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Vom Leben und Wirken in der Bruderschaft
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Oderike
Forscherliga







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Titel: Verfasst am: 14. Feb 2017, 16:03 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Morgens zum Kuhstall zu laufen war inzwischen fast so normal wie Holz hacken oder auch mit Rubio reden geworden und dass selbst die Kühe schienen sich langsam an ihre Versuche zu melken gewöhnt zu haben.
Komischer Weise war selbst die Tatsache ihr Schwert abzulegen dafür keine Schwierigkeit und so schritt Oderike in den kleinen Raum zum Umziehen in der Stallung. Immer wieder diese verdammten Zimtschnecken riechend. Der Geruch saß wohl in ihren Haaren fest und dagegen half nur eine gründliche Wäsche später. Sie war schon etwas spät dran und griff nach ihrem Overall in Gedanken und ins leere prompt. Sichtlich fragend stand sie erstmal da und sah sich suchend um, erst dann den zarten Blumenduft registrieren wirklich.

Blumen hier und auf ihrem Overall, wie kam so eine Schale an diesen Ort und warum bloß, von wem?

An den Tisch schleichend als würde er sie anspringen, schaute Oderike auf die Karte und schluckte dann. Ihr wurden heiß innerlich und dagegen gab es einfach kein Mittel. Es lag außerhalb dessen was sie kontrollierend konnte und irgendwie war das auch gut so.

Lächelnd nahm Oderike die Karte an sich und steckte sie ein, die Blumen blieben noch an ihrem Platz es gab ja schließlich Arbeit hier und vom Herumstehen sie anstarren würde die nicht erledigt werden.
Grinsen zog Oderike sich den Overall an, griff eine der Narzissen sich aus der Schale um sie mit ihrem Gummiband festzustecken an ihrem Pferdeschwanz. So nun konnte der Tag losgehen und nicht einmal der Kuhmist störte sie oder ein verärgert pickendes Huhn.

Das Thomas dann auch noch vor der Messe ihr zuzwinkert war schon etwas Anderes, es war als wüsste er wieder einmal was er angestellt hatte und lächelt sanft innerlich darüber ihr zu. Ob es wer sah war Oderike egal, denn in ihr strahlte jene Wärme die das Licht und ihre Gefühle verursachten
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Rashmikael Morgenbringer
Forscherliga



"Lord"
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Titel: Verfasst am: 16. Feb 2017, 12:42 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die Abendmesse war die reinste Qual gewesen für Thomas. Er roch Oderike an seinem Wams und so war er gedanklich ganz woanders. Sein Blick führte mal schräg zu ihr rüber und sie schien auch nicht so richtig bei der Sache zu sein.

"Reiß dich zusammen", schalt er sich innerlich und atmete leise durch. Bruder Cainneach blickte fragend zu ihm hoch. Thomas lächelte und schüttelte mit dem Kopf. Das anschließende Abendessen war auch nicht viel besser. Statt Wurst hätte es auch Schuhsohle sein können auf der er kaute. Den Unterschied hätte er wohl nicht wirklich mitbekommen.

Ohne sich aufzuhalten stapfte er nach dem Essen sofort aus dem Haus und gen Kuhstall. Dort zog er seine Kleidung aus und schüttete sich zwei Eimer kaltes Wasser über den Körper.

"Komm klar!" fluchte er zu sich selbst und begann dann zu lachen, als er die Blicke der verwirrten Kühe sah, die wiederkäuend zu ihm rüberstarrten.

"Ja, Betsy, Elli und Lisa, da schaut ihr was?" sagte er zu den Kuhdamen rüber und schüttelte sich die nassen Haare. Immerhin hatte die Dusche gewirkt. Er griff sich ein Handtuch und rubbelte sich trocken damit.

Als seine Gedanken zu Oderike zurückkehrten ballte er die Fäuste, atmete fest durch und murmelte mehrfach mit zusammengekniffenen Augen "Hässliche Fischersfrau. Hässliche Fischersfrau. Hässlilche Fischersfrau". Dabei stellte er sich die wirklich hässliche Frau von Fischer Arnolds vor und es wirkte, wie immer zuverlässig.

"Licht sei mir gnädig!" murmelte er und schlug das Zeichen des Lichts vor seiner Brust. Er griff zu seiner Kleidung und zog sich an. Als er den Wappenrock in die Hand nahm, wogte die sanfte Duftwolke aus Vanille und einem Hauch Sandelholz nach oben. Er ließ das Wams los als würde es brennen und fluchte.

"Scheiße!" brummte er fluchend und schnappte sich einen Stahlschwamm, Wasser und ein Tuch. Dann machte er sich daran für die nächsten Stunden jede Tränke im Stall gründlichst zu schrubben, bis man meinen könnte sie wären neu.

Es war recht spät als er ermüdet im Stroh einfach einschlief.
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Oderike
Forscherliga







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Titel: Verfasst am: 16. Feb 2017, 14:36 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Einige Stunden später schlappte Oderike mit schmerzenden Beinmuskeln in den Kuhstall und zog sich um. Ausgeschlafen und munter war etwas anderes und zwei Stunden um den See zu rennen mitten in der Nacht war auch nicht das wahre gewesen. Doch es hatte geholfen am Ende, denn sie war viel zu kaputt gewesen danach um noch über irgendwas groß nachzudenken. Der Muskelkater war die Quittung dafür und half gerade wach zu bleiben wie sie mit einem leisen lachen feststellte.

Kühe waren zumindest ungefährlich und ausmisten garantiert auch, so dachte sie noch ehe sie die eigentliche Stallung betrat und Thomas entdeckte.

„Scheiße!“
raste erstmal durch ihren Kopf und es dauerte etwas bis sie verstand das er schlief dort auf dem Stroh. Ein innerliches Glucksen machte sich ebenso breit in ihr wie ein Gefühl von Wärme, denn ihm war es so wie er dalag wohl nicht anders ergangen in der Nacht.

Er sollte noch etwas schlafen ruhig, denn das da war auch ihr Werk oder eher wohl das Ergebnis ihrer beiden Gefühle. Nur zudecken würde sie ihn besser, denn krank werden sollte er nicht.

„Licht hilf uns bloß“ murmelte Oderike während sie ihren Umhang schnappte und ganz vorsichtig über ihn ausbreitet. Er wachte zwar nicht auf aber schien etwas zu murmeln und seine Nase zuckte als röche er im Traum daran. Nur ein paar Haare schauten noch heraus als er sich drehte mit ihrem Umhang und Oderike Hände ballte sich schon zu Fäusten um ja nicht ihn anzufassen.
Durchatmend und an etwas Anderes denken. Durchatmen und nicht ...Scheiße das klappte so wenig wie einem reißendem Wasserfall zu befehlen bergauf zufließen wieder.

Kühe!

Ah ja, der rettende Gedanke und so begann sie mit das melken, mit einem ächzen und gedanklichen Fluch über nächtliche Trainingseinlagen und der ständigen Versuchung in ihr dem Schlafenden über seine Haare zu streichen und sich danebenzulegen.

Verdammt, es würde ein sehr langer Tag wohl werden …
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 23. Feb 2017, 11:14 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Mit ihren Gedanken beschäftigt lief Oderike Nachts in ihr Zimmer und blieb an der Tür stehen, das Brummen und leichte krausen ihrer Nasenflügel war erstmal alles was an Reaktion zu sehen war von ihr. Doch dann bewegte sie sich mit einem Satz zu Andrias Lager auf dem Boden und hielt den Eimer unter seinen Kopf wortlos immer noch.

Würgende Geräusche sprachen Bände und warum auch immer, ihr Knappe war wohl krank und gab den Kräutertee gerade wieder von sich der neben seinem Bett in einem Becher stand.

So gern sie auch mit Thomas geredet hätte und noch mehr wie sie innerlich zugab, hier war Hilfe nötiger und der feuchte kühle Lappen danach tat wohl auch seinen nutzen. Nicht das sie von Heilkunst etwas verstanden hätte, aber mit Übelkeit kannte sie sich aus.

Eimer weg und Fenster auf, denn der Geruch wurde nicht besser in dem kleinen Zimmer und es half keinem in dem säuerlichen Gestank zu liegen. Ein Blick zu Andrias der so verschwitzt und grünlich blass in seinem Bett lag und sie brummte erneut leise.

Er brauchte auch ein frisches Nachthemd und gehörte nicht auf den Boden. Welch ein Glück das er so ordentlich war, als sie den Schrank öffnete und eines herausnahm.

Wie beim Licht zog man das wem an der schon wieder zu würgen schien?


Egal, eines nach dem anderen wie bei allen Dingen und so drehte sich Oderike zu Andrias hin, hob ihn einfach raus aus seinem Bett und stopfte ihn in ihres.
Schon besser und der Eimer passte auch genau daneben so das Andrias nur den Kopf über die Bettkante schieben musste.
Sein schwacher Protest darüber ignorierte Oderike ebenso, wie den Umstand das sie damit wohl die Nacht entweder wachend verbringen würde oder im Sitzen schlafen irgendwann.

Der nächste Anfall von Übelkeit ließ auch nicht lange auf sich warten und wieder hielt Oderike ihn einfach schweigend fest um ihn dann abzuwischen erneut. Das Nachthemd zu Wechsel war ein filmreifer Akt, denn besonders hilfreich war Andrias in dem Zustand nicht.

Er glich einem Mehlsack der ab und zu protestierte dagegen sinnlos und sie selbst hatte wahrlich keine Übung darin wen an oder auszuziehen. Erstrecht nicht wenn die Decke ständig über dem Rest des schmalen Körpers zu bleiben hatte.

Licht, nein sie war keine Heilerin und nur Andrias Gemurmel das Eileen sich schon darum gekümmert hatte hielt Oderike davon ab loszurennen gerade.
Was blieb war zu warten und da zu sein, ihm ab und zu einen Löffel des Tees einzuflößen und den kühlen Lappen immer wieder auszutauschen gegen einen der noch kälter war.

Erst Stunden später schien Andrias dann endlich zu schlafen und ein Blick aus dem Fenster sagte Oderike das es bald Zeit wurde für den Hofdienst.
Mit dem Eimer nach draußen schleichend ungewohnt leise für ihre Verhältnisse um den Inhalt zu entsorgen genoss sie die eisige Morgenluft umso mehr.
Sie weckte nicht nur sie sorgte auch für einen anderen Geruch in ihrer Nase und der Tag konnte damit beginnen wohl, denn sie hörte die Kühe schon muhen auch sie brauchten Pflege wenn auch andere.
Thomas war wohl noch vor Ihr im Stall und schon am Arbeiten.
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Rashmikael Morgenbringer
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"Lord"
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Titel: Verfasst am: 24. Feb 2017, 10:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Der Wind pfiff über die Klippe und zerrte an Kleidung und Körper, brachte frische Luft und pustete einem den Kopf frei. So zumindest hatte es sich Thomas erhofft, als er nach der Episode im Kaminzimmer sich dazu entschlossen hatte hier her zu gehen, um ein wenig klarere Gedanken zu bekommen.

Mit zielgerichteten Schritten war er durch die Stadt gegangen, um hier zu landen. Hier, wo er schon länger nicht mehr gesessen hatte. Er erinnerte sich noch gut daran, wie oft er die Klippen hinab geblickt hatte, eine fast leere Flasche Fusel in der Hand, torkelnd am Anfang und nach ein paar Monaten hatte selbst der Fusel nicht mehr wirklich ausgereicht ihn torkeln zu lassen.

Heute jedoch war er weit davon entfernt sich in den Freitod zu stürzen und auch hielt er schon lange keine Flasche Fusel oder Stärkeres in den Händen, volltrunken und stinkend nach den Ausdunstungen der Getränke die ihn hatten vergessen lassen sollen.

Er schob die Hände in die Jackentaschen und zog die Schultern ein wenig hoch. Sie raubte ihm den Verstand. Ließ ihn nicht los und wahrlich er hatte es in der Vergangenheit versucht. Sie schien viel zu weit weg und sie hatte überhaupt kein Interesse gezeigt. Aber keine andere hatte es geschafft ihr Bild aus seinem Kopf zu verdrängen und seit Monaten hatte er nun auch keine andere überhaupt mehr angefasst.

Der Wind zerwühlte sein Haar und strich über seine Haut. Licht, sie wusste nicht wie schwer es für ihn war ihr nicht einfach das zu geben, was sie verlangte und überhaupt nicht wusste von was sie da sprach. Er musste standhaft bleiben. Schließlich war sie eine Lady und die Frau, die er, sollte sie ihn irgendwann, wenn die Zeit reif war, erhören, ehelichen wollte. Er wollte es richtig machen. Das war sie wert und noch viel mehr als das. Sie bedeutete ihm die Welt. Er schüttelte leicht den Kopf.

Wer hätte das gedacht. Er sicherlich nicht und wohl auch einige andere nicht, die ihn vermeintlich zu kennen schienen. Er, der Lebemann, der, der eine nach der andere hatte und sich wahrlich ausgetobt hatte. Thomas ging in Gedanken versunken zurück zum Ordenshaus.

Die Wirtshäuser auf seinem Weg übten eine Verlockung aus, die er schon lange nicht mehr gespürt hatte. Nur ein Drink! Um den Kopf frei zu bekommen. Um nicht dauernd und ständig an sie denken zu müssen. Ihren Duft vergessen. Nur einmal. Das gauckelte sein Verstand ihm vor und er kniff die Lippen zusammen und beschleunigte seinen Schritt.

Angekommen im Ordenshaus ging er, getrieben von der inneren Unruhe, zur Rüstkammer und nahm sich alle Rüstungen von seinem Ritter vor. Das Leder wurde sorgsam eingefettet und das Fett einmassiert, dann poliert. Eines nach dem anderen. Plattenteile wurden ausgebessert und ebenfalls poliert, bis sie glänzten als wären sie wie neu. Er arbeitete die ganze Nacht hindurch und als er fertig war verstaute er sorgsam alle Utensilien und ging in den Stall, um sich umzukleiden und seine Arbeit am anderen Ende des Hofes anzufangen, dort wo Oderike ihm sicherlich erst mal nicht über den Weg laufen würde.
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Oderike
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Titel: Verfasst am: 24. Feb 2017, 11:39 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Lange hielt es Oderike nicht auf dem Sessel mehr aus, nach dem Andrias rausgegangen war, so seltsam sich verhaltend kehrten mit Wucht wieder jene Gefühle zurück die in ihr schlummerten. Zu heftig um sitzen zu bleiben ruhig und zu meditieren ging damit auch nicht. Jeder Versuch endete damit, dass sie noch glaubte zu riechen und den leisen rauen Ton auf ihr knurren in den Ohren hatte erneut.

„Verdammt“ fluchte Oderike Rubio an der ihr entgegenkam und dann mit steil erhobenen Schwanz folgte, als dokumentiere er dem Rest der Welt, das ist meine und ihr bleibt weg damit. Um das Haus zum Holzplatz stiefelnd um irgendetwas zu tun, egal was nur nicht still sitzen starrte sie den Hackklotz an und ungebeten trat jenes Bild vom Spätsommer vor ihre Augen.
Thomas mit entblößten Oberkörper der gleichmäßig die Axt schwang und jeder Muskel dabei sich deutlich abzeichnete als wollte er damit einen Preis gewinnen.

„Scheiße“ knurrte Oderike und ballte die Fäuste ohne wirklich zornig zu sein, denn das Bild in ihrem Kopf war absolut nicht hilfreich eher im Gegenteil. Ihre ganze Willenskraft war nötig um weiter zu gehen und die Axt zu nehmen und nicht die Ursache ihrer Gefühle aufzusuchen um was auch immer dann zu tun.

Heftig drosch Oderike auf einen liegenden Baumstammteil ein um das Bild loszuwerden, wenn schon nicht der Rest einfach verschwand. Es war ihr klar inzwischen das sie auf einem sehr dünnen Seil sich bewegte und es eher Thomas zu verdanken war, dass nichts ihr geschah dabei.

Doch genauso verfluchte sie ihn dafür an einer Ecke ihres Wesens und ob das nun richtig war konnte sie eh nicht sagen und wollte es auch nicht. Denn die Folgen daraus fielen unter jenes Thema das sie im besten Falle von Pferden im Ansatz kannte und eben jenen Dingen die sie verdrängt hatte.
Die Frage war wollte sie das wirklich jetzt schon? Das laute „Ich weiß es nicht“ in ihrem Kopf ließ sie grollen und mit Wucht sauste die Axt in den Baumstamm. Sie war doch kein Kind mehr das nicht wusste was sie wollte und verdammt konnte sie nicht an etwas Anderes denken einfach.

Doch das ging eben nicht zu sehr drängte das vom Kaminzimmer sich immer wieder in ihren Kopf mit verheerenden Auswirkungen auf den Rest von ihr. Es braucht nur eines winzigen Anstoßes und schon ging es wieder los und dagegen war man halt machtlos stellte sie fest während die Axt sich immer tiefer in den Stamm fraß und ein leises knurren dabei ab und zu erklang.
Erst das Läuten der Glocken riss Oderike aus diesem wüten und sie schaute zur Kapelle hinauf mit blitzenden Augen und Schweiß überströmt trotz der nicht geraden warmen Temperaturen am Abend.

Nichts wie hinauf gerannt zur Messe und leise hineingeschlüpft, wobei leise so eine Sache war bei ihr wie sie feststellte, denn sie platzte mitten in das Gebet hinein und so manches Augenpaar schaute kurz zu ihr hin. Mit einem entschuldigenden Blick, einem gemurmelten Fluch setzte sie sich ganz hinten hin und war dankbar dafür das sich damit die Aufmerksamkeit wieder dem eigentlichen Zweck zuwandte.

Nur ihre noch lange nicht, so sehr sie es auch versuchte ihre Augen wanderten stets auf der Suche nach jenem Rücken über den sie am liebsten mit beiden Händen gestrichen hätte.
Oh, verdammt das war nun wirklich der falsche Ort und was war das Thema der Messe bloß gewesen?

Oderike hatte nicht die leiste Ahnung und rannte nach dem Ende wieder den Hang herunter wie von Dämonen verfolgt gen Holzplatz, dann weiter um das Feld um am See stehen zu bleiben. Nicht drum herumrennen die halbe Nacht, er machte sich sonst Sorgen und so blieb sie stehen und starrte auf das Wasser einfach mit der Frage ob die Kälte davon wohl diesen Zustand eindämmen würde?

Brummend schüttelte sie den Kopf und setzte sich auf den Stein am Ufer durchatmend, das Abendessen war damit abzuschreiben und auch nicht so wichtig, denn zur Not gab es in der Stadt noch immer einige Stände oder ein Gasthaus.

Es würde nicht einfacher werden für sie beide nicht, so wie er sie angesehen hatte und das ließ sie nun Lächeln, denn sie rang nicht allein damit auch wenn noch jeder für sich, weil es eben richtiger war in vieler Hinsicht.

„Verdammt“ fluchte sie leise denn schon wieder wanderten ihre Gedanken in diese Richtung und sie stand auf um zurück zum Holzplatz zu sprinten und die Axt erneut zu greifen in stummen Ringen mit sich selbst und in der Hoffnung irgendwie eine Art Erschöpfung zu erreichen die einfach nur eines zuließ schlafen. Das daraus nichts wurde und sie mit schmerzenden Armmuskeln sich in den Stall stampfte mehr oder weniger betend das ihre Disziplin ausreichte weiterhin war zum Glück nicht wirklich sichtbar und Thomas auch nicht.
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Rashmikael Morgenbringer
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"Lord"
Lichtbringer/Kommandant
<Fraternitas Lucis>

Beiträge: 641

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Titel: Verfasst am: 1. März 2017, 09:00 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die Kühe schienen Thomas fragend anzugucken. Sicher, klar. Die Kühe schaute fragend nach ihr. Jetzt ging es los, dachte er sich und schüttelte den Kopf leicht, als er die Tränken auffüllte.

"Glotzt nicht so", meinte er und Bertha sah ihm wiederkäuend nach. "Sie hat jetzt Stalldienst bei Roselyn", brummte er und die Kühe muhten verstehend. Zumindest hatte es den Anschein. Er konnte sich natürlich auch alles einreden.

Seufzend stützte er sich auf die Heugabel und blickte um sich. Hier und da wuselten geschäftige Brüder und Schwestern rum, die für den Hofdienst eingeteilt waren. Aber sie war natürlich nicht dabei. Er brummte und dann lachte er leise. Jetzt klang er schon fast wie sie.

Half ja nichts. Und es war ja nicht so, als ob er sie nicht täglich sehen würde. Alleine das war schon oft eine Frage reinster Selbstbeherrschung. So wie gleich, wenn das Training wieder im Gange war. Er mochte ihren sturen Blick, wenn sie voll konzentriert bei der Sache war und ihr Atem schneller wurde und ... zum Glück wurde er von einer nassen Kuhnase aus den Gedanken gerissen.

Tom blickte in die treuen Augen seiner Lieblingskuh. Berta gab schon lange keine Milch mehr. Aber das war egal. Sie hatte sich ihren Altersruheplatz redlich verdient. "Na meine Schöne? Du bist und bleibst mein Herzstück" meinte er lächelnd zu der Kuh und kraulte sie zwischen den Hörner.

Vom Ordenshaus ertönte die Glocke, gleich wurde es Zeit für das Morgengebet.
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Piers de Gabaston
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"Viscount Wallingford"

<Fraternitas Lucis>

Beiträge: 258

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Titel: Verfasst am: 8. März 2017, 11:42 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Piers schritt die Wagen einen nach dem anderen ab und hakte die Güter auf den Ladelisten ab.
Drei Wagen, beladen mit Korn, Saatgut, verschiedenen lagerfähigen Gemüse- und Obstsorten, Haushalts- und Arbeitsgerät, Käse, Bier, diversen Heilelixieren sowie Kleidung und Decken standen angespannt und hintereinander aufgereiht auf dem Hof des Klosters.
Er nickte und klopfte auf den ersten Wagen, zum Zeichen dass es losgehen konnte. So machten sich morgens um 8 die Hilfsgüter auf den Weg zur Späherkuppe, auf dem Bock des zweiten Wagens einen sehr blassen Pater Cainneach, der erst jetzt realisierte, wieso die Wagen von berittenen Wachen flankiert wurden.
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Rashmikael Morgenbringer
Forscherliga



"Lord"
Lichtbringer/Kommandant
<Fraternitas Lucis>

Beiträge: 641

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 9. März 2017, 19:18 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Nachdem Bruder Korvinius das Heilerzimmer wieder in Ordnung gebracht hatte ging er nach draussen, um seinem Prior und den fleißigen Helferlein auch noch ein wenig zur Hand zu gehen.

Die Bewässerungsgräben für die Felder waren heute in Angriff genommen worden und Edward war so in seinem Element, dass er zunächst das leidliche Pflichtprogramm des heutigen Abend völlig verdrängt hatte. Zumindest solange, bis der ehrwürdige Vater laut pfiff und an seiner Robe zupfte, wobei er Edward eindringlich anblickte.

"Scheiße", murmelte jener und nickte dann aber seinem Abt zu.

"FÜR HEUTE IST SCHLUSS!" rief er dann zu seinen Helferlein und es schien ihm fast, dass ein freudiges Stöhnen durch die Reihen ging. "Die paar Stunden schaufeln und Dreck schleppen" dachte sich Ned und putzte das Schaufelblatt gründlich ab und ging, die Schaufel geschultert, dann gen Haupthaus.

Es wurde Zeit sich zu waschen, umzuziehen und noch ein oder fünf Brote zu verdrücken, bevor er sich wieder die Beine in den Bauch stehen würde. Immerhin hatte ihm Piers eine kleine Belohnung in Aussicht gestellt.
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Eileen Morgenbringer
Forscherliga



"Lady"
Professritterin/AiPler/Schülerin
<Bruderschaft des Lichts>

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Titel: Verfasst am: 11. März 2017, 11:38 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Der Frühling hielt Einzug im Land und das war jetzt besonders gut spürbar. Die Sonne schien helle und auf dem Ordensgelände war fleißiges Werkeln zu sehen und zu hören.

Am Dritthaus wurde der Dachstuhl hochgezogen seit gestern und man hört weit das Hämmern und manches Mal auch Fluchen. Wer nicht am Haus mitarbeitete, der war entweder in den beiden Häusern zu Gange und half beim Fensterputzen oder wer da nicht half konnte auf den Feldern gefunden werden.

Zäune wurden ausgebessert und mit Firnis versehen. Das kleinere Gemüsefeld wurde gepflügt. Vom Backhaus wehte der Duft frisch gebackenen Brotes herüber und drei Bleche mit Apfelkuchen warteten bereits darauf nach den Broten in den Ofen geschoben zu werden.

Müßigang war eher selten zu sehen. Auf der Bank vor dem Haupthaus saß Bauer Wollerton und blickte versonnen auf das Gewusel und nippte an seinem Humpen Klosterbier. Chloe saß neben dem älteren Mann und war mit ihm ein wenig am Plaudern, während sie einige Hemden ausbesserte.

Der Sohn von Bruder Jonathan und Mutter Irena flitzte mehr oder minder schnell über den Hof und kreischte dabei vor lauter Freude, weil sein Vater ihm mit einem Orcgrunzen hinter her rannte.
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Eileen Morgenbringer
Forscherliga



"Lady"
Professritterin/AiPler/Schülerin
<Bruderschaft des Lichts>

Beiträge: 644

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Titel: Verfasst am: 17. März 2017, 12:43 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Mit einer Schubkarre voll Mist zuckelte Schwester Mafalda resolut über den Weg in Richtung Kräutergarten. Ihr folgten noch Bruder Gisbert und Schwester Helene, die ebenfalls mit Schubkarren voller Mist ausgestattet waren.

Heute schienen die Beete dran zu sein. Eileen schirmte die Augen vor der gleißende Frühjahrssonne ab und schaute dem kleinen Trott hinter her. Irgendwo hörte sie ein Surren und die Rufe "PASS AUF! WEG DA!"

Aus lauter Reflex sprang Eileen zur Seite und spürte noch einen Schubser, als wäre sie gegen eine Wand gesprungen, sie wurde dadurch nach vorne katapultiert und während sie fiel, knallte neben ihr, dort wo sie aus Reflex hingesprungen war, ein schwerer Holzbalken in die Erde. Sie hörte wie aus weiter Ferne entsetztes Rufen.

Gesichter sammelten sich um sie. Ihr Onkel blickte mit besorgt, mürrischem Blick auf sie runter, dann schob sich ein weiteres Gesicht in ihr Blickfeld. Pater Aedan, der nicht grinste, wirkte mehr als nur besorgt und er winkte wen her.

Eileen wollte sich aufrichten und ein brennender Schmerz durchfuhr ihren Körper. Irgendwer stöhnte. War sie das?
"Alles gut. Alles gut. Macht mal Platz da!" sie wurde bewegt und erneut dieses Stöhnen. Irgendwo knurrte es. Oderike?

Ein paar Keucher und Gemurmel.
"Halb so schlimm. Sieht schlimmer aus als es ist. Aber sie muss rein auf die Liege", kam die befehlende Stimme von Bruder Korvinius.
Starke Arme hoben sie hoch und Eileen blickte in Onkel Mikaels Gesicht.
"Ganz ruhig mein Kind. Alles wird gut. Licht war bei dir" sprach er leise und beruhigend. Das Brennen schmerzte und irgendwas auf ihrer Wange war feucht.

Die Türe zum Krankenzimmer wurde von Bruder Andrias aufgehalten und Mikael trug Eileen nach drinnen. Bevor er sie sanft und ganz vorsichtig auf die Liege legte, küsste er ihre Stirn.

"Und jetzt alle raus, bis auf Bruder Andrias und Schwester Susanna", Bruder Korvinius scheuchte alle nach draussen.
"Legt sie auf den Bauch und der Stoff muss weg", befahl er und Eileen wurde vorsichtig auf den Bauch gelegt, der Stoff des Hemdes riss, als Andrias beherzt an dem langen Längsriss zupackte und es vollends kaputt riss.

"Alle die Nase zu. Susanna, du kannst" hörte Eileen und sie wusste was jetzt folgte. Ein Geruch von schweren Blumen stieg ihr in die Nase und benebelte ihre Sinne. Dann wurde es schwarz vor Augen und sie glitt in einen Traum.

Ihre Mutter stand dort, schön und jung, wie sie sie als Kind gekannt hatte und blickte ihr ins Gesicht.
"Das war knapp mein Kind", sagte sie sanft und strich ihr die Haare aus der Stirn.

Während Eileen ihren Traum hatte, wurde ihr der Rücken versorgt. Der Balken hatte sie im Flug noch leicht erwischt, aber, dem Licht sei Dank, ihr nur einen Schnitt über den Rücken besorgt. Das Blut wurde weg gewischt und die Blutung mit dem blutstillenden Kauterflüssigkeit gestoppt, die der Orden verwendete.

"Das Licht war wahrlich mit ihr", murmelte Bruder Korvinius als er endlich sah, was wirklich war. "Hier müssen wir nähen", er deutet auf den 10 Zentimeter langen Schnitt unterhalb des linken Schulterblattes.
"Bruder Andrias, du machst das" sagte er und beobachtete dann mit Argusaugen, ob der Lehrling alles richtig machte.
"Etwas lockerer", korrigierte er ihn und Andrias fuhr nickend und schwitzend fort.

"Sehr gut", lobte ihn Schwester Susanna und Bruder Korvinius nickte dazu.
Die restliche Wunderversorgung übernahm Bruder Korvinius wieder. Eileen bekam noch einen Verband um den Oberkörper gelegt und wurde dann ins Krankenbett getragen, wo sie die Narkose ausschlafen konnte.

Bruder Andrias und Schwester Susanna, reinigten die Operationsliege und die Bestecke, während Bruder Korvinius die Kommandantur in Kenntnis setzte.
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Rashmikael Morgenbringer
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"Lord"
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<Fraternitas Lucis>

Beiträge: 641

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Titel: Verfasst am: 23. März 2017, 19:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Auf dem Ordensgelände herrschte das übliche Gewusel, Werken und Arbeiten der Ordensgemeinschaft.

Gegen 4.30h waren die ersten Brüdern und Schwestern unterwegs, zu ihren diversen Stalldiensten. Danach folgte, wie jeden Tag, die Frühmesse. Anschließend wurde das Frühtraining durchgeführt und danach erst gab es Frühstück.

Wie üblich ging dann jeder Bruder und jede Schwester den jeweiligen Tätigkeiten nach für die sie eingeteilt waren oder die ihrer Berufung entsprachen.

Der Bau des dritten Hauses nahm Gestallt an. Die Dachbalken waren mittlerweile alle gezogen und das Gestühl stand. Ein kleines Richtfest würde am Wochenende abgehalten werden und dazu würde man grillen und auch das ein oder andere Fäßchen Klosterbier öffnen. Schließlich war am Sonntag Fastenbrechen erlaubt.

Gäste aus Arathi waren ebenfalls eingetroffen. Lady Chloes Eltern waren mit einem kleinen Tross an Wachmännern und einer Mistress Yeats angereist. Schließlich stand die Hochzeit vor der Türe.

Eileen hatte sich von dem ersten Schreck und der Verletzung soweit erholt, dass sie wieder auf den Beinen war und ihre Studien wieder aufgenommen hatte. Dank der Naht am Rücken war Training und auch Krankenbetreuung derzeit noch tabu für sie. Somit konnte sie immerhin alle Berichte vervollständigen und sich über die "Kirche im Kleinen" Gedanken machen.

Von den Stallungen hörte man die Tage immer wieder die Gesangsstimme von Schwester Roselyn, die lordaeronsche Lieder übte.

Spaziergänger und Besucher konnten sehen, dass die Frühlingsblumen in den Blumenbeeten rund um die Häuser blühten, die Felder gedüngt und gepflügt worden waren und alles seinen geregelten Gang ging.

Gegen Nachmittag hörte man von Trainingsgelände her das Geklirre und Geklapper der Waffen. Wachen patrouillierten immer noch verstärkt die Grenzen.
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Édward of Caernarvon
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"Pater"

<Fraternitas Lucis>

Beiträge: 213

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Titel: Verfasst am: 10. Apr 2017, 18:03 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Das Dach des neuen Gebäudes war bereits gedeckt und man hört im Inneren das Wirken der Handwerker und jener Brüder und Schwestern, die am Bau maßgeblich beteiligt waren.

Auf dem Hof gab es allerhand an Arbeit und so kam es, dass viele Brüder und Schwestern derzeit schwer beschäftigt waren. Die Äcker wurden vorbereitet und bestellt, im Kräutergarten gab es viel Arbeit und auch die Blumenbeete wollten gepflegt werden.

Alles ging seinen geordneten Gang im Kloster und die üblichen Arbeiten nahmen ihren alltäglichen Lauf. Waffentraining kam auch nicht zu kurz und das Armenhaus hatte Großputz. Hier wurde mit den Bewohnern geschrubbt, gewienert und gelüftet.
Leider war das Armenhaus am Kanal immer noch sehr voll belegt, obwohl manche Schützlinge untergebracht werden konnten. Doch wo zwei Plätze frei wurden, rückten 3 nach.

Neuankömmlinge wurden entfloht, gesäubert und bekamen frische Kleidung. Das alte Zeug wurde entweder gewaschen oder gleich verbrannt, wenn es nicht mehr zu retten war.

Das Armenhaus stand unter dem strengen Regime von Bruder Archibald und Schwester Brunhilda. Beide waren älteren Semesters und hatten gemeinsam in mehreren Kriegen gekämpft. Zucht, Ordnung und Disziplin waren ihren Devisen.
Aber ihr Regime hatte den Vorteil, dass die Regeln den Leuten halfen wieder Fuß zu fassen und sie begannen sich zu integrieren und selber wieder mehr Wert auf sich und ihr Tun zu legen. Die Tugenden wurden streng genommen und falsches Mitgefühl suchte man bei Bruder Archibald und Schwester Brunhilda vergeblich.

Bruder Comgall und Schwester Isadora boten Lesen und Schreiben für Kinder oder auch Erwachsene an, um ihnen so bessere Chancen zu ermöglichen.
Vor einigen Wochen hatte das Armenhaus eine ehemalige Bedürfitge als Köchin eingestellt und so wurde auch Schwester Frigga und ihre Kochbrigade ein wenig entlastet.
Da Lady Chloe nun als freiwillige Hilfe weggefallen war, da sie sich vermählt hatte und sich derzeit in den Flitterwochen befand, hatte Prior Edward ans Partner-Kloster zum Berge geschrieben.

Mit Freude las er nun die Antwort, dass vom Frauenkloster der Heiligen Mereldar eine Schwester Bridget liebend gerne zum Orden nach Sturmwind kommen würde, um Schwester Frigga helfend unter die Arme zu greifen.

Als er in die Küche kam, um Schwester Frigga die frohe Nachricht zu überbringen stand die kleine Person auf ihrem Kochschemel und rührte in einem riesigen Kessel die Suppe für den morgigen Tag um.

Nach all den Monaten mit Training und Essensumstellung, war die einstmals sehr dicke, kleine Person zu einer Frau mit hübschen Rundungen geworden. Die langen Haare, waren wie üblich zu dicken Zöpfen geflochten und eine Haube verhinderte, dass Haare störend ins Gesicht oder ins Essen hingen.

Die große Klosterküche war beseelt mit arbeitenden Händen und hier und da klapperte Geschirr.
Edward entschloss sich die Geschäftigkeit nicht zu unterbrechen. Leise schloß er die Türe und ging nach draußen. Das Wetter war herrlich. Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Perfekt also!

Mit ausladenden Schritten ging er in Richtung Brauerei. Dort musste der Bewässerungsgraben ja noch verbessert werden. Er pfiff freudig vor sich hin und krempelte die Hemdsärmel hoch.
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"Gebt mir eine Schaufel ..."
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Eileen Morgenbringer
Forscherliga



"Lady"
Professritterin/AiPler/Schülerin
<Bruderschaft des Lichts>

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Titel: Verfasst am: 4. Mai 2017, 12:48 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eileen schleppte kistenweise die Arzneien vom Arztzimmer im Haupthaus zum neu eingerichteten Krankenbereich im dritten Gebäude.

Zwar war hier in den oberen Stockwerken noch der Innenausbau in vollem Gange und man hörte hier und da hämmern, dennoch war das Erdgeschoss bereits bezugsfertig und so sah man fleißige Brüder und Schwestern bei der Einrichtung eben jener Räumlichkeiten.

Das Erdgeschoß bot viel Licht im Inneren, durch die großzügigen Fenster. Das Scriptorium wurde von Bruder Cainneach in Augenschein genommen und man sah den obersten Scriptor strahlend durch die Räumlichkeiten gehen und hier und da Anweisungen erteilen.

Eileen stellte Andrias eine Kiste vor die Nase und deutet auf eine der Vitrinen. "Die hier kommen alle dort rein", sagte sie und lugte zum großen Krankenzimmer hinein.

Im Inneren wurden gerade die Betten aufgebaut. Eileen winkte Oderike zu, die gemeinsam mit Bruder Edwin ein Bett am zusammenbauen war und gerade lauthals fluchte und dann den Bruder, der was gesagt hatte, kurz komisch ansah, brummte und dann lachte.

Eileen grinste und drehte sich wieder um.

"Ich geh dann nochmal", meinte sie zu Andi und huschte aus dem Raum, wo sie fast mit Bruder Thomas zusammenstieß der gerade Holz für weitere Betten hereintrug.

"Obacht", brummte der und zwinkerte Eileen zu. Die grinste nur und eilte weiter. Schließlich gab es noch genug zu tun.
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Erlaube deinem inneren Licht zu erstrahlen. Hell und leuchtend wird es dir deinen Weg durch die Dunkelheit weisen.
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Rashmikael Morgenbringer
Forscherliga



"Lord"
Lichtbringer/Kommandant
<Fraternitas Lucis>

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Titel: Verfasst am: 5. Mai 2017, 11:48 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die Arbeiten an den Häusern gingen weiter voran.

Räume, die zuvor im Haupthaus genutzt worden waren, wurden nach und nach aufgelöst und verlegt. Danach mussten sie gesäubert und zum Teil renoviert werden für künftige Zwecke.

Die Rüst- und Waffenkammern waren nach dem Arztzimmer dran. Jeglicher Inhalt der Kammern wurde zum neuen Bestimmungsort verbracht. Im neuen Haus diente dafür der Großteil des Kellergeschosses.

In den frei werdenden Räumlichkeiten im Haupthaus sollten nun die Haushaltswaren gelagert werden. Bettwäsche und alles was sonst noch von Nöten war, würde dort die Räumlichkeiten beziehen.

Schwester Rodwina war bereits Feuer und Flamme dafür und ihr konnte es nicht schnell genug gehen, dass die Kammern frei geräumt wurden. Mikael stellte sich mit einem leichten Schmunzeln hinter die rüstige Schwester mit ihrem stahlgrauen Dutt und neigte sich zu ihr runter, "Geduld, Schwester, Geduld" raunte er ihr zu und die Schwester zuckte ertappte zusammen und blickte zu Mikael hoch.
Jener lächelte und zog sie ein Stück aus dem Weg, als ein Berg von Rüstung ächzend auf sie zugewankt kam. Nur das Knurren verriet, dass da wohl Schwester Oderike mal wieder versuchte ihren eigenen Sturheitsrekord zu schlagen.

"Ich hab gerade gesehen, dass im Neubau alles drunter und drüber zu gehen scheint mit der Ordnung", meinte er beiläufig. Damit erreichte er exakt das, was er gehofft hatte. Schwester Rodwina schoß an dem Berg aus Rüstung vorbei, brachte jenen stark ins Wanken und die Person darunter ebenfalls.
Ein nicht gar jugendfreies Fluchkonzert startete als der Berg an Rüstung nicht mehr zu Bremsen war und in lautem Getöse sich über den Flurboden verteilte.

Bevor er selbst noch Zielscheibe des schwesterlichen Zorns wurde, trat Mikael den Rückwärtsgang in das Büro der Kommandantur an und schloß die Türe.
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