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Schauspiel  Markt der Mysterien
Ereignis vom Heute, um 20:00 bis zum Heute, um 23:00
Autor: Gonto Antworten: 0



Der Markt der Mysterien




[i]Überall von den Langen verwinkelten azurblauen Kanälen
durchzogenen Straßen Suramars über die vom irisierendem
Staub geschwängerten Gassen Orgrimmars, als gleich den schier
endlosen grünen Wei
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Tränen der Hoffnung
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Autor Nachricht
Inucari Lightseye
Forscherliga




Verteidigerin
<Morgendämmerung>

Beiträge: 33

[ Charakterinfo ]
Titel: Tränen der Hoffnung Verfasst am: 27. März 2017, 20:29 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

"Ardon'sha ki kaldos" - im Licht obsiegen wir. Der alte Wahlspruch der draenischen Verteidiger war zu Inucaris Mantra geworden, zur Säule im Zentrum ihres Geistes. Er half ihr stets aufs Neue, sich zu fokussieren, ihre Mitte zu finden und die sanfte Umarmung des Lichts, wenn ihre Gedanken einmal mehr abgeschweift waren. Unwillkürlich musste die Draenei schmunzeln... man hätte meinen sollen, in einer Situation, in der Konzentration und Meditation überlebenswichtig waren, wäre es ihr nicht schwer gefallen, Beides aufrecht zu erhalten. Und doch war es bemerkenswert, wie selbst ihr Geist immer wieder seine eigenen Wege suchte.

Drei Sonnenaufgänge hatte sie bereits hier oben verbracht, auf dem kargen, windigen, abgelegenen Gipfel im Steinkrallengebirge. Vier weitere würde es noch dauern, bis sie nach Waldeslied zurückkehren könnte. Ohne Proviant war sie hinaufgestiegen, bekleidet nur mit einer einfachen Robe und in den Händen nur den kleinen, runden, schwach leuchtenden Grund ihrer Pilgerschaft. Die klirrende Kälte der Nacht, der brennende Durst in ihrer Kehle, der pochende Hunger, die schleichende Erschöpfung... all das wurde immer aufs Neue hinweg gewaschen von den sanften Wogen des Lichtes, die Inucari und das Artefakt durchfluteten, als wären sie ein einziges Wesen.

Wieder erschienen vor ihrem geistigen Auge Kuros Worte, jene kryptische Botschaft, mit der Alles seinen Anfang genommen hatte. "Die Tränen der Naaru fallen auf fruchtbare Erde. Trefft mich am Sanktum." Die Draenei seufzte leise. Getroffen hatte sie Kuros..

Langsam, gemessenen Schrittes näherte sie sich dem Sanktum der Verteidiger in der Halle des Lichtes. So gebot es die Würde dieses Ortes, dem Herzen der draenischen Zivilisation auf Azeroth. Und doch wäre Inucari am liebsten gerannt... Anweisungen vom Triumvirat der Hand waren normalerweise ausführlich, eindeutig, und wurden per Datenkristall übermittelt. Dass sie persönlich hergeboten wurde musste bedeuten, dass die Sache äußerst wichtig war, etwas Anderes konnte sie sich dazu nicht vorstellen. Der beinahe poetische erste Teil der Botschaft lies sie dahin gegen völlig ratlos.

--

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte sie das Sanktum schließlich. Verteidiger Kuros war nicht zu übersehen, der hochgewachsene Koloss von einem Draenei begrüßte sie mit einem warmen Lächeln, sie verbeugte sich tief.

"Kron a'ki cristore, Schwester. Es ist gut, dass ihr so schnell eingetroffen seid."

"Kron a'ki cristore, Bruder. Natürlich wird den Anweisungen des Triumvirats umgehend entsprochen."

Kuros schmunzelte. "Pflichtbewusst wie eh und je, wie ich sehe. Auch das ist gut, ihr werdet jedes Quäntchen Überzeugung benötigen. Folgt mir doch bitte."

Der Verteidiger führte sie ins Innere des Sanktums, vorbei an ein paar bekannten Gesichtern. Inucari schluckte unwillkürlich - hatte Jol da gerade wirklich den Kopf geneigt? Und - sie musste blinzeln - was machten Sha'tari Ehrenwachen von Draenor hier im Sanktum? Kuros jedoch schritt ohne Umschweife an den stoischen Wachtposten mit dem charakteristischen Ornat vorbei und bedeutete ihr, zu folgen. Dahinter lag auf etwas, das den Verzierungen nach nur ein Altar sein konnte, auch wenn ihr einige der Pictogramme fremd waren... eine etwa faustgroße Kugel aus Kristall.

"Tretet näher, Schwester", sprach Kuros gedämpft. "Seht es euch genau an."

Inucari ging langsam bis vor den Altar, beugte sich herunter, um die Kugel zu begutachten. Sie fuhr kurz mit den Fingerkuppen über die Oberfläche, nur um sich fast sofort wieder zu ihrem Vorgesetzten umzudrehen. "Rundgeschliffener Taladit...? Wieso...?"

Mit einem leisen Lachen und einem Kopfschütteln wischte der Draenei ihre Frage hinweg. "Öffnet euch, Schwester. Seht hinein... seht mit der Seele."

Langsam nickend wandte sie sich um, betrachtete die Kugel erneut... und nach ein paar Momenten weiteten sich ihre Augen vor Ehrfurcht.


--

Ein besonders kalter und stechender Wind riss Inucari aus ihren Erinnerungen. Sie straffte sich etwas und konzetrierte sich aufs Neue auf das Artefakt, spürte sofort die Resonanz, dieses erhebende Gefühl, die gleißende Wärme aus dem Innern des Seins. Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen... ardon'sha ki kaldos. Im Licht obsiegen wir.
_________________
Auf dass einjede Seele hell vom Lichte schein'
und sieh, die Welt wird frei von Schatten sein.
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Inucari Lightseye
Forscherliga




Verteidigerin
<Morgendämmerung>

Beiträge: 33

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 3. Aug 2018, 23:40 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

OOC:
Die folgenden Ereignisse haben sich schon kurz vor dem Arguskreuzzug zugetragen, einige Leser werden sich vielleicht erinnern, dass Inu die Waffe, die hier geschmiedet wird, dort bereits getragen hat. Ich wollte die Geschichte trotzdem komplett erzählen, immerhin habe ich das Thema hier entsprechend benannt Oops...


Inucari war sich sicher, dass sie sichtbar zittern musste, während die Anachoreten begannen, die Gesänge des Rituals zu intonieren. Glücklicherweise kniete sie bereits, und ihre massive Rüstung lies sich von solch einer kleinen Regung der Ehrfurcht kaum bewegen. Den Kopf hielt sie gesenkt, wie es ihr gebührte war für diesen Teil der Zeremonie, den Blick auf den matten Metallboden gerichtet, der hier, im Herzen der Exodar, allgegenwärtig war, und der ihr in den letzten zwei Wochen nicht zuletzt als Ruhelager gedient hatte. Innerlich musste sie über sich selbst schmunzeln - es war keine strenge Regel, dass ein Verteidiger beim Schmieden einer geweihten Waffe den Ort des Schaffens nicht verlassen durfte. Trotzdem hatte sie sich dafür entschieden, dieses mal der Tradition bis ins kleinste Detail zu folgen. Denn was hier entstand, war zwar nicht ihre erste geweihte Klinge, im Gegenteil, sie hatte schon einige geschaffen, für sich und Andere. Aber indem sie hier kniete und selbst durch die Gesänge der Anachoreten hören konnte, wie das schwere Heft auf dem Altar zurecht gerückt wurde, hegte sie keinerlei Zweifel, dass es die letzte sein würde, die sie für sich selbst schuf.

Jeder Funken ihrer Hingabe war in diesen letzten Tagen ins Schmieden des Fundaments geflossen, auf dessen Grundlage hier etwas noch nicht Dagewesenes entstehen sollte. Jedes Quäntchen ihres Könnens in die genaue Umsetzung der Vorgaben, die sie vom Triumvirat erhalten hatte. Es hatte nicht viel Raum für Individualität gegeben, aber das betrübte sie keineswegs. Zum einen verlagte es eine gewisse Eleganz und Finesse, nur die kleinen Freiräume eines großen Ganzen gestalten zu können, und dennoch die eigene Handschrift zu hinterlassen, eine Herausforderung, die sie gern angenommen hatte. Und zum Anderen wusste sie genau, dass ihre Verbindung zu diesem Werk über jede hinausgehen würde, die sie bisher zu einer geweihten Waffe besessen hatte. Wie um ihre Gedanken zu unterstreichen, schritt in diesem Moment ein weiterer Anachoret heran, die Träne ehrfurchtsvoll in seinen großen Händen.

O'ros Tränen, das war der Name, den sie den Kugeln aus Kristall gegeben hatten, in denen die wenigen verbleibenden Splitter des mächtigen Naaru konserviert worden waren. Die Entscheidung, aus diesen heiligen Reliquien Waffen anzufertigen, konnte Inucari noch immer nicht ganz fassen - und noch weniger die, sie zur Trägerin einer solchen Waffe zu machen. Doch es war der Wille des Propheten gewesen, der des Triumvirats, und eine unsagbar große Ehre obendrein. Abzulehnen, das war stets undenkbar, selbst in den Momenten, in denen sie es gewollt hätte.

Wochenlang hatte sie ihre Träne durch die Wildnis Kalimdors getragen. Ihr Licht hatte sie erhalten, ernährt, hatte ihr erlaubt, Wind und Wetter und allen Widerigkeiten der Reise zu trotzen. Auf diese Weise war ein enges Band zwischen ihr und dem Relikt entstanden, dergestalt, dass sie nun fühlen konnte, wie es sich perfekt in das Heft einfügte. Und indem die Gesänge der Anachoreten an Intensität gewannen und die vertraute Wärme des Lichts die Schmiede mehr und mehr durchflutete, erhob Inucari sich, um das letzte verbleibende Stück selbst auf dem Altar zu platzieren.

Die Klinge, die sie in ihren Händen trug, war ganz aus Kristall, klar wie Glas - von ein paar Facetten, die rau belassen worden waren, abgesehen. Das Meisterwerk eines Kristallwirkers und, sollte ihrer Arbeit Erfolg gewährt sein, das perfekte Behältnis, um die heilige Macht der Träne zu einem Werkzeug gegen die Feinde des Lichts zu formen. Vorsichtig bettete die Draenei sie auf den Altar, fügte sie mit dem Heft zusammen und trat einen Schritt zurück. Das Ritual näherte sich seinem Höhepunkt, der eigentlichen Bindung der Waffe.

Hell und klar stimmte die Verteidigerin in den Gesang der Anachoreten ein. Sie öffnete sich für das Licht, das sie kanalisierten, und griff gleichzeitig danach, um ihre Träne zum Focus zu machen. Sie Alle wirkten im Einklang, und geleitet vom Lied ihrer Brüder und Schwestern begann Inucari, die Teile des Schwertes zu einem untrennbaren Ganzen zu verweben. Eine Ewigkeit schien es zu dauern und war doch zu schnell vorbei, so dass es ihr schwer fiel, sich aus Lichtes süßer Umarmung wieder zu lösen. Schließlich sackte sie zusammen, vollkommen kraftlos für den Moment, aber mit Tränen des Glücks in den Augen.

Das Erste, was sie von der Welt um sich herum wieder wahr nahm, war der gemessene Beifall von der anderen Seite des Raums. Ihr Herz machte einen Sprung... das hieß, es musste geglückt sein! Oder..?

Letzte Zweifel verflogen, als Kuros neben sie trat, ein breites Lächeln auf den Lippen und eine helfende Hand ausgestreckt, die sie dankbar griff, um sich aufzurichten.

"Hervorragende Arbeit, Schwester." tönte der große Draenei, sichtlich zufrieden. "Tritt nun vor und nimm dein.. nein, unser Aller Werk in Augenschein."

Sie tat die wenigen Schritte zum Altar wie im Traum, noch benebelt von den Entbehrungen des Rituals. Die Waffe, die dort lag, schien ihr gleichzeitig völlig neu und tief vertraut: Das sanft geschwungene Heft mit der Träne darin, die nun eine neue, seltsame Tiefe zu haben schien, und in deren Mitte der Splitter O'ros' strahlte wie ein einsamer Stern am Nachthimmel. Die kristallene Klinge, nun von blauem Feuer durchflutet, hier wie eine sanft wogende See, dort wie ein reißender Strom. Und die Präsenz, die nun noch enger mit ihrer eigenen verknüpft schien, und dabei doch mehr geworden war in einer Weise, die sie mit Worten nicht hätte beschreiben können.

Sie nahm die Waffe in die Hand. Die Berührung war geradezu elektrisierend, ihre Benommenheit in einem Wimpernschlag verflogen. Sie hob die Klinge über den Altar, hoch in die Luft, und sprach jene besiegelnden Worte, die den Abschluss der Zeremonie darstellten:

"Ich nenne, bei Lichtes Gnade, diese Waffe Te'aan, O'ros Vergeltung. Möge sie eine gerechte Flamme sein gegen alles Dunkel, und möge die Legion für ihr Sakrileg tausendfach büßen."
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