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Offenes Training der Schwanengarde (Sturmwind)
Ereignis vom 19. Nov 2018, 20:00 bis zum 19. Nov 2018, 22:00
Autor: Alynia Antworten: 0

Offenes Training für alle:

Im 2-wöchentlchen Turnus

Location ist in Sturmwind und naher Umgebung (wie Elwynnwald) und wird jedesmal am Trainingsabend bekanntgegeben
Offene Lehrstunde
Ereignis vom 21. Nov 2018, 20:00 bis zum 21. Nov 2018, 22:00
Autor: Aveline Antworten: 0

Das Licht mit Euch!

Für Interessierte findet am 21. November am Pavillon hinter der Kathedrale eine Lehrstunde statt.

Beginnen wird die Veranstaltung zum achten abendlichen Glockenschlag.

Themenpunkte:

- König Anduin Wrynn
- Zwische
KalenderKalender
Sa 17 Nov 2018
So 18 Nov 2018
Mo 19 Nov 2018
Thema Offenes Trainin...
Di 20 Nov 2018
Mi 21 Nov 2018
Thema Offene Lehrstunde
Do 22 Nov 2018
Fr 23 Nov 2018
Heute ist der 18. Nov 2018, 05:16
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Lehen - Die Motte Klarblick
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Weyland Klarblick
Forscherliga




Ordensjudikator


Beiträge: 90

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Titel: Lehen - Die Motte Klarblick
Thema Beschreibung: Der Turm auf der anderen Seite der Straße
Verfasst am: 10. Feb 2015, 17:33 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die Sonne steht über Elwynn. Nicht ganz so deutlich sichtbar, weil hinter Wolken versteckt, aber es ist trotzdem einer dieser klaren kalten Wintertage, wo gar nicht viel fehlt, dass man von 'gutem Wetter' reden würde. Auf dem Wehrgang der Motte Klarblick steht ihr namensgebender Verwalter und überschaut seine Besitztümer.
Nicht, dass da viel wäre: Der Turm selber, ein paar Schritte Land zur Straße nach Westfall hin im Norden, ein wenig mehr im Westen hin zum Weststrom.

Nur der kleine Hof macht die Motte zu mehr als einem bloßen Wachturm: Zusammen mit der Motte wird er von der hölzernen Umzäunung vor Gnollen und Wildschweinen abgeschirmt, das Wohnhaus und der Geräteschuppen verschwinden, wenn die Sonne untergeht, halb im Schatten der Bäume.
Aber es ist ein anständiges Haus, gut instand gehalten und sicher nicht das Schlechteste, das im Elwynn steht. Bei seinem Rundgang hat Weiland sich einmal umgesehen- und sich fast augenblicklich zuhause gefühlt. Das Herzstück bildet die überraschend fest und sorgfältig gemauerte Herdstelle, die vor allem jetzt im Winter das Haus und seine Bewohner mit Wärme versorgt. Ebenso erfreulich: Ein massiver Tisch, groß genug für sicher acht Leute gleichzeitig- es sind zwar nur vier Stühle und zwei abegenutzte Schemel im Haus, aber trotzdem- Tisch ist Tisch. Ein großes Bett und zwei Regale komplettieren die Inneneinrichtung. Keine Reichtümer, aber ganz sicher nichts, wofür sich ein anständiger Mann schämen müsste, das ganz sicher nicht.
Auch der Geräteschuppen fällt so bescheiden wie zufriedenstellend aus. Die wichtigsten Werkzeuge sind allesamt vorhanden und noch zu gebrauchen, zumal nach einem Abend intensiver Pflege durch den neuen Landesherrn. Ein eiserner Ring in der Wand des Bretterverschlags lässt vermuten, dass hier auch einmal ein Hund sein Zuhause hatte. Alles in allem wirklich ein ansehlicher kleiner Hof.

Und nun?
Weilands Blick wandert nach Osten. Über Goldhain steigt Rauch auf. Natürlich. Goldhain lebt immer.
Wissen sie's schon?

Der junge Herr Klarblick von Klarblick brummt unzufrieden und stiefelt in seine Wohnräume, um sich die grauen Wände und die Roten Banner anzuschauen.
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Weyland Klarblick
Forscherliga




Ordensjudikator


Beiträge: 90

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Titel: Verfasst am: 16. Feb 2015, 19:04 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Abend auf dem Hof Klarblick. Das Wohnhaus ist gefegt, das Möbiliar steht in Reih und Glied, Feuerholz liegt gestapelt neben dem Kamin. Das Bett ist frisch aufgeschüttelt und wird durch zwei mit Stroh gefüllte Säcke ergänzt, die gerade daneben liegen. Noch ein letzter Blick in das Regal- es ist eigentlich alles da, was man in einem Haus braucht. Außer Leuten, die drin wohnen könnten. Und die sind ja hoffentlich bald da... Mal schaun. Mal schaun.
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Cathalan Lightblade
Forscherliga



"Baron von Weststrom"
Lord Chevalíer
<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 2611

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Titel: Verfasst am: 28. Feb 2015, 00:33 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Am frühen Morgen des 28. Februars treibt ein Getreidestängel kauernder Bursche mit Strohhut und geflickter Hose eine Herde von 10 Ziegen über die Hauptstraße der Baronie.

Der Fahrer der Postkutsche verfällt ein eine Fluchstaccato als er in letzter Sekunde die Zügel zurück reißen kann und sein gelb blaues Gefährt mit Posthornsymbol zum stehen bringt.

Der Bursche würdigt die Kutsche nur mit einem knappen Blick und einem lässigen Wink während er die kleine Herde über die Straße treibt und mit ihr gradewegs auf das Bauernhaus der Essmann's zusteuert.
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Inneke Grietje van de Flierdt
Forscherliga



"Sanft gedrückte Kröte"

<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 1709

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Titel: Verfasst am: 12. März 2015, 14:27 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Das Scheunentor flog auf und zwei bemannte Ziegen rannten auf das offene Feld nahe der Motte. Das Klappern der Nußschalenrüstungen konnte man über den ganzen Hof hören. Sie manövrierten die Ziegen rechts und links eines Zaunes auf die jeweils gegenüber liegende Seite. Jeder von ihnen hielt eine Bohnenrankhilfe in der Hand und streckte diese wie eine Lanze über den Kopf der Reitziege nach vorne aus.

"ES IST SO WEIT, DIE RITTER RIGOBERT UND REINHOLD SIND ZUM LETZTEN LANZENGANG ANGETRETEN!", plärrte einer der Jungs.
"Knappe! Mein Kürbis!"

Bettlin hüpfte vom Zaun und rannte los, in der Hand einen kleinen Zierkürbis mit einem Loch. Den pfropfte sie auf das Ende der Bohnenranklanze.
"Eh! Das ist mein Knappe!"
"Niemals!"
"Komm sofort rüber!"
"He, ich kann nicht so schnell."

Das Turnier der Edlen wurde jäh unterbrochen, um die Besitztümer zu klären. Und während die Zwillinge sich im Schlamm keilten und Bettlin selbst zum Ritter mit Zaun und Lanze aufstieg, fanden die Ziegen eine geeignete Beschäftigung, Ohr an Ohr und die Nasen im Gras.
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Faralda
Die Nachtwache







Beiträge: 9

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Titel: Verfasst am: 19. Jul 2016, 13:12 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

"Du hast also vor meine Enkelin in dein Haus zu holen? Unter dein Dach? Unter deinem Namen?", Großmutter Essmann baute sich vor Weiland auf, während der Rest der Familie aufgereiht hinter ihr stand.
"Es heißt "Ihr" und "Herr" oder "Sir, Mu...", merkte Mutter Essmann vorsichtig mit zaghaft erhobenem Finger an.
"Paperlapap, der Junge will in unsere Familie, da muß er ein ehrliches "Du" vertragen", wurde die Belehrende zusammen mit einer abwinkenden Hand unterbrochen.
Die Eltern sahen den Bittsteller besorgt an, die Zwillinge kicherten und Faralda hing am Halstuch ihrer Großmutter und zupfte daran herum, während sie verlegen Beschwichtigungen stammelte.

"So fügt sich einiges zusammen, Junger.. Herr; jeden Tag Kuchen und eine warme Mahlzeit und daß sie bei dir aufräumt? Hm!?", die Alte kniff ein Auge zu, spähte mit dem anderen zu Weiland auf und tippte ihm mit spitzem Zeigefinger gegen die Schulter, jedoch ohne ihn zu berühren.
"Das ist so nicht... Großmutter", noch immer wurde am Zipfel des Tuchs genestelt.
Das zweite Auge ging wieder auf und der Mund der Alten verzog sich zu einer grauenvollen Maske des Mißfallens.
"Meine. Enkelin", wiederholte sie.
Scheinbar endlos waren die wenigen Minuten, die verstrichen, ehe sich in dem steinernen Gesicht vor dem Herrn Klarblick etwas tat.

Dann änderte sich schlagartig die Haltung der betragten Dame. Sie deute mit loser Faust gegen Weilands Arm und grinste faltenreich.
"Das wurde aber auch Zeit. Setz dich zu einer alten Frau ans Feuer, du wirst nun etwas über die Familie lernen" sie stiefelte zu einem hölzernen Schaukelstuhl vor dem Kamin.
"Raus mit euch, habt ihr nichts zu tun?", mit einer fahrigen Geste, scheuchte sie das Essmannsche Publikum aus dem Raum.
"Du machst uns Tee mit Schnaps, Fräulein", gestikulierte die Alte aus ihrem Schaukelstuhl hinter Faralda her, die mit dem restlichen Rudel auf dem Weg nach draussen war.

"Wo fangen wir an? Damals, in Gilneas, unter dem strengen Regiment meines Urgroßvater....", begann das vom Feuer des Kamins beschienene Gebirge eines Gesichts zu erzählen.
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Faralda
Die Nachtwache







Beiträge: 9

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Titel: Verfasst am: 12. Aug 2016, 14:02 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Faralda baute sich mit dem neuen, einzigartigen Nudelholz vor einer der Attrappen neben der Motte auf. Sie hatte ihr Kleid an zwei Zipfeln hoch gezogen und hinter den Gürtel gesteckt. Und da es nun an der Zeit war den Gegner durch Auftreten einzuschüchtern, verzog sie ihr Gesicht zu einer grimmigen Maske. Das hatte sie schon oft bei Herrn Weiland gesehen, in letzter Zeit, immer wenn er über die Worcesters sprach oder nachdachte. Man konnte ihm ansehen, wenn er an sie dachte, dann verzog sich die Nase so weit, daß er eine tiefe Falte auf dem Nasenrücken zwischen den Augen bekam und die Brauen lagen so tief, daß man kaum noch seine Augen sehen konnte, wenn man nicht von unten zu ihm aufsah. Zu guter Letzt hatte er sich so sehr über diese Leute geärgert, daß sie in Flammen aufgegangen waren. Ja, mit dem Herrn Weiland war nicht zu spaßen.

So viel Ingrimm konnte sie nicht aufbringen, also entschied sie sich die Attrappe anzuschreien. Was bei Gnollen hilft, sollte auch Holz in die Knie zwingen, immerhin waren sich beide in Klugheit und Einfallsreichtum nicht unähnlich. Mit dem gerechten Zorn einer nudelholzschwingenden Hausfrau stiefelte sie auf die Puppe zu und eröffnete den Kampf mit einem entschlossenen Tritt. Sie blinzelte und kippte hinten über, das Bein noch immer angewinkelt und den Streitkolben zum Schlag erhoben, geriet die Welt ins Wanken, kippte um 90° und Faralda landete rittlings im Gras.

Hat man sich erst einmal der Lächerlichkeit preis gegeben, kann man auch ungeniert weiter machen. Also stand sie wieder auf, klopfte den Dreck von ihrem Kleid und ehe die Holzattrappe reagieren konnte, hieb sie mit dem vermeintlichen Nudelholz auf das ruchlose Konstrukt ein. Mit einem "kloing" schnellte ihr Arm unkontrolliert zurück, sie duckte sich unter der verräterischen Hand mit Kolben weg und verlor bei all dem Schwung den Halt. In weitem Bogen flog der Streitkolben ins Dickicht und blieb wie eine umgedrehte Rübe im Boden stecken.

Faralda stapfte durch die Arena ungesehener Helden zum Kolbengewächs und stemmte die Hände in die Hüfte.
"Zwei zu eins!", verkündete sie mit Blick auf den zerstörerischen Setzling, "Beinahe ohne fast selbst erwischt zu werden. Mein Freund, da mußt du aber früher aufstehen."
Schließlich zog sie die Streitkolbenkarotte mitsamt Knauf, wischte die Erde davon ab, richtete das Kleid, daß es wieder anständig und ohne einen Knöchel zu zeigen herunter hing und stiefelte davon.
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Faralda
Die Nachtwache







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Titel: Verfasst am: 14. Okt 2016, 20:12 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

((Rechtschreibfehler werden vorausgesetzt und der Fantasie des Lesers überlassen))

Des Sirs Abwesenheit, Tagebuch der Motte

Tag 1
    Beinahe hätte der Wind Weilands Socken zum Gnollager herüber getragen. Auch wenn es notwendig war sie einmal... eigentlich dreimal richtig zu waschen. Gnollfüße hätten diese Aufgabe unmöglich gemacht.


Tag 2
    Der Fuchs hat zwei Hühner gestohlen.


Tag 3
    Wir haben den Fuchs gestohlen und eine Gans gefunden. Es ist ein er und er ist wirklich unglaublich groß. Soll der nächste Fuchs nur kommen.


Tag 4
    Der Magier im Turm hat vergessen wie er heißt, sagt er. Wir nennen ihn nun Igor. Er hat alles, was ein Igor braucht.


Tag 5
    Eine der Ziegen hat sich aufs Dach verirrt. Es weiß immernoch niemand, wie das passieren konnte. Vielleicht sind das die Dinge, die geschehen, wenn man mal kurz nicht aufpaßt. Morgen werde ich einmal absichtlich so tun, als würde ich wegsehen und schauen, was geschieht.


Tag 6
    Ich dachte ich hätte in der Nacht etwas gehört und auch irgendetwas gesehen, das um die Motte schlich. Es sah aus wie eine Socke... war sicher nur ein Traum.


Tag 7
    Es ist soweit!
    Die Pflaumenzeit. Einen ganzen Haufen haben wir gefunden. Vermutlich werden wir die nächsten Tage damit beschäftigt sein sie ordentlich zu lagern - dachten wir. Igor hat den riesigen Topf aus dem Keller geholt. Ich hoffe der war dafür gedacht. Ziemlich dreckig. Aber Igor war eine große Hilfe, wenn man ihm nicht zuhört. Ein wundervoll anderer Mensch, als man es so kennt. Jedenfalls sind die Regale im Keller nun voll Pflaumengläser. Das hält sicher ein halbes Leben.
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Faralda
Die Nachtwache







Beiträge: 9

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Titel: Verfasst am: 19. Okt 2016, 23:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Tag 8
    Igor scheint geschickte Hände zu haben. Waschschüssel, Ziegen und Seife wurden in sein "Zimmer" gebracht. Diese Queraugen nutzen jede Gelegenheit, um sich einzusauen.


Tag 9
    Ich glaube die Ziegen haben ihn lieb gewonnen. So dreckig waren sie noch nie nach nur einem Tag.


Tag 10
    Es war heute ein wenig sehr einsam. Großmutter und ich haben die Gelegenheit genutzt und angefangen einen Graben um die Motte auszuheben. Wenn jemand Hilfe sucht, soll er sich sicher fühlen.


Tag 11
    Der Graben ist fast fertig, aber es hat zu regnen angefangen. Jetzt ist er irgendwie breiter und nicht mehr so tief und voller Schlamm. Zum Glück kam eine Familie aus Westfall vorbei, die Grünlichs. Als hätten sie es geahnt. Wir haben sie eingeladen, denn sie hatten gute Ideen, wie man den Graben wieder retten kann, wenn das Wetter erst besser ist.
    Sie haben auch kaum Sachen, eine Höllenbestie ist auf ihr Haus gefallen.


Tag 12
    Der Regen hat aufgehört und wir haben den Graben in den Fluß entwässert. Jetzt befestigen wir den Rand zusammen mit den drei Neuen, ehe wir ihn weitergraben.
    Das Kleid von Frau Grünlich hat etwas gelitten. Aber wir konnten es stopfen und so tun als wäre es nur Stickerei. Jetzt sieht sie schicker aus als Großmutter Agnes in ihren jungen Tagen.


Tag 13
    Als der Graben gerade so fertig war, hat es wieder zu regnen angefangen. Wir haben uns an den Rand gesetzt und Angeln mit Korken am Schnurende reingehängt. Jetzt sitzen wir da und schauen zu, wie die Schwimmer immer höher kommen. Vielleicht beißt ja ein Fisch an.


Tag 14
    Die Grünlichs haben ein Zimmer in unserer Hütte bekommen. Sie sahen ziemlich glücklich aus, dabei war es ein recht kleines Zimmer. Vielleicht bauen wir an, die Vorräte müssen wirklich nicht im Haus liegen.
    Heute Nacht war wieder dieses Ding im Garten, aber es kam nicht über den Graben. Welches Tier sieht denn aus wie ein Strumpf? Ich habe die Waschschüssel raus gestellt. Wenn es wirklich ein Sockentier ist, dann wird es sich davon fern halten.
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Faralda
Die Nachtwache







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Titel: Verfasst am: 26. Okt 2016, 21:55 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Tag 15
    Eine Katze kam zu Besuch. Sie war schwarz und ziemlich räudig. Aber als das Wasser in der Schüssel war und ich sie greifen wollte, war sie schon weg. Am Abend habe ich sie wieder gesehen. Sie schleifte einen besonders kleinen, vermutlich toten Gnoll in den Stall. Ich glaube, ich möchte diese Katze nun nicht mehr baden.


Tag 16
    Als ich heute die Zuckerdose aus dem Regal genommen habe, ist etwas davon gehuscht. Ich könnte schwören, daß es eine Socke war. EINE SOCKE! Irgendetwas seltsames geht hier vor.


Tag 17
    Großmutter Agnes ist skeptisch. Eine Entenfamilie hat es sich auf dem graben bequem gemacht. Wir wollten ihnen schwimmende Inseln bauen, aber Großmutter war dagegen. Sie sagt Enten sollten im Winter nicht hier sein und hält sie für Legionsspione. Wenn sie wirklich gefährlich sein sollten, dann setze ich die Socke darauf an.


Tag 18
    Ob der He... ob Weiland es wohl eigenartig findet, wenn ein Gnoll sein Feld bearbeitet und in der Scheune schläft? Die Ziegen sind recht zufrieden mit diesem Grunzer und auch wenn wir uns nicht so sicher sind, ob er das wirklich gesagt hat, klang es, als behauptet er, sein Clan wäre von einem großen Wichtel gefressen worden. Sagt man Clan bei Gnollen? Rudel? Der Weiland weiß das sicher, wenn er endlich wieder da ist, frage ich ihn. Weil es ein Westfaller Gnoll ist, hat Agnes ihn Louis genannt. Immer wenn er wittert, daß er einen Fehler gemacht haben könnte, erzählt er uns von seinem tragischen Unfall mit dem Wichtel. Ich glaube er beabsichtigt etwas damit, aber ich komme einfach nicht dahinter.


Tag 19
    Ein Rückschlag!
    Bettlin ist in den Graben gefallen. Sie wollte die Enten fangen und schon war es geschehen. Er soll böse Menschen und Unholde abhalten und sie nicht fressen. Das ist uns alles zu unsicher, also haben wir angefangen Brombeeren um den gefährlichen Graben zu pflanzen. Zur Sicherheit kommt noch ein Zaun zwischen Graben und Büsche. Die brauchen ja eine ganze Weile bis sie groß genug sind. Einen kleinen Steg lassen wir frei und setzen ein Tor ein, damit man noch angeln kann. Aber bis wirklich alles steht, wird Bettlin, wenn sie draußen ist, ans Haus angebunden. Man bekommt ja nicht immer alles mit.


Tag 20
    KÜRBISSE! Ein Nachbar bat uns bei der Ernte zu helfen. Nie habe ich so große Kürbisse gesehen. Wir hatten überlegt Bettlin eine Kutsche aus einem der Größten zu bauen, aber es sehen zur Zeit einfach so viele hungrig aus. Da haben wir beschlossen, zusammen mit den Nachbarn, einen dieser Giganten in eine Suppe zu werfen und die besonders hungrigen Menschen zu besuchen.


Tag 21
    Letzte Nacht habe ich die Waschschüssel vor das Tor gestellt. Ich hatte sie mit Seifenlauge gefüllt. Irgendetwas muß diese Socke doch fern halten. Als ich heute morgen nach sah, da schwammen unschuldige Kniestrümpfe und Großmutters Liebestöter in der Schüssel.
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Faralda
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Titel: Verfasst am: 14. Nov 2016, 00:20 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Tag 22
    Gestern Abend habe ich noch einmal nach den Enten gesehen. Das mache ich jeden Abend, immerhin sollen unsere Gäste es bei uns gut haben. Zuerst dachte ich, der Apfelsaft wäre vielleicht vergoren und ich nur beschwipst. Man kann ja nie wissen, wann so ein Apfel schlecht wird. Aber ich glaube mittlerweile, daß es etwas anderes war. Der dicke Erpel hatte eine Socke über den Kopf und quakte gedämpft. Als ich kurz darauf mit der Mistgabel zurück kam, da war das Tier schon wieder befreit und die Socke verschwunden. Das geht nicht mit rechten Dingen zu, Faralda, sagte ich mir. Also haben wir alle Fenster verriegelt.

Tag 23
    Bettlin und ich haben über die Sache mit dem geknebelten Erpel nachgedacht. Wenn Großmutter Agnes wirklich Recht hat und diese Winterenten Spione der Legion sind, dann ist die Socke ganz eindeutig auf unserer Seite. Also haben wir die Waschschüssel wieder weggestellt und einige Wollflusen in eine Schüssel vor die Tür gelegt. Man sollte seine Verbündeten warm halten.

Tag 24
    Es regnet!
    Das ist wundervoll!
    Wenn es regnet, dann wächst alles viel besser, sicher auch die Brombeersträucher. Dann können wir Bettlin sicher bald los binden.

Tag 25
    Wir haben Louis das erste Mal ins Haus gelassen. Das hat Igor gar nicht gefallen. Aber Agnes sagt immer: Wenn man etwas nicht leiden kann, dann muß man sich ihm stellen. Daher haben wir Louis ein Lager gleich neben Igors "Zimmer" eingerichtet. Wenn sich die beiden erst einmal beschnüffeln konnten, dann wird alles gut. Aber ob sich Igor daran gewöhnen wird, daß Louis dauernd an ihm riecht?

Tag 26
    Ich glaube Igor hat eine Gnollallergie. Er hat angefangen zu nießen, wenn Louis in seiner Nähe ist. Wer hätte gedacht, daß es sowas gibt?

Tag 27
    Großmutter Agnes sagt, die Tage würden im Winter immer kürzer. Vielleicht trifft das nicht auf Gegenden außerhalb von Surwich oder Gilneas zu. Heute war ein besonders langer Tag und eine ziemlich lange Nacht. Also habe ich mich zusammen mit Herrn Socke auf das das Fensterbrett gesetzt und geschaut, ob Weiland eventuell wieder kommt.
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Weyland Klarblick
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Titel: Aufbruch Verfasst am: 26. Jun 2017, 22:32 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die alte graue Büßerrobe, Sandalen und ein Stück Seil. Mehr braucht es gar nicht.
Das Gewicht - oder eher seine Abwesenheit - ist ungewohnt, aber der schwere Panzer aus geweihtem Stahl steht sicher verschlossen im Keller des Turms. Nur seinen Hammer trägt er mit sich, und das Geschirr scheuert ungewohnt durch den Stoff der Robe. Auf Amtszeichen und Pracht lässt es sich leichter verzichten als auf diese Gewissheit über den zurückgelegten Weg und auf die Möglichkeit, sich Recht zu verschaffen, wo es nicht gewährt wird.
Aber von den drei Schlüsseln, die sein Ornat wieder befreien können, trägt Weiland keinen mit sich. Einer beim Marschall, einer bei der Hochmeisterin, einer Zuhause. Und alle drei entfernen sich mit jedem leise flappenden Schritt weiter. Nein, andersherum: ER entfernt sich. Weg von Weststrom. Und das fällt schwerer, als es sollte.

Nicht aus Sorge. Weststrom wird gut ohne ihn zurechtkommen. Es gibt fähige Paladine genug, die Motte wird unter Faraldas Hand gedeihen, die Waffenkammer unter der Obhut des Marschalls verbleiben. Kein Grund zur Sorge. Der Orden ist sicher und das Land ist sicher. Trotzdem ist Widerstreben da und das ist Grund genug für diese Reise.

Die alte graue Büßerrobe, Sandalen und ein Stück Seil. Mehr braucht es nicht, um Paladin zu sein. Für den Moment zumindest. Für den Weg über die Straßen und durch die Dörfer. Staub, Einsamkeit, Reinheit. Gedenken an die Toten und Verlassenen, bevor sie Vergessene werden.
Der erste Halt ist ein Stück Uferschlamm, wo vor Jahren eine von Ratten zerfressene Leiche gefunden wurde. Kopfschüttelnd streicht Weiland über seinen rasierten Kopf. Weiter. Der Weg ist lang.
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Faralda
Die Nachtwache







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Titel: Verfasst am: 12. Sep 2018, 22:54 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Tag....

Ich habe vergessen die Tage zu zählen, fühle mich nun ein wenig schuldig. Es war so viel zu tun, daß ich manchmal nur am Abend an den Herrn Weiland gedacht habe. Aber das hole ich nach. Es gab einen Haufen Tomaten. Ich bin mir nicht sicher, ob das in einen Kuchen paßt, aber der Herr sagt, daß man manchmal etwas Neues probieren muß.


Faralda kritzelte in ihr Tagebuch, das ihr gleichzeitig zur Planung und dem Überblick über die Geschehnisse in der Motte diente.

Es klopfte an der Tür. Sie sah auf und öffnete. Die Bauern mit Familienanhang eines ganzen Nachbardorfs standen vor dem gedrungenen Turm und winkten, als die einfache Frau hinaus trat.

"Oh wie schön, daß ihr gekommen seid!", sie klatschte aufgeregt in die Hände.
"Also der Herr ist hoffentlich bald zurück. Ich habe gehört, daß der schlimme Regen der letzten Tage einiges angerichtet hat. Daher werden wir nun zusammen arbeiten und schnellstens einholen, was zu retten ist, ehe es verdirbt. Wer keine Scheune hat oder einen anderen Lagerplatz, kann seine Sachen bei uns einlagern, bis er eine Möglichkeit gefunden hat. Fangen wir an."

Dann zogen sie los. Mit Harken und Schaufeln, Flegeln und Kindern bewaffnet.
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Faralda
Die Nachtwache







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Titel: Verfasst am: 27. Okt 2018, 22:06 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Draußen pfiff der Wind um das Gemäuer und im ersten Stock klapperte ein Blutmagier mit den Zähnen. Hin und wieder gab er ein Seufzen von sich, das das Leid eines ganzen Volkes zum Ausdruck brachte und auch das zukünftiger Ereignisse. Unterdessen schürte Faralda im unteren Geschoß das Feuer und hievte den großen Kessel mit Wasser auf die Halterung am Kamin. Als das Feuer lauschig und selbstbewußt prasselte, schwenkte sie den Kessel in den Kamin und setzte sich wieder zu ihrem Strickzeug.

Vor einigen Tagen hatte sie begonnen Wolle zu horten und Kleider in Miniaturausgaben zu stricken. Sie konnte nicht so genau erklären wie es dazu kam, aber gerade jetzt schien es ihr an der Zeit genau das zu tun. Es gab immer einen Abnehmer, besonders im Winter.
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