Nachtliga-Forum Nachtliga-Forum
Das Rollenspielforum für die Forscherliga, die Nachtwache und unsere verbundenen Realms
www.Forscherliga-Forum.de
www.Nachtliga-Forum.de
 
 Kalender  FAQFAQ  ImpressumImpressum & Datenschutz  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  BenutzergruppenBenutzergruppen  RegistrierenRegistrieren  ProfilProfil  EinstellungenEinstellungen  CharakterCharakter  private Nachrichtenprivate Nachrichten  LoginLogin 

Offenes Training der Schwanengarde (Sturmwind)
Ereignis vom 19. Nov 2018, 20:00 bis zum 19. Nov 2018, 22:00
Autor: Alynia Antworten: 0

Offenes Training für alle:

Im 2-wöchentlchen Turnus

Location ist in Sturmwind und naher Umgebung (wie Elwynnwald) und wird jedesmal am Trainingsabend bekanntgegeben
KalenderKalender
Mi 14 Nov 2018
Do 15 Nov 2018
Fr 16 Nov 2018
Sa 17 Nov 2018
So 18 Nov 2018
Mo 19 Nov 2018
Thema Offenes Trainin...
Di 20 Nov 2018
Heute ist der 15. Nov 2018, 19:37
 Forum-Index » Rollenspiel » Sturmwind und die umliegenden Territorien, Khaz Modan » Scharlachrote Faust » Schauplätze des Geschehens
Im Arathi Hochland bei der 4. Lanze
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Seite 3 von 3 [37 Beiträge] Das Thema als ungelesen markieren ::  Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
Gehe zu Seite: Zurück 1, 2, 3
Autor Nachricht
Cedric Avery
Forscherliga



"Unruhestifter mit Stil"
Ordensbewahrer
<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 105

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 30. Aug 2016, 12:09 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Unter einem schmatzenden Geräusch Steckte Cedric zwei seiner Finger in die blutende Wunde eines Allianzsoldaten. Der Schrei des sich aufbäumenden Patienten übertönte das Geräusch. Auf einen Handwink Cedrics packten zwei Helfer den Soldaten und drückten ihn zurück auf den Behandlungstisch, einem von beiden stand der Schreck dabei ins blasse Gesicht geschrieben. Rene Layford war ein junger, tapferer Bruder der vierten Lanze, doch erlebte er momentan wohl zum ersten Mal den Krieg in seinen schrecklichsten Facetten.

Cedric pulte konzentriert in der Wunde und wollte gerade mit einer Pinzette das Schrapnell, welches sich in den Bauch des Soldaten gebohrt hatte, entfernen, als die Schreie verstummten. Cedric legte zwei Finger an den Hals des Patienten um seinen Puls zu kontrollieren, doch leider war dem tapferen Soldaten nicht mehr zu helfen.

"Todeszeitpunkt.... 09:40", Cedric warf beiläufig einen Blick auf die Uhr.

"Bringt ihn raus."

Rene und der andere Bruder schauten sich in die Augen und hielten den Soldaten noch immer fixiert am Tisch. "RAUS!", donnerte Cedric, ehe die beiden den Gefallenen raus brachten. An einem Tuch säuberte er seine blutigen Finger, bis die Zeltwand vom Lazarett erneut bei Seite geschoben und der nächste Verletzte hineingebracht wurde. Seit der Invasion arbeiteten die Brüder und Schwestern im Lazarett im Akkord.

Cedric sortierte gerade sein Operationsbesteck, als ein dumpfes "Dae'mon...Lok'Narash....Lok....Narash..." hinter ihm zu vernehmen war. Kalt fuhr es Cedric den Rücken runter, ehe er sich blitzschnell umdrehte und einen Orc auf seinem Behandlungstisch erblickte. Die Brüder, die ihn hineingetragen hatten, starrten allesamt Cedric an und waren mit dieser Situation wohl ebenso unzufrieden wie er.

"Licht... Seid ihr...Was soll das?"

"Auf Anweisung des Allianzgenerals..."

"Das ist doch Wahnsinn!"

"Dann lass ihn eben sterben, Joker..."

Cedric starrte dem verletzten Orc in die blutunterlaufenen Augen, welcher das Starren erwiderte und immer wieder leise "Dae'mon...Dae'mon....Lok'Narash.." raunte. Unsicher wanderte Cedrics Blick zu denen seiner Geschwister und schließlich an ihnen vorbei, aus dem Lazarett hinaus und traf auf den von Harlon. Der Blick des alten Ordensritters war eindeutig. Du hast Befehle, Grünschnabel. Doch selbst dem treuen Harlon schien dieser zu missfallen.

"Nun gut"... Murmelte Cedric vor sich her und legte die schweren Wunden des Orcs frei. Doch irgendetwas stimmte nicht. In der triefenden Wunde des ungewünschte Patienten bewegte sich etwas und schien ihn anzustarren. Den Bruchteil einer Sekunde starrte er verdutzt in die Augen dieses Etwas und bevor auch nur die Chance bestand zu reagieren schoss ein grünes, wurmartiges Wesen aus dem Orckörper hinaus und verbiss sich in Cedrics Arm. "DAE'MON!" brüllte der Orc und packte Rene, welcher in seiner Reichweite stand und schleuderte ihn in die Gruppe scharlachroter, welche zum Schutz im Lazarett blieben. Chaos brach aus. Mit unnatürlicher Stärke packte der Orc nun auch Cedric und schleuderte ihn kurzerhand in ein Regal. Glas zerbrach, Holz splitterte und alles was nicht niet- und nagelfest war, wurde von dem, ganz offensichtlich besessenen, Orc zerstört oder umgeworfen.

Panisch zog Cedric an dem Parasiten und versuchte ihn recht erfolglos loszuwerden, während sich die anderen Scharlachroten im Zelt aufrappelten und ungeordnet ihre Waffen zogen. Unter einem Markerschütternden Schrei zerteilte der Orc den Behandlungstisch mit einem einzigen Schlag in zwei Hälften.

Doch so unerwartet das alles passierte, so endete es auch wieder. Wie aus dem nichts schoss ein gleißender, greller Blitz in das Lazarett und traf auf den Orckörper, welcher sich daraufhin jämmerlich kreischend auf dem Boden windete und schließlich mit unnatürlichem Gesichtsausdruck und qualmend aufhörte sich zu bewegen. Der Parasit an Cedrics arm verpuffte ebenso und quietschte vorher kurz auf.

Erschrocken wanderte der Blick von Cedric und den anderen durch das völlig zerbärstete Lazarett, ehe Charlotte Großherz im vollem Paladinornat mit ruhigem Schritt jenes betrat. Die Kapuze wurde kurzerhand nach hinten geworfen und die Maske heruntergenommen.

Mit völlig ruhiger Stimme sprach sie zu den Ihren: "Meine lieben Streiter... Der Feind ist tückisch. Er lauert überall. Ihr müsst eure Sinne schärfen und weise abwägen, wie ihr handelt." Lächelnd schaute sie jedem einzelnen ins Gesicht und sagte mit gefestigter, aufmunternden Stimme: "Vertraut auf das Licht, es wird uns zum Sieg führen. Und nun... Bereinigt doch bitte diese Unordnung"...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Cedric Avery
Forscherliga



"Unruhestifter mit Stil"
Ordensbewahrer
<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 105

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 29. März 2017, 13:30 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Gemeinsam mit Dr. Terminus besprach Cedric noch einige letzte Details, die jeden Nichtmediziner sicher langeweilen würden. Auf dem Weg vom Lazarett zu seinem Pferd Marengo warf der müde Feldscher einen Blick zu den Gräbern, die hier bei der Vierten viel zu oft ausgehoben werden müssen und seufzte leicht.

Heimkehren nach Weststrom. Auch wenn die Zeit bei der Vierten durchaus hart war, war sie vor allem eines: Lehrreich.

Nahezu täglich musste Cedric hier unter Beweis stellen, was Danee ihm in einer bisher viel zu kurzen Ausbildungszeit beigebracht hatte. Aber er beherrschte sein Fach. Dr. Terminus war begeistert, wie viel Herzblut Cedric in seine Ausbildung steckte und lies beste Grüße an Danee ausrichten. Im gemäßigtem Schritt trug Marengo seinen Reiter an den Rand des Lagers.

"Dann...." Harlon drehte sich ihm nicht einmal zu, das nicken war so knapp, dass man genau hinsehen musste um es wahrzunehmen.

"Tschüss, mein guter Bruder! War schön mit euch! Alles Gute und beste Wünsche für die Zukunft!", Cedric grinste und winkte wild, den Schalk im Nacken sitzend, was Harlon nun doch dazu veranlasste sich nach dem Feldscher umzudrehen.

"Avery. Wenn ihr glaubt, dass d.... AVERY!", doch da gab Cedric Marengo schon lachend die Sporen und galoppierte in Richtung Süden.

Leider hatte er keine Möglichkeit, Charlotte vorher noch persönlich zu treffen, aber irgendwo ganz weit oben auf Ihrem Briefwolkenkratzer fand folgende Nachricht ihren Platz:

Licht zum Gruße, Schwester!

Ich danke Euch vom ganzen Herzen für die interessante Zeit
hier oben, es war schön der Heimat noch einmal so nahe
gewesen zu sein. Ich habe viel gelernt, Dr. Terminus ist ein
begabter Mediziner.

Die Brüder und Schwester der Vierten Lanze werden auf Ewig
einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Ich wünsche Euch alles Gute.

Auf baldiges Wiedersehen,

Cedric Avery
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Navarr Issa McShain
Forscherliga




Ordensdiener 4. Lanze
<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 11

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 30. Jun 2017, 15:04 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es war ein wunderbarer Tag. Ein schöner Tag. Ein strahlender Tag! Man konnte die Umrisse der Sonne sogar für länger als eine halbe Stunde hinter den grauen schweren Regenwolken erkennen. Das war mehr als im ganzen letzten Monat!

Issa schwang die Beine von der Pritsche, packte den ersten Stiefel undd kippte ihn mit der Gewohnheit von endloser Routine aus. Ein Schwall Regenwasser begrüßte ihn freundlich. Dann der zweite Stiefel, doch ehe er den auskippen konnte lugte ein pelziger Kopf aus einem kleinen Loch im Boden neben seinem Fuß. Es fiepte und piepte empört, eine klatschnasse, beschnurrhaarte Schnauze wackelte erbost ehe im ein graupelziges, nicht minder klatschnasses Hinterteil gezeigt wurde, das kurz darauf wieder im Loch verschwand. Issa zuckte mit den Schultern und kippte auch den zweiten Stiefel aus, wenn auch auf der anderen Seite der Pritsche.

Er warf sich sich eine alte Jacke über die Schultern, zog den Gürtel ein Loch enger und trat ins Freie. Wie jeder andere im Lager bestand seine Kleidung nur zur Hälfte aus Stoff und Rüstung. Die andere Hälfte waren mehrere Schichten Schlamm, der gerade an Knien und Ellbogen nicht mehr zu entfernen war ohne den Stoff darunter zu zerreißen. Zwischen den Zelten waren dutzende Leinen gespannt um nasse und klamme Kleidung zum Trocknen aufzuhängen. Neben Stiefeln lagen regelrechte Hügel von Schlammklumpen, die von den Sohlen abgebrochen worden waren.

Die Pfade zwischen den Zelten waren bei Regen reine Rutschbahnen, aber jetzt, im trockenen Zustand, waren es knöchelbrechende Buckelpisten, abgesehen vom Waschplatz, wo zwischen den Zelten mehrere Waschbottiche standen, um die sich die dienstfreie Schicht der 4. Lanze scharte, einige mit Rasierzeug in den Händen und Seife im Gesicht. Issa hielt auf den nächstenbesten Bottich zu und tauchte den Kopf einmal tief ins Wasser, doch ehe er wieder auftauchen konnte drückte ihn eine Hand nochmal tiefer hinein. Laut prustend tauchte er auf und sah sich um.

Neyl stand direkt neben ihm ind grinste breit. "Ah, da Issa ja!"

Er ächzte und verdrehte gespielt die Augen ein wenig. "Wahnsinn. Den hab ich ja noch nie gehört."

Ein Seifenstück flog zielgerichtet auf Neyls Kopf zu, der wehrte mit einer Hemdrollenvorderhand aus der Diagonale ab und befördete es ins Abseits neben Patrick. Patrick wiederum verpasste dem Stück einen soliden Tritt, beförderte die Seife wieder in den kritischen Luftraum über die Wachbottiche, wo es überraschend durch Handspiel aufgehalten und aus dem Spiel genommen wurde. Harlon, der Ordensritter der 4., war gefühlt aus dem Nichts aufgetaucht und positionierte die Seife mit Nachdruck auf den Rand des nächsten Waschbottichs.

"Zwei Minuten."

Mehr sagte er nicht. Musste er auch nicht, denn kurz darauf ertönte ein lauter Pfiff und ein kurzes dreifaches Schlagen gegen ein altes Hufeisen aus einem der größeren Zelte und ein gemeinschaftliches freudigen Gröhlen antwortete. Frühstück war fertig. In einem nicht zu erwartenden Tempo und mit erschreckender Effizienz wurde zuende gewaschen, getrocknet, angezogen und weggeräumt. Zwei Minuten später saßen sie versammelt im großen Zelt, auf lange Bänke verteilt, die langen Tische gedeckt mit Schüsseln mit Brot, Tellern mit Hartwurst- und Käsestücken und über allem hing der verräterische Duft großer Kessel voll Haferbrei.

Es dauerte keine halbe Stunde bis das Essen restlos verschwunden war und man über das Lager die vertrauten Geräusche von Bürsten und Schleifsteifen hörte, die ihre Arbeit machten. Issa hockte mit Neyl und Gwydion zusammen in einer Ecke und stemmte verhärtete Schlammbrocken von den mobilen Mörsern, die sie gerade als Leihgabe zum Einsatz aus Eisenschmiede im Lager hatten. Neben ihnen waren andere damit beschäftigt, Munitionspackungen zu sortieren, verschmutzte zu reinigen und neuzuverpacken. Etwas weiter wurden Feldspaten geprüft und repariert und zwischen allen wandelte ein Doktor Terminus, der gerade dem jungen Rene beibrachte, Verbände zurecht zu schneiden und korrekt zu wickeln.

"Noch drei Stunden und meine Stiefel werden sogar wieder trocken. Schöne Scheiße, Schwimmhäute taugen nix an Land", scherzte Neyl.

Issa setzte gerade an ihm widersprechen als ein verräterisches Pfeifen die Luft erfüllte. Instinktiv gingen alle sofort auf den Boden, legten sich flach auf den Bauch, Hände über die Köpfe. Keine drei Atemzüge später explodierte das Zelt neben ihnen in eine Mischung aus Stoffetzen, Holzsplitter und Dreckklumpen.

"AUF DIE POSITIONEN MEINE DAMEN! DIE KNOCHEN WOLLEN SPIELEN!" brüllte Harlon durch Lager. Wo alle anderen lagen und Deckung suchten stand er aufrecht ohne eine Spur von Vorsicht mitten zwischen ihnen. Ein guter Schütze hätte ihn perfekt erledigen können, dachte sich Issa, aber Licht liebte diesen Bastard und verschonte ihn schon seit der erste Orc einen Fuß in ihre Welt gesetzt hatte.

"JA SIR!" brüllten zwei Dutzend Kehlen und die Mörser erwachten zu Leben.



Zuletzt bearbeitet von Navarr am 11. Dez 2017, 15:31, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Charlotte
Forscherliga







Beiträge: 25

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 30. Jun 2017, 15:36 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Charlotte saß am Schreibtisch und stempelte die Morgenpost im Rhythmus der Einschläge, dazu summte sie eine militärisch korrekte Melodie bis ihr Adjutant eine Braue hob und sie aus den Augenwinkeln anstarrte. Das tat er oft, wenn sie sonderlich wurde und mit stetig zunehmendem Alter ihrerseits stieg auch die Zahl verwunderter Ausdrücke seinerseits.

"Wenn du dein Gesicht so verformst, siehst du später genauso schrumpelig aus, wie ich", befand sie ohne aufzusehen.

Für einen kurzen Moment war sich das Gesicht des Mannes uneinig, was es darauf mimisch zu entgegnen hätte und durchlebte einen Augenblick chaotischer Zuckungen, bis es diplomatisch neutral zum Stillstand kam.

"Du brauchst nicht zu antworten, es gibt darauf keine richtige Antwort", fuhr sie großmütterlich fort.

Der Mann nickte.

"Fahr doch bitte schon einmal das Floß vor; es geht zu den Zwergen. Wir zwei werden Schuhe kaufen." Sie sah auf, nahm den Zwicker ab und lächelte ihren verblüfften Offizier an. "Die Pferde, ich meine die Pferde."

Er zuckte zusammen, nickte eilig und stiefelte aus dem Zelt, während Charlotte dem letzten Brief eine Notiz beifügte und unter infernalem Mörsergetöse von draußen mit einem Stempel abschloß.

... und deshalb nehme ich mir die Freiheit unsere zwergischen Verbündeten aufzusuchen, um das Problem der Besohlung in Verbindung mit den Wetterverhältnissen endgültig zu lösen....
_________________
"Die Vergangenheit kann nicht geheilt werden." — Queen Elizabeth I.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Inneke Grietje van de Flierdt
Forscherliga



"Sanft gedrückte Kröte"

<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 1708

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 10. Nov 2017, 09:16 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein aufgeregter Gardist stürmte das Zelt Charlottes, die eben in ihrem Haferbrei stocherte und Fliegen auf dem obligatorischen Beiteller sortierte.

"Sie haben... sie... er ist... sie..."

Die Chevalier legte dankbar den Löffel in die Schüssel und klopfte dem atemlosen Gardisten auf die Schulter, als sie das Zelt verließ.

Die Augen angstvoll verdreht, die Ohren in Aufruhr und mit Hufen und Kopf um sich schlagend gebärdete sich ein Pferd, umringt von Ordensmitgliedern, einer mehr als der andere bemüht Herr der Lage zu werden. Auf dem Sattel, wohl verschnürt, ein weiteres, nicht mehr agiles Ordensmitglied. Etliche Pfeile und Objekte anderer Waffengattungen versicherten, daß dieser Mann nicht mehr aufstehen würde.

.....

Als Charlotte mit standhaftem Schritt das Lager durchmaß, staunte sie nicht schlecht, als ein aufgebrachtes Pferd knapp vor ihr vorbei preschte und ihr die Schüssel Haferbrei aus der Hand schlug.

Ein Zelt stoppte den wilden Ritt und ein einfühlsamer Mensch konnte das Tier beruhigen. Der kürzlich verstorbene Reiter, gespickt mit Relikten trollischen Humors, war auf den Sattel gebunden.

Sie beobachtete mit faltenreicher Miene das Geschehen, öffnete den Mund, um etwas äußerst Lautes loszuwerden, da stand bereits ihr Adjutant neben ihr, den Notizblock in der Hand. Charlotte sah ihn stirnrunzelnd an.
"Das ist nicht normal...weißt du das?"
Der Mann grinste.
"Bring mir von Richwin. Wir brauchen scheinbar einen besonderen Soldaten, um die Post bis Weststrom zu bringen. Sorg dafür, daß sie informiert ist."
Sie musterte den Aufruhr im Lager.
"Und neuen Hafer... ach was, ich hol mir einen Kaffee."
_________________
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Navarr Issa McShain
Forscherliga




Ordensdiener 4. Lanze
<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 11

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 11. Dez 2017, 16:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es war ein wunderschöner Tag in Arathi. Die Wolken berührten ausnahmsweise mal nicht den Boden und man konnte weiter als einen Steinwurf sehen. Das Gras zeichnete sich sogar unter den braunschlammigen Pfützen ab, teilweise sogar in Grün! Die ersten Frostkristalle hatten sich in der Nacht gebildet, waren aber gegen Mittag auch schon wieder verschwunden. Im Laufe des Tages hoben sich die Wolken sogar noch weiter, das triste Dauergrau wandelte sich allmählich in freundliches Weiß. Die Luft war sauber und ab und an hörte man sogar ein paar Vögel zwitschern. Es war also fast noch Sommer!

Issa hatte sein Gewehr geschultert und patroullierte gemeinsam mit Neyl auf der Straße, die in Richtung Sumpfland führte. Gut. Straße war jetzt ein zu positives Wort für diese Ansammlung von Spurrillen im Matsch, welche in erster Linie auch nur durch fehlenden Bewuchs auffielen. "Regulär genutzte Logistikstrecke", kurz RGLS, war weitaus zutreffender. Und so angenehm das Wetter auch war, der Anlass war es weniger.

Vor zwei Tagen waren zwei Kuriere aufgebrochen, die mit Bestellungen und einem großen Sack Post nach Eisenschmiede wollten. Für gewöhnlich war die Strecke nur bedingt gefährlich, führte sie doch nicht nur näher an Stromgarde, was die Verlassenen eher mieden, sondern führte zusätzlich auch noch weit weg von den Posten der Horde. Dann aber, am Morgen des Tages, war Patrick kreidebleich wie ein Bettlaken ins Hauptzelt getorkelt, wo die Mannschaft gerade am Frühstücken war, und hatte Chevalíer Großherz ein Papier auf den Platz gelegt. Issa hatte zuweit weg gesessen um es zu erkennen, aber das Raunen in den Reihen vor ihm und die auf den Tisch geschmetterte Faust von Harlon wischte alle Zweifel weg. Das zerknüttelte und mitleiderregend desolate Stück Papier, das da lag, war einer der Briefe, die ihr Ziel nicht erreicht hatten. Patrick hatte berichtet, dass er den Brief beim morgendlichen Kontrollgang aus einem Schlammloch südöstlich vom Stützpunkt gefischt hatte.

Nun waren sie sie hier, so wie auch weitere Zweiertrupps in einigem Abstand zu ihnen, und suchten den Rest.

Die Dämmerung brach langsam an und gerade, als die Trupps zurückkehren sollten, erstarrte Neyl und deutete an den dusteren Wegesrand. Issa spürte, wie sein Herz einen Schlag aussetzte, nur um dann panischer weiterzuschlagen. Sieh hätten es beinah für Büschel toten Grases gehalten, das bleich zwischen moosüberwachsenen Steinen wuchs, doch beim näheren Herangehen erwachte des Moos als Fliegenschwarm zum Leben und erhob sich als dunkle Wolke. Darunter erkannten sie die sterblichen Überreste eines Pferdes, dessen zum Teil blankgenagten, aufgebrochenen Rippen in den Abendhimmel zeigten. Der Sattel war noch immer um seinen ausgeweideten Leib geschnallt und in dem sichtbaren Steigbügel steckte noch der Stiefel ihres Kamerades. Die Frage, ob es nur der Stiefel war, oder mehr, wollte sich keiner von beiden stellen.

Issa hielt sich sich ein Tuch vor den Mund während Neyl damit beschäftigt war, die Leichen genauer zu untersuchen, was er aber bald schon wegen der beginnenden Dunkelheit abbrechen musste. Schweigend sammelten sie die Reste ein, was sie tragen konnten. Fetzen eines Wappenrocks, eine Gürtelschnalle, die einige SChritt weit lag, eine Satteltasche, deren eine Hälfte komplett zerfetzt, die andere aber unversehrt und noch immer mit Post gefüllt war.

Schweigend und mit eiligen Schritten kehrten sie zurück ins Lager. Auf Fackeln verzichteten sie um nicht als einziger heller Punkt in der Landschaft die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Im Lager selbst stellte sich heraus, dass der zweite Kurier keine fünf Minuten entfernt vom ersten gefunden worden war, in ähnlichem Zustand. Und gerade, als die 4. Lanze meinte, es könne kaum noch schlimmer kommen, klatschte etwas dumpf und schwer auf das Dach von Großherz' Zelt. Die Versammelten verharrten kurz, doch nichts geschah. Gespenstische Stille lag über dem Lager der 4. Lanze als jeder auf weitere Zeichen von feindlicher Aktivität lauschte - doch nichts.

Auf ein Nicken (und einem kräftigen Klaps gegen den Rücken) von Harlon hin nahm Issa eine Laterne und sah nach, was da aus dem Nachthimmel gefallen war. Er wünschte sich innerlich, er hätte es nicht getan, denn gerade, als er die tote Brieftaube des Ordens erkannte und sie vom Zelt fischen wollte, hallte ein alarmierender Ruf über das Lager und eine weitere Ladung toter Tauben stürzte auf seine Position hinab.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Charlotte
Forscherliga







Beiträge: 25

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 20. Okt 2018, 20:45 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es krachte, Staub rieselte vom Zeltdach auf den Schreibtisch und das Stoffhaus verlor auf einer Seite seine Spannung, als sich ein Teil der Umgebung verflüchtigte, den Hering mit nahm und als Dreckregen wieder herunter kam. Charlotte sah von ihrem Brief auf und seufzte. Dann brach sie das Schreiben mitten im Satz ab, nahm ein neues Blatt und setzte eine knappe Notiz darauf.

Marschall Bodkin!
Müssen uns nach Stromgarde zurückziehen. Details folgen.
Großherz


Ihre rechte Hand in Form eines hoch gewachsenen, dürren Mannes mit schiefer Nase, hielt sich noch immer ein Notizbuch über den Kopf und wartete auf ein Ende des durch feindliche Truppen motivierten schlechten Wetters.

"Zieh dir deine Wanderstiefel an, wir rücken ab", damit stand sie auf, drückte einem vorbei eilenden Gardisten den Brief in die Hand und ging packen.
_________________
"Die Vergangenheit kann nicht geheilt werden." — Queen Elizabeth I.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Seite 3 von 3 [37 Beiträge] Gehe zu Seite: Zurück 1, 2, 3
Das Thema als ungelesen markieren ::  Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
 Forum-Index » Rollenspiel » Sturmwind und die umliegenden Territorien, Khaz Modan » Scharlachrote Faust » Schauplätze des Geschehens
Gehe zu:  

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst keine Kalendereinträge in diesem Forum erstellen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group
Powered by CBACK RPG Tools
Deutsche Übersetzung von phpBB.de


World of Warcraft™ and Blizzard Entertainment® are all trademarks or registered trademarks of Blizzard Entertainment in the United States and/or other countries.
These terms and some related materials, logos, and images are copyright © Blizzard Entertainment.
This site is in no way associated with Blizzard Entertainment®.