines Gewichtes zu erklären heute bleibst du hier es regnet da draußen.

Murrend sah Oderike auf den Fellknäuel auf ihren Beinen herunter:
„ Ich war noch gar nicht unterwegs und verflucht, ich versteh es eben nicht und du kannst es auch nicht ändern so wirklich. Für mich ist das ein verflixtes Ding was nur eines erzeugt Zorn und den kann ich nicht brauchen.“

Ihre Hand nahm bei den Worten unbewusst eines der schmalen Bücher und warf es gegen die Wand, wo es polternd nach unten fiel und sie zusammenzucken ließ prompt. Der Kater hatte seine Krallen bei dem Lärm sachte in ihr Bein geschlagen und schaute sie vorwurfsvoll an.

Seufzend lauschte Oderike kurz ob das Gepolter wen aufgeschreckt hatte und blieb auf dem Bett sitzen, was der Kater gnädig zur Kenntnis wohl nahm und sich wieder entspannte.

„Du hast leicht reden „, maulte sie ihn prompt an ohne es so zu meinen wirklich denn im Grunde wussten beide dass sie seine Gesellschafft genoss und es sie beruhigte zum Teil.

Es war ein ungleiches Paar was erneut in Schweigen versank ,bis beide mit einem Stapel Bücher einen wirren Berg bildeten und den Rest der Nacht verbrachten ,die zwar nur noch kurz dauern würde aber man schlief im eigenen Bett.
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Titel: Verfasst am: 14. Dez 2016, 10:18 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Langsam tief in Gedanken ging Oderike zum Ordenshaus zurück, wieder ein Mal war es weit nach Mitternacht und doch so befand sie war es das wert gewesen.

Überhaupt war es solange sie ihren Zorn beherrschte und nichts ihr sozusagen in die Quere kam eine völlig neue Welt und nicht einmal eine schlechte. Die Arbeit war ihr mehr als fremd oft und doch war es der Frieden der herrschte der einfach nur wohltuend war für den Geist.
An den Stufen der Treppe stand schon der Kater und starrte sie an mit vorwurfsvollem Blick für diese Uhrzeit und was ihr bitte einfiele ihn nachts so lange allein zu lassen. Zumindest kam Oderike das so vor und sie brummelte etwas um sich neben ihn zu quetschen, denn rücken würde er eh nicht.

Da war der Kater zu stur einfach oder gedachte sein Reich zu wahren so bis er gnädiger gestimmt war. Auf den Stufen der Treppe fixierten sich beide nun fast auf Augenhöhe wobei nicht klar war wer am Ende dieses Duell gewonnen hatte. Die Barthaare vibrierten leicht und Oderike schnaufte leise, damit war alles Wichtige geklärt und man konnte wieder zusammen den Rest der Nacht angehen. gemeinschaftlich auf den Stufen sozusagen Gedanken sortieren.

Das Training mit Andrias war nicht schlecht gewesen und er musste wirklich langsam jede Waffe kennenlernen und nicht auf sein Schwert stur beharren, weil er es ja beherrschte. Oderike grinste kurz als sie so darüber nachdachte und gewisse Parallelen zu sich selbst erkannte.
Sie war in manchen Dingen auch nicht besser eher noch schlimmer und sie verstand seine Haltung zu gut. Trotzdem hatte er ernsthaft damit trainiert und sich nicht durch Miss Marodir ablenken lassen, nach dem es klare Regeln gab für die Dame.

Brummend erinnerte sich Oderike an ihren letzten Angriff und hoffte nur das Andrias Schulter wirklich nur geprellt sein würde. Sie hatte nicht mit letzter Kraft zugeschlagen und doch konnte er nicht stehen bleiben. Seufzend betrachtete Oderike ihren haarigen Freund und dieser rieb kurz seinen Kopf an ihrem Arm als wollte er sie trösten .Automatisch begann sie über den Kopf des Katers zu streichen was sich sehr schnell zu einer Krauleinheit über das gesamte Fell ausdehnte.

Kraft hatte sie wahrlich im Überfluss und sie noch vorsichtiger einzusetzen war wohl im Training mit Andrias nötig um ihn nicht ernsthaft zu verletzen. Ihr Arm ziepte auch so etwas aber zumindest schien die Naht gehalten zu haben und das war auch schon ein geistiges Danke an den Doktor wert.
Nicht dass sie ihn deswegen wirklich mögen würde oder besser wohl nur solange sie nicht Patient wurde, aber er verstand sein Fach wirklich und das hatte zumindest Respekt und Achtung verdient.

Der Kater stieg als ob er zustimmen würde nun anmutig auf Oderikes Schoß und ließ sich dort nieder im Wissen wohl, dass dieser Ort heute vermutlich noch länger sein Ruheplätzchen sein würde.

Auf dem Kathedralenplatz nach dem Training Pater Starkhand zu treffen hatte interessante Einblicke in Ausbildung und sein Leben gegeben, so dass sie nun wieder etwas mehr wusste.

Es war wie sie schon immer vermutet hatte, es gab ein Art geheimes Wissen über Dämonen und ihre verderbte Magie deren Nutzung und nur wenige kannten diese oder besaßen die Kraft und den Willen das Wissen zu hüten und deren Nutzer und die beschissenen Folgen zu bekämpfen.

Kenne deinen Feind besser wie dich selbst!

Jahre der Ausbildung und noch mehr der Geduld würde es brauchen, aber ihr Wunsch stand unvermindert fest und sollte der Orden sie ganz aufnehmen wäre das der Weg den sie zu gehen hatte oder wollte.
Brummend leise flüsterte sie dem Kater zu:

„ Da ist mein Sturkopf und Willen nicht im Wege eher von Vorteil und die Kraft schadet auch nicht unbedingt der Sache.“

Der Kater drehte etwas den Kopf sah zu ihr heraus mit der Weisheit aller Katzen dieser Welt und gähnte demonstrativ danach. Grinsend sichtlich darüber lehnte sich Oderike an die Wand und der Kater schlief weiter ab und zu schnurrend, wohl ob der Tatsache das sein nächtlicher Sitzplatz endlich friedlich und entspannt saß und er Feierabend hatte. So saß man zu zweit bis die ersten Brüder und Schwester anfingen sich zu regen und das Gepolter beide aufschreckte und jeder seinen Tag allein wohl wieder verbringen würde in seiner Welt.
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Titel: Verfasst am: 15. Dez 2016, 12:08 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Oderike trank im gehen noch einen großen Schluck Whisky aus der halbvollen Flasche und warf diese dann zornig in den Kanal. Ihr war klar das der Zorn der in ihr tobte weder sinnvoll oder vernünftig war und eher ein gewaltiges Hindernis bei dem Versuch eine Lösung zu finden für sich oder zu verstehen auch nur warum.

Der Whisky dämpfte nur die schärfsten Kanten dieser brodelnden Masse aber wie stets eh nicht dauerhaft und dann gäbe es den nächsten Ärger unweigerlich. Ihr ganzes Wesen schrie nach jener Rebellion die sie am Leben erhalten hatte, jenem Willen sich nicht zu beugen im Kern egal was außen passieren würde oder erforderlich war.

Denn in einem hatte er verdammt recht ihre Vergangenheit hatte sie abgehärtet und gelehrt zu kämpfen für etwas an dem sie festhielt ohne jedes Wanken. Ihr Glaube war ihre Stärke und das einzige was ihre beiden Hälften verband inzwischen in Form einer Brücke die einigermaßen stabil war. Sie konnte nie mit ihm reden und noch immer hatte sie es nicht geschafft auch nur im Ansatz ihn zu kontrollieren.

Doch darum ging es gerade nicht und auch nicht das er ab und einfach sich schützend vor ihren Verstand stellte und sie dann im Grunde eine Art Leere im Gedächtnis hatte ,es ging um etwas das ihr wichtiger war als ihr Leben und das war jener Eid dem sie unbeirrt folgte und der sie stets hatte kämpfen lassen und sehr selten nur für sich selbst .

Ja vielleicht rücksichtslos denn sie marschierte unbeirrt auf jenem schmalen Grad der knapp hinter einer Grenze lag oder auf ihr die wohl zwischen Leben und Tod oftmals entschieden hatte. Es war nichts für das sie sich entschuldigen würde und ja manchmal brachte es wohl andere in Gefahr ungewollt ,aber auch das war ein Grund warum sie es stets allein tat und verflucht sie konnte nichts für diesen Umstand, denn Vertrauen war etwas das sie nicht so eben hergab oder konnte.

Um das Ordenshaus herumgehend griff Oderike die Axt und drosch diese mit aller Kraft die sie besaßen in das größte Holzstück das sie im Dunkeln finden konnte. Ein krachend berstender Laut war die Folge und Oderike atmete tief durch um erneut zuzuschlagen bevor sie die Axt sinken ließ und grollend innerlich zum Ordenshaus schritt.

Regeln befolgen, das hieß im Zimmer nachts sein und zu schlafen und wenn sie gegen die Wand rennen müsste dafür, denn nach schlafen war ihr nun wirklich nicht. Eher erneut die Nacht im wilden Galopp durch den Wald zu verbringen um jene Energien loszuwerden die eben in ihr existierten.
Nicht umsonst hatte man ihr schon erklärt sie sei ein wandelndes Pulverfass das irgendwann wenn sie nicht aufpasste explodieren würde.

Stapfend die Treppe hoch in ihr Zimmer schnaubte Oderike und dort lief sie auf und ab. Drei Schritt hin, drei Schritte zurück einem ruhelosen Tier in einem Käfig eher ähnlich und ohne dass es ihr auffiel folgte der Kater ihr eine Weile bevor er sich in Sicherheit brachte auf den Waschtisch um ihr zuzusehen.

Es war verdammt hart beim auf und abrennen das zu tun was sie glaubte nie wieder tun zu müssen und doch sah Oderike gerade keine andere Lösung , denn wenn sie ihrem Eid folgen würde, dem was ihre Seele schrie und forderte würde sie scheitern vermutlich.

Einsperren was sie war unerbittlich, obwohl sie das selbst nicht genau wusste und fragen würde sie keinen deswegen vorerst. Das Licht wollte dass sie glücklich war, doch sie war es wenn sie ihrem Eid folgte, egal was es sie kostet dabei ob nun ihr Leben oder nur eine weitere Narbe an ihrem Körper.

Vertrauen lernen, das hatte noch nie funktioniert und Jahre gebraucht bis es drei Personen wirklich hatten und selbst diese kamen nur bis zu einem Punkt einer Grenze die nicht sichtbar war aber deutlich vorhanden und sich nur in Kleinigkeiten äußerten ab und zu.

Einsperren um ein Pater werden zu können und ein Inquisitor, einen anderen Weg gab es nicht einfach stumpf mit der gleichen endlosen Willenskraft abwarten die sie schon einmal besessen hatte.

Lernen, sie musste lernen und dieses Wissen war wichtiger wie alles andere und wenn es dafür diesen Schritt brauchte war es ebenso.
Andrias bekam einen Ritter der ihn nicht mehr kämpfen ließ wirklich, Lord Mikael eine Novizin die ihn nicht mehr in den Wahnsinn trieb fast vor Zorn und sie musste sich keine Vorwürfe mehr anhören über Dinge die sie getan hatte. Kein Licht mehr nutzen, auch das einsperren weil selbst das eine Gefahr darstellte, weil sie eben es auf ihre Weise lernte zu nutzen und nicht nach Büchern oder Regeln.

Etwas zu werden was man nicht war einfach vorerst und verflucht ,es war als versuchte man eine Lüge zu leben aber das war der geforderte Weg also würde sie es tun . Sie hatte es Aedan gesagt, sie würde die Regeln beachten und wenn es sie umbrachte, das war eine schlichte Wahrheit gewesen und innerlich zerriss es sie jetzt schon.

Regeln zum Schutz, Regeln die ihren Sinn hatten zum Zusammenleben und Regeln die es brauchte um zu lernen von einander und miteinander. Regeln die es gab um nicht sich selbst zu gefährden oder dem Schatten eine Tür zu öffnen ohne es zu ahnen.

Schwer atmend blieb Oderike am Fenster stehen und blickte in die Nacht hinaus, die so langsam einem Zwielicht wich, der Kampf war vorüber und was in vorging war nicht mehr zu sehen denn es war einer Ruhe gewichen die ebenso eigenartig wohl war und wie ihr Entschluss dazu.
Es wurde Zeit die erste Messe begann bald und sie sollte Schwester Eileen und Pater Aedan einen Brief schreiben, Frühsport zu absolvieren und Kathedralen dienst galt es zu lernen und zu warten mit der Willenskraft oder auch Sturheit die ihrer Natur entsprach.
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 16. Dez 2016, 11:55 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es war schon fast ein Uhr in der Nacht als Oderike das Ordenshaus wieder betrat von dem sie sich nach dem Gespräch mit Pater Aedan ferngehalten hatte um über das gehörte nachzudenken.

Manches verstand sie nun etwas besser und über manches dachte sie lange nach und kam noch zu keiner Entscheidung wirklich. Die letzte Nacht und ihre Entscheidung, das Ringen um einen Frieden umso zu sein wie die Regeln wie sie glaubte es forderten war zu hart gewesen.

Aedan hatte jedoch recht sie war verletzt und hatte sich in ihrem Zorn dann noch selbst weitaus mehr verletzt vermutlich und doch was sie fühlte war eben auch real und ihr Eid tief in ihrer Seele verankert. Eine permanente Aufforderung bei der es keinen Frieden gab, denn das Leid und diese verfluchten Dämonen ihre Diener kannten sie eben auch nicht.

Ihr weg führte sie zum Friedhof zu jenem Ort wo der ertrunkene Mann einst ganze Nächte mit ihr geredet hatte, wegen ihrer Wärme und weil sie ihn verstand und zuhörte. Sie hatten sogar zusammen getrunken so manchen Flachmann bis er endgültig verschwunden war ins Licht gegangen.

Auch ein Toter und kein Lebender und doch hätte sie wählen können und entscheiden wären es keine Lebenden wohl gewesen in der Mehrzahl, die sie als Freunde im Ansatz wenigstens bezeichnen hätte können.
Sollte sie wirklich die Tür wieder öffnen um jenes freizugeben was diese Ruhe erzwungen hatte, weil es so wenig Sinn ergab und die Antwort wo anders lag und dies ihr nun klar war zumindest.

Nicht das aus ihrer Sicht Lord Mikael in allem recht gehabt hätte und für sie auch nicht das Recht ihre Rittvater als fehlerhaft indirekt zu bezeichnen oder ihr das vorzuwerfen was ihr ganzes Wesen ausmachte und als Fehler oder besser wohl als Problem darzustellen nur weil sie eben marschierte ohne eine Pause zu kennen oder auch nur Hilfe zu suchen in vielen Fällen .
Sie war das Ergebnis ihrer Erfahrungen und damit ein Ritter geworden mit Fehlern, Licht ja mit vielen Fehlern und doch besaß sie jene Dinge die einen Ritter ausmachten. Es gab eben auch da Unterschiede und die galt es zu akzeptieren.

Brummend setzte sich Oderike auf die Friedhofsmauer und dachte erneut an das was Aedan ihr erzählt hatte von sich selbst und ja sie handelt in gewisser Weise ähnlich und deswegen begriff sie durchaus was er ihr hatte erklären wollen damit.

War das der Schlüssel?

Oderike zupfte etwas Moos von der steinigen Sitzgelegenheit und warf es in den See um die Kreise zu beobachten die sein Untergehen verursachte. Alles was man tat oder sagte hatte folgen und war mit anderen verbunden. So gesehen war es wohl einer der Punkte wie mit manchem sie zurechtkam und dann auch ernsthaft damit arbeiten konnte für sich und ohne jenen Zorn zu fühlen, der dann nur zu neuem Ärger führte.

Sie verstand aber auch das Lord Mikael, als Kommandant so nicht hatte reagieren können und dürfen ,noch immer fühlte sie jene unterdrückten Ärger so klar als stünde er vor ihr und sie war kaum besser gewesen
Ein Problem das auftauchte sobald sie auch nur das Gefühl hatte das wer Unrecht, sie seelisch verletzt sich fühlte oder wer zum Opfer von etwas wurde und wie schwelendes Feuer begann dann der Kreislauf dem sie nur schwer entrinnen konnte.

Ursache und Wirkung alles war miteinander verbunden *brummelte Oderike die sich in das Kaminzimmer begeben hatte, denn an schlaf war eh nicht zu denken. Der Spalt der fast geschlossenen Tür vergrößerte sich und der Kater stolzierte herein um sie zu betrachten aus sicherer Entfernung. Brummend verfolgten Oderikes Augen jede seiner Bewegungen und blieb auf ihrem Sessel sitzen, er hatte die Nacht zuvor ihren Zorn und ihren so sinnfreien Kampf ja mitbekommen und schien zu warten ob eine Fortsetzung folgen würde.

Stille herrschte in dem Kaminzimmer und selbst das leise knacken des Holzes störte diese nicht so das Oderike wieder in ihre Gedanken versank und der Kater sich zu ihren Füßen vorsichtig niederließ. Ebenso wachsam wie sie selbst immer war und bereit jenem wütenden Wesen wieder aus dem Weg zu gehen wenn es auch nicht zu verlassen.

Es war Abend geworden auf dem Friedhof sitzend und dann war Pater Udwin da und mit ihm hatte sie sehr lange geredet ohne jeden Zorn, einfach weil er sie gefragt hatte und so seltsam es war sie hatte nicht das Gefühl gehabt er wolle sie zu etwas zwingen sondern einfach zum nachdenken bringen, um nicht viel aber eine winzigen Schritt in eine andere Richtung sehen zu können ,einen anderen Ansatz zu versuchen einen Weg der vielleicht nicht in dieser Sackgasse enden musste .

Zwei Pater ,die es schafften zumindest die Mauer zu überwinden und das ohne das sie um sich schlug egal in welcher Form nun und gegen wen.
Es war noch lange nicht gut und doch Pater Udwin besaß etwas das sie begriff und sie begann ihn zu mögen, so verrückt es auch war in diesem Moment und ob sie es wollte oder nicht. Es war nicht sein Alter, auch nicht seine Erfahrung oder sein immensen Wissen es war wohl jene Empathie die jeder Seelsorger brauchte um seinen Dienst im Licht verrichten zu können.
Er hatte ihr ebenso geholfen mit einer Geduld und auch Lehren die sie überrascht hatten ,weil sie nicht wie aus dem Lehrbuch doziert kamen ,ja nicht ein Mal belehrend unbedingt sondern als Ansatz um eben diese winzige Richtungsänderung hinzu bekommen.

Nicht dass er etwas anderes gesagt hätte wie ihre Ordensbrüder und Schwestern ,nein das hatte er nicht und doch empfand sie es nicht als Angriff sondern als Hilfe und Rat ,als Angebot das man annehmen konnte oder eben nicht.

Ähnlich wie Pater Aedan es bei ihr tat ,sie sehr behutsam einfangen wieder und zur Ruhe bringen einem scheuen zornigen Tier gleich das nur sehr wenig an Nähe zuließ, damit sie das werden konnte was in ihr steckte und nicht das was sie im Augenblick wohl war.

Hilfe zur Selbsthilfe mit der Wahl eine eigene Entscheidung und Antwort zu finden und das war wohl etwas das eine Lösung sein konnte und ein gangbarer Weg mit all seinen Verirrungen und Turbolenzen darin.

Es war ihre Entscheidung wie weit sie die Tür zu ihrem Wesen wieder öffnen würde und es stimmte schon, es wollte ihr niemand etwas böses nur sie selbst konnte es eben nicht so annehmen wie es gedacht war, weil sie nicht verstand so einiges.

Nicht zu wissen was man war, irgendwo im Niemandsland zu existieren weil jede andere Option eine Utopie darstellte die Vertrauen verlangte das sie nicht hatte und ohne Hilfe vielleicht nie würde haben können. Damit war zu leben oder es musste zu leben sein, denn wer sollte es ändern wenn nicht sie selbst?

Blieb eine Frage noch oder vielleicht auch eine Aufgabe die sie für sich erledigen würde und dann ohne weitere Erklärung Pater Edward bekam zum lesen. Sie erwartete da keine Antwort, nur einfach weil es ihr wichtig erschien das er auch dieses las ,wie den Rest seiner gestellten Aufgaben.
Einen Spalt breit die Tür zu öffnen um Luft zu bekommen war eine Entscheidung in die richtige Richtung und genau das verdankte sie zwei Patern ohne die sie vielleicht gegen die nächste Wand gerannt wäre im blinden wüten sich selbst zerstörend am Ende.

Mit Schwester Eileen zu reden würde nicht leicht werden und doch sie war der gewählte Mentor und verdammt zumindest hatte sie eine Chance verdient eine verträgliche Basis zu erreichen aus der alles möglich war.
Brummend nippte Oderike an dem inzwischen kalten Tee und hob den Kater wortlos vom Boden auf um ihn auf ihren Schoß zu setzen. Zu ihrem erstaunen ließ er sie gewähren und beide sahen sich an in stillem einvernehmen zweier Wesen an, die Freunde geworden waren einfach ohne das es eines Wortes bedurft hätte.
Oderike brummte, der Kater zwinkerte mit den Augen und ließ sich auf seinem angestammten Platz nieder für die letzte Stunde dieser Nacht bevor ein neuer Tag beginnen würde.
Ruhe kehrte ein endgültig denn auch Oderike schloss ihre Augen um diese wenigen Augenblicke des innerlichen Friedens zu nutzen mit etwas Schlaf.
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