Nachtliga-Forum Nachtliga-Forum
Das Rollenspielforum für die Forscherliga, die Nachtwache und unsere verbundenen Realms
www.Forscherliga-Forum.de
www.Nachtliga-Forum.de
 
 Kalender  FAQFAQ  ImpressumImpressum & Datenschutz  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  BenutzergruppenBenutzergruppen  RegistrierenRegistrieren  ProfilProfil  EinstellungenEinstellungen  CharakterCharakter  private Nachrichtenprivate Nachrichten  LoginLogin 

KalenderKalender
Do 16 Aug 2018
Fr 17 Aug 2018
Sa 18 Aug 2018
So 19 Aug 2018
Mo 20 Aug 2018
Di 21 Aug 2018
Mi 22 Aug 2018
Heute ist der 17. Aug 2018, 17:41
 Forum-Index » Rollenspiel » Kalimdor » Orden der Dalanari » IC » Ordensalltag » Einsatzberichte
Akte: Seltsame Vorfälle im Dämmerwald
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Seite 1 von 2 [20 Beiträge] Das Thema als ungelesen markieren ::  Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
Gehe zu Seite: 1, 2 Weiter
Autor Nachricht
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Akte: Seltsame Vorfälle im Dämmerwald Verfasst am: 12. Jul 2017, 16:52 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Vorwort:

Diese Akte umfasst sämtliche Berichte, Protokolle und Aktennotizen zu den seltsamen Vorfällen im Dämmerwald, sofern sie allen Beteiligten zugegangen sind.

Geführter Schriftverkehr, interne Dokumente, gefertigte Karten und Zeichnungen sowie sonstige Dokumente befinden sich hingegen nicht in dieser Akte, sondern werden separat geführt.



gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 25. Tag des 6. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 16:53 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Bericht


I. Sachlage
Im Dämmerwald sind Menschen verschwunden, darunter auch welche aus Sturmwind. Zwischen dem Hain Azdrassils und Rabenflucht befindet sich ein unnatürlicher Hügel aus massivem Fels. Um ihn herum befinden sich zahlreiche Knochen und einfachere Waffen.


II. Ausführung
Am 6. Tag des 5. Monats abends wurde Schwester Kelyndea von einem Mann der Nachtwache, der sich als Hadok Sturmeifer vorstellte, angesprochen. Er suchte nach den Kaldorei des Hains.

Er berichtete erst Schwester Kelyndea, später auch mir, von verschwundenen Menschen. Dabei soll es sich anfangs um Landstreicher und Obdachlose, aber in jüngster Zeit auch normale Bürger handeln, darunter auch Bürger Sturmwinds.

In der Taverne von Dunkelhain erzählten die Menschen von Träumen. In ihnen kam ein Loch vor und alle Menschen konnten auf einer Landkarte die genaue Lage des Lochs bestimmen, obwohl niemand von ihnen je dort war. Offenbar hat dieses Loch etwas mit den verschwundenen Personen zu tun.

Herr Sturmeifer wurde losgeschickt, um den Berichten nachzugehen. Er sollte sich zudem erkundigen, ob wir Kaldorei etwas davon wüssten. Weder Schwester Kelyndea noch mir hatten Kenntnis über das Loch oder die verschwundenen Menschen.

Schwester Kelyndea folgte Herrn Sturmeifer gen Westen in Richtung Westfall. Unweit der Kreuzung verließen sie die Straße. Kelyndea stieß auf erste Spuren im Gras, welche auf mehrere Menschen hindeuteten. Sie fand zudem eine silberne Halskette, die sie mir später zeigte und die vermutlich einer Menschenfrau gehörte. Kelyndea bewahrt die Halskette weiterhin auf.

Kelyndea und Herr Sturmeifer stießen auf verstreute Knochenreste, welche offenbar von Tieren stammten. Es war ein schwacher Geruch von Verwesung festzustellen. Die Knochen selbst waren jedoch allesamt blank abgefressen. Keinerlei Fleischreste waren zu erkennen, dafür jedoch Biss- und Kratzspuren. Auffällig war, dass keine Tierschädel zu finden waren, geschweige denn Fragmente davon.

Die Spuren führten weiter nach Norden. Dort wurde ein unnatürlicher Hügel aus massivem Fels vorgefunden. Weder Schwester Kelyndea noch ich können uns an diesen entsinnen. Der Hügel selbst ist nicht sonderlich groß, jedoch fanden sich um ihn herum zahlreiche Knochen verteilt, darunter auch menschliche Knochen. Einfachere Waffen wie Messer oder Dolche fanden sich ebenfalls, einige davon noch von knochigen Händen umklammert. Ein Dolch steckte in einem Brustkorb. Es wird vermutet, dass sich die Menschen oder einzelne gegenüber angriffen. Auch hier war auffällig, dass die Schädel fehlten.

Kelyndea bemerkte das Rauschen des Windes und fand ein etwa faustgroßes Loch im Hügel. Sie näherte sich als erstes dem Loch. Der Wind führte einen zunehmenden Geruch von Blut und Verwesung mit sich, je näher man kam.

Kurze Zeit später bemerkte sie für einen kurzen Moment eine Art Leuchten, wie von einer Fackel, innerhalb des Lochs. Es verschwand, kaum dass Kelyndea es bemerkte, und tauchte nicht wieder auf.

Sowohl Kelyndea als auch meine Wenigkeit vernahmen die leisen Stimmen zweier Personen. Eine sprach Gemeinsprache. Es waren nur Wortfetzen zu verstehen. „..Sargeras modrigen Hufen... ... ... bescheuert könnt ihr sein“. Eine zweite, rauhe Stimme sprach in fremder Sprache, die ich als Eredun identifizieren würde.

Wir zogen uns etwas von dem Loch zurück. Wir vermuten, dass es sich hierbei nur um ein Luftloch handelt. Der Eingang muss sich woanders befinden.

Ich fragte Herrn Sturmeifer bezüglich der Träume der Dorfbewohner. Ich wollte wissen, wann diese Träume angefangen hatten und wovon sie genau handelten. Herr Sturmeifer erzählte mir, dass die Alpträume mittlerweile verschwunden wären. Diejenigen, die jedoch von dem Loch träumten, sahen sich immer und immer wieder irgendwelchen Toden ausgesetzt, sei es an einen Baum genagelt, sei es in der Wüste ausgesetzt, sei es von Wölfen lebendig gefressen, sei es betäubt auf dem Boden liegend oder sei es durch Würmer. Begonnen haben die Träume vor vier Wochen. Herr Sturmeifer berichtete, dass zu dem Zeitpunkt eine vermummte Karawane durch den Ort gereist ist. Auf meine Nachfrage hin nach Auffälligkeiten erzählte Herr Sturmeifer, dass nur die Anführerin geredet hätte. Sie wollte wohl Wasser nachfüllen lassen und bezahlte auch beim Tavernenwirt. Sie soll wohl von Adel gewesen sein und eine sehr ruhige Stimme besessen haben, als sie sich mit „Lady von Moorschwingen“ vorstellte. Mit ihr gehörten noch sechs weitere Personen zur Karawane. Sie sollen ruhig gewesen sein. Sie zeigten keine Bewegung, waren gut gerüstet sowie bewaffnet und trugen schwarze Umhänge. Herr Sturmeifer vermutet, dass sie entweder zum Schlingendorntal oder nach Westfall unterwegs waren.

Die Karawane hatte einen einzigen Wagen dabei, der mit einem dunklen Tuch abgedeckt war. Die „vermummten Stummen“ – wie Herr Sturmeifer sie nannte – hatten ihre Köpfe nur dann bewegt, wenn jemand dem Wagen zu nahe kam. Einen kleinen Jungen namens Peter haben sie so in Angst und Schrecken versetzt, als er sich den Wagen anschauen wollte wegen der Symbolik darauf. Laut Herrn Sturmeifer fing der Junge an zu schreien, als er dem Wagen nur kurz näherkam, und rannte dann zu seiner Mutter. Seither schläft der Junge schlecht, ist aber in der Fürsorge des Dorfarztes.

Ich fragte bezüglich der genannten Symbolik nach. Herr Sturmeifer konnte es nicht beschreiben, jedoch zeichnete er es auf und meinte, es wäre das gleiche Zeichen wie auf den Umhängen. Er zeichnete dazu die Umrisse eines Umhanges auf das Pergament und deutete einen dunklen Hintergrund an. In der Mitte ließ er Platz für ein Symbol, welches wie ein Pfeil nach oben aussieht. Zwei weitere davon zeichnete er rechts und links und ein mehrfaches Dreieck darunter. Die Zeichnung liegt diesem Bericht als Anlage bei.

Herr Sturmeifer, Kelyndea und ich zogen uns noch weiter von dem Hügel und dem Loch zurück. Herr Sturmeifer erwähnte, dass es zu viele alte Mineneingänge geben würde. Ich fragte ihn deshalb, ob es eine Karte von den alten Mineneingängen geben würde und ob er uns diese nebst näheren Informationen zukommen lassen könnte, ebenso zu dem Verlauf der Minenschächte. Er konnte jedoch nicht genau sagen, ob solche Karten vorhanden sind, wollte aber nachschauen.

Er wird seinem Kommandanten von dem Vorfall berichten und sagte uns, dass sich jemand von der Nachtwache bei uns für eine Besprechung melden wird, sobald sie einige Informationen zusammengesammelt haben.

Bevor sich unsere Wege trennten – eine Begleitung zur Sicherheit lehnte er ab -, sagten wir Kaldorei ihm und der Nachtwache zu, dass wir auf unseren Patrouillen Augen und Ohren offen halten werden.

Kelyndea und ich berieten noch das weitere Vorgehen. Ich entschied, dass wir dieses Gebiet unter genauer Beobachtung halten, einschließlich des Weges. Weitere Opfer müssen verhindert werden, so dass Menschen, die sich diesem Hügel nähern wollen, aufgehalten werden müssen. So lautete auch meine Anweisung an Kelyndea. Ich übernehme hierfür die volle Verantwortung, sollte etwas dabei geschehen.

Kelyndea und ich teilen uns die Wache, sie des Nachts, ich bei Tag. Eine meiner Eulen, Seldran, wird uns dabei unterstützen. Es wird keine Alleingänge geben, da wir nicht wissen, um was für eine Gruppierung es sich handelt. Sollte Unterstützung erforderlich sein, wird die jeweils andere per Eule kontaktiert werden.

Da einige der verschwundenen Personen aus Sturmwind stammten, wurde entschieden, dass ich mich unter meinen Kontakten in Sturmwind umhöre. Deshalb brach ich umgehend nach Sturmwind auf in der Hoffnung, ihn dort anzutreffen.

Ich fand ihn am Kathedralenplatz im Gespräch mit einer jungen Menschenfrau. Erst nachdem diese fort war, fragte ich ihn, ob Personen aus Sturmwind vermisst gemeldet worden waren. Er konnte die Frage nicht sofort beantworten, versprach aber, sich die Logs anzusehen und seine Ohren offenzuhalten. Da meine Eulen bei der Kammwacht auf Patrouillenflügen sind, erklärte ich ihm, dass ich eine davon abziehen müsse. Ich erklärte ihm kurz den Grund dafür. Er zeigte sich schockiert, bleckte die Zähne und grollte. Ich versprach, ihm eine Abschrift dieses Berichts zukommen zu lassen.


III. Schlusswort
Bis auf weiteres sollte der Bereich zwischen dem Hain Azdrassils und Rabenflucht nur mit äußerster Vorsicht betreten werden. Der Weg Richtung Sturmwind sollte vorsichtig angetreten werden, vor allem im Bereich um den Hügel herum.

Uns ist unklar, wie solche Dinge vor unseren Augen und Ohren passieren konnten. Wir werden deshalb verstärkt dort Wache halten. Menschen, die von der Straße abkommen und sich diesem Gebiet nähern wollen, und weder zur Nachtwache noch zu dieser merkwürdigen Gruppierung gehören, werden von uns daran gehindert werden.

Wir sollten uns auf eventuellen Besuch von Angehörigen der Nachtwache einrichten, sollten sich in Kürze Neuigkeiten ergeben. Deshalb wird sich stets jemand von uns in unmittelbarer Nähe zum Hain aufhalten.

Kelyndea und ich sind uns zudem einig, dass ich das kommende Training der Menschen besuchen soll, um vielleicht neue Informationen zu erhalten.

Ich möchte zudem noch folgendes erwähnen: Kelyndea berichtete mir, dass Herr Sturmeifer auf sie einen freundlichen, interessierten Eindruck gemacht hätte und dass keinerlei Feindseligkeiten in seinen Worten oder Blicken zu erkennen gewesen waren. Sie selbst stand ihm ebenfalls freundlich und sofort hilfsbereit gegenüber und hat ihn ohne zu zögern begleitet.


gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 2. Tag des 6. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 16:53 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Bericht

Anwesende:
Hadok Sturmeifer
Elanil Laubschild
Kelyndea Rabentau
Avalora Sternenstaub


I. Sachlage
Die Situation rund um den entdeckten und beobachteten Hügel (siehe Bericht vom 6. Tag des 5. Monats) blieb ruhig. Die Stimmen konnten vereinzelt noch vernommen werden, jedoch schienen sie unterhalb der Erde weitergezogen zu sein.

Rund um den Hain sind jedoch einige merkwürdige Pflanzen aufgetaucht, die sich an Bäumen oder Ruinen emporranken.

Aufgrund dieser Pflanzen verständigte ich Elanil Laubschild, Druidin der Kralle und der Dämmerläufer und bat sie um Mithilfe.


II. Ausführung
Am 2. Tag des 6. Monats erschien Hadok Sturmeifer bei uns Kaldorei im Hain und erfragte den aktuellen Sachstand bezüglich des Hügels. Ich berichtete ihm von der ruhigen Lage und davon, dass die Stimmen zwar noch zu vernehmen waren, jedoch weitergezogen zu sein schienen.

Herr Sturmeifer erkundigte sich, ob uns Kaldorei ebenfalls die rankenartigen Pflanzen aufgefallen wären, die es vereinzelt zu sehen gäbe. Wir bejahten dies, und ich teilte ihm mit, dass es grüne Stellen im Blätterdach gab. Herr Sturmeifer meinte, dass er keine wirkliche Verbindung zwischen den vermeintlichen Dämonen und den grünen, wachsenden Pflanzen gefunden hat.

Er überreichte mir schließlich die von mir angeforderten Karten aller bekannten Höhlen- sowie Mineneingänge und erzählte dann, dass sich die Menschen über weniger Übergriffe seitens der Worgen freuen würden. Er berichtete auch, dass die Nachtwache einen Worgen – ein Zwischending aus verwildert und zivilisiert – gefangen genommen hat. Dieser Worgen steht im Verdacht, eine Familie außerhalb von Dunkelhain ermordet zu haben. Das Motiv ist jedoch noch unklar, ebenso ob es mit der Sache im Dämmerwald allgemein zusammenhängt. Herr Sturmeifer berichtete zudem, dass sich Danee Tyrell vom Orden der Scharlachroten Faust dem Worgen angenommen hat.

Wir erfuhren dann, dass Herr Sturmeifer einem alten Hof einen Besuch abstatten wollte, da die Pflanzen dort ebenfalls zu wachsen scheinen. Wir Kaldorei begleiteten ihn.

Als wir am Hof ankamen, entdeckten wir die Pflanze, die sich an dem alten Kamin emporrankte und an dessen Spitze kleine, dickliche grüne Knospen gebildet hatten.

Elanil Laubschild machte sich daran, die seltsame Pflanze. Dabei konnte sie feststellen, dass die Natur der Pflanze chaotischer Art ist. Sie ist natürlich und widernatürlich zugleich. Zudem berichtete Elanil davon, dass die Pflanze ein stetiges Flüstern von sich gab. Die einzigen Worte, die Elanil verstehen konnte, lauteten „Macht uns ganz“. Elanil bemerkte bei einer genaueren Untersuchung, dass die Pflanze etwas zu schützen sein.

Sie begann, die Pflanze mit Naturmagie zu behandeln, was dazu führte, dass diese verwelkte und etwas preisgab. Es war ein Amulett, das einen Baum zeigte, welcher auf einer Seite abgestorben war und auf der anderen Seite erblühte. Das Amulett war mit derselben Magie gefüllt, die die Pflanze ausstrahlte.

Während Elanil die Pflanze untersuchte, tauchten die ersten großen Mücken auf und ließen sich an einigen Stellen nieder. Zudem bemerkten Kelyndea und ich, dass wir beobachtet wurden, als ein Ast unter großem Gewicht zerbrach. Wir zogen ohne zu zögern unsere Bögen.

Irgendetwas veranlasste die Mücken, in die Richtung der Geräusche aus dem Wald zu fliegen. Kurz darauf tauchte ein Wolf auf, der auf uns zueilte. Er war derjenige gewesen, der uns beobachtet hatte. Er wurde von ein paar Dutzend dieser Mücken regelrecht verfolgt, die sich insbesondere auf seinem Schnauzenrücken und anderen zugänglichen Stellen festsetzen wollten.

Ich eilte dem Tier zu Hilfe, während ich Kelyndea anwies, mir Deckung zu geben. Ich versuchte, mittels meiner Gabe mit dem Tier Kontakt aufzunehmen und ihm dabei zu helfen, die Mücken loszuwerden.

Der Wolf wirkte beunruhigt und wollte direkt wieder flüchten. Ich versuchte, ihn zu beruhigen, was ich auch im ersten Moment schaffte. Allerdings übermittelte mir das Tier ein steigendes Gefühl von Furcht, welche in Wut überschlug. Ich verstand es als Warnung und zog mich von dem Wolf zurück, ohne ihn aus den Augen zu lassen. Noch während ich mich zurückzog, erkannte ich eine schleichende Veränderung. Die Augen des Wolfs nahmen eine andere, grünlichere Farbe an. Das alarmierte mich und ich zog meine Waffe. An Kelyndea erging der Befehl, sich bereitzuhalten.

Unvermittelt jaulte das Tier wild los und wühlte ziellos in der Erde herum. Dann sprang es mich an und riss mich zu Boden. Kelyndea schoss ohne zu zögern, als dies geschah, verfehlte jedoch.

Der Wolf wirkte auf mich, als wäre er in eine unnatürliche Wut versetzt. Er verhielt sich auch nicht natürlich. Als ich meinen Dolch zog, wollte er ihn mir mit seiner Schnauze abnehmen, um mich zu entwaffnen.

Elanil versuchte, den Wolf am Nacken zu packen. Dabei versuchte sie auch, mich mit ihrem Stab zu schützen. Herr Sturmeifer griff nun ebenfalls mit an. Mit vereinten Kräften konnten wir das Tier töten.

Elanil berichtete später, dass sie den Wolf nicht beruhigen konnte. In seinen letzten Momenten hat sich das Tier für das, was geschehen war, entschuldigt. Offensichtlich war es nicht Herr seiner Selbst gewesen.

Kurz nach dem Ableben des Wolfs kroch eine der Mücken aus seiner Schnauze. Elanil bekam sie zu fassen und untersuchte sie. Dabei stellte sie fest, dass auch diese Mücke von dieser Magie befallen war. Kurz nach Untersuchungsbeginn ging die Mücke in Flammen auf. Es wird deshalb vermutet, dass die Mücken kontrolliert werden.

Elanil äußerte zudem die Vermutung, dass die Mücken wie ein Parasit wirken könnten. Sie setzen sich im Körper eines Wirts ab, um so demjenigen, der Kontrolle über diese Mücken hat, die Möglichkeit zu geben, die Kreatur zu kontrollieren. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass sie beim Blutsaugen über das ausgestoßene Sekret die Magie in den Wirt absondern. Ab einer gewissen Menge könnte dies ebenfalls die Möglichkeit der Kontrolle hervorrufen.

Laut Herrn Sturmeifer wurden allerdings auch schon Menschen gestochen, und es kam bisher nicht zu solchen Vorfällen. Elanil vermutet deshalb, dass es dazu vielleicht mehrere Stiche benötigt oder aber die Magie nicht stark genug ist, um Körper und Geist eines humanoiden Wesens zu kontrollieren.

Elanil wird in den nächsten Tagen versuchen, eine der Knospen dieser seltsamen Pflanze zu entfernen, um diese genauer zu untersuchen. Sie hofft, auf diese Art mehr herauszufinden.

Das Amulett übergab sie mir zur Verwahrung. Ich werde es an die mir bekannten Magier zur Untersuchung weiterreichen.



gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 4. Tag des 6. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 16:54 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Bericht


I. Sachlage
Das gefundene Amulett sollte durch einen Magier untersucht werden. Dazu sandte ich eine Nachricht an Fereon Laubmantel, einem Kaldorei und zudem Mitglied im neu gegründeten Zirkel von Azora. Nach einer kurzen Besprechung in Sturmwind beschlossen wir, die Untersuchung am Abend des Folgetages durchzuführen. Dazu wurde ein Treffpunkt im Dämmerwald ausgemacht. Als Vorbereitung sollte ich eine Schale mit normalem Wasser bereitstellen.


II. Ausführung
Am 4. Tag des 6. Monats traf Fereon Laubmantel am vereinbarten Treffpunkt im Dämmerwald ein, wo die Druidin Elanil Laubschild und ich bereits warteten. Die Schale mit Wasser stand bereit, und ich händigte Fereon Laubmantel das Amulett aus. Es hat im Verlauf einer kurzen Zeit bereits an Konturen verloren. Die im Kreis geordneten schriftgleichen Zeichen ließen sich gerade noch ausmachen, je nachdem wie das Amulett gehalten wurde.

Herr Laubmantel holte die von ihm mitgebrachten Materialien hervor und prüfte sie.

Zu dem Zeitpunkt tauchte eine Dämonenjägerin uneingeladen auf. Sie hatte wohl in Sturmwind die Gespräche belauscht. Die Druidin war verständlicherweise noch weniger über ihre Anwesenheit begeistert als ich, doch da ich nicht wusste, was uns erwarten würde, beschloss ich, dass sie bleiben durfte, solange sie sich ruhig verhielt und unter Kontrolle hatte. Sowohl meine Eule als auch mein Säbler behielten die Dämonenjägerin wachsam im Auge.

Herr Laubmantel erklärte uns das Ritual. Es sollte ein Weissagungsritual sein, wie er sagte. Dieses würde eine Illusion auf die Oberfläche des Wassers widerspiegeln. Er konnte jedoch nicht vorhersagen, was uns offenbart werden würde. Er konnte jedoch sagen, dass jene Symbolik in Verbindung mit dem Amulett stünde.

Wir traten näher an die Schale heran, da Herr Laubmantel uns um unsere Aufmerksamkeit bat, um das Gesehene zu interpretieren und die Visionen in die rechte Richtung zu lenken.

Herr Laubmantel nahm etwas Staub aus einem der Beute und streute ihn in die Schale. Sie begann, in den Farben des Regenbogens zu leuchten. Mit einer Hand brauchte er das Wasser in der Schale zum Kreisen, legte dann behutsam das Amulett in die Mitte das Wasser und sprach eine Formel.

Einen Moment lang geschah nichts. Dann nahmen wir einen feinen Strudel in der Schale wahr, der langsam stärker und stärker wurde, bis sich tintenartig Farben von allen Seiten dem Zentrum näherten.

Die Farben waren überwiegend dunkler Natur und vermengten sich wie verschwommene Wolken in einem tiefen Meer. Die ersten Bilder tauchten auf. Sie wirkten wie flüchtige Momente. Doch wir konnten Kalimdor erkennen sowie ein kurzes Licht und ein vermummtes Gesicht eines Menschen. Als die Bilder ruhiger wurden, erkannten wir eine Küste und Naga. An der Küste befanden sich alte Ruinen vergangener Zivilisation. Eine Klippe war ebenfalls zu erkennen. Die Bilder veränderten sich und zeigten einen Vulkan mitten in grüner Landschaft. Auf ihm befand sich ein längst erloschenes Feuerelementar. Wir sahen auch einen Ort der Kaldorei, umgeben von Wasser. Wir erkannten das Gebiet als das Eschental und den Ort als Astranaar.

Als nächstes sahen wir eine Gestalt, die den Ort betrat. Die Gestalt war jedoch schwer zu erkennen, so dass wir nicht bestimmen konnten, ob es sich um einen Menschen, einen Elfen oder etwas anderes handelte. Die Gestalt bewegte sich ruckartig und erinnerte dabei an einen Schatten auf der Flucht vor der Sonne. Er bewegte sich so schnell, dass die Kaldorei ihn nicht bemerkten.

Die Bilder schienen dieser Gestalt zu folgen, und wir sahen vermutlich kurz darauf aus ihren Augen auf den Ort. Das Haus eines Kaldorei wurde über das Fenster betreten. Dem Nachtelfen, den wir sahen, war irgendetwas nicht geheuer. Er erhob sich und ging auf uns – oder vielmehr die Gestalt – zu. Dann wurde es dunkel und nebelig im Bild.

Als das Bild wieder klarer wurde, sahen wir eine rituelle Klingenspitze, die aus einem Kaldorei gezogen wurde. Dieser wirkte wie ausgetrocknet und völlig bleich. Die Gestalt eilte auf einen Tisch zu, dann auf einen Schrank und letztlich zu einer Kiste, die aufgebrochen wurde. Die linke Hand, die nach dem Inhalt griff, wirkte kümmerlich. Sie zog etwas heraus. In dem Moment formte und türmte das Wasser sich zu einem Schlüssel auf. Es handelte sich jedoch nur um eine Illusion.

Wir behielten unseren Abstand zu der Schale und den Bildern. Doch irgendetwas löste das Bild des Schlüssels aus. Wir sahen, wie sich die Szene wechselte. Wir waren nun wieder Beobachter. Die schemenhafte Gestalt, wohl etwas größer und einen schattenhaften Umhang tragend, war umgeben von drei toten Kaldorei.

Die Gestalt bewegte sich in Richtung der Küste, die wir bereits am Anfang gesehen hatten. Sie bewegte sich schwach, so als würde sie nach Ruhe dürsten. Sie bewegte sich auf eine Ruine an der Küste zu. Dabei ging sie an den Nagas vorbei, die sie passieren ließen. Immer wieder hielt die Gestalt inne, kniete nieder und stemmte sich wieder hoch, um weiter ihrem Pfad zu folgen. Als sie die Ruine erreichte, verschwand sie.

In diesem Moment veränderte sich alles. Wir vernahmen ein Knarzen in den Ästen der Bäume. Es kam ein Wind auf und mit ihm das Rauschen der Blätter. Doch es klang nicht normal.

Das Bild im Wasser verschwamm. Die Farben verblassten. Für einen Moment ließ sich am Rande hin ein langsam auflösendes Amulett erkennen. Sehr feine, grüne und leuchtende Linien schmückten winzige Spalten in dessen Oberfläche.

Das alarmierte uns, ebenso wie der Wind und das Rauschen der Blätter. Wir nahmen eine Präsenz wahr, die nicht hier hingehörte. Der Quell schien bei uns oder unserer unmittelbaren Nähe zu sein.

Herr Laubmantel versuchte den Zauber zu unterbrechen, indem er die Schale mit dem Amulett umstieß, um Wasser, Schale und Amulett rasch voneinander zu trennen. Ein mächtiger Baum links von uns schmückte den Boden mit herbstfarbenen Blättern, die vereinzelt herabfielen. Es wirkte natürlich, doch es war nicht die Jahreszeit dafür.

Ich hörte über mir im Baum ein Geräusch, so als würde etwas schweres Hölzernes brechen und nach unten fallen. Reflexartig schickte ich einen Pfeil nach oben in die Krone in der Hoffnung, einen möglichen Beobachter und Angreifer so zu treffen.

Das Geräusch stammte jedoch von einem dicken Ast. Mein Pfeil steckte in ihm, während er auf mich zurauschte. Ich konnte gerade noch ausweichen, so dass der Ast und die peitschenden kleinen Äste und Blätter lediglich auf das Amulett fielen und unter sich begruben.

Die Dämonenjägerin zögerte nicht und versuchte, das Amulett oder zumindest dessen Fragmente zu bergen.

Währenddessen konnte Elanil Laubschild oben in der Baumkrone viele kleine Käfer ausmachen, die vorher noch nicht da gewesen waren. Sie fraßen am Baum herum, auf dass er brüchig wurde und an Energie verlor.

Die Dämonenjägerin drehte sich plötzlich mit hell glühenden Augen schlagartig um. Eine Schattenspitze hatte sich ihr genähert, so als hätte sie ein Eigenleben.

Herr Laubmantel beschwor ein helles arkanes Licht, welches den Schatten traf und dieser sich daraufhin auflöste. Am Boden blieb eine verbrannte schwarze Fläche zurück. Sie erinnerte schemenhaft an eine humanoide Gestalt.

Mein Säbler fauchte kurz darauf laut und machte uns somit auf eine neue Gefahr aufmerksam. Ein zweiter Schatten in Form eines Kaninchens bewegte sich auf Herrn Laubmantel zu. Eine Hand mit einem Fel benetzten Dolch kam aus dem Boden hervor und wollte in Richtung von Herrn Laubmantel stechen. Er konnte sich jedoch rechtzeitig und nach einer gerufenen Warnung von mir in Sicherheit bringen.

Der Schatten wollte sich zurückziehen. Zu dritt – die Dämonenjägerin, Herr Laubmantel und ich – versuchten ihn jedoch daran zu hindern. Ein geweihter Pfeil meinerseits traf den Schatten, welcher sofort an Kraft verlor und sich auflöste. Jedoch hinterließ es etwas Silberglänzendes im Gras.

In diesem Moment verschwand der Wind zwischen den Blättern und es regnete tote Käfer. Wir hörten zudem ein tiefes amüsiertes Gelächter, welches dann verstummte und mit dem Wind davonzog.

Die Dämonenjägerin hob den Gegenstand auf. Es handelte sich um eine Münze. Sie zeigte auf der einen Seite eine offene Hand und zwei Worte: „Tragorn Bluthammer.“ Auf der anderen Seite hingegen zeigte sie das Banner, welches Herr Sturmeifer von der Nachtwache mir bei der Entdeckung des Hügels am 6. Tag des 5. Monats aufgezeichnet hatte (siehe Anlage zum Bericht vom 6. Tag des 5. Monats). Die Dämonenjägerin händigte mir die Münze aus.

Herr Laubmantel kümmerte sich unterdessen um die Amulettfragmente. Er verstaute es in einem mit Runen versehenen Papier und überreichte es mir später. Laut seiner Aussage sei der Einfluss des Amuletts nun gebannt.

Sowohl die Dämonenjägerin als auch Herr Laubmantel zogen sich kurz darauf zurück.


III. Schlusswort
Aufgrund dieses Vorfalls wurden meine Vermutungen, dass die Karawane hinter den seltsamen Vorfällen steckt, bestätigt.

Ich vermute, dass sie uns entweder beobachten oder dass sie irgendwie mit den zurückgelassenen Gegenständen verbunden sind und dadurch wissen, was geschieht. Es könnte sich also um eine Art Alarmmechanismus handeln.

Die Patrouillen im Dämmerwald werden deshalb verschärft und die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Alleingänge bei verdächtigen Vorkommnissen sind ab sofort untersagt. Es ist äußerste Vorsicht und Wachsamkeit geboten.

Ferner werde ich eine Nachricht an die Dalanari in Feralas senden, damit sie sich in Kalimdor und vor allem im Eschental nach konkreten Informationen aus den Visionen umhören.

Eine weitere Nachricht werde ich nach Darnassus senden, um die Unterstützung durch eine Mondpriesterin als Vertretung für die abwesenden Mondpriesterinnen anzufordern.

Berichte über diesen Vorfall werden an die Nachtwache, an die zweite Lanze der Scharlachroten Faust, an das Zehnte Königliche Wachregiment sowie Sir Alynia Vanth gehen.



gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 20. Tag des 6. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 16:54 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Sachstand: 20. Tag des 6. Monats

Die Mückenschwärme haben an vereinzelten Stellen abgenommen, sind dafür an anderen Stellen stärker vorhanden. Auffällig ist, dass dies wohl vorwiegend in der Nähe der Orte der Fall ist, an denen sich die Wildworgen aufhalten. Es besteht demnach eine Gefahr für alle, die sich dorthin begeben.

Neue Personen wurden nicht vermisst gemeldet, allerdings sind die, die bereits als vermisst gelten, nicht wieder aufgetaucht. Es wird daher vermutet, dass sie unter den Todesopfern sind.

Die rankenartigen Pflanzen sind verdorrt und zerfallen. Es gibt auch keine neuen Pflanzen dieser Art.

Aus Dunkelhain ist mir zu Ohren gekommen, dass sich die Menschen im Dämmerwald nach einer schnellen Lösung sehnen. Die Bauern reagieren wütend über die Restriktionen, die zu ihrer eigenen Sicherheit bei der Feldbestellung dienen. Es steht zu befürchten, dass ihre Existenz sowie die Versorgung der Bewohner des Dämmerwalds bedroht sind. Ich überlege deshalb, ihnen zumindest für den Eigenbedarf und die Versorgung der Menschen im Dämmerwald Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. Dies werde ich jedoch mit Herrn Sturmeifer oder anderen Vertretern vor Ort besprechen.

Mir ist ebenfalls zu Ohren gekommen, dass der Ruf nach Abenteurern lauter wird. Abenteurer, die das Problem mit Schwert, Stab und Bogen anpacken. Die Bewohner sollen wohl Gold zusammengelegt haben. Gerüchten zufolge soll es sich um eine dreistellige Summe handeln.

Es steht daher zu befürchten, dass sich Söldner oder sonstige Abenteurer in den Dämmerwald begeben, um sich des Problems anzunehmen. Da sie keine Ahnung haben, womit sie es zu tun bekommen, befürchte ich, dass sie in ihr Verderben laufen werden.


gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 25. Tag des 6. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 16:55 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Datum: 25. Tag des 6. Monats
Verfasserin: Avalora D. Sternenstaub, Dämmerläufer


Am 25. Tag des 6. Monats erschien Herr Hadok Sturmeifer im Hain. Er berichtete, dass es verhältnismäßig ruhig geworden sei, was ihm persönlich nicht gefallen würde. Es würde sich wie die Ruhe vor dem Sturm anfühlen. Deshalb überlegt er, mit seinen Leuten eventuell vorzugreifen. Er fragte, was wir davon halten würden, einige Präventivschläge gegen die Behausungen der Wildworgen auszuführen.

Ich riet davon ab und begründete das damit, dass wir nicht wüssten, wie sie reagieren würden. Zudem sind die Wildworgen meiner Meinung nach nicht das eigentliche Problem.

Wir kamen kurz auf die Ärztin Danee Tyrell vom Orden der scharlachroten Faust zu sprechen. Herr Sturmeifer fragte mich, ob sie sich bei mir gemeldet hätte. Ich erzählte ihm, dass ich die Dame vor kurzem in Sturmwind antraf und sie mir einen kurzen Überblick gab. Demnach ist der gefangene Wildworgen nicht für den Mord im Dämmerwald verantwortlich. Zudem zeigt er Anzeichen, dass bei ihm der Wille zur Rettung vorhanden ist. Frau Tyrell wird mich auf dem Laufenden halten.

Herr Sturmeifer fragte mich dann nach unseren Fortschritten. Ich berichtete ihm kurz und bündig von dem ausgeführten Ritual und den Ereignissen dort. Ebenso berichtete ich, dass ich aufgrund dessen Späher beauftragt hatte, Informationen einzuholen. Zum Zeitpunkt dieses Berichts warte ich noch auf Nachricht aus Kalimdor.

Herr Sturmeifer berichtete daraufhin von den gewonnenen Erkenntnissen der Nachtwache. Eine fahrende Händlerin hat der Nachtwache erzählt, dass diese Gruppierung einige Leute im Schlingendornkap zurückgelassen hätte. Sie würden wohl in den Bergen zwischen Beutebucht und der Arena der Trolle lagern.

Herr Sturmeifer äußerte, dass man vielleicht mit eben jenen Leuten reden könnte. Ich fragte ihn daraufhin, was er damit bezwecke und ob er so herausfinden wolle, was sie im Dämmerwald wollen oder machen. Er bejahte dies.

Ich erkundigte mich daraufhin, ob diese fahrende Händlerin die Leute klar als Angehörige dieser Gruppierung identifiziert habe. Herr Sturmeifer erzählte, dass sie die Farbe Schwarz gesehen habe. Seine Frage nach Verzierungen konnte sie nicht klar beantworten, meinte aber, dass es etwas Goldfarbenes war.

Ich schlug daraufhin vor, dass sich ein Späher auf den Weg dorthin machen sollte, um zu schauen, ob es sich wirklich um dasselbe Wappen handelt. Schwarz und Gold sind keine so seltenen Farben.

Herr Sturmeifer kam dann noch einmal auf meine Worte, dass die Wildworgen nicht das Problem wären, zurück. Im Dämmerwald seien sie grundsätzlich ein Problem.

Ich erklärte ihm, dass ein Präventivschlag einen gegenteiligen Effekt haben könnte, sie also aggressiver werden könnten.

Herr Sturmeifer deutete an, dass die Menschen im Dämmerwald nicht nur das größere Problem in Gestalt dieser Gruppierung gelöst haben wollen, sondern auch das Problem mit den Wildworgen. Ich erklärte ihm, dass wir uns erst um das größere Problem, die Gruppierung, kümmern sollten, was nicht die Wildworgen sind. Ich sagte ihm, dass es meiner Meinung nach äußerst seltsam ist, dass sich die Mückenschwärme in die Reviere der Wildworgen zurückgezogen haben.

Herr Sturmeifer berichtete, dass die Mücken weniger geworden seien. Seiner Meinung nach haben sie sich irgendwo eingenistet und sind gerade dabei, sich wieder zu vermehren oder sie sind abzogen oder sie wurden von den Wildworgen gefressen. Ich äußerte meine Beunruhigung nach dem Vorfall mit dem Wolf.

Kelyndea Rabentau schlug vor, einen Spähausflug in die Reviere der Wildworgen zu machen, und ich stimmte zu. Herr Sturmeifer meinte daraufhin, dass wir Kaldorei ein paar der Wildworgen ausschalten sollten.

Ich fragte daraufhin, ob die Wildworgen in letzter Zeit jemanden angegriffen hätten. Herr Sturmeifer berichtete, dass einer es vor zwei Nächten am Stadtrand versucht hätte und dabei in eine Falle getreten wäre, die ein Bauer auf seinem Feld ausgelegt hatte. Der Wildworgen hätte es jedoch geschafft, sich zu befreien.

Ich erkundigte mich, ob die Wildworgen sich früher schon so nah an Dunkelhain herangewagt hätten. Dies war laut Herrn Sturmeifer wohl vor Jahren zuletzt der Fall. Sie wären dann wohl lebendig angezündet und in den Wald zurückgescheucht worden.

Wir kamen schließlich wieder auf die Leute im Schlingendornkap zu sprechen. Wir verblieben so, dass sich die Nachtwache darum kümmern wird, da diese sich dort besser auskennen. Wir Kaldorei hingegen werden uns bei den Wildworgen umschauen.

Ich informierte Herrn Sturmeifer zudem darüber, dass ich eine kurzfristige Lagebesprechung einberufen werde, sobald ich die Informationen aus Kalimdor erhalten habe. Herr Sturmeifer verabschiedete sich dann, um nach Dunkelhain zurückzukehren.


Wir Kaldorei berieten uns noch einige Augenblicke über das Gehörte, als meine Eule Seldran mir einen Eindringling meldete und wir kurz darauf ein Jaulen vernahmen. Es war ein Wildworgen, der in den Hain gerannt kam und Deckung suchte.

Nach einigen Minuten und abgeschossenen Pfeilen konnten wir ihn stellen, als er gegen einen umgestürzten Baum prallte. Ich fesselte ihm vorsichtshalber die Läufe, während Kelyndea mir Deckung gab.

Der Wildworgen trug ein goblinisches Kommunikationsgerät mit sich, aus welchem eine Stimme drang. Sie gehörte zu einem Mitglied dieser Gruppierung. Sie klang wie die Stimme eines Menschen, jedoch irgendwie anders, wenn man von den Störgeräuschen absah. Die Person nannte sich „Doktor“ und kannte zudem meinen Namen.

Der Wildworgen knurrte, als er die Stimme hörte. Im Hintergrund konnten wir Kaldorei hin und wieder ein Knallen hören, so als würde etwas zusammengebraut werden.

Der „Doktor“ forderte, dass wir uns aus Angelegenheiten heraushalten sollten, die wir nicht verstehen würden. Als ich dieser Forderung nicht zustimmte, demonstrierte er die Konsequenzen: Der Wildworgen kniff die Augen zusammen, wimmerte er und begann dann schmerzerfüllt zu jaulen. Schließlich schlug er seinen Kopf immer wieder gegen den Baumstamm. Anscheinend wollte er sich töten.

Ich versuchte, den Wildworgen davon abzuhalten und ihn von dem Baumstamm wegzuziehen, was nur deshalb funktionierte, weil er das Bewusstsein verlor.

Ich fragte den „Doktor“, was ihm der Wildworgen getan hätte. Er antwortete darauf: „Nichts. Wir wollten irgendwann in diese schöne Stadt einkehren und wurden genervt.“ Er richtete dann seine Worte an den Wildworgen, der den Namen „Marv“ trug. Er sagte ihm, dass alles gut werden würde und dass er, sollte er nach der Begegnung mit ihm noch denken können, an etwas Schönes denken sollte, an seine Familie, mit der er sicher bald wieder zusammen wäre. Diese Familie sind allerdings bei dem „Doktor“.

Kelyndea und ich versuchten während meinem Gespräch mit dem „Doktor“, die Wunden des Wildworgen zu behandeln. Jedoch stellte ich mit Bedauern fest, dass diese zu schwer waren und der Wildworgen im Sterben lag.

Wir vernahmen daraufhin, dass der „Doktor“ ein Protokoll erstellte mit folgendem Wortlaut: „Protokoll 81, Zusatz G für Versuchsreihe 10. Das Versuchstier hatte unter Einfluss von Komponente F die gewünschte Reaktion gezeigt. Die Probanden haben wie erwartet mitfühlend reagiert. Ich möchte hinzufügen, dass dieses Mitgefühl als größter Angriffspunkt der Allianzstreitkräfte aufgefasst wird und wir vielversprechend mit Komponente F bei Worgen weiterarbeiten sollten. Sie sind so einfach gestrickt. Protokoll Ende.“

Es fiel mir schwer, meine Wut unter Kontrolle zu halten. Ich sagte dem „Doktor“, dass wir seinem und dem Tun seiner Mitstreiter ein Ende bereiten würden und ich ihn persönlich für jeden einzelnen Getöteten in dieser Sache bestrafen würde.

Eine Weile blieb es ruhig. Dann sagte der „Doktor“, dass es „wirklich liebreizend“ wäre, die Sache einfach ruhen zu lassen. Sie würden nur helfen wollen, die Welt zu verbessern.

Ungläubig fragte ich nach. Daraufhin brach Gelächter aus, und ich meine, sowohl einen Goblin als auch einen Ork gehört zu haben. Der „Doktor“ meinte dann, dass wir es „gerne versuchen“ könnten, nur uns dann „bitte nicht beschweren“ sollten.

Er gestand dann noch, dass er federführend bei der „Verbesserung“ des Wildworgen Marv zuständig war. Der Kontakt wurde daraufhin beendet.

Aus der Nase des Worgen wurden dann langsam größere, durchlässige Flügel herausgestreckt und gespannt. Ich zog eine Mücke heraus, ganz wie ich es befürchtet hatte. Wütend zerdrückte ich die Mücke. Zurück blieb ein wenig Schleim, welcher schnell zu Staub zerfiel.

Wir Kaldorei waren uns einig, dass dieser „Doktor“ und seine Verbündeten aufgehalten werden muss. Zudem sah ich meine Vermutung bestätigt, dass die Wildworgen ebenfalls nur Opfer sind. Deshalb wird die Wacht auf die Worgengebiete verstärkt ausgeweitet. Sie müssen – sofern noch möglich – ebenso geschützt werden wie die Menschen.

Kelyndea wurde von mir angewiesen, den toten Wildworgen vor dem Hain zu verbrennen.

gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Aktennotiz vom 2. Tag des 7. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 16:56 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Aktennotiz zum Bericht vom 25. Tag des 6. Monats

Datum: 2. Tag des 7. Monats

Herr Sturmeifer sandte mir nach Erhalt meines Berichts eine Nachricht und stellte klar, dass seine Bemerkung bezüglich der angezündeten Worgen ein Scherz gewesen war. Wenn überhaupt, so wäre dies nur ein- oder zweimal geschehen. Er war sich da selbst nicht sicher und müsste dies nachschauen.


Bezüglich der Personen im Schlingendornkap berichtete er, dass es sich nicht um Angehörige dieser Gruppierung handelt. Vielmehr handelt es sich um eine versprengte Gruppe von Piraten. Laut Herrn Sturmeifer fanden sich zumindest viele Hinweise dafür und es ist somit auszuschließen, dass es sich um die Personen handelt, die wir suchen.

gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Späherbericht der Dalanari vom 21. Tag des 6. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 16:59 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Datum: 21. Tag des 6. Monats
Betreff: Späherbericht
Verfasser: Elyedriel Herbstlaub, Orden der Dalanari


I. Sachlage
Avalora Sternenstaub hatte die Dalanari gebeten, Informationen bezüglich eines Banners sowie Vorfälle im Eschental einzuholen. Sie bat ebenfalls darum, sich nach einem bestimmten Namen zu erkundigen. Dazu ließ sie uns Abschriften der Berichte zukommen.


II. Ausführung
Nachdem ich die Nachricht von Avalora Sternenstaub erhielt, rief ich sofort die in Feralas verbliebenen Späher zusammen. Ich erklärte ihnen kurz die Sachlage und machte mich mit ihnen zusammen auf den Weg. Die einzelnen Punkte werden im Folgenden separat behandelt.

1.) Astranaar
Der getötete Kaldorei in Astranaar im Eschental hieß Sydraeth Silbersucher. Er war ein Sammler verborgener Schätze und hatte insgeheim auch die Aufgabe, bestimmte Schätze in seiner Obhut vor Zugriff zu schützen. Offensichtlich ist ihm dies jedoch nicht gelungen.

Bei dem Überfall auf Sydraeth Silbersucher wurde lediglich ein Schlüssel entwendet.

2.) Schlüssel
Bei unserer Suche nach Informationen stießen wir auf Überlieferungen. Einige davon besagen, dass der entwendete Schlüssel eins von insgesamt sechs Objekten ist, die gebraucht werden, um ein größeres Übel aus seinem magischen Gefängnis zu befreien.

Es handelt sich hierbei um einen Dämon der Legion, welcher vor sehr langer Zeit durch eine kleine Gruppe menschlicher Magier gefangen genommen worden war. Diese Gruppe hatte sich das Ziel gesetzt, herauszufinden, wie Dämonen endgültig gebannt werden könnten.

Die kleine Gruppe geriet in Vergessenheit mitsamt ihrer Forschung und des Gefangenen. Niemand scheint bisher herausgefunden zu haben, wo genau sich dieses Gefängnis befindet.

Es gibt jedoch noch einen weiteren dieser Schlüssel. Er befindet sich in den Händen eines Zwerges in Eisenschmiede. Dieser Zwerg hört auf den Namen „Der Daumen“. Es soll sich wohl um eine zwielichtige Gestalt handelt, die sich bisher jedoch weigerte, sich vom Schlüssel zu trennen.

Der letzte Versuch, mittels diplomatischer Wege in den Besitz dieses bekannten Schlüssels zu gelangen, scheiterte Mitte vergangenen Jahres. Seither ruhen die Bemühungen.

3.) Weitere Tote
Bei den im Eschental weiteren drei Opfern handelt es sich um eine Frau und zwei Männer. Sie lebten im Eschental und waren zufällig an der Ruine. Die Namen lauteten Myrnae Wildschwert, Fillodraen Grünfeuer und Kaoren Rabenschwert.


4.) Ruine
Die in dem dritten Bericht von Avalora Sternenstaub erwähnte Ruine liegt an der Westküste Kalimdors. Es handelt sich hierbei um die Ruinen in unmittelbarer Nähe zur Tiefschwarzen Grotte. Wir konnten dort jedoch keine weiteren Auffälligkeiten entdecken.

5.) Banner
Bei meinen Nachforschungen fiel mir auf, dass das Wappen dem einer alten Gruppierung unter den Kaldorei selbst glich.

Diese Gruppierung hatte, wie einige ausgewählte Kaldorei heutzutage, die Aufgabe, sich um besondere Gegenstände zu kümmern und sie in ihre Obhut zu überführen, um die restliche Welt vor Gefahren zu schützen. Es handelt sich hierbei um Artefakte, die nicht mit einfachen Mitteln zerstört werden können. Dafür können sie jedoch jemanden zu leicht verführen, sie zu benutzen oder das, was mit ihnen im Zusammenhang stand.

Diese Gruppierung war früher wesentlich organisierter. Die wenigen mit solchen Gegenständen betrauten Wachen sind heutzutage eher lose organisiert und wissen zum Teil nichts voneinander. Das hat wohl den Grund, dass vermieden werden sollte, bestimmte Artefakte gemeinsam nutzen zu können.

Es hatte Anzeichen gegeben, dass einige aus dieser alten Gemeinschaft eben jene Artefakte und Kräfte für ihre eigenen, ihrer Meinung höheren Ziele nutzen wollte. Eines dieser Ziele soll gewesen sein, die Kaldorei zu einem führenden Volk zu machen.

Daraufhin wurde die Gemeinschaft aufgelöst, und ihre Mitglieder zersplitterten sich. Lange Zeit war dafür gesorgt worden, dass sie sich nicht neu organisieren konnten.

Es war deshalb verwunderlich, dieses Banner erneut zu sehen, wenn auch in leicht abgewandelter Form. In dem ursprünglichen Wappen gab es den Pfeil in der Mitte noch nicht.


6.) Tragorn Bluthammer
Die Tauren unter den Dalanari wurden mit der Aufgabe betraut, Informationen zu diesem „Tragorn Bluthammer“ einzuholen.

Sie berichteten mir schließlich, dass es einen Bluthammer gab, der auch nachweisbar beim Sturm auf Orgrimmar sein Leben ließ. Sie fanden heraus, dass er einen Sohn hatte, der sich mit Gleichgesinnten von den Regeln, die die Allianz aufstellen wollte, distanzierte und sich in der Ehre verletzt fühlte.

Zusammen mit einer kleinen Gruppierung von kampferprobten Orks zog er aus Orgrimmar fort und wollte seinen eigenen Clan gründen, um nach alten Traditionen und Regeln zu wahrer Stärke zu gelangen.

Es ist nicht gänzlich geklärt, wohin sie gingen. Es gibt zwei unterschiedliche Aussagen dazu. Einige berichteten, dass sie sich im Krater von Un’Goro den Untieren stellen wollten, um Stärke zu beweisen und zu zeigen. Andere wiederum berichteten, dass sie sich täuschen ließen und auf das Meer hinausgingen, um eine Insel zu besetzen, die wohl nie existierte. Nach dieser Version sollen sie am Ende ertrunken sein, da sie ihr Ziel nie erreichten.

Mehr konnten die Tauren der Dalanari in der kurzen Zeit nicht in Erfahrung bringen. Es könnte sich also hinziehen, mehr Informationen dazu herauszufinden. Die Tauren berichteten jedoch, dass man sich in der Heimat der Orks von jenen betrogen fühlte, die gingen und umgekehrt. Das Schicksal war nicht groß von Interesse.


7.) Gelehrter der Kaldorei
Bei meinen Ermittlungen hierzu fand ich zudem heraus, dass sich vermutlich ein Gelehrter der Kaldorei in der Nähe der Ruinen von Isildien, hier in Feralas, befindet, der im Besitz alter Bücher der früheren Gemeinschaft sein soll.

Soweit ich herausfinden konnte, ist er ein Reisender, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Altes zu bewahren, daran zu erinnern und so zu verhindern, dass die Kaldorei die Fehler von damals wiederholen.


8.) Suche nach dem Kaldorei
Zusammen mit Rekrutin Ni’ell Graufeder machte ich mich auf den Weg zum Turm von Estulan, wo wir unsere Suche beginnen wollten.

Dort erfuhren wir, dass Gelehrte an diesem Ort öfters zu Gast sind. Tatsächlich stießen wir im Turm selbst auf eine Gruppe, die sich in der Mitte aufhielt und sich rege unterhielt.

Einer der Kaldorei mit Namen Myielorn – wie wir durch die anderen Gelehrten erfuhren – trat auf uns zu, weil er uns mit den Wachen verwechselte, auf die die Gruppe wohl wartete.

Wir fragten bei ihm nach, ob er den Gelehrten, den wir suchten, kennen würde und ob er uns sagen könnte, wo dieser sich aufhielte. Da wir keine Beschreibung des Aussehens geben konnten, gaben wir die wenigen Hinweise preis, die uns vorlagen. Er nannte uns daraufhin zwei Namen, Feldriel Nebelsucher und Maealar Mondsucher. Auf diese würde wohl unsere Beschreibung passen. Wir würden sie wohl bei ihrem Lager bei der verbotenen Ruine – den Graunebelruinen – antreffen.

Rekrutin Graufeder und ich machten uns auf den Weg dorthin.

Bereits unterwegs stießen wir auf Spuren, die ich nachfolgend einzeln behandeln werde.

a) Auffällige Spuren im Gras
Wir fanden einige abgeknickte Pflanzen und Gräser. Das Muster ähnelte dem eines Karrens.

Diese Fährte war jedoch einige Wochen alt. Wir folgten ihr trotzdem.


b) Auffällige Stelle
Wir fanden eine Stelle, an denen die Spuren tiefer wirkten, so als wäre hier über eine längere Zeit verweilt worden.

Hier waren einige Äste naher Büsche abgeknickt. Zudem nahm ich den Geruch von Kaldorei und Menschen wahr, der noch in der Luft lag.

Wir fanden zudem einen Stofffetzen an einem Dorn. Dieser Fetzen trug noch Facetten eines Menschengeruchs.

Irgendetwas war an dieser Stelle passiert. Ebenso sorgte etwas hier für eine fast saubere Umgebung.


c) Fund eines Stück Metalls
Hierbei handelt es sich um ein spitzes Stück Metall, welches sich als Überbleibsel einer Waffenverzierung entpuppte. Es war kantig und besaß keine Eleganz. Von Kaldorei stammte es also nicht.

Es wurde von seinem Ursprungsort ziemlich gewaltvoll abgebrochen, so dass gesagt werden kann, dass irgendetwas viel Kraft dafür aufgewendet hat. Verderbnis konnte ich bei genauerer Untersuchung jedoch nicht feststellen.

Bei einem Seitenblick entdeckte ich, dass hier mehr Pflanzen zerstört worden waren. Jedoch überwucherten bereits neue diese Stelle. Etwas wurde hier also vermutlich abgeladen.


d) Beschaffenheit des Fundortes
Es zeichneten sich drei Stellen ab, an denen zerstörte Pflanzen und aufgewühlter Boden zu finden waren. Die Stellen selbst wirken rechteckig geplättet. Ich vermute deshalb, dass das, was hier hingestellt wurde, ein großes Gewicht hatte.


e) Fund einer Kette
Bei dieser Kette handelt es sich um ein Teil, welches zu irgendeinem Aufspannmechanismus gehört. Es besitzt jeweils zwei Haken am Ende, die abgerundet sind.


f) Falle und Fell
Rekrutin Graufeder entdeckte unterdessen eine Falle sowie ein daran haftendes Stück Fell. Sie reichte es mir zur genaueren Untersuchung, nachdem sie meinte, es hätte einen ähnlichen Geruch wie die Worgendame am Turm von Estulan.

Das Fell gehörte nach meiner Untersuchung einem männlichen Worgen. Ich vermute aufgrund des Geruchs jedoch, dass es sich um einen Wildworgen handelte, der zudem aus einer der entferntesten Gegenden stammte.


g) Lager in der Nähe der Graunebelruinen
Als wir bei dem Lager ankamen, bot sich uns ein Bild der Verwüstung. So fanden wir ein zerstörtes, völlig zerfetztes Zelt eines Kaldorei, den toten ausgelaugten Körper eines männlichen Kaldorei, der mit einem Speer am Boden festgenagelt worden war, sowie zerfetzte Unterlagen und Reste eines Campfeuers. Wir vernahmen zudem das Geräusch von einem im Windzug flatternden Stück Stoff.


aa) Untersuchung des toten Kaldorei
Am Kaldorei zeichneten sich Biss- und Kratzspuren ab. Der Speer passte auf den ersten Blick jedoch nicht ins Bild. Dieser war Menschenwerk, der Schmiedeart nach zu urteilen, und nicht versucht. Allerdings steht zu befürchten, dass der Tote wohl noch lebte, als er mit dem Speer aufgespießt wurde.

Der Tote trug noch einige Fetzen einer Robe, welche viele Möglichkeiten bot, Schriftrollen oder Notizbücher zu befestigen oder zu verstauen. Allerdings waren weder Notizbücher noch Schriftrollen zu finden.

Bei einer genaueren Untersuchung der Leiche stellte ich fest, dass hier mit äußerster Gewalt vorgegangen wurde. Ihm wurde zudem die Lebenskraft entrissen. Ich fand Reste von Felmagie im Körper, die sich noch am sterblichen Rest nährte.

Die Identität des Toten bleibt bisher ungeklärt, so dass nicht gesagt werden kann, ob es sich um Feldriel Nebelsucher oder Maealar Mondsucher handelt.

Ein Versuch der Identifizierung der Überreste der Robe schlug fehl. Jedoch kam eine der Wachen auf mich zu und fragte mich, ob wir das Lager gefunden hätten. Ich bejahte dies. Die Wache erzählte mir dann, dass sie gebeten worden war, ein Auge auf das Lager zu werfen, doch ihrer Beschreibung folgend, fanden sie keins.


bb) Feuerstelle
Am Feuer waren noch Spuren zu finden, dass hier vor längerer Zeit noch gut gespeist und getrunken wurde. Zwei Hocker wurden gefunden, ebenso zwei Teller und drei Becher. Sowohl die Teller als auch die Becher lagen verstreut herum.


cc) Unterlagen und Überreste von Unterlagen
Auf den ersten Blick stellte sich heraus, dass es sich um kaldoreiische Aufzeichnungen der Ruinen ganz in der Nähe handelte.

Eine genauere Sichtung fand in der Mondfederfeste durch mich statt. So konnte ich das ganze Ausmaß feststellen. Die Unterlagen waren ziemlich verwüstet, durchnässt und hatten einst weitaus bessere Tage gesehen. Ich fand auch noch Spuren ihrer ledernen Mappe zwischen den Seiten. Ich vermute, dass diese durch den Kampf im Camp wohl zerfetzt wurde.

Auf eine Inhaltsangabe der Unterlagen wird an dieser Stelle verzichtet, da sie sich bei den Fundstücken befinden und für sich selbst sprechen.

Ich habe jedoch zu den dortigen Angaben weitergehende Informationen gesammelt, auf die ich hier nacheinander eingehe:

In Bericht 287 wird der Name Maelwe genannt. Der vollständige Name lautet Maelwe Blaumond. Er gehörte offiziell einem Zirkel Gelehrter der Kaldorei an. Dieser Zirkel hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglicherweise gefährliche, magische Artefakte ausfindig zu machen. Dabei gehen sie den Geschichten und Überlieferungen nach, um herauszufinden, ob sie wahr sind. Das Ziel dieser Gelehrten ist es, die zahlreichen durch Krieg, Verwirrung und anderer Erschütterung verloren gegangene Überbleibsel einzusammeln und nach Darnassus zu bringen. Damit soll verhindert werden, dass jemand sie missbraucht oder jemand mit Machtgier sie nutzt. Der Name des Zirkels lautet „Zirkel des Nebelgeistes“, benannt nach seiner Gründerin Y’lyna Nebelgeist.

Einige hatten es sich zur besonderen Aufgabe gemacht, in Zukunft und für alle Ewigkeit der Magie und ihrer Auswüchse Einhalt zu gebieten, nachdem aus der Vergangenheit gelernt worden war. Y’lyna Nebelgeist vertrat eine besonders harte Linie und setzte es sich zur Aufgabe, „Magiern ihre Spielzeuge“ – so der Wortlaut – wegzunehmen, da sie es niemals lernen würden, mit dem, was sie haben, umzugehen. Aufgrund der Erinnerung an die Ereignisse der Vergangenheit fand sie viele Anhänger, die diese strikte Linie teilten.

In den Berichten wurden auch die „Gelehrten des Astozidae“ genannt. Im Rahmen meiner Nachforschungen fand ich heraus, dass diese Gruppe Gelehrter, überwiegend Menschen aus Lordaeron, der exakte Gegenpol zum „Zirkel des Nebelgeistes“ war. Anstatt Magie zu sammeln, einzusperren und auf ewig an die Vergessenheit zu binden, war es ihr Ziel, die verteilten Errungenschaften einzelner begabter Magier zu sammeln, zu konzentrieren und Veränderung in die Welt zu bringen, wo es sich nur erzwingen lässt. Wenn sich Wesen nicht überzeugen lassen, so ihre Ansicht, dann muss man sie zu ihrem Glück zwingen.

Ein Bibliothekar, der meine Suche mitbekam, meinte zu mir, dass man einst ehrbare Ziele hatte. Damit meinte er wohl die Mitglieder der Gruppe.

Ich suchte in den Schriften nach dem Wappen dieser „Gelehrten des Astozidae“. Eine Abbildung fand ich nicht, aber eine Beschreibung: „Ein großes Buch, das geöffnet vor einem liegt in seiner Perspektive und darüber schwebend ein Dreieck. Es ist ein einzelnes normales Dreieck. Die Unterkante direkt über dem Buch, damit linke und rechte Ecke die Buchkanten erreichen. Die Spitze gerade nach oben. Symmetrisch.“


dd) Zelt
Der Zerstörung und Witterung nach zu urteilen, wurde das Zeit gründlich vor einigen Wochen beräumt. Der normale Bedarf lag verstreut auf dem Boden, ebenso eine Ersatzrobe. Es scheint so, als wäre hier jemand auf der Suche nach etwas gewesen und dabei zusehends ungeduldiger geworden.


ee) Überreste eines toten Worgen
Rekrutin Graufeder fand in einem Gebüsch beim Lager die sterblichen Überreste eines Worgen. Bei Inaugenscheinnahme fiel sofort auf, dass die Leiche nicht vollständig war.

Im rechten Auge steckte ein Dolch orkischen Ursprungs. Als ich diesen herausziehen wollte, bemerkte ich den Widerstand, so dass ich daraus schloss, dass er nicht kerzengerade geformt war. Mit Kraftaufwand schaffte ich es schließlich, den Dolch herauszuziehen. An ihm befanden sich Überreste der Hirnmasse sowie einige Larven.

Die Larven konnte ich eindeutig als die von Mücken identifizieren. Ich konnte zwar nicht bestimmen, um welche Art es sich genau handelte, aber ich konnte zumindest feststellen, dass sie im tiefen Süden der Östlichen Königreiche beheimatet sind. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann, ist, dass ihnen etwas Böses inne wohnte.

Da mir die Berichte aus dem Dämmerwald bekannt waren, wandte ich Naturmagie an, um zu sehen, was passiert. Die Larven starben und die auf dem Dolch befindliche Hirnmasse wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

Der Dolch selbst ist gut balanciert. Er ist von einfacher und funktioneller Machart sowie darauf ausgelegt, aus dem Schatten heraus zu töten.


ff) Stofffetzen
Der gefundene Stofffetzen stammt wohl von einem Umhang. Am Rand wies er eine goldgelbe Färbung auf und es waren schwarze Dreiecksverzierungen zu sehen.

Es könnte sich dabei um das Wappen handeln, von dem in den Berichten von Avalora Sternenstaub die Rede ist. Mit Sicherheit kann dies jedoch nicht gesagt werden, da wir nur diesen Fetzen fanden.


h) Zwiesprache mit der Natur
Zu meinen Gaben als Druidin gehört, dass ich mit der Natur kommunizieren kann. Da diese Zeugin der Geschehnisse war, entschied ich mich dazu, sie zu fragen. Nachfolgend berichte ich davon, was sie mir gezeigt hat.

Die Bilder, die ich sah, kündeten von einem Karren, der von mit grau-grünem Rüstzeug beschlagenen Pferden gezogen wurde. Etwas landete kurz darauf mit viel Kraft auf dem Boden, während sich das Jaulen von Wölfen dazu gesellte. Da war ein Ork, der von schwer deutbaren Schemen begleitet wurde. Es waren drei Schemen, zwei große und ein kleinerer, die sich auf allen Vieren bewegten. Die Natur konnte mir nicht genau zeigen, was sie waren.

Als nächstes sah ich das Lager. Es folgte ein Getose, ein Schrei sowie Hilferufe. Die drei Schemen beförderten einen Kaldorei zu Boden und setzten ihn fest.

Der Ork sprach mit dem Kaldorei und trat ihm dann gegen den ungeschützten Kopf. Kurz darauf durchwühlte er das Zelt.

Wieder war das Gejaule gleich eines Wolfs zu hören, und eine der schemenhaften Gestalten zog seine Pranken über den eigenen Kopf. Irgendetwas passierte mit dieser Gestalt.

Der Ork wurde direkt darauf aufmerksam, zog zwei Dolche und stürmte auf die Gestalt zu. Für den Bruchteil einer Sekunde erkannte ich einen männlichen Worgen, der unbeholfen und verwirrt wirkte.

Der Worgen nahm wieder die von Schatten umhüllte Kontur an. Zwischen ihm und dem Ork entstand ein Kampf, der jedoch schnell vom Ork für sich entschieden wurde. Dieser Ork schien nicht einmal einen Kratzer abbekommen zu haben, so als würde er von etwas Übernatürlichem geschützt werden.

Ein Dolch landete im Schädel des Worgen, was zum sofortigen Tod führte. Der Ork selbst ging zum Kaldorei und blickte den Weg hinab, so als würde etwas dort hinaufkommen, was aber nicht zu sehen war. Lediglich ein schwaches Leuchten, etwas Warmes war zu erkennen. Die Natur empfand es als etwas Gutes.

Dieses Leuchten bewegte sich zum Kaldorei, während der Ork salutierte.

Eine Weile geschah nichts, doch dann ging alles sehr schnell. Das Leuchten wurde dunkel. In der Erinnerung der Natur wirkte es wie ein schwarzer Fleck. Es wendete sich ab, während der Ork einen Speer von irgendwoher gereicht bekam. Damit pfählte er den Kaldorei, welcher jedoch bereits im Sterben zu liegen schien. Die zwei noch in Dunkel gehüllten Gestalten machten sich dann an dem Worgen zu schaffen.

Hier endeten die Bilder, die ich sah. Doch die Natur ist über das, was dort geschah, zornig.


III. Schlusswort
Rekrutin Graufeder erhielt den Befehl, die gefundenen Gegenstände zusammen mit diesem Bericht nach Sturmwind zu Avalora Sternenstaub zu bringen.

Was die Fundorte angeht, so werde ich zusammen mit anderen Druiden sowie Mondpriesterinnen dafür Sorge tragen, dass die Verderbnis entfernt sowie die Toten danach bestattet werden.

Der Wildworgen war meiner Meinung und dem Bericht der Natur nach nur ein weiteres Opfer dieser Gruppierung.


gez.
Elyedriel Herbstlaub
Oberste Heilerin und derzeitige Befehlshaberin des Ordens der Dalanari in Feralas
Druidin des Zirkels des Cenarius
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Protokoll der Lagebesprechung vom 4. Tag des 7. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 17:01 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Lagebesprechung

Datum: 4. Tag des 7. Monats
Uhrzeit: 8. Abendstunde
Ort: Rathaus zu Dunkelhain, Dämmerwald
Teilnehmer:
Avalora Sternenstaub, angehende Schildwache der Dämmerläufer
Sir Alynia Vanth, Kommandantin der Schwanengarde
Baeden Murphy, Knappe Schwanengarde
Baron Matthew Selfried von Klevenhold of Dunmouth, Hauptmann des Zehnten Königlichen Wachregiments
Dalanare Sternenstaub, Kommandant der Dämmerläufer
Kelyndea Rabentau, Neophytin der Dämmerläufer
Elanil Laubschild, Druidin des Zirkels und der Dämmerläufer
Zesscarim Afoque, Bevollmächtigter für Hadok Sturmeifer
Vyrell, Gast der Dämmerläufer
Verfasserin: Avalora Sternenstaub, Dämmerläufer


I. Vorwort
Die Verfasserin, zum Zeitpunkt des Beginns der Vorfälle im Dämmerwald stellvertretende Kommandantin der Dämmerläufer, hatte die hier protokollierte Lagebesprechung kurzfristig einberufen, nachdem sie den Späherbericht des Ordens der Dalanari erhalten hatte.

Zu Beginn erhielt sie von einem ihr bis dato unbekannten Herrn ein Schriftstück überreicht, welches ihn als Bevollmächtigten des Herrn Hadok Sturmeifer auswies.

II. Ausführung
Nachdem sich alle Anwesenden um den Kartentisch versammelt hatten, eröffnete die Verfasserin die Besprechung offiziell und bedankte sich für die Teilnahme und die Unterstützung in dieser Angelegenheit. Sie sprach dabei auch im Namen der Nachtwache.

Sie kam direkt zum ersten Punkt: der aktuellen Sachlage. Sie verwies darauf, dass jeder der anwesenden Vertreter Abschriften der Berichte erhalten habe. Aus diesem Grund wollte sie auf eine Zusammenfassung der Vorfälle verzichten. Die Anwesenden waren damit einverstanden.

Die Verfasserin stellte klar, dass es erlaubt sei, zwischendurch Fragen zu stellen, sie bat jedoch darum, dies per Handzeichen kundzutun.

Sir Alynia Vanth hob darauf die Hand und erkundigte sich, ob es eine kurze Vorstellung der Beteiligten geben würde. Die Verfasserin bestätigte dies.

Kommandant Dalanare Sternenstaub zeigte auf den Bevollmächtigten, der ihm und den anderen Anwesenden unbekannt war. Dieser wurde deshalb von der Verfasserin gebeten, den Anfang zu machen.

Er stellte sich als Zesscarim Afoque vor und gab an, ein externer Berater aus Dalaran und im Auftrag von Hadok Sturmeifer anwesend zu sein. Dieser wäre unpässlich verhindert worden.

Kommandant Dalanare Sternenstaub stellte sich als nächstes vor. Es folgten Elanil Laubschild, Hauptmann Matthew Selfried, Baeden Murphy, Sir Alynia Vanth, Kelyndea Rabentau, Vyrell sowie die Verfasserin selbst.

Die Druidin Laubschild erhielt von Herrn Afoque eine Antwort auf ihre Frage, was er mit „unpässlich verhindert worden“ gemeint hatte. Herr Sturmeifer hatte wohl einen Unfall.

Die Verfasserin kam dann zum nächsten Punkt auf der Tagesordnung, dem Bericht der Späher des Ordens der Dalanari. Dabei beschränkte sie sich nur auf wenige Punkte aufgrund des Umfangs des Berichts und beantwortete die Nachfragen, sofern ihr das möglich war.

Herr Afoque holte an einem Punkt des Gesprächs ein kleines Kästchen hervor und legte es auf den Tisch. Eine Beschreibung davon erfolgt an späterer Stelle dieses Protokolls.

Als die Verfasserin von dem verwüsteten Lager in Feralas berichtete, fragte Herr Afoque, ob es einer der beseelten Worgen gewesen war und ob man sich sicher sei, dass er wirklich tot war. Zudem erkundigte er sich, ob die Späher irgendwelche wütende Gespräche gehört hätten, obwohl niemand außer ihnen dort war. Die Verfasserin wiederholte die Worte aus dem Bericht zu dem Wildworgen. Die Sache mit den Gesprächen verneinte sie jedoch.

Eine dieser Nachfragen bezog sich auf den Namen des gefangenen Dämons der Legion. Als die Verfasserin den Namen der Gruppierung (die „Gelehrten des Astozidae“) nannte, meldete sich Herr Afoque zu Wort und erklärte, dass der Name des Dämons „Astozidae“ sei. Er sagte, er hätte das Wissen aus erster Hand.

An diesem Punkt legten einige Beteiligten Hand an ihre Waffen. Das Misstrauen gegenüber Herrn Afoque war spürbar. Er versprach jedoch, sich zu erklären, wenn er auf das Kästchen zu sprechen käme.

Die Verfasserin berichtete von den wenigen Informationen, die zu dieser Gruppierung bekannt war. Baeden Murphy fragte Herrn Afoque daraufhin, woher er stammen würde. Er gab an, aus Lordaeron, genauer gesagt, nahe Stratholme zu stammen.

Das Misstrauen gegen Herrn Afoque wuchs, und Kommandant Sternenstaub verlangte, dass Herr Afoque sich an diesem Punkt sofort erklären sollte. Herr Afoque bat die Verfasserin durch einen Blick um Erlaubnis. Da diese es genauso sah wie Kommandant Sternenstaub, stimmte sie zu.

Herr Afoque erklärte den Anwesenden daraufhin, dass er lange Zeit damit beauftragt gewesen war, die Gelehrten des Astozidae zu beobachten und sich deshalb auch unter ihre Reihen zu mischen. Druidin Laubschild äußerte, was genau den Anwesenden sagen sollte, dass Herr Afoque nicht gedreht wurde. Herr Afoque meinte, dass dies eine berechtigte Frage wäre und dass die Anwesenden entweder in Dalaran nachfragen könnten, was zeitaufwändig ware, oder einfach darauf vertrauen sollten, dass er es nicht wurde. Deshalb habe er auch das Kästchen mitgebracht.

Druidin Laubschild wollte, dass er den Anwesenden das Kästchen zeigen sollte. Sir Vanth verwies darauf, dass die Verfasserin diese Entscheidung zu treffen habe.

Die Verfasserin hatte noch einen Punkt zu dem Bericht der Späher zu sagen. Sie äußerte ihre Vermutung, dass es sich bei dem Wappen in verschiedenen Variationen nicht nur um ein Wappen handeln könnte. Herr Afoque bestätigte dies. Er erklärte, dass das Wappen zum einen zeigen würde, wie weit die Gelehrten mit ihrer Arbeit seien, was jedoch nur von den Mitgliedern gedeutet werden könne. Ebenso würde es anzeigen, wie viele der sechs Gelehrten noch am Leben seien. Er erklärte, dass jene sechs Gelehrten sich mit Abschluss ihrer zugeteilten Aufgabe aufopfern würden, um den Dämon Astozidae zu stärken. Nach seinem Wissenstand sind nur noch drei vorhanden. Symbolisiert wird dieses im Wappen durch das Dreieck. Er nannte auch die Namen dieser drei Gelehrten: Haudan Felsworn, Baron Alexander Eugen Havelbruch und „die Lady“.

Auf die Bemerkung der Verfasserin, dass die Gelehrten ihren Namen kennen, erwiderte Herr Afoque, dass diese Gruppierung ebenfalls Späher einsetze und ihre Mitglieder auch nach Dalaran einschleusen würden. Die Verfasserin vermutete eher, dass die Gruppierung jemanden in die Nachtwache eingeschleust hatte.

Herr Afoque meinte daraufhin, dass die Anwesenden den Späher kennen würden. Es handelt sich dabei um Hadok Sturmeifer. Kommandant Sternenstaub regte deshalb an, den Lord Regenten davon diskret in Kenntnis zu setzen. Die Verfasserin nickte zustimmend und bestätigend zugleich.

Neophytin Rabentau fragte Herrn Afoque, was mit Herrn Sturmeifer geschehen sei. Er antwortete, dass Herr Sturmeifer vermutlich auf der Flucht sei. Auf die Frage der Neophytin, warum Herr Afoque behaupten würde, er sei im Auftrag von Herrn Sturmeifer unterwegs, erklärte er, dass er sich ihm gegenüber als Mitglied der Gelehrten ausgegeben und ihm sein altes Tuch gezeigt habe. Er hätte Herrn Sturmeifer erklärt, dass die Gelehrten von seinem Tun im Dämmerwald enttäuscht seien und er die Sache nun in die Hand nehmen würde. Laut Herrn Afoque sei Herr Sturmeifer anscheinend nur ein Lakai, der für Gold arbeite. Wäre es anders, hätte er mehr Konter gegeben und mehr nachgefragt.

Hauptmann Selfried wurde langsam ungeduldig und wollte wissen, was sich in dem Kästchen befand. Die Verfasserin gab Herrn Afoque die Erlaubnis.

Herr Afoque fragte daraufhin die Anwesenden, ob sie gut geschlafen hätten, nicht überdurchschnittlich krank oder geschwächt wären, weder geistig noch körperlich. Anschließend trat er in Richtung des Kästchens und sprach stumm einige Worte. Er warnte die Anwesenden, es zu ignorieren, sollten sie etwas sehen oder hören. Dann öffnete er das Kästchen langsam. Die Verfasserin konnte von ihrem Standort direkt neben Herrn Afoque tiefste Dunkelheit innerhalb des Kästchens erkennen.

Was immer es auch war, es beeinflusste erst Hauptmann Selfried, dann Sir Vanth, dann Knappe Murphy. Auch Kommandant Sternenstaub und Neophytin Rabentau waren betroffen.

Herr Afoque erklärte, dass dieses Kästchens den Namen „Senisters Fragment“ tragen würde und einer der drei Schlüssel zum Gefängnis des Dämons wäre.

Er öffnete das Kästchen weiter. Die Verfasserin konnte einen Blick ins Innere werfen, wo sie glaubte, einen tiefschwarzen Kristall ins rote Holz eingebettet zu sehen. Jedoch kann dies nicht mit Sicherheit gesagt werden, da es keine sichtbaren Konturen gab.

Sir Vanth verlangte kurz darauf, dass Herr Afoque das Kästchen schließen solle. Das tat er auch.

Die Verfasserin erkundigte sich, was Herr Afoque mit dem Kästchen vorhabe. Er antwortete, dass er es den Anwesenden überlassen würde, wenn sie es denn wollen. Ansonsten würde er es mitnehmen, bis er gefunden werde.

Herr Afoque erklärte, dass der Schlüssel – das Kästchen – sich nicht zu lange an einem Ort befinden dürfe, da es sich finden lasse. Das bedeutet, dass sich der Verwahrungsort ständig ändern müsse. Zudem müsse sich auch der Träger ändern, da die Gefahr besteht, korrumpiert zu werden. Deshalb scheidet eine Unterbringung des Schlüssels auf einem Schiff auch aus, da er die Mannschaft korrumpieren würde.

Die Verfasserin erkundigte sich, ob die vereinten Kräfte von Druiden und Priesterinnen den Schlüssel abschirmen könnten. Herr Afoque war sich nicht sicher. Er und seine Kollegen wären nur Magier. Man könnte es versuchen, jeder „Zugriff“ auf den Kristall sei jedoch zugleich ein Kanal zum Anwender.

Hauptmann Selfried erwähnte daraufhin, dass er einen Chronomanten in seiner Einheit habe und man den Schlüssel mit seiner Hilfe vielleicht in der Zeit verstecken könnte.

Herr Afoque meinte, dass es für eine gewisse Zeit helfen könnte, gab jedoch zu bedenken, dass der Schlüssel irgendwann zurückkehren würde und die Anwesenden dann nicht wüssten, wo. Die Verfasserin äußerte ihre Bedenken, dass die Zeitlinien verändert werden könnten, sollte der Schlüssel gefunden wird.

Herr Afoque meinte dazu, dass der Schlüssel jemanden finden würde, der es „zurückbringt“. Er erklärte, dass es nur einen Weg gäbe, den Kristall endgültig unschädlich zu machen. Diese einzige Option ist, ihn beim Gefängnis einzusetzen.

Kommandant Sternenstaub fragte Herrn Afoque, ob es möglich sei, einen falschen Gegenstand einzusetzen und ob es die Ausführer des Rituals gegebenenfalls ausschalten würde. Herr Afoque konnte ihm darauf keine Antwort geben.

Sir Vanth bat darum, alles noch einmal nach ihrem Verständnis zusammenfassen zu dürfen und gegebenenfalls korrigiert zu werden. Die Verfasserin gewährte die Bitte.

Sie fragte nach ihrer Zusammenfassung, wo die beiden verbliebenen Schlüssel zu finden wären. Herr Afoque antwortete daraufhin, dass die Gelehrten zwei der Schlüssel besitzen würden. Die Anführerin, eine Priesterin, deren Namen er nicht kenne, sei einer der Schlüssel. Sie soll ein fehlgeleitetes gutes Wesen sein.

Die Verfasserin fragte noch einmal nach, ob es sich bei dieser Priesterin um „die Lady“ handeln würde. Dies verneinte Herr Afoque. Er erklärte, dass die sechs Gelehrten nur ihre Aufgaben erledigen. Am Ende löse sich der Zirkel oder Kreis auf und der Dämon würde sich erheben, gefüttert mit vielen, vielen Seelen.

Sir Vanth fragte nach, ob sie es richtig verstanden hätte, dass die Anwesenden zwei Schlüssel benötigen würden, um den Dämon zu befreien und zu vernichten, sobald sie den Ort seines Gefängnisses wüssten.

Kommandant Sternenstaub verabschiedete sich, da ihn die Pflicht rufe. Er wollte jedoch auf seinem Weg mit einigen Angehörigen der Nachtwache sprechen, ob sie seltsame Aktivitäten bemerkt hätten.

Herr Afoque warnte die übrigen Anwesenden, dass sie den restlichen drei Gelehrten und dem Dämon nicht unvorbereitet gegenüber treten sollen. Sie würden viel brauchen, um viel zu bewirken.

Sir Vanth fragte noch einmal nach, ob ihre Vermutung bezüglich der anliegenden Aktion korrekt war. Herr Afoque meinte daraufhin, dass dies korrekt sei, sollte man dies riskieren wollen. Sir Vanth stellte klar, dass sie es eigentlich nicht wolle, jedoch gerade keine andere Option sähe.

Die Verfasserin erklärte, dass wenn weder die Gruppierung noch der Dämon gestoppt werden würde, zumindest letzterer herummarodieren würde. Herr Afoque sagte daraufhin, dass er zeigen könne, wie man zu der Welt gelangen würde, wo sein Gefängnis ist.

Dies stieß auf Nachfragen von mehreren Anwesenden. Herr Afoque erklärte daraufhin, dass es sich bei dieser Welt um eine Kleinstdimension handelt, die Magier mit viel Anstrengung erschaffen können. Hauptmann Selfried fragte daraufhin, ob Magier dazu gebraucht würden. Dies wurde von Herrn Afoque bestätigt. Er selbst dürfe den Anwesenden nicht aktiv helfen.

Sir Vanth zeigte eine Alternative auf: Sie dachte an die Illidari Xinuel dabei.

Die Verfasserin bemerkte das Unbehagen der Anwesenden sowohl zum Vorgehen mit der Kleinstdimension als auch zur Erwähnung der Illidari. Sie stellte darauf klar, dass niemand gezwungen würde, bei so einem Einsatz mitzumachen, wenn er sich damit unwohl fühle. Sie weitete dies auch auf die anwesenden Kaldorei aus.

Herr Afoque meldete sich zu Wort. Er erklärte, dass bereits die Hälfte oder über die Hälfte aller Beteiligten gestorben sei und die Anwesenden damit rechnen sollten, irgendwelche „Schöpfungen“ als Gegner dort vorzufinden. Dabei soll es sich um verlorene Seelen, kleinere Übel und Illusionen handeln. Besonders jedoch sollten die Anwesenden auf Verrat einstellen, da es die Welt dieses Dämons sei. Es könne alles Mögliche passieren, da die Anwesenden auch irgendwann rasten müssten und schlafen.

Die Verfasserin fragte Herrn Afoque, ob es Möglichkeiten gäbe, die verhindern würden, Opfer des Tuns des Dämons zu werden. Herr Afoque antwortete, dass es mit einem starken Willen, dem Band der Freundschaft, des Vertrauens und der Liebe vielleicht möglich sei. Er schlug vor, dass geheime Zeichen ausgemacht werden sollten, die gedanklich versteckt werden sollten. Er erklärte zudem, dass die Tore des Dämons Ängste, Verluste und Rachegedanken seien.

Druidin Laubschild verabschiedete sich, um mit den Vorbereitungen zu beginnen.

Die Kaldorei Vyrell hat das Problem auf den Punkt gebracht: Jeder habe Ängste oder habe Verluste hinnehmen müssen. Auch Rachegedanken dürften einigen bekannt sein.

Die Verfasserin betonte an dieser Stelle, dass man sich diesen Gedanken und Gefühlen durchaus bewusst sein, sich aber nicht von ihnen beherrschen lassen solle. Sie erhielt dabei Unterstützung bei der Erklärung durch Sir Vanth und Hauptmann Selfried.

Herr Afoque meinte, dass die Anwesenden die nächste Zeit Ruhe benötigen würden. Ebenso benötigten sie den Zugang zu der Welt des Dämons sowie einen Magier. Er löste daraufhin den Stab und überreichte diesen an die Verfasserin. Der Stab war erstaunlich schwer. Laut Herrn Afoque stellt er den nördlichen Zugang zu dieser Welt dar.

Die Verfasserin fragte ihn noch, ob sich noch Mitglieder dieser Gruppierung im Dämmerwald befinden würden und wenn ja, wo. Herr Afoque antwortete, dass es seines Wissens nach noch Mitglieder gäbe und dass die Worgen Augen und Ohren der Gruppe seien, zumindest jene, die „beseelt“ wurden. Damit meinte er wohl die Mücken.

Die Verfasserin erzählte daraufhin, dass es Kontakt zwischen dem Doktor und ihr gegeben hätte.

Die Verfasserin fragte nach, ob es ein Mittel gegen diese Beseelung geben würde. Herr Afoque erwiderte, dass sie sich damit noch nicht beschäftigt hätten, da es keine Anweisung gegeben hatte, sich dem verstärkt zu widmen. Er berichtete, dass die Gruppe einen Apotheker der Verlassenen angeheuert hätte, sich damit zu beschäftigen, zusammen mit ein paar anderen versprengten Helfern der Horde.

Herr Afoque fragte Hauptmann Selfried, ob er Worgen sei. Dieser verneinte es, betonte aber, dass er die Rudelgestalt beherrsche. Laut Herrn Afoque wäre es Hauptmann Selfried möglich, eine Lösung zu dem Problem der mit Mücken beseelten Worgen zu finden.

Die Verfasserin erkundigte sich, ob es etwas mit dem Ritual des Gleichgewichts zu tun hätte, welches bei den Gilneern eingesetzt worden war und den Unterschied zu den Wildworgen ausmachte. Herr Afoque wusste es nicht, sagte aber, dass der Verlassene eine Möglichkeit gefunden habe, diese zwei Welten eines Worgen als Einfallstor zu nutzen.

Herr Afoque drängte die Anwesenden in diesem Punkt zur Eile, da der nächste Schritt sei, andere zu befallen.

Sir Vanth meldete sich zu Wort und fragte, ob es noch keine konkreten Anhaltspunkte zu dem Gefängnis und den anderen Schlüsseln gäbe. Herr Afoque antwortete, dass man in die Welt auch ohne einen Schlüssel komme. Dazu diene der Stab.

Die fehlenden Schlüssel wurden erneut aufgegriffen. Die Verfasserin berichtete, dass laut den Informationen der Dalanari-Späher einer in Eisenschmiede zu finden wäre. Für genauere Angaben verwies sie auf den Bericht. Herr Afoque vermutete diesbezüglich, dass der Schlüssel in Eisenschmiede bereits den Besitzer gewechselt hätte.

Herr Afoque wiederum berichtete, dass ihr Schiff gerade vor Tirisfal ankern würde. Damit meinte er wohl die Priesterin.

Sir Vanth fragte noch einmal nach, ob das Vorgehen der Anwesenden nun sein würde, beide Schlüssel zu erwerben und dann einen Eingreiftrupp zusammenzustellen. Die Verfasserin bestätigte dieses Vorgehen.

Hauptmann Selfried schlug vor, die Besprechung zu vertagen. Er selbst würde darüber nachdenken, wie er die Sache mit den Wildworgen angeht. Herr Afoque warnte den Hauptmann vor, dass er sich auf Widerstand durch den Doktor gefasst machen sollte. Die Verfasserin hingegen bat den Hauptmann, ihr frühzeitig Bescheid zu geben, sollte er Unterstützung benötigen. Sie würde dann alles Weitere verlangen.

Neophytin Rabentau trat unterdessen zum Kartentisch und schlug sichtbar wütend mit der Faust auf die Karte. Sie merkte an, dass man immer noch nicht wissen würde, wo sich der Doktor aufhielte.

Herr Afoque kam noch einmal auf die Sache mit dem Kontakt zurück. Er fragte nach, wie dieser Kontakt zustande gekommen sei. Die Verfasserin berichtete ihm davon. Er meinte, dass die Kommunikationsgeräte nur eine begrenzte Reichweite hätten. Er vermutete, dass irgendwo im Dämmerwald ein Labor versteckt sein könnte.

Die noch wütende Neophytin Rabentau merkte an, dass sich dies überall befinden könnte. Die Verfasserin gab der Neophytin die Anweisung, sich zu beruhigen. Sir Vanth unterstützte die Verfasserin auf die verständnisvolle Art. Die Neophytin ignorierte jedoch die Anweisung der Verfasserin sowie die Anweisung der Verfasserin.

Herr Afoque verabschiedete sich und wurde von der Verfasserin darum gebeten, noch einmal mit ihr in Kontakt zu treten, sollte ihm dies möglich sein. Er sagte dies zu.

Hauptmann Selfried verabschiedete sich ebenfalls.

Sir Vanth, Neophytin Rabentau, Vyrell und die Verfasserin blieben zurück. Neophytin Rabentau zeigte sehr deutlich auf die Karte des Dämmerwalds, genauer gesagt auf Punkt 5. Sie merkte an, dass dieses Gebiet immer wahrscheinlicher sei.

Die Verfasserin merkte jedoch an, dass die Kaldorei die Karte von Herrn Sturmeifer erhalten hatten. Sie wollte damit durchblicken lassen, dass die gelieferten Informationen nicht der Wahrheit entsprechen könnten.

Neophytin Rabentau quittierte dies mit einem deutlichen Schnauben und zeigte auf Punkt 4 auf der Karte. Dabei gab sie an, dass die Anwesenden keinen Grund mehr hätten zu glauben, die Karawane hätte dort nicht gehalten.

Sir Vanth bot der Verfasserin an, ihr Unterstützung zum Auskundschaften zu schicken. Die Verfasserin konkretisierte dieses Angebot auf Kundschafter. Sie und Sir Vanth sind so verblieben, dass die Verfasserin ihr den Zeitpunkt nennen würde, wann die Kundschafter gebraucht würden.

Es wurden einzelne Punkte auf der Karte angesprochen. Neophytin Rabentau meinte schließlich, dass eventuell keiner dieser Punkte relevant seien, da Herr Sturmeifer das wirkliche Versteck kennen würde und nicht gekennzeichnet hätte.

Die Verfasserin wies die Neophytin daraufhin an, den Punkt auf der Karte zu zeigen. Das tat sie auch. Es handelt sich dabei um Punkt 6 auf der Karte. Sie begründete diese Auswahl damit, dass das Haus an diesem Punkt in der Nähe des Rudelführers läge und dieser vielleicht selbst schon besudelt (beseelt) sein könnte.

Sir Vanth zeigte daraufhin auf die Ruine in der Nähe des Hains, wo das Amulett gefunden worden war und der Kontakt mit dem Wolf zustande kam. Herr Sturmeifer hatte die Dämmerläufer damals zu diesem Ort geführt und war bei der Untersuchung anwesend. Sir Vanth vermutete, dass er einen möglichen Eingang zu einem Keller und anschließenden Tunnel verborgen haben könnte, da die Kaldorei ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht misstrauten.

Sir Vanth schloss zudem nicht aus, dass Herr Afoque noch immer ein Mitglied dieses Kultes sein und er nur etwas vormachen könnte. Deshalb riet sie zur Vorsicht und Wachsamkeit. In diesem Zusammenhang berichtete die Verfasserin von dem Schreiben, welches Herr Afoque ihr zu Beginn überreicht hatte. Sie erklärte, dass die Nachricht hastig geschrieben gewirkt habe und dass ihrer Meinung nach der Abschlusssatz „Möge das Licht uns beistehen“ nicht zu jemandem passen würde, der angeblich ein Spion sein sollte.

Neophytin Rabentau schlug vor, Erkundigungen über Herrn Hadok Sturmeifer einzuholen. Die Verfasserin machte aus diesem Vorschlag eine Anweisung in die Richtung der Neophytin mit der Auflage, dass sie zum einen einen Bericht darüber erwarte und zum anderen, dass sie von der Neophytin erwarte, sich höflich und respektvoll zu verhalten.

Sir Vanth verabschiedete sich. Damit war die Besprechung offiziell beendet.

Die Verfasserin entschied, dass die Kaldorei in den Hain zurückkehrten.


III. Gegenstände im vorübergehenden Besitz der Verfasserin
1.) Senisters Fragment
Hierbei handelt es sich um ein sorgfältig verarbeitetes Kästchen aus rotem Holz, welches mit feinen Symboliken verziert ist, die vermutlich als Siegel dienen. Von ihm geht im geschlossenen Zustand nichts aus. Es ist einer der Schlüssel, um den Dämon aus seinem Gefängnis zu befreien.

Es besteht die Gefahr, dass die Gelehrten des Astozidae diesen Schlüssel finden. Ebenso besteht die Gefahr, dass die Person, die es über längere Zeit verwahrt, korrumpiert werden könnte. Die Verfasserin kümmert sich übergangsweise um die Verwahrung (wechselnde Verstecke) dieses Schlüssels. Sie ist sich der Gefahren vollkommen bewusst, weshalb sie es bis zum Eintreffen der angeforderten Mondpriesterin niemandem sonst anvertrauen wird.


2.) Stab
Bei dem Stab handelt es sich um den nördlichen Zugang zu der Kleinstdimension. Nur ein Magier kann ihn verwenden. Die Verfasserin bewahrt ihn ebenfalls auf und beschützt ihn mit ihrem Leben.


IV. Zusammenfassung des weiteren Vorgehens
Die Reihenfolge des hier zusammengefassten Vorgehens entspricht nicht der tatsächlichen Reihenfolge.

1.) Lord-Regent
Der Lord-Regent Dunkelhains wird diskret über Herrn Sturmeifer informiert werden. Dies geschieht entweder durch die Verfasserin selbst oder durch Kommandant Sternenstaub.

2.) Erkundigungen
Kommandant Sternenstaub wird sich bei den Angehörigen der Nachtwache nach seltsamen Aktivitäten umhören.

3.) Erkundigungen über Herrn Sturmeifer
Neophytin Rabentau wird Erkundigungen über Herrn Hadok Sturmeifer einholen und der Verfasserin einen Bericht über die Ergebnisse vorlegen.

4.) Lösung bezüglich Wildworgen
Hauptmann Selfried wird versuchen, eine Lösung zu finden, um die Wildworgen zu retten und zu verhindern, dass andere Personen befallen werden.

5.) Überprüfung der von Herrn Sturmeifer erhaltenen Informationen
Die Verfasserin wird die Informationen des Herrn Sturmeifer zu den Punkten auf der Karte überprüfen und dazu einen Bericht verfassen.

6.) Besorgung der Schlüssel
Es wird versucht werden, an den Schlüssel aus Eisenschmiede zu gelangen. Jedoch stellt der weitere Schlüssel in Form einer Priesterin, noch zudem der Anführerin, ein großes Problem dar. Zum einen ankert ihr Schiff vor Tirisfal, welches Hordegebiet ist. Zum anderen müsste versucht werden, sie zu überzeugen, von ihrem Weg abzulassen und den Verbündeten der Dämmerläufer sowie der Dämmerläufer selbst zu folgen.

7.) Unterstützung
Sir Vanth wird der Verfasserin Unterstützung durch Kundschafter entsenden.

8.) Zusammenstellung eines Eingreiftrupps
Sobald die verbliebenen Schlüssel im Besitz der Verfasserin und ihrer Verbündeten sind, wird ein Eingreiftrupp zusammengestellt sowie eine weitere Lagebesprechung zum konkreten Vorgehen desselben einberufen werden.


gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 10. Tag des 7. Monats
Thema Beschreibung: Nachforschungen über Hadok Sturmeifer
Verfasst am: 12. Jul 2017, 17:02 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Bericht
Nachforschungen über den Menschenmann Hadok Sturmeifer in der Menschensiedlung Dunkelhain, Dämmerwald

Ausführende Schildwache: Anwärterin Kelyndea Rabentau - im Auftrag von Kommandantin Avalora D. Sternenstaub


1. Beschreibung
Befragt wurden Bürger des Dorfes von Dunkelhain, sowie Mitglieder der dort tätigen Wacheinheit Nachtwache. Ziel war es, genaueres über den Herren Hadok Sturmeifer in Erfahrung zu bringen, welcher vor kurzem als Spion bezeichnet wurde.

2. Ergebnisse
Hadok Sturmeifer erschien vor etwa drei bis vier Monaten und trat direkt der Nachtwache bei. Niemand kannte ihn zuvor oder hatte ihn je gesehen. Er erschien "beinahe aus dem nichts" - Wortwahl eines Bürgers
Ein ranghöheres Mitglied der Nachtwache sagte, Hadok Sturmeifer hatte einige gesiegelte Dokumente vorzuweisen, welche ihm "nützliche Eigenschaften" bescheinigten - Wortwahl der Nachtwache. Es wurde betont, dass man weder Mittel noch Zeit hatte, um die Dokumente genauer zu prüfen - auf Echtheit.
Dadurch ungewöhnlich steiler Aufstieg als Berater der Nachtwache, welcher ihm diverse Privilegien und Verantwortung einbrachte
Unter Bürgern hatte Sturmeifer ein gutes Ansehen, er wurde als nett beschrieben und galt als gerechter Mann, welcher seine Tätigkeit gut ausübte. Innerhalb der Nachtwache galt er gar als manchmal übereifrig. Statistiken bestätigten dies: Sowohl Diebesdelikte als auch Übergriffe durch Wildworgen gingen in der Zeit seit seiner Ankunft belegbar zurück.
Niemand hatte jedoch engeren Kontakt zu Hadok, der Kontakt war stets auf seinen Dienst als Nachtwache beschränkt. Nach Dienstende, brach er oftmals zum Pass gen Osten auf (Anm. Rabentau: Dort, wo der verfluchte Turm dieses grauenhaften Zauberkundigen die Bergketten besudelt und auf lästerliche Weise dem Antlitz unserer Göttin beleidigt! ), was viele verwunderte. Man geht davon aus, seine Hütte würde irgendwo dort stehen.
Sturmeifer hatte ein, selbst für die Nachtwache, ungewöhnliches Interesse bezüglich der Wildworgen. Er war stets ausgesprochen bestrebt, den Wildworgen nachzusetzen, so ist das Lager der Nachtwache prall gefüllt mit zahlreichen Fallen , "mehr als wir je hatten!" - Wortwahl einer Nachtwache
Aufgrund seiner belegten Erfolge und seines guten Ansehens bei Bürgern und Wächtern, stellte schnell niemand mehr seine Entscheidungen und Taten in Frage. Ihm wurde "nicht mehr auf die Finger geschaut" bei seinen Handlungen und Hadok genoß "beinahe Narrenfreiheit" - Wortwahl zweier Wächter. Es gab auch keine Gründe, je seine Fähigkeiten oder Kompetenzen anzuzweifeln.
Durch Mangel an neuen Bewerbern der Nachtwache, wurde Sturmeifer nie großartig hinterfragt, man war froh über jeden Mann und jede Frau. Durch sein Verhalten, welches bei Bürgern stets als "tadellos" beschrieben wurde, gab es auch keine Gründe, ihn je anzuzweifeln. Hadok sei ein "hoffnungsvoller Stern" gewesen - Wortwahl einer Nachtwache



3. Zusammenfassung
Hadok Sturmeifer kann keinerlei Fehlverhalten oder zumindest augenscheinliche Auffälligkeiten nachgewiesen oder nachgesagt werden. Sein Ruf sowohl bei den Einwohnern Dunkelhains, als auch bei Soldaten und Vorgesetzten der Nachtwache war ausgezeichnet und Statistiken belegen seine Erfolge. Als einzige Auffälligkeit ließen sich seine regelmäßigen Ausflüge zum Pass gen Osten werten, eine Region, welche vor allem bei Einheimischen verrufen ist und meist gänzlich gemieden wird. Diese Ausflüge wurden nie hinterfragt, man ging davon aus, er würde dort irgendwo leben - warum auch immer.

Gleichzeitig jedoch kann Hadok Sturmeifer nicht eindeutig von den Vorwürfen freigesprochen werden. Über seine Vergangenheit ist kaum etwas bekannt, er tauchte auf einmal auf und meldete sich mit Tatendrang und Elan bei der Nachtwache. Sein Auftauchen und eben dieser Tatendrang wurden niemals hinterfragt. Die gesiegelten Dokumente wurden nicht wirklich geprüft (Anm. Rabentau: Mangels Kenntnissen habe ich von Einsicht abgesehen ) und somit konnten sie nicht auf Echtheit untersucht werden. Auch konnte niemand wirklich engeren Kontakt oder gar Freundschaft zu Hadok Sturmeifer aufbauen, er tat seinen Dienst und war dafür beliebt und geschätzt, nach Dienstende zog er sich jedoch stets zurück. Bleiben die bereits erwähnten Ausflüge in Richtung Osten, ich selbst sah zunächst von einer alleinigen Erkundung des Gebietes ab.

Sein Tatendrang, gegen die Wildworgen vorzugehen, steht im Kontrast zu den neuen Kenntnissen: Wenn die Wildworgen Spione des "Doktors" sind, ja wohl gar als Waffen genutzt werden könnten, wieso sollte Hadok Sturmeifer dann aktiv und mit fester Entschlossenheit gegen eben diese Worgen vorgehen und deren Reihen lichten? Die Erkenntnisse über die Worgen wurden zu keinem Zeitpunkt den Bürgern oder der Nachtwache gegenüber erwähnt. Gleiches gilt für die Anschuldigungen gegenüber Hadok Sturmeifer.


Gezeichnet Kelyndea Rabentau, Anwärterin der Dämmerläufer
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Vermerk zum Bericht vom 10. Tag des 7. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 17:03 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Neophytin Rabentau erklärte, dass in dem Bericht eine Angabe fehlen würde. Sie berichtete mir jedoch mündlich davon:

Die in dem Bericht erwähnten Fallen dienten dem Zweck, Worgen lebend zu fangen und sie somit nur gezielt an Beinen und Pfoten zu verletzen.

Sie kam darauf, als ich ihr meine Vermutung - eben jenen Zweck - offenbarte.


gez. Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Aktenvermerk vom 11. Tag des 7. Monats Verfasst am: 12. Jul 2017, 17:15 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit wird wie folgt aussehen:

Der Stab, den Herr Afoque mir überreicht hat, wird in die Verwahrung einer Magierin übergehen. Hauptmann Selfried wird Anna Falsworth diesbezüglich fragen und zu mir schicken.

Aufgrund des Berichts vom 10. Tag des 7. Monats wird der Pass oberste Priorität bei der Überprüfung haben.

Zudem werde ich mich zusammen mit Verbündeten um die Beschaffung des weiteren Artefakts kümmern.

Das Artefakt in unserem Besitz wird von mir weiterhin an nur mir bekannten Orten versteckt. Niemand wird darüber von mir eingeweiht, um die Gefahr zu minimieren, dass es von unseren Widersachern gefunden wird.

gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 22. Tag des 7. Monats Verfasst am: 31. Jul 2017, 14:53 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Datum: 22. Tag des 7. Monats
Betreff: Ausspähen des Gebirgspasses
Anwesende:
Avalora Sternenstaub, Dämmerläufer und Leiterin des Einsatzes
Kelyndea Rabentau, Dämmerläufer
Erzdruide Keleith Nachtsturm, Dämmerläufer
Verfasserin: Avalora Sternenstaub


I. Sachlage
Aufgrund der Nachforschungen bezüglich Herrn Hadok Sturmeifer wurde entschieden, den Gebirgspass der Totenwinde auszuspähen, um herauszufinden, wohin Herr Sturmeifer ging.


II. Ausführung
Die Neophytin Rabentau und die Verfasserin trafen auf dem Weg in den Gebirgspass der Totenwinde auf eine Gruppe Menschen der Nachtwache. Diese fragten nach dem Begehr. Die Verfasserin erklärte, dass man unterwegs sei, um Spuren bezüglich der Vorfälle im Dämmerwald nachzugehen. Die Nachtwächter warnten vor den Gefahren, die im Pass lauerten und baten darum, ihnen die Richtung zu sagen. Es sollen wohl riesige Spinnen im Pass ihr Unwesen treiben und Händler gefressen haben. Die Verfasserin konnte zu der Richtung jedoch keine klare Angabe machen, da sie selbst nicht wusste, in welche Richtung die Spuren sie führen würden.

Die Verfasserin und die Neophytin konnten schließlich ihren Weg fortsetzen. Sie gelangten an eine Weggabelung.

Sie untersuchten den Boden nach Spuren. Der Weg, der von Neophytin Rabentau überprüft wurde, war offen und führte geradeaus. Sie fand zudem Spuren von Karren und Pferden, die tiefe Furchen im Boden hinterlassen hatten.

Die Verfasserin untersuchte den anderen Weg auf Spuren. Dieser war finster und verschlungen, so dass sie nicht weit sehen konnte. Sie fand jedoch ebenfalls Spuren von Karren und Pferden. Allerdings waren diese nicht tief.

Man besprach die Funde und entschied sich schließlich dafür, den von der Verfasserin untersuchten Weg einzuschlagen. Der Erzdruide Keleith Nachtsturm schloss sich an diesem Punkt den beiden an.

Das Wetter hatte in starken Regen umgeschlagen, so dass ein noch vorsichtigeres Gehen angeraten war, während sie dem Weg folgten.

An einer Stelle strömte das Wasser in rauen Mengen hinab, jedoch konnten die Kaldorei Halt finden und dieses Hindernis unbeschadet passieren.

Sie gelangten zu einem Steinbogen. Sofort war spürbar, dass sich etwas verändert hatte. Das wurde auch durch den Erzdruiden bestätigt. Er konnte nicht sagen, was genau es war, jedoch meinte er, dass sich die Gerüche stark verändert hätten und dass die Umgebung sich anders anfühlen würde. Seinem Gespür nach würde die Natur chaotischer wirken.

Die Verfasserin gab die Anweisung, dass ab diesem Moment äußerste Wachsamkeit zu herrschen hätte und dass sie auf alles vorbereitet sein sollten. Sie führte die beiden anderen Kaldorei weiter voran.

Nach einigen Schritten war ein leiser Schrei zu hören, ebenso war der Geruch von Schwefel wahrnehmbar. Eine genauere Überprüfung ließ sich jedoch nicht durchführen, da sowohl das Geräusch als auch der Geruch sofort verschwanden.

Die kleine Gruppe erreichte schließlich eine Brücke. An dieser Stelle wurde es dunkler. Jedoch konnten sie auf der Brücke einen jungen Mann in bürgerlicher Kleidung sowie eine Frau in Robe erkennen. Sie schienen sich zu unterhalten. Zu ihren Füßen stand eine Laterne, die das einzige Licht darstellte.

Die Verfasserin trat einige Schritte auf die beiden Menschen zu. Der junge Mann bemerkte sie und auch die beiden anderen. Er fragte, was sie hier suchen würden. Die Verfasserin erzählte nicht die Wahrheit, sondern sagte, dass sie auf der Durchreise wären. Der junge Mann schlug vor, dass man sich ihm und der Frau anschließend könnte. Dies lehnte die Verfasserin ab. Sowohl der Mann als auch die Frau traten dann an die Kante und stürzten sich in die Tiefe.

Nur wenig später waren der Mann und die Frau wieder da. Die Abläufe blieben die gleichen. Die Verfasserin versuchte noch, die beiden zu packen, griff jedoch ins Leere. Die Verfasserin hatte die Vermutung, dass es mit der Laterne zusammenhing und warf diese in den Abgrund. Sofort war das Echo eines Lachens zu hören. Es hallte, als würde man sich in einer Höhle befinden. Ein Bild erschien, das die beiden Menschen in Ketten zeigte. Sie wirkten gepeinigt und für die Ewigkeit verdammt. Ihre schmerzlichen Schreie erfüllten die Region. Dann verschwand das Bild.

Neophytin Rabentau merkte an, dass irgendetwas sie berührt hätte und man weitergehen sollte. Die Verfasserin war unterdessen schon auf der anderen Seite der Brücke angelangt und wartete auf die Neophytin und den Erzdruiden.

Der Bereich, den sie nun erreichten, war noch finsterer als die Brücke. Selbst die gute Sicht der Kaldorei war hier zwecklos. Allerdings erkannten sie einen Lichtkegel inmitten der Dunkelheit. Das kam den Kaldorei merkwürdig vor und weckte ihr Misstrauen.

Die Finsternis selbst barg jedoch ein Flüstern. Es war undeutlich, drang aber bis in die Tiefen der Seele vor. Zudem wurde die Finsternis langsam erdrückend.

Neophytin Rabentau warf einen Stein in das Licht, da darin eine Falle vermutet wurde. Es passierte jedoch nichts. Der Stein wirkte allerdings normaler.

Die Verfasserin hieß die anderen kurz zu warten und ging dann in diesen Lichtkegel. Sofort ließ die Wirkung der Finsternis nach. Die Neophytin und der Erzdruide folgten ihr.

Die Gruppe bewegte sich von Lichtkegel zu Lichtkegel, so als würde dieser sie führen.

Sie erreichten einen Ort, der an ein zerstörtes Dorf erinnerte. Überall waren schemenhafte Gestalten zu sehen, die nicht auf die Gruppe reagierten. Es lag jedoch etwas sehr Finsteres in der Luft.

Obwohl sie die Gewissheit hatten, bemerkt worden zu sein, versuchte die Verfasserin die Ruinen der Gebäude als Deckung zu nutzen. Dies tat sie, weil zwei Gestalten auftauchten. Dabei handelte es sich um eine Zwergenfrau und einem Menschen.

Der Mensch forderte die Verfasserin auf, aus ihrem Versteck zu kommen.

Die beiden Gestalten stellten sich als Braxa (die Zwergin) und Völlerei vor. Die Verfasserin nannte nur ihren Vornamen. Sie musterte die beiden Gestalten genauer. Dabei stellte sich heraus, dass die Person namens Völlerei zwar wie ein Mensch stand, jedoch nicht wie einer wirkte.

Es tauchten zudem noch zwei Wesen auf: eine den Shivarra ähnelnde Dämonin sowie eine aus verschiedenen Körperteilen von verschiedenen Rassen bestehende Monstrosität. Sie bestand überwiegend aus vielen Armen sowie einigen Dutzend Händen und Beinen. Soweit die Verfasserin das erkennen konnte, gehörten diese Körperteile einst Menschen und Elfen.

Die Dämonin fixierte ihre Aufmerksamkeit auf Neophytin Rabentau, die wiederum die Dämonin nicht aus den Augen ließ.

Die Zwergin trat einige Schritte auf den Erzdruiden und die Verfasserin zu und verlangte, dass die Kaldorei zurückkehren und erzählen, was sie vorgefunden haben. Das würde den Kultisten ihrer Ansicht nach mehr nutzen, als wenn die Kaldorei an Ort und Stelle sterben würden. Sie verlangte zudem, dass die Leute erfahren sollen, wie nahe der Nether ist und dass Dämonen im Gebirgspass umgehen.

Den Kaldorei wurde zudem noch gesagt, dass sie den Ort nicht würden verlassen könnten, wenn die Kultisten es nicht wollen würden.

Die Kultisten wiederum waren bereit, insgesamt sechs Fragen zu beantworten. Erzdruide Nachtsturm fragte noch einmal nach, ob er den Handel richtig verstanden hätte.

Die Verfasserin bemerkte die Situation zwischen Neophytin Rabentau und der Dämonin und versuchte, der Neophytin zu Hilfe zu eilen, um sie von der Dämonin wegzuziehen. Gleichzeitig erteilte sie der Neophytin den Befehl, sich von der Dämonin zu entfernen. In diesem Moment flog ein Pfeil an der Dämonin vorbei, deren Augen kurz dunkelviolett aufleuchteten. Der Kopf der Dämonin wandte sich dem unbekannten Schützen zu.

Die Dämonin packte die Neophytin mit zwei ihrer Arme und zog sie hinter sich. Die Verfasserin wurde mitgerissen.

Die Kultisten gaben unterdessen fünf Minuten Bedenkzeit.

Der Erzdruide forderte, dass die Dämonin die Neophytin loslassen solle, dann würde man mit den Kultisten über ihre Forderung reden. Tatsächlich gab die Zwergin der Dämonin den entsprechenden Befehl.

Die Verfasserin kehrte zusammen mit der Neophytin an die Seite des Erzdruiden zurück. Dieser war der Ansicht, dass die Forderung der Kultisten nicht den für sie gewünschten Effekt haben würde.

Während sich die Kaldorei berieten, kehrte die Monstrosität wieder und hielt einen Kopf zwischen fünf Armen fest. Die Verfasserin erkannte den Kopf trotz des ausgelaugten Zustands. Es handelte sich um den von Hadok Sturmeifer.

Der Erzdruide erkundigte sich noch einmal wegen der Fragen, die seiner geäußerten Meinung nach ohnehin kaum wahrheitsgemäß beantwortet werden würden.

Währenddessen war unter den Füßen der Anwesenden zu spüren, dass etwas an dunkler Kraft und Größe wuchs.

Der Erzdruide stellte schließlich die erste von sechs Fragen. Die Verfasserin wird sowohl Fragen als auch Antworten im genauen Wortlaut nachfolgend auflisten.

Erzdruide Nachtsturm: „Mit welcher genauen Absicht seid Ihr hier?“
Braxa: „Einen Außenposten für die Legion zu erschaffen.“

Avalora Sternenstaub: „Warum ausgerechnet hier?“
Braxa: „Weil hier die Rahmenbedingungen für Tore in den Nether und Felbeschwörungen gut sind.“

Kelyndea Rabentau: „Würde deine Dienerin sich nicht lieber der Schöpfung unserer Göttin hingeben wollen, als dir gehörig zu sein?“
Braxa: „Das müsste sie selbst entscheiden. Ich könnte es ihr befehlen, aber ob sie es will... Ich glaube, die Aussicht von eurer Göttin verbrannt und vernichtet zu werden, spricht dagegen. Aber sie wäre vermutlich lieber unkontrolliert, ja.“

Erzdruide Nachtsturm: „Habt ihr euch dem Fel verschrieben, weil ihr kein wirkliches Selbstwertgefühl habt?“
Völlerei: „Ich habe mich dem nicht verschrieben, ich entstand erst aus ihm heraus.“
Braxa: „Als Bonus... Nein.“
Die Zwergin hatte bereits drei Fragen beantwortet, so dass sie weiteren drei Fragen nicht beantworten musste (Anmerkung der Verfasserin). Allerdings stellte sie dem Erzdruiden auf diese Frage hin anfangs eine Gegenfrage: Ob er sich einem missgestalteten absurden Halbtier, das durch den Wald rennt und sich benimmt wie ein Hirsch verschrieben hat, weil er Probleme mit vernünftiger Kultur habe. Seine Erwiderung war darauf, dass dies keine Antwort sei und sie sich an den Handel halten solle.
Die dann gegebene Antwort der Zwergin hielt er dann für unehrlich, hätte dies aber erwartet.

Bevor die nächste Frage gestellt wurde, kehrte die Monstrosität wieder, dieses Mal ein kleines Kästchen in den Händen haltend. Dies erregte die Aufmerksamkeit der Verfasserin und sie musterte das Kästchen prüfend. Obwohl es in den Händen der Monstrosität nicht leicht zu erkennen war, hatte es eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kästchen, welches sich in Verwahrung der Verfasserin befindet. Das Kästchen in den Händen der Monstrosität glimmte jedoch felfarben. Die Monstrosität wurde jedoch umgehend von Völlerei wieder fortgeschickt.

Erzdruide Nachsturm stellte währenddessen die nächste Frage: „Völlerei, was esst Ihr am liebsten?“
Völlerei: „Ich brauch das nicht. Wäre mir auch zu lästig. Mir reicht es, der abendlichen Folter von Idioten zuzusehen. Die, die zu schwach waren für unsere Ränge.“
Braxa: „Er mag Seelen.“

Kelyndea Rabentau: „Wem bist du treu ergeben, Zwergenfrau?“
Braxa: „Mir selber. Ich diene nur mir.“

Völlerei bereitete unterdessen eine Rückkehrmöglichkeit für die Kaldorei vor. Er holte einen winzigen grünen Splitter hervor, der über seiner Hand schwebte und ein bis zwei Meter vor ihm flog. Durch eine Handbewegung zerbrach der winzige Kristall. Ein Portal bildete sich, welches sinister und finster erschien, jedoch war der Dämmerwald erkennbar, anscheinend eine der abgelegenen Ecken.

Erzdruide Nachtsturm trat als erster durch das Portal, dann folgten Neophytin Rabentau und zuletzt die Verfasserin.

Auf der anderen Seite angekommen merkte Erzdruide Nachtsturm noch einmal an, dass keine der Antworten wahr gewesen wären, egal wie die Fragen gelautet hätten. Die Hauptsache sei jedoch, dass die Kaldorei lebendig davon gekommen seien.

Er merkte an, dass die Kaldorei sich an ihr Wort halten und die Nachtwachen informieren sollten, die ihnen auf dem Weg begegneten. Er fragte nach, ob dies nicht ohnehin geplant gewesen sei. Die Verfasserin bejahte dies.

Der Erzdruide sagte dann, dass die Arroganz der Legionsdiener es den Kaldorei und den Verbündeten leichter machen könnte, wenn auch nicht zu leicht.

Die Verfasserin erwiderte daraufhin, dass diese den Kaldorei eigentlich nur in die Hände gespielt hätten, da man nun dank der Arroganz der Legionsdiener mehr wissen würde, als sie – die Verfasserin – gedacht hätte.

Der Erzdruide machte sich schließlich auf den Weg, um jede Nachtwache zu informieren, der er begegnen würde.

Neophytin Rabentau schien die Reise durch das Portal nicht gut überstanden zu haben, da sie auf Knien hockte und ihre Hände in den Bogen krallte. Die Verfasserin äußerte jedoch die Vermutung, dass der Zustand der Neophytin nicht nur von der Reise durch das Portal kommen würde. Weiteres unter dem Punkt „Besondere Vorkommnisse.“

Die Neophytin und die Verfasserin kehrten schließlich zum Hain zurück.


III. Besondere Vorkommnisse
Neophytin Rabentau wurde während des Einsatzes von der einer Shivarra ähnelnden Dämonin beeinflusst. Sie zeigte eindeutige Anzeichen sowohl während des Einsatzes als auch danach. Sie reagierte weder auf den direkten Befehl der Verfasserin, sich von der Dämonin zu entfernen, noch darauf, dass die Verfasserin die Neophytin grob am Arm packte, um sie fortzuziehen. Sie wirkte wie hypnotisiert.

Die Verfasserin sprach die Neophytin nach dem Einsatz darauf an, diese konnte sich jedoch an nichts erinnern. Vielmehr stritt sie gegenüber der Verfasserin ab, unter dem Einfluss der Dämonin gestanden zu haben.


IV. Schlusswort
Die Leute der Nachtwache sowie die Verbündeten wurden oder werden über diese Mission und das Vorgefundene informiert.

Die Verfasserin überprüfte direkt nach dem Einsatz, ob sich das von Herrn Afoque überreichte Kästchen noch in seinem Versteck befand. Dies war glücklicherweise der Fall.


gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 3. Tag des 8. Monats Verfasst am: 4. Aug 2017, 23:38 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Datum: 3. Tag des 8. Monats
Betreff: Mission in Eisenschmiede
Teilnehmer:
Avalora Sternenstaub, Dämmerläufer und Leiterin des Einsatzes
Kelyndea Rabentau, Dämmerläufer
Darrgosch Steinschlag, Lehen Leuenschein
Safina Lilkenday, Schwanengarde
Kylar Schattenschlag, Schwanengarde
Verfasserin: Avalora Sternenstaub, Dämmerläufer


I. Sachlage
Ein Schlüssel soll sich laut den vorliegenden Informationen in Eisenschmiede im Besitz eines zwielichtigen Zwerges namens „der Daumen“ befinden. Es wurde deshalb entschieden, nach Eisenschmiede zu reisen, um den Schlüssel zu sichern. Als Ortskundiger wurde der Zwerg Darrgosch Steinschlag vom Lehen Leuenschein dazu geholt.


II. Ausführung
Die Verfasserin hatte als Treffpunkt den Zugang zur Tiefenbahn gewählt. Sie unterrichtete die Teilnehmer von dem Ziel dieser Mission. Sie berichtete ebenso von dem Aufenthaltsort der Zielperson, welcher ihr mittels einer kurzen Nachricht von Herrn Afoque mitgeteilt worden war: im „dunklen Viertel“ in einem Fischergeschäft.

Nach einer kurzen Fahrt mit der Tiefenbahn erreichte die Gruppe Eisenschmiede, und Herr Steinschlag führte sie direkt in das „dunkle Viertel“. Das in der Nachricht beschriebene Haus wurde auch sofort gefunden.

Herr Steinschlag und die Verfasserin traten an die Tür und klopften. Sie verlangten der antwortenden Zwergenfrau gegenüber, „den Daumen“ wegen Geschäften sprechen zu dürfen. Sie wurden ins Haus gelassen. Die Schwanengardisten Lilkenday und Schattenschlag sowie Neophytin Rabentau blieben als Wachen draußen stehen.

Herr Steinschlag und die Verfasserin wurden die Treppe ins obere Stockwerk hinaufgeschickt. Dort trafen sie auf „den Daumen“. Dieser fragte nach dem Grund des Besuchs. Die Verfasserin erklärte, was sie suchten. „Der Daumen“ erklärte jedoch, dass er das gesuchte Objekt eine Stunde vorher für viel Gold verkauft hätte.

Die Verfasserin fragte nach dem genauen Aussehen und dem Inhalt des Objekts. „Der Daumen“ verlangte für diese Informationen Gold, welches die Verfasserin ihm bezahlte. Die Summe schien ihm zu gefallen, so dass er bereitwillig alle Fragen beantwortete. Er berichtete, dass sich in der kleinen Kiste ein „fieser, dunkler Stein oder Kristall“ befände. Den Käufern schien dieser wichtig zu sein, allerdings sagten sie etwas von „geschwächt“. Bei den Käufern handelte es sich um eine kleine Zwergin und einen recht großen, stillen Mann in „hässlich grüner Plattenrüstung“ mit einem „Horn“ vor der Stirn. Sie trugen kein Wappen. Sie wollten wohl nach Menethil, wo ein Schiff vor der Küste warten würde. Der Schätzung des „Daumens“ nach sollten sie wohl irgendwo nach Kharanos sein, genauer gesagt zwischen Kharanos und Gol’Bolar.

Herr Steinschlag und die Verfasserin verließen daraufhin das Haus wieder. Kurz berichtete die Verfasserin den drei vor dem Haus Befindlichen von dem Ergebnis des Gesprächs.

Im Laufschritt machte sich die Gruppe dann auf den Weg, um die Käufer einholen zu können.

Die Verfasserin entdeckte während des Laufens frische Fußspuren im Schnee, die vom Weg in Richtung einer einsamen Hütte abgebogen waren. Sie machte die anderen darauf aufmerksam.

Bei den Spuren handelte es sich um Fußspuren von zwei Menschen, einem Mann und einer Frau, sowie von einer Zwergin. Sie wirkten recht frisch, jedoch irgendwie vom Weg abgedriftet, so als hätte etwas die Besitzer der Fußspuren aufgeschreckt. Sie führten zu einer abgelegenen Unterkunft.

Ein Karren verdeckte die Sicht der Gruppe, jedoch war schon bald eine den Dämmerläufern bekannte Stimme zu vernehmen. Sie gehörte der Zwergin Braxa. Anscheinend waren sie und ihre Begleiter hinter dem Karren. Deshalb forderte die Verfasserin sie auf, hervorzukommen.

Es wurden einige Worte gewechselt, darunter auch Forderungen, die jedoch abgelehnt wurden.

Die Verfasserin war nicht bereit, die Kultisten mit dem Schlüssel entkommen zu lassen. Deshalb gab sie den Befehl, dass die Gruppe sich bereit zum Angriff machen sollte.

Die Kultisten griffen jedoch als erstes an. Die Zwergin fiel unter dem Pfeilhagel von Neophytin Rabentau und der Verfasserin, bevor sie einen Zauber wirken konnte. Die einer Shivarra ähnelnde Dämonin fixierte sich auf Neophytin Rabentau. Gardistin Lilkenday versuchte, sich der Dämonin in den Weg zu stellen.

Die dritte Kultistin, ein Mensch, rief einen Wichtel herbei, der unter dem Angriff von Herrn Steinschlag sehr schnell fiel.

Der Mann in grüner Plattenrüstung – Völlerei – kämpfte gegen Gardist Schattenschlag, welcher von diesem einige Verletzungen beigebracht bekam.

Herr Steinschlag kämpfte gegen die menschliche Kultistin und konnte sie besiegen.

Gardistin Lilkenday griff unterdessen die Dämonin an, wurde von dieser jedoch zurückgedrängt. Neophytin Rabentau schoss einen Pfeil auf die Dämonin ab und traf sie, jedoch ohne großartige Wirkung. Ein weiterer Pfeil verfehlte sein Ziel, und die Angriffe von Gardistin Lilkenday blieben auch ohne Wirkung.

Völlerei wandte seine Aufmerksamkeit nun Herrn Steinschlag zu.

Die Verfasserin, die ursprünglich Gardist Schattenschlag unterstützen wollte, stürmte auf Völlerei zu. Ihr Dolch glitt an der Rüstung vorbei, jedoch konnte sie ihn zur Seite drängen.

Herr Steinschlag kümmerte sich nun vollständig um Völlerei. Als dieser flüchten wollte, griffen sowohl Herr Steinschlag als auch die Verfasserin ihn an und brachten ihn zur Strecke. Er löste sich unter Gestank auf.

Die Dämonin konnte jedoch leider entkommen.

Die Verfasserin blieb allein zurück, um die Leichen der beiden Kultistinnen zu verbrennen. Sie informierte jedoch auch die Wachen von Eisenschmiede darüber mit der Bitte, dass Priester den Ort des Kampfes reinigen mögen.


III. Tote und Verletzte
Getötet wurden die drei Kultisten sowie ein beschworener Wichtel.

Gardist Schattenschlag wurde von Völlerei zuvor schwer verletzt. Die Verfasserin kümmerte sich notdürftig um die Wunden, die jedoch felverseucht waren. Sie wies deshalb an, dass Gardist Schattenschlag umgehend zu einem Priester gebracht werden sollte. Herr Steinschlag besorgte deshalb einen Widder, mit dem der Gardist nach Eisenschmiede transportiert wurde.

Herr Steinschlag erlitt ebenfalls eine Verletzung.

Neophytin Rabentau, Gardistin Lilkenday und die Verfasserin blieben unverletzt.


IV. Besondere Vorkommnisse
Neophytin Rabentau wurde erneut Opfer der Beeinflussung durch die Dämonin, konnte ihr jedoch dieses Mal besseren Widerstand leisten und sich auch daran erinnern.


V. Gesicherte Gegenstände
Die Leichen oder Überreste der Kultisten wurden durchsucht.

Die kleine Kiste befand sich tatsächlich im Besitz der Kultisten. Es ähnelte sehr dem bereits erhaltenen Kästchen. Auch auf seiner Oberfläche waren kleinere Runen zu sehen. Die Verfasserin nahm das Kästchen an sich zur Verwahrung.

Die Zwergin Braxa hatte ein Kristallamulett bei sich. Die Verfasserin vermutet, dass es sich dabei um ein solches handeln könnte, mit welchem ein Dämon beschworen werden kann. Ihres Wissens zufolge geschieht dies durch Zerbrechen des Gegenstandes. Dieses muss unter allen Umständen verhindert werden. Sie nahm auch dieses Amulett an sich und wird es der Mondpriesterin übergeben.

Gardistin Lilkenday hat bei der menschlichen Kultistin einige Schriftrollen gefunden, allem Anschein nach dunkle Schriften. Auch diese werden der Mondpriesterin übergeben.


VI. Schlusswort
Die Verfasserin in ihrer Eigenschaft als Leiterin dieses Einsatzes übernimmt selbstverständlich die volle Verantwortung für das Geschehene. Verletzungen hätten vermieden werden können.

Beide Kästchen werden getrennt voneinander aufbewahrt werden, wofür die Verfasserin die alleinige Verantwortung trägt.


gez.
Avalora D. Sternenstaub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Avalora Sternenstaub
Die Nachtwache




Kommandantin
<Orden der Dalanari>

Beiträge: 273

[ Charakterinfo ]
Titel: Bericht vom 30. Tag des 8. Monats
Thema Beschreibung: übermittelt von Hauptmann Matthew Selfried
Verfasst am: 8. Sep 2017, 13:34 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Untersuchung 30. des achten Monats
Die Untersuchung wurde an einem lebenden Patienten und einem toten durchgeführt. Beide standen im Verdacht durch eine besondere Mückenart infiziert und kontrolliert zu sein. Zuerst besah ich mir den lebenden Patienten. Beim Auffinden sollen beide das Wort: "Avalora" immer wieder wiederholt haben. Die weibliche Patientin verstarb vor Eintreffen.


Untersuchung lebender Patient
- Patient in Rudelgestalt
- Patient apathisch, reagiert nicht auf Ansprache. Beule am Hinterkopf, älter und teilverheilt. Augen offen, Blick unfokussiert.
- Zähne wirken abgenutzt, anscheinend Selbstverletzung an Zunge.
- Nase sehr trocken
- Aurensicht zeigt zwei Präsenzen - Schwach, kaum ermittelbar der Patient selber, eine weitere, hinter den Augen, im Gehirn wohl verortet. Unnatürlich, eingenistet - ein Parasit? Wirkt eher physisch präsent und verzweigt im Kopf des Patienten.
- Bei längerer Untersuchung folgte plumpe Abwehrreaktion
- Heilende Energien verursachten eine Gegenreaktion der fremden Präsenz, die bei längerem Einsatz den Wirt töten würde
- Die Energien eines Netzwerkes sind spürbar, Vermutung: die Mücken sind untereinander verbunden.
- Apathie wird von Fressanfällen abgelöst, Bewegungen linkisch und fremdgesteuert.
- Wege aus der Gefangenschaft werden wahrgenommen und wollen genutzt werden


Besitztümer:
- Ein- und Verkaufslisten, Händlernamen. Letzter Eintrag Kauf von Angelködern, drei Gläser. Verkäufername unkenntlich gemacht.
- Drei Zigarren, Feuer, Sieben Goldstücke.
- Drei Pergamente:

"Hey, Großer! Vertrau einfach deinem Instinken, die du doch eh hast. Ich würde an deiner Stelle nicht auf den Handel eingehen. Klingt gefährlich, was du erzählt hattest. - T. "
"Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt."
"Dämmerwald, einfach dort abstellen. Der Rest erledigt sich von selbst. Ich warte. - S."



Leichenbeschau weiblicher Patient in Rudelgestalt
- Äusserlich unversehrt bis auf Nagel, der vor längerem in die linke Fuß-Tatze getreten wurde und wohl ignoriert wurde
- Öffnung des Kopfes wurde vorgenommen um dem Parasiten nachzugehen.
- Das Gehirn hat viele Entzündungsherde
- Es scheint sich ein sehr feine, netzartige Struktur von der Stirn her nach hinten ausgebreitet zu haben. Wie "Flügel" eines Insektes.
- Sie scheint zu Beginn sich dort auszubreiten, wo nach manchen Theorien die "Bewegung" des Körpers gesteuert wird und wächst dann nach hinten, wo Denken und Erinnerung sich befinden sollten.


Fazit:
1) Die Leute bekommen ihre eigene Persönlichkeit verdrängt und verkümmert.
2) Zuerst werden die Bewegungen kontrolliert, dann die höheren Funktionen. Durch eine nicht wirklcih greifbare Verbindung werden diese dann ferngesteuert.
3) Gehirnentzündungen entstehen dabei
4) Das ganze ist durch Eingriff nciht zu heilen, da tief im Hirn verwurzelt
5) Druidische Heilung wird vom Parasiten entgegengwirkt
6) Der Ursprung dessen ist eine Einbettung durch die Mücken


Gezeichnet:
Hauptmann Matthew S.E.E.G. Selfried von Klevenhold of Dunmouth
Dienstnummer 631
10. königliches Wachregiment, Sturmwind
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Seite 1 von 2 [20 Beiträge] Gehe zu Seite: 1, 2 Weiter
Das Thema als ungelesen markieren ::  Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
 Forum-Index » Rollenspiel » Kalimdor » Orden der Dalanari » IC » Ordensalltag » Einsatzberichte
Gehe zu:  

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst keine Kalendereinträge in diesem Forum erstellen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group
Powered by CBACK RPG Tools
Deutsche Übersetzung von phpBB.de


World of Warcraft™ and Blizzard Entertainment® are all trademarks or registered trademarks of Blizzard Entertainment in the United States and/or other countries.
These terms and some related materials, logos, and images are copyright © Blizzard Entertainment.
This site is in no way associated with Blizzard Entertainment®.