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Offenes Training der Schwanengarde (Sturmwind)
Ereignis vom 24. Sep 2018, 20:00 bis zum 24. Sep 2018, 22:00
Autor: Alynia Antworten: 0

Offenes Training für alle:

Im 2-wöchentlchen Turnus

Location ist in Sturmwind und naher Umgebung (wie Elwynnwald) und wird jedesmal am Trainingsabend bekanntgegeben
KalenderKalender
Do 20 Sep 2018
Fr 21 Sep 2018
Sa 22 Sep 2018
So 23 Sep 2018
Mo 24 Sep 2018
Thema Offenes Trainin...
Di 25 Sep 2018
Mi 26 Sep 2018
Heute ist der 21. Sep 2018, 09:54
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Überleben in der Wildnis
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Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 275

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Titel:   Überleben in der Wildnis
Thema Beschreibung: Schriftliche Ausführung
Verfasst am: 2. Jul 2018, 14:12 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Überleben in der Wildnis



Einleitung
Willkommen zu dieser Lehrreihe und der schriftlichen Ausführung zum Nachlesen.

Es ist ein sehr umfangreiches Thema. Vieles davon wird theoretisches Wissen sein. Doch auch das ist wichtig, denn es bildet die Grundlage für das praktische Anwenden.

Die Lehrreihe selbst ist in mehrere Themen unterteilt. In der schriftlichen Ausführung wird es dementsprechende Hinweise geben auf spätere Lektionen.

Doch nicht nur theoretisches Wissen soll vermittelt werden. Es wird auch praktische Anschauungen geben. In der schriftlichen Ausführung erfolgt dies über Bilder.

Beginnen wir also.
_________________
Ich diene der Natur und schütze das Leben. Mit meinem eigenen.
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Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 275

[ Charakterinfo ]
Titel: Überlebensaktionen Verfasst am: 2. Jul 2018, 14:18 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

1. Überlebensaktionen
Hierbei handelt es sich um Aktionen, die wir uns unbedingt einprägen sollten, denn sie gelten für alle Situationen, in denen es um unser Überleben geht.

Das kann zum Beispiel der Aufenthalt im Feindgebiet sein. Oder der Aufenthalt auf dem Schlachtfeld. Oder aber eben der Aufenthalt in der Wildnis.

Doch egal, in welcher dieser Situationen wir uns befinden, für alle gilt der gleiche Anfangsverlauf, nämlich die Überlebensaktionen.


a) Einschätzung der Situation
Das ist das erste, was wir tun müssen. Nur wenn wir wissen, in welcher Lage wir uns befinden, ist es für uns möglich, einen Überlebensplan zu erstellen.

Deshalb suchen wir uns zunächst einen Ort, an dem wir uns verbergen können. Sicherheit hat immer Vorrang. Auch das sollten wir uns einprägen.

Ein solch geschützter Ort kann zum Beispiel dichtes Gebüsch sein, aus dem heraus wir sehen können, aber umgekehrt ungesehen bleiben. Es kann aber auch ein verlassenes Haus sein. Eine weitere Möglichkeit sind Bäume mit tiefhängenden Ästen und dichtem Laubwerk, die eine natürliche Laube bilden. Auch eine unbewohnte Höhle ist denkbar als Versteck,

Das alles sind nur Beispiele. Letztendlich müssen wir vor Ort entscheiden, je nach Gebiet und Lage, welches Versteck uns sicher erscheint.

Haben wir so einen sicheren Ort gefunden, nutzen wir unsere Sinne Hören, Riechen und Sehen, um ein Gefühl für die Situation zu erhalten.

Dabei geht es um folgende Fragen: Sind wir von Feinden umzingelt? Oder sind Feinde in der Nähe? Wenn ja, was machen sie? Rücken sie vor oder halten sie die Stellung? Speziell in der Wildnis: Sind wilde Tiere in der Nähe? Wenn ja, sind sie harmlos oder sind sie gefährlich?

Auf diese Fragen müssen wir je nach Situation Antworten finden.


b) Einschätzung der Umgebung
Hierbei müssen wir das Muster der Fläche bestimmen, auf der wir uns befinden. Anders ausgedrückt: Wir müssen ein Gefühl dafür bekommen, was um uns herum vor sich geht.

Jede Umgebung – ob Wald, Dschungel oder Wüste – hat einen eigenen Rhythmus oder Muster. Dazu gehören Tier- und Vogelgeräusche, Bewegungen und Insektengeräusche. Es kann auch Feindverkehr und zivile Bewegungen einschließen.


c) Einschätzung der eigenen körperlichen Verfassung
Aufgrund einer Schlacht oder aufgrund des Traumas, dass wir uns in einer Überlebenssituation befinden, kann es vorkommen, dass wir Wunden übersehen haben.

Deshalb kontrollieren wir, ob wir verwundet sind. Ist das der Fall, kümmern wir uns darum durch Erste Hilfe. Dabei müssen wir jedoch darauf achten, dass keine weiteren Verletzungen auftreten.

Dazu gehört auch, dass wir in jedem Klima darauf achten, viel Wasser zu trinken, um eine Dehydrierung zu verhindern.

Ferner gehört ebenfalls dazu, dass wir zusätzliche Kleidung anziehen, wenn wir uns in einem kalten oder nassen Klima befinden, um Unterkühlung zu vermeiden.


d) Kontrolle der Ausrüstung
Wir müssen überprüfen, was wir haben und in welchem Zustand es sich befindet. Vielleicht haben wir einiges unserer Ausrüstung verloren oder vielleicht ist sie beschädigt.


e) Planung
Nun haben wir die wichtigsten Schritte bewältigt – Bestimmung der Situation, der Umgebung, der körperlichen Verfassung und der Ausrüstung – und können unseren Überlebensplan erstellen. Dabei müssen wir auch unsere grundlegenden körperlichen Bedürfnisse berücksichtigen: Wasser, Nahrung und Unterkunft.

Planung ist wichtig. Wenn wir zu schnell reagieren, also ohne nachzudenken oder ohne zu planen, kann es passieren, dass wir einen falschen Schritt machen. Dies kann entweder zu unserer Ergreifung im Feindgebiet führen oder zum Tod, egal ob im Feindgebiet oder in der Wildnis.

Wir bewegen uns deshalb nicht nur um des Handelns willen. Vielmehr müssen wir uns alle Aspekte unserer Situation überlegen, bevor wir eine Entscheidung treffen oder in ein anderes Versteck umziehen.

Wenn wir in Eile handeln, könnten wir unsere Ausrüstung vergessen oder verlieren.

In unserer Eile können wir auch die Orientierung verlieren, so dass wir nicht wissen, welchen Weg wir einschlagen sollen. Deshalb gilt folgendes:


    - Wir müssen unsere Züge planen.
    - Wir müssen bereit sein, schnell loszuziehen, ohne uns selbst zu gefährden, wenn entweder Feinde oder gefährliche Tiere in der Nähe sind.
    - Wir müssen alle Sinne benutzen, um die Situation einzuschätzen.
    - Wenn möglich, notieren wir uns Geräusche und Gerüche.
    - Wir müssen empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen sein.
    - Wir müssen aufmerksam sein.




f) Kenntnis des Standortes
Wir müssen unseren Standort kennen. Wenn wir eine Karte dabei haben, müssen wir ihn auf der Karte finden und auf das umliegende Gelände beziehen. Das ist ein Grundprinzip, dem wir immer folgen müssen.

Wenn andere Personen bei uns sind, müssen wir sicherstellen, dass sie ebenfalls ihren Standort kennen.

Es gibt auch Möglichkeiten, den Standort aufgrund der Sternenkonstellation zu bestimmen, sofern man über dieses Wissen verfügt.

Wenn wir also in einer Gruppe unterwegs sind, müssen wir immer wissen, wer über eine Karte oder einen Kompass oder das Wissen über die Standortbestimmung per Sternenkonstellation verfügt.

Nehmen wir an, Person A in unserer Gruppe hat eine Karte oder einen Kompass, müssen wir diese im Falle des Todes von Person A von ihr bekommen.

Wir müssen auch genau darauf achten, wo wir sind und wohin wir gehen.

Wir dürfen uns nicht nur auf andere in der Gruppe verlassen, um die Route zu verfolgen. Vielmehr müssen wir selbst darauf achten und uns ständig orientieren.

Das bedeutet, wir müssen immer versuchen, mindestens zu bestimmen, wie sich unser Standort zu folgenden Möglichkeiten verhält:


    - Position von feindlichen Einheiten und kontrollierten Gebieten
    - Standort von freundlichen Einheiten und kontrollierten Bereichen
    - Standort von lokalen Wasserquellen (besonders in der Wüste)
    - Bereiche, die eine gute Deckung und Tarnung bieten.



Diese Informationen ermöglichen es uns, intelligente Entscheidungen zu treffen, wenn wir uns in einer Überlebenssituation befinden.

Es wird im Verlauf der Lehrreihe noch einen gesonderten Punkt zum Thema Orientierung geben.


g) Angst und Panik
Die größten Feinde in einer Überlebenssituation sind Angst und Panik. Wenn wir sie nicht kontrollieren, dann können sie unsere Fähigkeit, eine intelligente Entscheidung zu treffen, stören.

Sie können dazu führen, dass wir eher auf unsere Gefühle und auf Einbildungen reagieren als auf unsere Situation. Sie können unsere Energie rauben und dadurch andere negative Emotionen hervorrufen.

Um dem vorzubeugen, kann man ein Überlebenstraining absolvieren und wird dadurch in die Lage versetzt, Angst und Panik zu überwinden.


h) Improvisation
In Städten wie Sturmwind haben wir Dinge, die für alle unsere Bedürfnisse verfügbar sind. Viele Sachen sind leicht zu ersetzen, wenn sie beschädigt sind. Das macht es für uns unnötig zu improvisieren.

Diese Unerfahrenheit kann jedoch ein Feind in einer Überlebenssituation sein. Deshalb müssen wir lernen zu improvisieren.

So können wir zum Beispiel ein für einen bestimmten Zweck entwickeltes Werkzeug nehmen und sehen, wofür wir es noch verwenden können. Als Beispiel sei hier ein Speer genannt, der improvisiert zum Jagen und Fischen verwendet werden kann.

Wir müssen auch lernen, natürliche Objekte um uns herum für unterschiedliche Bedürfnisse zu nutzen. So zum Beispiel können wir einen Stein als Hammer verwenden.

Auch wenn wir ein Überlebenskit dabei haben sollten, so wird es nach einer Weile aufgebraucht sein oder sich abgenutzt haben. Deshalb muss unsere Fantasie die Oberhand gewinnen, wenn unser Kit abgenutzt ist.

Mehr zum Thema Herstellung von Werkzeugen und dergleichen aus natürlichen Objekten sowie zum Thema Überlebenskit wird an späterer Stelle der Lehrreihe erfolgen.


i) Wertschätzung des Lebens
Viele von uns sind vielleicht keine Soldaten und haben sich an das bequeme, sanfte Leben gewöhnt. Doch selbst als Soldaten können wir zu Kreaturen der Bequemlichkeit werden.

Was aber passiert, wenn wir mit Stress und Unannehmlichkeiten konfrontiert werden? Hier ist der Wille zum Leben entscheidend.

Das Leben selbst lehrt uns vieles. Soldaten lernen während ihrer Ausbildung noch ein wenig mehr.

Doch egal, welchen Hintergrund wir haben, wir haben eines gemeinsam: Die Erfahrung und das Wissen, das wir in unserem Leben gewonnen haben. Genau das wird unseren Lebenswillen beeinflussen.

Hartnäckigkeit und die Weigerung, Problemen und Hindernissen nachzugeben, denen wir gegenüber stehen, geben uns die mentale und physische Stärke, die es uns ermöglicht, durchzuhalten.


j) Beobachtung von Einheimischen und Tieren
Die Einheimischen und Tiere einer Region haben sich an ihre Umgebung angepasst. Um ein Gefühl für die Gegend zu bekommen, sollten wir beobachten, wie die Bewohner ihren täglichen Gewohnheiten nachgehen.


    - Wann und was essen sie?
    - Wann, wo und wie kommen sie ihr Essen?
    - Wann und wo gehen sie ins Wasser?
    - Zu welcher Stunde gehen sie schlafen und stehen auf?



Diese Aktionen sind wichtig für uns, wenn wir versuchen, Gefangennahme zu vermeiden.

Auch das Tierleben in einer Gegend kann uns Hinweise geben, wie wir überleben können. Tiere benötigen auch Nahrung, Wasser und Schutz. Indem wir sie beobachten, finden wir Quellen für Wasser und Nahrung.

An dieser Stelle möchte ich jedoch auch gleichzeitig darauf hinweisen, dass Tiere nicht als absolute Orientierungshilfe dienen können für das, was man essen und trinken kann. Viele Tiere ernähren sich von Pflanzen, die für uns giftig sind.

Zudem müssen wir daran denken, dass die Reaktion von Tieren unsere Anwesenheit gegenüber dem Feind offenbaren kann.

Befinden wir uns in einem freundlichen Gebiet und wir kommen in Kontakt mit den Einheimischen, können wir Interesse an ihren Werkzeugen zeigen und an der Art, wie sie Nahrung und Wasser bekommen.

Indem wir die Einheimischen studieren und kennenlernen, lernen wir, sie zu respektieren. Oft lernen wir so wertvolle Freunde kennen. Vor allem aber lernen wir, uns an unsere Umgebung anzupassen und unsere Überlebenschancen zu erhöhen.


k) Grundfertigkeiten lernen
Ohne gewisse Grundfertigkeiten für das Überleben, sind die Chancen gering, so eine Situation überhaupt zu überstehen.

Diese Grundfertigkeiten müssen vorher erlernt werden, jetzt, nicht erst, wenn man schon in so einer Situation ist.

Zudem wird sich die Entscheidung bezüglich Ausrüstung darauf auswirken, ob wir überleben oder nicht.

Am besten ist es natürlich, im Vorfeld über die Umgebung, in die wir uns begeben, Bescheid zu wissen. Falls wir also wissen, wir gehen in ein bestimmtes Gebiet, setzen wir unseren Verstand ein und informieren uns vorher.

Wir sollten auch die grundlegenden Fertigkeiten üben, die auf diese Umgebung abgestimmt sind. Wenn wir also zum Beispiel in die Wüste gehen, müssen wir wissen, wie wir dort Wasser bekommen.

Für den Anfang können wir die grundlegenden Überlebensfähigkeiten in einer vertrauten Umgebung üben. Das führt nämlich dazu, dass wir diese Fertigkeiten verinnerlichen.

Zudem reduziert so eine Übung die Angst vor dem Unbekannten und gibt uns Selbstvertrauen. Es lehrt uns außerdem, mit unserem Verstand zu leben.


l) Überlebensmuster
Wir sind nun in der Lage, ein Überlebensmuster zu entwickeln, das wir verändern und mit dem wir arbeiten können, wenn wir in so eine Situation kommen.

Dieses Muster muss Nahrung, Wasser, Unterkunft, Feuer und Erste Hilfe umfassen, die in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angeordnet sind.

Zum Beispiel: In einer kalten Umgebung benötigen wir ein Feuer zum Wärmen, einen Schutz gegen Kälte, Wind und Regen oder Schnee. Ferner müssen wir an Nahrung kommen, und wir benötigen Erste-Hilfe-Utensilien zur Erhaltung der Gesundheit.

Bei einer Verletzung hingegen hat die Erste Hilfe oberste Priorität, unabhängig davon, in welchem Klima wir uns befinden.

Wenn sich die Umgebung verändert, ändern wir auch unser Überlebensmuster, um unsere unmittelbaren Bedürfnisse zu erfüllen.

Es ist eine Grundlage, je nach Situation und Umgebung veränderbar.
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Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




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[ Charakterinfo ]
Titel: Psychologie des Überlebens Verfasst am: 9. Jul 2018, 14:51 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

2. Psychologie des Überlebens
Es braucht viel mehr als das Wissen und die Fertigkeiten, Unterkünfte zu bauen, Nahrung zu besorgen, Feuer zu machen und sich zu orientieren, um erfolgreich eine Überlebenssituation zu überstehen.

Einige Leute mit wenig oder gar keinem Überlebenstraining haben es geschafft, lebensbedrohliche Umstände zu überleben. Einige Leute mit wenig oder gar keinem Überlebenstraining haben ihre Fähigkeiten nicht genutzt und sind gestorben.

Ein Schlüsselbestandteil in jeder Überlebenssituation ist die mentale Einstellung der betroffenen Person. Überlebensfähigkeiten sind wichtig; der Wille zum Überleben ist unerlässlich. Ohne diesen haben die erworbenen Fähigkeiten wenig Sinn, und unschätzbares Wissen geht verloren.

Deshalb gibt es eine Psychologie zum Überleben.

In einer Überlebensumgebung stehen wir vielen Belastungen gegenüber, die sich letztlich auf unseren Geist auswirken. Diese Spannungen können zu Gedanken und Emotionen führen, die, wenn sie nicht verstanden werden, eine selbstbewusste, im Falle von Soldaten gut ausgebildete, Person zu einem unentschlossenen, ineffektiven Individuum mit fragwürdiger Überlebensfähigkeit machen können.

Daher muss jeder von uns die Belastungen kennen und erkennen können, die üblicherweise mit dem Überleben verbunden sind.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass wir uns unserer Reaktionen auf die vielfältigen Belastungen bewusst sind, die mit dem Überleben verbunden sind.

Deshalb werden in diesem Teil das Wesen des Stresses, den Stress des Überlebens und jene inneren Reaktionen (die wir erfahren, wenn wir mit Belastungen einer realen Überlebenssituation konfrontiert werden) identifiziert und erklärt.


Stress
Bevor wir unsere psychologischen Reaktionen in einer Überlebensumgebung verstehen können, ist es hilfreich, zunächst ein wenig über Stress Bescheid zu wissen. Stress ist keine Krankheit, die wir heilen oder beseitigen. Stattdessen ist es eine Bedingung, die wir alle erleben. Stress kann als unsere Reaktion auf Druck beschrieben werden. Es ist der Name, der der Erfahrung gegeben wird, die wir haben, während wir physisch, mental, emotional und spirituell auf die Spannungen des Lebens reagieren.


a) Notwendigkeit für Stress
Wir brauchen Stress, weil er viele positive Auswirkungen hat. Stress stellt uns vor Herausforderungen. Er gibt uns die Chance, unsere Werte und Stärken kennenzulernen. Stress kann unsere Fähigkeit zeigen, mit Druck umzugehen, ohne daran zu zerbrechen. Er testet unsere Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Er kann uns dazu anregen, unser Bestes zu geben.

Da wir unwichtige Ereignisse in der Regel nicht als belastend empfinden, kann Stress auch ein ausgezeichneter Indikator für die Bedeutung sein, die wir einem Ereignis beimessen. Mit anderen Worten: Er hebt hervor, was uns wichtig ist.

Wir brauchen etwas Stress in unserem Leben, aber zu viel von allem kann schlecht sein. Das Ziel ist es, Stress zu haben, aber nicht zu viel davon.

Zu viel Stress kann uns belasten. Zu viel Stress führt zu Not. Not verursacht eine unangenehme Anspannung, der wir zu entkommen versuchen und die wir möglichst vermeiden wollen.

Nachfolgend sind einige der häufigsten Anzeichen aufgeführt, die wir bei anderen Personen (wenn wir in einer Gruppe sind) oder bei uns selbst finden können, wenn wir mit zu viel Stress konfrontiert sind:


    - Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
    - Wutausbrüche
    - Vergesslichkeit
    - Kraftlosigkeit (niedriges Energielevel)
    - Ständige Beunruhigung
    - Neigung zu Fehlern
    - Gedanken bezüglich Tod und Selbstmord
    - Schwierigkeiten, mit anderen zurecht zu kommen
    - Zurückziehen von anderen
    - Verstecken vor Verantwortung
    - Sorglosigkeit.



Wie wir können, kann Stress konstruktiv oder destruktiv sein. Er kann uns ermutigen oder entmutigen, uns bewegen oder aufhalten und das Leben bedeutungsvoll oder scheinbar bedeutungslos machen.

Stress kann uns dazu inspirieren, erfolgreich zu handeln und in einer Überlebenssituation mit maximaler Effizienz zu arbeiten.

Stress kann auch dazu führen, dass wir in Panik geraten.

Der Schlüssel zu unserem Überleben ist unsere Fähigkeit, die unvermeidlichen Belastungen zu bewältigen, denn wir begegnen werden.

Der Überlebende ist derjenige, der mit seinem Stress arbeitet, anstatt sich von seinem Stress bearbeiten zu lassen.


b) Überlebensstressoren
Jedes Ereignis kann zu Stress führen, und die Ereignisse kommen nicht immer einzeln. Oftmals treten Stressereignisse gleichzeitig auf. Diese Ereignisse selbst sind kein Stress, sondern sie produzieren ihn und werden als „Stressoren“ bezeichnet. Stressoren sind die offensichtliche Ursache, während Stress die Antwort ist. Sobald der Körper die Anwesenheit eines Stressors erkennt, beginnt er zu handeln, um sich selbst zu schützen.

Als Reaktion auf einen Stressor bereitet sich der Körper entweder darauf vor zu kämpfen oder zu fliehen. Diese Vorbereitung beinhaltet ein internes Notsignal, das durch den Körper gesendet wird. Wenn der Körper auf dieses Notsignal reagiert, finden verschiedene Aktionen statt.

Unser Körper sorgt dafür, dass wir schnell Energie haben. Unsere Atemfrequenz erhöht sich, um dem Blut mehr Sauerstoff zuzuführen. Die Muskelspannung erhöht sich, um sich auf die Handlung vorzubereiten. Blutgerinnungsmechanismen werden aktiviert, um Blutungen aus Schnitten zu reduzieren. Unsere Sinne werden schärfer: Unser Gehör wird empfindlicher. Unsere Augen werden groß. Unser Geruch wird schärfer. Auf diese Weise werden wir in die Lage versetzt, uns unserer Umgebung bewusst zu sein. Zudem steigen die Herzfrequenz und der Blutdruck, um den Muskeln mehr Blut zuzuführen.

Diese schützende Haltung lässt uns mit möglichen Gefahren umgehen. Jedoch können wir ein solches Maß an Aufmerksamkeit nicht unbegrenzt aufrechterhalten.

Stressoren sind nicht höflich. Ein Stressor geht nicht, nur weil ein anderer kommt. Stressoren summieren sich. Die kumulative Wirkung von geringfügigen Stressoren kann eine große Belastung darstellen, wenn sie alle zu nah beieinander liegen. Wenn die Stressresistenz des Körpers nachlässt und die Stressquellen weitergehen (oder zunehmen), kommt es schließlich zu einem Zustand der Erschöpfung.

An diesem Punkt gibt die Fähigkeit, Stress zu widerstehen oder ihn auf eine positive Art und Weise zu verwenden, auf und Anzeichen von Not treten auf. Wir müssen also Stressfaktoren in Betracht ziehen und Strategien entwickeln, um mit ihnen fertig zu werden.

Daher ist es wichtig, dass wir uns in einer Überlebensumgebung der Arten von Stressfaktoren bewusst sind, denen wir begegnen werden.

Nachfolgend werfen wir einen Blick auf einige davon.


aa) Verletzung, Krankheit oder Tod
Dies sind reale Möglichkeiten, denen sich ein Überlebender stellen muss. Vielleicht ist nichts stressiger, als allein in einer fremden Umgebung zu sein, in der man an feindseliger Handlung, einem Unfall oder dem Verzehr von etwas Tödlichem sterben könnte. Krankheit und Verletzung können auch zum Stress beitragen, indem sie unsere Fähigkeit einschränken, uns zu bewegen, Essen und Trinken zu bekommen, Schutz zu finden und uns selbst zu verteidigen.

Auch wenn Krankheit und Verletzung nicht zum Tode führen, so erhöhen sie dennoch den Stress durch die Schmerzen und Unbehagen, die sie hervorrufen.

Nur durch die Beherrschung des Stresses, der mit der Anfälligkeit für Verletzungen, Krankheiten und Tod verbunden ist, können wir den Mut aufbringen, die Risiken einzugehen, die mit Überlebensaufgaben verbunden sind.


bb) Unsicherheit und Kontrollmangel
Manche Leute haben Schwierigkeiten, in Umgebungen zu arbeiten, in denen nicht alles klar ist. Die einzige Garantie in einer Überlebenssituation ist, dass nichts garantiert ist. Es kann extrem anstrengend sein, mit begrenzten Informationen in einer Umgebung zu arbeiten, in der wir nur eine begrenzte Kontrolle über unsere Umgebung haben. Diese Ungewissheit und mangelnde Kontrolle erhöhen auch den Stress, krank, verletzt oder getötet zu werden.


cc) Umwelt
Unter idealen Bedingungen ist die Natur sehr beeindruckend. Im Überleben hingegen werden wir mit den Stressoren des Wetters, des Geländes und der Vielfalt der Lebewesen, die in einem Gebiet leben, zu kämpfen haben.

Hitze, Kälte, Regen, Wind, Berge, Sümpfe, Wüsten, Insekten, gefährliche Reptilien und andere Tiere sind nur einige der Herausforderungen, die auf denjenigen warten, der für sein Überleben arbeitet.

Abhängig davon, wie jemand mit dem Stress seiner Umgebung umgeht, kann seine Umgebung entweder eine Quelle der Nahrung und des Schutzes oder eine Ursache extremer Unannehmlichkeiten sein, die zu Verletzungen, Krankheiten oder zum Tod führen.


dd) Hunger und Durst
Ohne Nahrung und Wasser werden wir geschwächt und sterben schließlich. So gewinnt die Beschaffung und Konservierung von Nahrungsmitteln und Wasser mit zunehmender Dauer des Überlebens immer mehr an Bedeutung. Für jemanden, der daran gewöhnt ist, dass seine Vorräte ausgehen werden, kann die Nahrungssuche eine große Quelle von Stress sein.


ee) Ermüdung
Auch dies in ein Stressfaktor. Sich selbst zu zwingen, weiter zu überleben, ist nicht einfach, da man immer müder wird. Es ist sogar möglich, so erschöpft zu sein, dass das Wachbleiben stressig ist.


ff) Isolation
Wenn man sich mit anderen in Schwierigkeiten befindet, bietet das einige Vorteile. Die Soldaten unter uns kennen das. Wir lernen individuelle Fähigkeiten, aber wir trainieren auch, als Teil eines Teams zu funktionieren. Doch auch Nicht-Soldaten funktionieren als Team in einer Überlebenssituation.

Der Kontakt mit anderen gibt ein größeres Gefühl von Sicherheit und das Gefühl, dass jemand zur Verfügung steht, um bei Problemen zu helfen. Ein bedeutender Stressfaktor in Überlebenssituationen ist, dass sich eine Person oder ein Team oft nur auf ihre eigenen Ressourcen verlassen muss.


Die erwähnten Überlebensstressoren sind keinesfalls die einzigen, denen wir gegenüber stehen. Wir sollten daran denken, was für eine Person stressig ist, kann für eine andere nicht stressig sein. Unsere Erfahrungen, unser eventuell vorhandenes Training, unsere persönliche Lebenseinstellung, körperliche und mentale Konditionierung und unser Selbstvertrauen tragen zu dem bei, was wir in einer Überlebensumgebung stressvoll finden. Das Ziel ist nicht, Stress zu vermeiden, sondern die Stressfaktoren des Überlebens zu bewältigen und sie für uns arbeiten zu lassen.


Wir haben nun allgemeines Wissen über Stress und Stressfaktoren, die für das Überleben typisch sind. Der nächste Schritt besteht darin, unsere Reaktionen auf die Stressoren zu untersuchen, denen wir möglicherweise ausgesetzt sind.



Natürliche Reaktionen
Wir haben im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen in unserer Umwelt überlebt. Unsere Fähigkeit, uns körperlich und geistig an eine sich verändernde Welt anzupassen, hielt uns am Leben. Die gleichen Überlebensmechanismen, die unsere Vorfahren am Leben erhalten haben, können uns auch am Leben erhalten. Doch diese Überlebensmechanismen, die uns helfen können, können auch gegen uns arbeiten, wenn wir ihre Anwesenheit nicht verstehen.

Es ist ganz natürlich, wenn der Großteil in einer Überlebenssituation einige psychologische Reaktionen hat. Wir werden nun einige der wichtigsten internen Reaktionen untersuchen, die wir und jeder, der mit uns zusammenarbeitet, mit den bereits erwähnten Überlebensstressoren erleben können.


a) Angst
Dies ist unsere emotionale Reaktion auf gefährliche Umstände, von denen wir glauben, dass sie das Potenzial haben, Tod, Verletzung oder Krankheit zu verursachen. Dies beschränkt sich jedoch nicht nur auf körperliche Schäden. Vielmehr kann die Bedrohung des emotionalen und geistigen Wohlbefindens auch Angst auslösen.

Angst kann jedoch für uns, die wir versuchen zu überleben, eine positive Funktion haben, indem sie uns ermutigt, in Situationen, in denen Rücksichtslosigkeit zu Verletzungen führen kann, vorsichtig zu sein.

Leider kann Angst uns auch lähmen. Es kann dazu führen, dass wir so ängstlich werden, dass wir keine überlebenswichtigen Aktivitäten ausführen.

Es ist keine Schande, ein gewisses Maß an Angst zu haben, wenn wir unter ungünstigen Bedingungen in eine ungewohnte Umgebung gebracht werden. Jeder muss sich selbst trainieren, um nicht von seinen Ängsten überwältigt zu werden. Im Idealfall können wir uns durch realistisches Training die Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen, die notwendig sind, um unser Selbstvertrauen zu stärken und damit unsere Ängste zu bewältigen.


b) Furcht
Verbunden mit der Angst ist Furcht. Weil es für uns natürlich ist, Angst zu haben, ist es auch für uns natürlich, Furcht zu erleben. Furcht kann ein unbehagliches, ängstliches Gefühl sein, das wir bekommen, wenn wir mit gefährlichen Situationen konfrontiert werden – physisch, mental und emotional. Bei einer gesunden Anwendung drängt uns die Furcht, die Gefahren, die unsere Existenz bedrohen, zu beenden oder zumindest zu meistern. Wenn wir nie ängstlich wären, gäbe es wenig Motivation, Veränderungen in unserem Leben vorzunehmen.

In einer Überlebensumgebung reduzieren wir unsere Furcht, indem wir Aufgaben ausführen, die unser Durchkommen durch diese Situation sicherstellen. Während wir die Furcht reduzieren, bringen wir auch die Quelle dieser Furcht unter Kontrolle – unsere Ängste. In dieser Form ist Furcht gut, aber Furcht kann auch verheerende Auswirkungen haben.


c) Wut und Frustration
Frustration entsteht, wenn unsere Pläne, unsere Versuche, ein Ziel zu erreichen, immer wieder durchkreuzt werden. Ziel des Überlebens ist es, am Leben zu bleiben, bis wir Hilfe erreichen können oder bis Hilfe uns erreichen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir einige Aufgaben mit minimalen Mitteln erledigen. Es ist unvermeidlich, dass bei dem Versuch, diese Aufgaben zu erfüllen, etwas schief geht, dass etwas außerhalb unserer Kontrolle geschieht und dass jeder Fehler, wenn es um unser Leben geht, in seiner Bedeutung noch größer wird. So werden wir früher oder später mit Frustration zu kämpfen haben, wenn einige unserer Pläne scheitern.

Ein Ergebnis dieser Frustration ist Wut. Es gibt viele Ereignisse in einer Überlebenssituation, die uns frustrieren oder verärgern können: Verlorene, beschädigte oder vergessene Ausrüstung, das Wetter, unwirtliches Gelände, feindliche Patrouillen und körperliche Einschränkungen sind nur einige der Ursachen für Frustration und Wut.

Frustration und Wut fördern impulsive Reaktionen, irrationales Verhalten, schlecht durchdachte Entscheidungen und in manchen Fällen auf eine „Ich gebe auf“-Haltung. Wenn wir jedoch die mit Wut und Frustration verbundene emotionale Intensität nutzen und richtig kanalisieren können, können wir produktiv handeln, wenn wir die Herausforderungen des Überlebens meistern. Wenn wir unsere Wut hingegen nicht richtig fokussieren, können wir viel Energie in Aktivitäten vergeuden, die weder unsere Überlebenschancen noch die derer um uns herum fördern.


d) Depression
Eine weitere natürliche Reaktion auf eine Überlebenssituation ist die Depression. Es wäre seltsam, wenn eine Person nicht wenigstens für einen Augenblick traurig wäre, wenn sie mit den Entbehrungen des Überlebens konfrontiert wäre. Wenn sich diese Traurigkeit vertieft, bezeichnen wir das Gefühl als „Depression“. Es besteht eine enge Verbindung mit Frustration und Wut.

Die frustrierte Person wird immer wütender, wenn sie ihre Ziele nicht erreicht. Wenn die Wut der Person nicht zum Erfolg verhilft, steigt das Frustrationslevel sogar noch höher. Ein destruktiver Kreislauf zwischen Ärger und Frustration setzt sich fort, bis die Person körperlich, emotional und mental niedergeschlagen ist.

Wenn eine Person diesen Punkt erreicht, beginnt sie aufzugeben, und ihr Fokus verschiebt sich von „Was kann ich tun?“ zu „Es gibt nichts, was ich tun kann“. Depression ist ein Ausdruck dieses hoffnungslosen, hilflosen Gefühls.

Es ist nichts falsch daran, traurig zu sein, wenn wir vorübergehend an unsere Lieben denken und uns daran erinnern, wie das Leben in der Zivilisation ist. Solche Gedanken können uns den Wunsch geben, uns noch mehr zu bemühen und einen weiteren Tag zu leben.

Wenn wir uns jedoch erlauben, in einen depressiven Zustand abzusinken, wird es all unsere Energie rauben und vor allem unseren Willen zum Überleben. Deshalb ist es wichtig, dass wir gegen Depression ankämpfen.


e) Einsamkeit und Langeweile
Bei einer Überlebenskonstellation besteht eine deutliche Chance auf Isolation. Das ist jedoch nichts Schlechtes. Einsamkeit und Langeweile können Qualitäten hervorbringen, von denen wir dachten, dass sie nur andere haben. Das Ausmaß unserer Vorstellungskraft und Kreativität mag uns überraschen. Wenn wir dazu gezwungen werden, können wir sogar versteckte Talente und Fähigkeiten entdecken. Aber vor allem können wir auf ein Reservoir innerer Kraft und Stärke zugreifen, von dem wir nie gewusst haben, dass wir es haben.

Umgekehrt können Einsamkeit und Langeweile eine weitere Quelle der Depression sein. Deshalb müssen wir Wege finden, unseren Verstand produktiv zu beschäftigen. Darüber hinaus müssen wir Vertrauen in unsere Fähigkeit haben, etwas alleine zu machen.


f) Schuld
Die Umstände, die dazu führen, dass wir uns in einer Überlebensumgebung befinden, sind manchmal dramatisch und tragisch. Es könnte das Ergebnis eines Unfalls oder einer militärischen Mission sein, bei der es zu einem Verlust von Leben gekommen ist. Vielleicht sind wir die einzigen Überlebenden oder gehören zu einer kleinen Gruppe Überlebender. Obwohl wir natürlich erleichtert sind, am Leben zu sein, trauern wir gleichzeitig um den Tod anderer, die weniger Glück hatten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Überlebende schuldig fühlen, dass sie vom Tod verschont geblieben sind, andere hingegen nicht.

Dieses Gefühl hat, wenn es positiv genutzt wird, die Überlebenden ermutigt, mehr zu versuchen. Manchmal versuchten Überlebende am Leben zu bleiben, damit sie die Arbeit der Getöteten weiterführen konnten.

Wir dürfen uns nicht von Schuldgefühlen davon abhalten lassen zu leben. Die Lebenden, die ihre Überlebenschance aufgeben, erreichen nichts. Solch ein Akt wäre die größte Tragödie.


Vorbereitung
Wie wir gesehen haben, werden wir eine Auswahl an Gedanken und Emotionen erleben. Diese können entweder für uns arbeiten oder sie können zu unserem Untergang führen. Angst, Furcht, Wut, Frustration, Schuldgefühle, Depressionen und Einsamkeit sind mögliche Reaktionen auf die vielen Stressfaktoren, die für das Überleben typisch sind. Wenn wir sie auf gesunde Weise kontrollieren können, tragen sie dazu bei, unsere Überlebenswahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Wenn wir sie hingegen nicht kontrollieren können, können sie uns lähmen. Anstatt unsere internen Ressourcen zu sammeln, hören wir auf unsere inneren Ängste. Derjenige, der die Reaktionen nicht kontrollieren kann, erlebt eine psychologische Niederlage, lange bevor er physisch unterliegt.

Wir brauchen jedoch keine Angst vor unseren „natürlichen Reaktionen auf diese unnatürliche Situation“ zu haben. Stattdessen sollten wir uns darauf vorbereiten, über diese Reaktionen zu herrschen, damit sie unserem ultimativen Interesse dienen – dem Überleben.

Es beinhaltet Vorbereitung, um sicherzustellen, dass unsere Reaktionen in einer Überlebensumgebung produktiv und nicht destruktiv sind.

Im Folgenden sind einige Ratschläge aufgeführt, wie man sich psychologisch auf das Überleben vorbereiten kann:


a) Kenne dich selbst
Durch Training, Familie und Freunde entdecken wir, wer wir im Inneren sind. Wir sollten deshalb unsere Qualitäten stärken und die Bereiche entwickeln, von denen wir wissen, dass sie überlebensnotwendig sind.


b) Erwarte Ängste
Wir dürfen nicht so tun, als hätten wir keine Ängste. Wir müssen darüber nachdenken, was uns am meisten erschrecken würde, wenn wir alleine überleben würden. Dann trainieren wir in jenen Bereichen, die uns interessieren. Das Ziel ist nicht, die Angst zu beseitigen, sondern Vertrauen in unsere Fähigkeit zu schaffen, trotz unserer Ängste zu funktionieren.


c) Sei realistisch
Wir sollten keine Angst davor haben, Situationen ehrlich einzuschätzen. Wir sollten die Umstände so sehen, wie sie sind, nicht so, wie wir sie haben wollen. Wir sollten ebenfalls unsere Hoffnungen und Erwartungen halten.

Wenn wir mit unrealistischen Erwartungen in eine Überlebensumgebung gehen, können wir damit die Grundlage für eine bittere Enttäuschung legen. Wir sollten hierbei dem Spruch folgen: „Hoffe für das Beste, bereite dich auf das Schlimmste vor.“


d) Adoptiere eine positive Einstellung
Wir müssen lernen, in allem das potentielle Gute zu sehen. Die Suche nach dem Guten steigert nicht nur die Moral, sondern ist auch hervorragend für die Ausübung unserer Fantasie und Kreativität.


e) Erinnere dich daran, was auf dem Spiel steht
Wir müssen daran denken, dass Unfähigkeit, uns auf das Überleben vorzubereiten, zu Reaktionen wie Depression, Nachlässigkeit, Unaufmerksamkeit, Vertrauensverlust, schlechter Entscheidungsfindung und Aufgeben führt, bevor der Körper nachgibt. Es geht um unser Leben und das Leben anderer, die auf uns angewiesen sind.


f) Trainiere
Wir sollten uns auf die Herausforderungen des Überlebens vorbereiten. Wenn wir unsere Fähigkeiten im Training demonstrieren, werden wir das Selbstvertrauen haben, sie aufzurufen, wenn es nötig sein sollte. Je realistischer das Training ist, desto weniger überwältigend ist die tatsächliche Situation.


g) Lerne Techniken, mit Stress umzugehen
Diejenigen, die unter Stress stehen, haben das Potential, in Panik zu geraten, wenn sie nicht gut ausgebildet und psychologisch nicht darauf vorbereitet sind, sich den Umständen zu stellen.

Obwohl wir die Überlebensumstände, in denen wir uns befinden, oft nicht kontrollieren können, liegt es in unserer Fähigkeit, unsere Reaktion auf diese Umstände zu kontrollieren. Das Lernen von Techniken, mit Stress umzugehen, kann unsere Fähigkeit, ruhig und konzentriert zu bleiben erheblich verbessern.

Ein paar gute Techniken sind Entspannung, Zeitplanung, Durchsetzungsvermögen und kognitive Umstrukturierung, also die Fähigkeit zu steuern, wie wir eine Situation sehen.

„Der Wille zu überleben“ kann auch als „die Weigerung, aufzugeben“ betrachtet werden.
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Ich diene der Natur und schütze das Leben. Mit meinem eigenen.
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