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 Forum-Index » Rollenspiel » Die Inseln des Großen Meeres und des Südmeeres
Die Rückkehr zu den Inseln
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Autor Nachricht
Paiyu Schattenschlag
Forscherliga







Beiträge: 190

[ Charakterinfo ]
Titel: Die Rückkehr zu den Inseln Verfasst am: 17. März 2017, 11:25 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ruhig glitt das Schiff über das Meer. Wie ein riesiger schwarzer Spiegel reflektierte die Wasseroberfläche den vollen Mond und die unzähligen Sterne. Der größte Teil der Mannschaft, wie auch die Passagiere hatten sich in ihre Hängematten zurück gezogen, so dass nur wenige Matrosen auf Deck waren und es angenehm still war. Am Steuer des Schiffes stand ein alter, Kaldorei mit Augenklappe und einem prächtigen Hut.
"Solltet Ihr nicht etwas schlafen, verehrte Schwester Schattenschlag?" Fragte er mir freundlich brummender Stimme als Paiyu die Stufen hinauf kam, sich neben den Kapitän stellte und zum Himmel aufblickte.
"Dann würde ich die Nacht verpassen." Antwortete sie lächelnd. "Ich möchte euch dafür danken, dass ihr uns sicher zu unserem Ziel bringt, Bruder Mondbrise."
Geron Mondbrise sah die Mondpriesterin einige Augenblicke lang an, betrachtete ihr von Narben entstelltes Gesicht, das blinde Auge und das teilweise abgerissene Ohr. "Man könnte meinen dieser furchtbare Ort hätte euch schon genug abverlangt."
Paiyu lächelte den Kaldorei an und schüttelte den Kopf. "Ich gebe gerne alles, was ich habe um Mutter Mond zu dienen." Sie betrachtete das verschwommene Spiegelbild des Nachthimmels auf der Wasseroberfläche. "Entschuldigt mich Kapitän, ich werde nach meinen Begleitern sehen." Sprach die Priesterin schließlich und ließ den Kaldorei alleine zurück.
Als Paiyu das Mannschaftsquartier betrat herrschte abseits von einigen leise schnarchenden Männern absolute Stille. Eine schwach leuchtende Laterne die durch die sanften Wogen des Meeres an ihrem Haken hin und her schaukelte warf neckisch tanzende Schatten durch den großen Raum. Die Mondpriesterin betrachtete die Schlafenden eine Weile. Einzig die Großkatze der Jägerin und der Schäferhund des Schützen hoben kurz ihre Köpfe um den Neuankömmling zu mustern, doch wichen sie nicht von der Seite ihrer Herrchen. Schließlich ging sie leichtfüßig zu einer Hängematte herüber in der ein großer, weiß haariger Kaldorei lag. Sanft lächelte Paiyu den schlafenden Faraenor an und strich ihm mir den Fingerspitzen über die Wange. Ihr Gefährte war wie ein Fels in der Brandung, blieb für gewöhnlich immer ruhig und gab stets auf sie acht. Sie war sich völlig sicher, dass er ein Geschenk Elunes war.
Nachdem Paiyu die Kajüte betreten hatte, warf sie einen Blick auf die unruhig schlafende Elunai. Sie setzte sich auf die Bettkante und bedeckte ihre Cousine zunächst ordentlich mit der Decke, die halb vom Bett gerutscht war. Sanft, fast schon mütterlich strich Paiyu ihr eine Strähne aus dem Gesicht und legte ihr die Hand auf die Wange. Sie liebte Elunai sehr. Die junge Priesterin war die personifizierte Unschuld und Reinheit. Sie war all das, wozu der Rest ihrer Familie niemals im Stande gewesen war. Es war Paiyu ein Rätsel wie eine so friedliche und liebenswerte Person vom gleichen Blut sein konnte. Gerade wenn man bedachte wer ihre Eltern waren, war es um so erstaunlicher was aus Elunai geworden war. Sie war sich sicher, das es niemand besseren gab, der ihre Nachfolgerin als Matriarchin der Familie sein würde.
Vorsichtig kletterte Paiyu zu Elunai ins Bett, legte sich hinter sie um schützend ihren Arm um die schlafende Priesterin zu legen. Flüsternd leise begann sie zu Summen um ihrer Cousine, aber auch sich selbst etwas Ruhe und Trost zu spenden.
_________________
selbst Elune hat eine dunkle Seite
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Yhara
Forscherliga







Beiträge: 4

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 17. März 2017, 15:29 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Das stetige, sanfte Schunkeln des Schiffes und das leise Rauschen des Meeres wirkte für sie wie ein Wiegenlied aus längst vergessenen Tagen und dennoch konnte sie nicht schlafen. Vor längerer Zeit hatte sie bereits ihre Lider geschlossen, im Irrglauben der Schlaf würde sie in seine Arme nehmen und herüber ins Land der Träume ziehen. Als sie die Schritte der Mondpriesterin vernahm begann sie nach kurzer Zeit ebenso ihre Augen zu öffnen um, für ein paar Herzschläge, einfach nur an die Decke zu starren. Als könnte ihr jenes dunkle Holz, über ihrem Kopf, auch nur irgendwelche Antworten geben.... Sie konnte nicht schlafen, dafür waren ihre Gedanken zu sehr in Aufruhr, auch wenn sie dies nicht offen widerspiegeln würde. Nach kurzer Zeit begann auch sie sich von ihrer Pritsche zu erheben um in ihre Schuhe zu schlüpfen, ihren Mantel über zu ziehen und hinaus in das angrenzende Zimmer zu gehen. Nach kurzer Zeit erhoben sich bereits ihre Lippen zu einem leichten Lächeln, ob der schnarchenden Laute der Schlafenden, doch nicht ohne „beneidenswert“ vor sich hin zu nuscheln.

Das Meer erstreckte sich dunkel und weit in alle Richtungen und wirkte im ersten Moment als würde es das Schiff am liebsten verschlucken wollen. Wären dort nicht die kleinen Wellen, die vom Mond beschienen eine fast schon beruhigende Wirkung auf sie hatten. Nach kurzer Zeit bemerkte sie die Mondpriesterin mit dem silberweißen Haar und beobachtete sie in der Unterredung mit einem anderen Kaldorei, bis sie sich selbst dazu entschloss sich erneut eine der Kisten auszusuchen um es sich auf Deck gemütlich zu machen. Wenn man schon nicht schlafen konnte und ihren Gedanken nachging, konnte man dies gewiss auch mit einem schönen Ausblick tun. Hier. Unter dem dunklen Firmament, welches erleuchtet wurde von schimmernden, leuchtenden Sternen.
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Elunai Schattenschlag
Forscherliga



"Novizin"

<Schattenklingen>

Beiträge: 10

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 17. März 2017, 19:12 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Elunai hatte Mühe, sich an diesem Morgen aus dem Bett zu schälen. Die Lider hielten sich nur schwer offen und ihre Glieder schmerzten, als hätte sie auf Steinboden geschlafen. Genau so hatte sie sich die erste Nacht auf dem Schiff vorgestellt. Abgesehen davon, ließ ihre Energie generell zu wünschen übrig, zumal sie vor Kurzem einen Fluch hatte bannen müssen. Einen Fluch, der ein erschreckendes Eigenleben entwickelt hatte und die geweihte Phiole in ihrer Gürteltasche an den Rand ihrer Belastbarkeit brachte. Doch sie hielt. Elunai wusste, dass sie selbst nicht genügend Kraft haben würde, diesen Fluch zu zerstören. Jedenfalls nicht in ihrem jetzigen Zustand der Müdigkeit und der fehlenden Konzentration.
In den frühen Morgenstunden – die Sonne erkämpfte sich gerade eine Position am Horizont – tapste Elunai lautlos durch den Vorraum und erreichte kurz darauf das Unterdeck, wo sie sich leicht über die Reling lehnte. Feixendes Getuschel war von der Besatzung zu vernehmen, da sie offenbar davon ausgingen, sie würde sich demnächst übergeben, doch stattdessen zog sie die Phiole aus der Tasche und hielt sie mit beiden Händen sicher umschlossen. Die dunkle Essenz darin waberte zäh und zornig von einer Seite zur anderen, wobei es so aussah, als würde das Wesen in dem geweihten Behältnis grausame Qualen erleiden. Die junge Mondpriesterin betrachtete den Inhalt einige Minuten unverändert, wobei sich ihr die Frage aufdrängte, was wohl passierte, wenn das Glas jemals zerbrechen würde. Mit einem leichten Kopfschütteln verwarf sie die Gedanken schließlich wieder und löste eine ihrer Hände vom Hals des Fläschchens.
„Elune möge dazu Sorge tragen, dass dieser Fluch nie wieder jemandem schaden kann“, wisperte sie leise in ihrer Volkssprache und nach einer unendlichen Sekunde entließ sie das Glas aus ihren Fingern, wobei es mit einem leisen Platschen von den Wellen verschluckt wurde, und als hätte die Sonne auf ihren Einsatz gewartet, erkletterte sie in goldenen Strahlen endlich das Firmament und tauchte das Schiff in warmes Licht. Eine Last fiel ihr von den Schultern, als sie die Wärme auf ihrer Haut spürte und unweigerlich lächelte sie gen Sonne. Es würde ein guter Tag auf See werden, wäre da nicht... die Übelkeit kam plötzlich und ohne jede Vorwarnung und kaum eine Minute später hing sie brechend über der Reling, wobei sie von der Besatzung schallendes Gelächter erntete. Vor Scham die Röte einer Tomate annehmend, wäre sie am liebsten im Boden versunken, doch ein weiteres Würgen hielt sie davon ab...
Ja... heute würde bestimmt ein guter Tag auf See werden. Sie stöhnte leise auf und hielt sich mühsam an der Reling fest. Ein guter Tag auf See...
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"Bevor die Schüchterne etwas sagen kann, fällt sie sich selbst ins Wort."
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Abramo
Forscherliga







Beiträge: 2

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Titel: Verfasst am: 19. März 2017, 11:27 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es war nicht ganz einfach gewesen, die Besatzung davon zu 'überzeugen', die Damen der Reisegesellschaft in Ruhe zu lassen. Einer hatte bereits ein blaues Auge, der andere hatte Bekanntschaft mit den Fischen gemacht, nicht aber ohne nachher wieder an Bord geholt worden zu sein. Mittlerweile war aber Ruhe eingekehrt und Abramos Knöchel hatten mit Elunais Hilfe bereits wieder ihre ursprüngliche Farbe angenommen.
Maddox geriet ebenfalls mit zwei aufrührerischen Besatzungsmitgliedern aneinander, die er nur zurechtweisen konnte, indem er einem von ihnen die Knarre unter die Nase hielt. Die Stimmung an Bord war gestern recht bescheiden gewesen, doch mittlerweile hatten sich alle Personen ihrer Rolle gefügt.
Abramo hatte noch Irajas Worte im Kopf: „Das wird keine leichte Aufgabe“
Damals hatte er noch darüber gelacht. Heute war er sich sicher, dass sein Boss eigene Erfahrungen mit solch schwierigen Persönlichkeiten hatte. Geärgert hatte er sich. Diese Respektlosigkeit. Zwar hatte er den Kapitän auf seiner Seite gehabt, doch Abramo hatte in seinen Augen erkannt, dass es ihm im Grunde egal war. Witzigerweise hatten sich die Männer von Anfang an von Paiyu fern gehalten. Erst war Abramo überzeugt gewesen, dass sie von ihrem Äußeren abgeschreckt waren, doch nach genauerer Beobachtung hatten sie offensichtlich Angst vor dem weißhaarigen Elfen. Und dem Kapitän. Zwischenzeitlich auch vor Abramo und Maddox.
„Habt Ihr nicht gut geschlafen?“, zarte Hände legten sich neben ihm auf die Reling, die seine Aufmerksamkeit in das Gesicht der jungen Elfe lenkten, welche sich lautlos zu ihm gesellt hatte.
„Schwester Schattenschlag“, Abramo neigte sachte sein Haupt, während der Wind durch sein kurzes Haar wehte, „Ehrlich gesagt – nein, aber das soll Euch nicht belasten. Wie geht es Eurer Seekrankheit?“
Elunai schenkte ihm ein zauberhaftes Lächeln. Klar, ungetrübt und herzlich. Etwas, das man in diesen schweren Zeiten nicht sehr oft zu Gesicht bekam, zumal er überzeugt war, dass sich dies bei ihr nach dem Einsatz an der Front ändern würde. Sogar die leichten Schatten unter ihren Augen wurden davon überstrahlt.
„Es ist weg. Ich konnte heute tatsächlich frühstücken!“
Abramo lachte leise auf und stützte die Unterarme auf die Reling.
„Ich hoffe inständig, dass Euer Magen bei der Sache auch mitmacht“
„Das wird er, da bin ich sicher!“, dieses zuversichtliche Schmunzeln ließen seine Zweifel verpuffen. Sie hatte den Kampf mit der Seekrankheit offensichtlich überstanden. Er spürte ihren musternden Blick, ehe sie weitersprach, „Geht und ruht Euch etwas aus. Ich werde hier derweil nach dem Rechten sehen.“ Ihr Befehl hatte solch einen unumstößlichen Ton inne, dass er sie erst verblüfft anblickte. Schliesslich nickte er kaum merklich und stiess sich sachte von der Reling ab.
„Schickt aber nach mir, wenn sich wieder Schwierigkeiten anbahnen.“
Wieder nickte die Elfe sachte lächelnd und trat ihm aus dem Weg.
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Yhara
Forscherliga







Beiträge: 4

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Titel: Verfasst am: 20. März 2017, 23:48 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Was war bloß los mit Ihr? Seufzend ließ sie sich auf der kleinen, hölzernen Bank nieder an dem der Lack bereits abblätterte und Zeugnis davon gab, dass sie nicht erst seit wenigen Wochen hier stand, sondern bereits seit längerer Zeit ein Zuhause hier gefunden hatte. Mit eine dumpfen Laut traf ihr Hinterkopf unliebsam die Wand in ihrem Rücken um, wie so oft, hinauf in den Himmel zu richten. Der Kampf mit den Dämonen nahm sie bereits mit, dass Wissen das sie nicht viel ausrichten konnte und die damit verbundenen Zweifel. Waren sie wahrlich so magieresistent oder lasteten die letzten Monate, oder vielleicht sogar Jahre, so schwer auf ihr, dass sie ihre Magie nicht mehr so unter Kontrolle hatte wie sie es einst tat. Bis jetzt zeigte sich nicht, dass ihre Seele so geschwächt war, so gebrochen, dass sie nicht mehr Herrin ihrer Fähigkeiten war. Doch was ist wenn es schleichend kam und ihr nach und nach aufzeigte, dass sie schwach war? Jahrelange Arbeit wäre umsonst gewesen, die Tage an denen sie vor Erschöpfung zusammen brach und irgendwann fiebrig in ihren Bett aufwachte. Man konnte nicht sagen, dass sie nicht alles dafür gab zu lernen um ihrer einstigen Passion zu frönen. Langsam spannte sie ihre Finger an um ihre Hände zur Fäusten zu ballen als wollte sich der Großteil in ihr sträuben so etwas zu denken oder in irgendeiner Form zu akzeptieren.

Nach kurzer Zeit glitt ihr Blick zum kleinen Haus, in welchem Er verschwunden war. Wahrlich...was war los mit ihr? Sie hatte ihn verletzt, auf irgendeine Art und Weise und ohne es wirklich sehr wahrzunehmen hatte sie ihn verletzt. Kummer breitete sich in ihr aus als hätte eine Flutwelle sie erfasst und drohte sie mit sich zu nehmen und ins Meer hinaus zu spülen. Sie bot ihm etwas an was gewiss närrisch war, bloß um ihm zu beweisen, dass sie ihn nicht für das hielt was er dachte. Wollte ihm beweisen, dass er bereits ein Teil ihres Vertrauens hatte, dennoch fühlte sie sich wie eine Närrin, eine Idiotin. Ihr letzter Liebster hatte ihr zeigen wollen, dass es mehr im Leben gab als Disziplin und den Willen alles irgendwie perfekt zu gestalten. Dass das Leben auch aus Spaß bestehen konnte, fernab der Mühe wahrlich alles zu tun damit man mit ihr zufrieden war. Und nun hatten jene, eigentlich neckisch gemeinten Worte dazu geführt das er sich zurück zog. Aber was verlangte sie eigentlich? Mit dem Wissen, dass sie weiterhin zu sorgenvoll und ängstlich war sich zu verlieben oder auch nur echte Sympathien zuzulassen. Aber...sie tat es schon, irgendwie mochte sie diesen Mann. Zu wenig um bereits so etwas wie Liebe zu empfinden, aber genug um ebenso verletzt zu sein und sich über sich zu ärgern ihn in enttäuscht zu haben.

Sie wusste nicht wie lange sie ihren Gedanken nachging und wie oft sie bereits wieder zur Türe des Hauses blickte in dem er verschwunden ist. Lediglich wusste sie, dass die Nacht weit fortgeschritten war als sie sich ebenso ins Haus begab um sich etwas Ruhe zu gönnen.
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Abramo
Forscherliga







Beiträge: 2

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Titel: Verfasst am: 21. März 2017, 12:18 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Abramo rieb sich mit beiden Händen energisch durch das Gesicht, nachdem er in dem kleinen Haus den zweiten und letzten Bierkrug geleert hatte. Ihm gegenüber am kleinen Tisch saß eine alte, verhunzelte Frau, deren weißes Haar ordentlich zu einem Dutt hochgesteckt worden war. Die Herrin des kleinen Häuschens, wo er Schutz vor den Weibsbildern der Gruppe gesucht hatte.
„Frauen“, grollte er in seinen Bart und griff nach einer der himmlisch duftenden Pasteten, welche die Alte fürsorglich auf den Tisch gestellt hatte.
„Männer“, hielt sie dagegen und starrte ihm ohne Umschweife mitten ins Gesicht. Er hob etwas überrascht die Brauen, als ihm klar wurde, das Gehör der Dame unterschätzt zu haben.
„Verzeiht“, setzte er nach kurzer Pause grummelnd fort und biss in die Pastete. Sie duftete nicht nur grandios, auch der Geschmack war besser als alles, was er in den letzten Tagen zu Gesicht bekommen hatte.
„Rede es dir von der Seele, mein Lieber. Es gibt nichts unausstehlicheres als einer, der den Gram in sich hineinfrisst und sein Umfeld anblafft“, die Alte führte sich ihren Tee zu Gemüte, während Abramo ihren Blick auf seiner Stirn brennen spürte.
„Nichts für ungut, Verehrteste, aber ich würde mich eher auf einen brennenden Ameisenhaufen setzen“, seine Worte mit einem sachten Schmunzeln unterstreichend, schob er sich den Rest der Pastete in den Mund und erhob sich dann sichtlich müde von der Bank.
„Wie du willst. Ich bin hier“, meinte sie und faltete die Hände auf dem Tisch. Sie sah nicht minder müde aus, zumal der Abend bereits in den Morgen überging.

Als Abramo es sich endlich auf der Pritsche gemütlich gemacht hatte, wollten seine Gedanken keine Ruhe geben. Yhara, Arweniel, Paiyu. Diese drei schienen sich in ihrer Meinung über ihn einig zu sein. Frauenheld, Lustmolch, Voyeur, Schwerenöter... Es wäre ihm ja egal, würde er es nicht bei jeder Gelegenheit zu hören bekommen. Dazu noch grundlos und offenbar zur Belustigung der Damenschaft. Dabei hatte er, nachdem er den ersten Abend in illustrer Runde zu Gunsten seines Schlafes gut gelaunt verlassen hatte, noch das Gefühl gehabt, die Frauen würden sein Geplänkel mit flotten Sprüchen, Komplimenten und umschweifig geführten Wortgefechten als Spaß verstehen. Als er Arweniel und Yhara allerdings über ihn lästern hörte, dass er wohl mit Vorsicht zu genießen und offenbar als der schlimmste Kerl der Mannschaft zu betrachten sei, zerrte es an seinem Ehrgefühl. Voyeur, hatten sie ihn genannt. Weibsbilder die ganze Nacht beim Schlafen beobachtend. Er hatte sich schlafend gestellt und sich auf der weiteren Reise gehütet, Komplimente zu machen oder ähnliche Wortgefechte zu führen. Stattdessen hatte er sich vermehrt für das Wohl der Damen eingesetzt, zumal sie das Ziel von respektlosen Annäherungsversuchen der Mannschaft wurden.
Abramo drehte sich unruhig auf die andere Seite.
Offenbar wurde es als Zeichen des Chauvinismus gedeutet. Man war der Meinung, man hätte es auch ganz gut ohne ihn geschafft und es wäre aus Antrieb der Eifersucht passiert. Diesmal hatte er sich gerechtfertigt. Solche Anschuldigungen ließ er nicht auf sich sitzen, zumal es lediglich darum ging, die Mannschaft in die Schranken zu weisen.
Als er sich bei Ankunft in Bradenbach dann aber Drohungen und weitere Anschuldigungen anhören musste, als er Elunai zu Bett begleitet hatte, war das Fass voll. Wiederum hatte er lediglich dafür gesorgt, dass Fenster und Bettstadt sicher waren und seiner Schutzbefohlenen nichts passieren konnte.
Zorn koch in ihm noch, doch er schluckte ihn hinunter.
Als er verärgert gehen wollte, hielt man ihn gar für unhöflich. Unhöflich. Er atmete tief durch. Yhara war ihm aus der Taverne gefolgt. Hätte sie ihn mal lieber in Ruhe gelassen. Sie hatte ihm prompt angeboten, bei ihm in seinen Armen nächtigen zu wollen.
Wieder grollte er und drehte sich abermals auf die andere Seite.
In Zweisamkeit genoss sie seine Avancen, doch hatte sie in der Weibergruppe das Lästerfieber gepackt, war er das beste Ziel für ihren Hohn und sobald man sich wehrte, kam sie zurück gekrochen, um Verzeihung bittend.
Weiber!
Genau der Grund, warum er diejenigen bevorzugte, mit denen er Spaß haben und in der Früh wieder verlassen konnte...
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Paiyu Schattenschlag
Forscherliga







Beiträge: 190

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Titel: Verfasst am: 21. März 2017, 19:33 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Nachdenklich spazierte Paiyu am Rande der Schlucht hinter Bradenbach entlang. Rechts neben ihr ragte düster die Feste Rabenwehr auf. Ein wirklich geschichtsträchtiger Ort, war es doch einst ihr Herr Kultaros Rabenkrone gewesen, der sich mit der Rebellion der Kaldorei gegen Königin Azshara und die Dämonen gestellt hatte. Doch war die Feste nicht nur für ihr Volk ein fester Teil der Geschichte, auch die Schattenschlags selbst hatten hier ihren Ursprung.
Heute war die einst stolze Feste von Geistern heimgesucht und voller lauernder Gefahren. Vielleicht würde Paiyu etwas Zeit finden um ihrer Cousine von den Wurzeln der Familie zu erzählen, so wie es ihr auch einst von ihrem Onkel erzählt wurde.
Wenn Paiyu genauer darüber nachdachte musste sie Elunai sogar davon erzählen. Immerhin kannte sie bereits einen Namen der fest mit der Geschichte ihrer Familie verknüpft war. Auch wenn die junge Priesterin es wohl noch nicht wusste. Möglicherweise war es ja auch nur ein Zufall. Auch bei den Kaldorei kamen Namen doppelt vor... Jedenfalls hoffte sie es insgeheim.
Paiyu folgte dem Rand der Schlucht und zuckte zusammen als ein stechender Schmerz durch ihre Finger floss. Schwester Arweniels Heilung forderte ihren Tribut. Der Priesterin war bewusst, dass ihre Schmerzen ein ungewöhnlicher Nebeneffekt waren, jedoch war ihr auch klar woher dieser kam. "Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das gehört zum Gleichgewicht der Natur. Auch der Mond hat eine dunkle Seite. Aber bedienst du dich der Dunkelheit wird sie dich verzehren." Früher klangen die lehrenden Worte ihrer Mutter oft wie Floskeln die man zu gerne ignorierte. "Die Schatten werden deine Bitten gerne erhören und dir bereitwillig folgen, doch sind sie kein Geschenk. Sie haben einen unendlich hohen Preis." Den hatten sie tatsächlich. Paiyu seufzte leise und versuchte die warme Stimme ihre Mutter aus ihren Gedanken zu vertreiben. Sie kannte den Preis für ihr tun und war bereit alles zu geben um den Willen der Göttin in die Welt zu tragen und sie von der dämonischen Brut zu befreien.
Eine lautes, aber kurzes Heulen eines Wolfes riss Paiyu aus ihren Gedanken. Als sie sich umsah entdeckte sie in mitten der Schlucht das soeben verendete Tier und den Grund für seinen unnötigen Tod. Zwei dämonische Hunde, anders ließen sich diese Kreaturen nicht beschreiben, labten sich an dem Kadaver des Tieres und schnappten immer wieder nach einander, um den anderen vom fressen ab zu halten.
Paiyu legte den Kopf zur Seite und beobachtete das Treiben der beiden eine Weile. Es war ein Musterbeispiel für das Wesen der Dämonen. Sie töteten, dachten nur an sich und waren bereit selbst die Eigenen anzugreifen um mehr als der Rest zu bekommen. Nichts Gutes war in diesen Wesen zu finden.
Die Priesterin tastete nach ihrem Säbel, fand jedoch nur ihren Dolch vor. Innerlich seufzte sie über ihre eigene Fahrlässigkeit und atmete einen Moment tief durch. Lautlos begann sie zu beten, hielt die Hände übereinander, als würde sie eine Kugel formen wollen und bewegte die Fingerspitzen. Langsam begann es zwischen ihren Händen silbern zu lodern und feine Fäden aus reinem Mondlicht entsprangen ihren Fingern. Durch die Bewegung verwoben sie sich zu einer leuchtenden Kugel in deren inneren jedoch ein seltsam, unwirklicher Makel zu finden war, der aussah als fehlte dieser kleinen Stelle jegliche Farbe. Paiyu riss die Arme in die Höhe und schleuderte das leuchtende Rund geradewegs in den Himmel. Mit nach oben gestreckten Armen verharrte sie einige Augenblicke regungslos, ließ ihre Arme dann jedoch ebenso schnell wieder hinunter sausen.
Lautlos und ohne Ankündigung schoss ein Strahl silbernen Lichts geradewegs auf die beiden dämonischen Hunde nieder. Beide jaulten verzerrt auf als sich silbrige Risse auf ihrem Äußeren bildeten und zerbarsten schließlich in alle Richtungen um nichts weiter als einen Wolfskadaver und einige undefinierbare, schwarze Haufen zurück zu lassen.
Mit feinen Schweißperlen auf der Stirn und stechenden Schmerzen in den Händen nickte Paiyu zufrieden und wandte sich um, um den Weg zurück nach Bradenbach zu folgen. Dort würde sie sich Mister Marsala stellen müssen, der sich vielleicht als eine größere Herausforderung als die beiden Dämonen entpuppen könnte.
Zwar hatte die Mondpriesterin die Überreste der dämonischen Hunde gesehen, der feine, schattige Nebel der ihre Überreste noch eine Weile umgab war ihre jedoch entgangen.
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