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Schauspiel  Markt der Mysterien
Ereignis vom 20. Okt 2018, 20:00 bis zum 20. Okt 2018, 23:00
Autor: Gonto Antworten: 0



Der Markt der Mysterien




[i]Überall von den Langen verwinkelten azurblauen Kanälen
durchzogenen Straßen Suramars über die vom irisierendem
Staub geschwängerten Gassen Orgrimmars, als gleich den schier
endlosen grünen Wei
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Val'sharah
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Paiyu Schattenschlag
Forscherliga







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Titel: Val'sharah Verfasst am: 7. Okt 2016, 10:25 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

In stiller Nacht,
zur ersten Wacht,
eine Stimme beginnt zu klagen,
der nächtige Wind
hat süß und lind
zu mir den Klang getragen;
von herbem Leid und Traurigkeit
ist mir das Herz zerflossen,
die Blümelein mit Tränen rein
hab ich sie all begossen.

Der schöne Mond
will untergehen,
für Leid nicht mehr mag scheinen,
die Sternelein
von traurig Schein,
mit mir sie wollen weinen.
Kein Vogelsang,
noch Freudenklang
man höret nur die Lüften,
die wilden Tier'
trauern auch mit mir
in Steinen und in Klüften


Kristallklar und sanft klang Paiyus Stimme auf den sonst ruhigen Platz vor Elunes Tempel in Val'Sharah. Ein gefühlvollerer Moment hätte es kaum sein können, wären nicht die vielen verletzen Kaldorei zwischen den Leichen von Satyrn und anderen Fel verseuchten Wesen.
Paiyu saß auf dem Boden und hatte den Kopf einer gefallenen Schwester aus ihrem Schoss gebettet, während andere Priesterinnen umher eilten um die Verletzten zu versorgen und Kriegerinnen den Bereich sicherten. Der Tempel wurde schon länger von den Dämonen belagert doch waren die Kaldorei stets in der Lage gewesen ihn erfolgreich zu verteidigen. Doch so große Verluste wie heute waren bisher nie zu beklagen gewesen. Faraenor wachte wie ein schützender Schatten mit seinen Bogen über Paiyu. Es dauerte noch eine Weile bis die kleine Mondpriesterin der toten Schwester einen Kuss auf die Stirn hauchte und ihr einen letzten Segen mit auf den Weg zur heiligen Mutter gab. Sie ließ die Leiche von Faraenor und einer Soldatin in den Tempel tragen und ging zwischen den leblosen Leibern auf dem Platz umher, als ihr eine schwache Bewegung an Rande des Platzes auffiel. Paiyu schob sich beiläufig eine klebrige Strähne aus der blutverschmierten Stirn umfasste den Griff ihres Streitkolbens etwas fester und ging dem Ursprung der Bewegung nach. Paiyu wusste dass ihre Waffe, die den Namen Elunes Wille trug ungewöhnlich für eine Mondpriesterin war, aber es war ein Erbstück ihres Onkels das ihr viel bedeutete. Am Rande des Platzes angekommen sah sie stirnrunzelnd zu dem Körper der im ersten Augenblick wie ein Nachtelfen aussah. Als Paiyu jedoch in lodernd grüne Augen sah und die Hörner auf dem Kopf bemerkte wusste sie, wen oder was sie vor sich hatte.
"Helft mir" brachte der Illidari leise hervor. Dir Satyrn hatten ihm übel zu gesetzt und es stecken riesige Dornen von verderbten Treants in seinem Körper. "Helft mir... Wir sind auf der selben Seite.." es kamen mehr oder weniger regelmäßig Hilfstruppen um bei der Verteidigung des Tempels zu helfen, dieser Illidari schien der letzten Gruppe angehört haben.
Paiyu legte den Kopf zu Seite und sah ihn an. Ihrem kalten und hasserfüllten Blick nach konnte sie unmöglich die Besitzerin der Stimme sein die vor kurzem noch ein Lied für die tote Schwester gesungen hatte.
"Sind wir nicht" antwortete sie dem Illidari leise und hob ihren Streitkolben.

"Gibt es noch mehr Verletzte, mein Mondstrahl?" Erkundigte sich Faraenor leise als er Paiyuauf der Mitte des Platzes antraf. Sie sah mir leuchtenden Augen zu ihm auf und lächelte warm, wir sie es immer tat, wenn er sie heimlich und doch in aller Öffentlichkeit mit ihrem Kosenamen ansprach. Doch schüttelte sie mit dem Kopf "nein, ich habe keine Verbündeten mehr gefunden" Sie drücke sanft seine Hand und lächelte ihn noch einmal an, machte sich dann auf den Weg in den Tempel. Faraenor sah der kleinen Gestalt einen Moment nach bis er sich auf den Platz um sah und die Stelle suchte, an den er den Illidari hatte kämpfen sehen. Es hatte ein wenig gedauert bis er den Körper des Gesuchten fand. Der Kopf des Illidari war kaum mehr als eine blutige Masse und so war er nur noch an seinen Tätowierungen und den Gleven zu erkennen, die neben seinem Leib lagen. Faraenor schulterte seinen Bogen, kniete sich neben den Illidari und begutachtete die Wunden genauer. Er wusste was nötig war um einen Kopf so zu zurichten und suchte nach einer passenden Waffe bei den umher liegenden Feinden. Die Satyrn benutzen in der Regel scharfe Waffen mit denen sie grausame Wunden reißen konnten, keine stumpfen Schlägel. Schließlich warf er einen Blick über die Schulter in Richtung des Tempels.
Als Faraenor den Tempel der Elune betrat sah er wie Paiyu sich aufopferungsvoll um die Verletzten kümmerte. Im Gegensatz zu ein paar anderen trug sie immer noch ihre schwere Rüstung mit der blutigen Robe darüber. Selbst das sonst schneeweiße Haar war von roten Strähnen durchzogen. Die Mondpriesterin eilte von einer Verletzten zur nächsten, half dabei ihre Wunden zu versorgen, nahm sich die Zeit einen persönlichen Segen für sie zu sprechen und wechselte ein paar aufbauende Worte mit ihnen und den anderen Priesterinnen. Paiyu kümmerte sich um die Kinder Elunes, als wären es ihre eigenen. Faraenor warf einen Blick auf den Streitkolben der an ihrer Seite hing und schüttelte ansatzweise den Kopf "das wäre völlig absurd" murmelte er zu sich.
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Paiyu Schattenschlag
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Titel: Verfasst am: 9. Okt 2016, 20:20 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Lyanis Mondfall war die oberste Mondpriesterin des Tempels von Elune in Val'Sharah und so war es auch ihre Aufgabe die Neuankömmlinge, die bei der Verteidigung des Tempels helfen sollten freundlich in Empfang zu nehmen und über die aktuelle Lage zu unterrichten. Die neue Gruppe bestand aus einem Dutzend Soldaten verschiedenster Herkunft. Drei schwere Infanteristen und vier der Bogenschützen gehörten der siebten Legion, einer gemischten Allianzarmee an. Ihrer verschlissenen und ausgeblichenen Kleidung nach waren sie auch längst keine Rekruten mehr. Zwei Schildwachen mit samt eines neuen Glevenwerfers waren ebenfalls dabei. Die restlichen Drei waren Mitglieder der schwarzen Klinge.
In den letzten zwei Tagen hatte es keinen erneuten Angriff der Dämonen auf den Tempel gegeben, was jedoch nicht hieß, dass es außerhalb des Geländes nun sicher war.
Keiner zweifelte daran, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die nächste, wohl möglich noch größere Welle an Dämonen gegen die Mauern des Tempels schwappten um ihn zu Fall zu bringen. Die Priesterinnen und Soldaten des Tempels blieben in der Zeit jedoch nicht tatenlos. Sie erweiterten die Wachpläne um die Neuankömmlinge und stellten den Glevenwerfer in einem erhöhten Podest auf um ihn bestmöglichen Spielraum zu bieten.
Mondpriesterin Mondfall hatte Schwester Yeselle und auch Paiyu zu sich gerufen um das weitere vorgehen zu Planen. Schnell waren sich alle Drei einig, dass es sinnvoll wäre einen Spähtrupp auszusenden um mehr über die aktuelle Lage der Umgebung des Tempels in Erfahrung zu bringen. „bleibt nur die Frage, wie viele und wen wir entsenden“ sagte Lyanis und sah sich etwas ratlos auf dem Platz um und musterte die einzelnen Grüppchen, die sich im Laufe der Zeit gebildet hatten nachdenklich. „wie wäre es mit einer Hand voll Schildwachen?“ fragte Schwester Yeselle. „Damit würden wir unsere Verteidigung erheblich schwächen. Die Schildwachen sind den anderen Schützen hier besonders bei Nacht weit überlegen.“ warf Paiyu ein, worauf hin die anderen beiden nachdenklich nickten. „was ist mit den Soldaten der siebten Legion?“ Lyanis sah fragend zu Paiyu. Sie wusste von der Vergangenheit der kleinen Priesterin in den Reihen der siebten Legion und legte daher Wert auf ihre Meinung dazu. „damit würde es uns an erfahrenen Nahkämpfern fehlen.“ „nun, Schwester Paiyu, wenn wir alle hier behalten wird es schwer einen Spähtrupp auf zustellen.“ sagte Yeselle leicht verdrießlich. Eigentlich war Schwester Yeselle eine herzensgute Kaldorei die sich sehr um das wohlergehen ihrer Mitelfen kümmerte und sorgte. Doch die akute Bedrohung durch die Satyrn und Dämonen setzte ihr sehr zu. Paiyu lächelte sie warm und nachsichtig an, wie es ihre Art war und nickte ihr zu. „du hast Recht, Schwester Yeselle. Wir können nicht alle hier behalten und unerfahrene Rekruten aus zusenden würde einem Selbstmordkommando gleich kommen.“ „wie wäre es mit ihnen?“ fragte Mondpriesterin Mondfall und deutete auf die drei schwer gerüsteten der schwarzen Klinge. „sie sind erfahrene Kämpfer...“ die anderen beiden nickten langsam, auch wenn Paiyu beim Anblick der Todesritter jegliche Freundlichkeit aus ihren Zügen verlor. „dann sei es so

Wenige Stunden später waren die Todesritter bereit zum Aufbruch. Paiyu stand ruhig und mit neutraler Miene neben Faraenor, eine Hand an seinem Unterarm als würde sie sich stützen. Äußerlich schien sie ruhig und besonnen zu sein, wenn auch nicht erfreut, innerlich jedoch loderte der Zorn in ihr auf. Faraenor wusste, dass Paiyu diesen körperlichen Kontakt brauchte, um die Fassung nicht vollends zu verlieren. Er kannte das temperamentvolle Wesen, das Erzählungen nach den meisten Schattenschlags zu eigen war, der Familienfluch wie Paiyu ihm einmal erklärt hatte. Der Bogenschütze kannte aber auch den Grund für ihren auflodernden Zorn. Die Todesritter hatten den Vorschlag gemacht ein paar der gefallenen Satyrn, die unweit des Tempels lagen auferstehen zu lassen und vor den Tempel zu positionieren. Würde einer der Todesritter sein Leben verlieren, wäre auch der Zauber gebrochen und der Leichnam würde wieder in sich zusammen fallen. Mondpriesterin Mondstahl hatte diesem Vorschlag nur nach längerer Diskussion zugestimmt, Paiyu jedoch nicht. Schwester Yeselles Stimme war schließlich die Ausschlaggebende gewesen und so standen nun drei untote Satyrn einige Meter weit vom Vorplatz entfernt. Paiyu konnte zwar nachvollziehen warum die beiden dafür gestimmt hatten, jedoch nicht gut heißen.
Einige Stunden, nach dem der Suchtrupp sich auf den Weg gemacht hatte spazierte Paiyu über den Vorplatz des Tempels. Ihr Zorn erwachte gerade wieder, als sie die drei leblosen Satyrn erblickte, als ein Ruf ihre Aufmerksamkeit auf die Schildwache auf dem Podest des Glevenwerfers auf sich lenkte. „hohe Schwester! Ihr müsst euch das ansehen!“ Die Mondpriesterin eilte zu der Schildwache und sah, dass sie durch ein Fernrohr blickte. „seht dort, hohe Schwester, der Suchtrupp. Er wird verfolgt“ Die Schildwache reichte das Fernrohr weiter und Paiyu sucht die Ferne ab. Die Schwester hatte Recht. Die drei Todesritter wurden von einem Haufen Satyrn und verderbten Treants verfolgt. Paiyu sah, wie die Verfolge aufholten und die Gejagten schließlich in einen Kampf verwickelten. Sie beobachtete, wie die Todesritter sich tapfer zur Wehr setzten, der Feind jedoch war in der Überzahl. „hohe Schwester, seht...“ die Schildwache deutete auf die drei leblosen Satyrn vor dem Tempel Platz. Der erste sackte bereits in sich zusammen und blieb am Boden liegen. „kannst du den Glevenwerfer auf die Stelle des Kampfes ausrichten?“ Glevenwerfer waren auch auf weite Entfernung noch sehr präzise. „ja, hohe Schwester, aber wenn wir jetzt feuern besteht die Gefahr, dass wir unser Verbündeten treffen.“ gab die Schildwache zu bedenken, doch machte sie sich gleich daran, die Belagerungswaffe auszurichten. Paiyu beobachtete den Kampf aufmerksam weiter und konnte mit ansehen, wie der zweite Todesritter von einigen Treants zu Boden gerissen wurde. Ein kurzer Blick zu dem zweiten, umgefallenen Satyrnkörper bestätigte Paiyus Hoffnung. „du kannst feuern, Schwester.“ forderte Paiyu ruhig auf, doch die Schildwache sah unsicher von der verbleibenden, dritten Leiche zu Paiyu. „hohe Schwester, bei allem Respekt...sie einer steht noch“ Paiyu hebt eine Braue und sah die Schildwache prüfend an.
Schließlich sah sie zur letzten, stehenden Satyrleiche, streckte die Linke in die Höhe und sprach lautlos einige Worte. Wie aus dem nichts schoss ein silbern leuchtender Strahl vom Himmel der von feinen schwarzen Fäden durchzogen war. Ein paar wenige Sekunden konnte man den Schemen des stehenden Leichnams noch sehen, da zerbarst er und das Licht verschwand so schnell wie es gekommen war.
du kannst feuern, Schwester. Dort ist nichts, was es wert wäre gerettet zu werden.
Paiyu verließ die Plattform und bekam von dem entsetzten Blick der Schildwache nichts mehr mit. Jedoch erhellte sich ihre Miene schlagartig, als sie das Schmettern der Glevenwerfer Flügel und das charakteristische Summen der Geschosse vernahm.
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Paiyu Schattenschlag
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Titel: Verfasst am: 11. Okt 2016, 18:45 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

"hohe Schwester, sie kommen!" Rief die Schildwache vom Podest des Glevenwerfers. Mondpriesterin Mondstrahl kniff die Augen zusammen und spähte in Ferne. "Feuern sobald sie in Reichweite sind. Bogenschützen bereit machen."
Lyanis Mondstrahl hatte das Kommando über die Schützen übernommen, Schwester Yeselle befehligte die Heilerinnen, gleich ob Priester oder Druiden und Paiyu führte die Infanterie an. Gerade für jene, die noch nicht lange bei der Verteidigung des Tempels von Elune halfen war es ein merkwürdiges Bild ausgerechnet die kleinste Kaldorei des Geländes an der Spitze der schwer Gerüsteten zu sehen. Auch brüllte die kleine Elfe keine Kommandos, doch ihre zierliche Stimme drang trotzdem an die Ohren derer, die sie hören sollten.
"Habt keine Angst, Schwestern und Brüder die heilige Mutter ist auf unserer Seite! Wir vollbringen ihren Willen und erlösen diese Unarten des Lebens von ihrem verderbten Dasein!"
"Liebende Mutter, halte deine schützende Hand über uns. Kriegerin der Nacht, schenke uns die Kraft damit wir unsere Feinde vernichten. Heilige Elune, gib uns deinen Segen auf das wir uns tapfer und ohne Furcht unseren schlimmsten Feinden entgegen stellen können." Intonierten die die Priesterinnen gemeinsam und erfüllten dir Anwesenden mit dem Segen Elunes. Für einige Augenblicke war der ganze Platz in gleißendes Mondlicht gehüllt. Dann wurde es Still.
Wie ein Donnergrollen durchbrach der erste Schuss des Glevenwerfers die Stille. Das große, mit messerscharfen Klingen bestückte Geschoss riss eine Hand voll Feinde in Stücke, was die Verteidiger mit lautem Jubel quittieren. Dann begann die Schlacht. Schwester Yeselle und die Priesterinnen begannen ihr schützenden Gebete zu singen. Die Bogenschützen eröffneten das Feuer und die Soldaten stürmten den nahenden Feinden entgegen. Die gesegneten Waffen der Verteidiger leuchtenden bei jedem Schlag auf und hinterließen glühende Wunden auf den Leibern der Dämonen. Doch die Feinde waren nicht wehrlos, sie kämpften erbittert. Viele der Allianz Kämpfer trugen Wunden davon, manche bezahlen mit ihrem Leben, doch die Verluste der Dämonen waren um einiges höher, ihre Zahl allerdings auch.
Paiyu stürmte mit wehenden Roben vorran und wirbelte wie ein Derwisch zwischen den Dämonen umher. Ihr Streitkolben war von einen silbernen Leuchten erfüllt und jeder Treffer kam dem Einschlag eines kleinen, silbernen Sterns gleich. Nachdem sie sich etwas Freiraum verschafft hatte versucht sie sich einen Überblick über verschaffen.
In einiger Entfernung sag sie drei Satyrn, die mit Bogen bewaffnet waren und auf die Verteidiger feuerten. Paiyu streckte die freie Rechte in die Höhe und begann Elune um ihre Hilfe an zu rufen. Einer der Satyr erblickt die kleine Priestern und feuerte auf sie. Noch bevor Paiyu ihr Gebet beendet hatte traf der erste Pfeil ihre Hand und durchschlug das erste Gelenk ihres Ringfingers. Ihr Blick folgte der Flugbahn ihres abgetrennten Fingers und es kam ihr vor als hätte jemand die Zeit verlangsamt, bis er den Bogen erreicht hatte. Zwei weitere Pfeile schlugen nur einen Augenblick später in ihrem Brustkorb ein, ein vierter in ihre Schulter. Die Mondpriesterin taumelte durch die Wucht der Pfeile rückwärts, fiel auf die Knie und starrte benommen auf die Pfeile in ihrem Leib, während die drei Satyrn dreckig lachten und jubelten.
Faraenor stand in den Reihen der Bogenschützen als er Paiyu zu Bogen gehen sah. Er stürmte nach vorn um zu ihr auf zu schließen. Als sich ein Dämon grinsend vor ihm aufbaute spannte er seinen Bogen kraftvoll und schoss auf seinen Hals. Der Pfeil durchschlug den Hals des Dämons und streckte einen weiteren, dahinter stehenden Feind nieder. Flink wie eine Katze bewegte sich der Kaldorei über das Schlachtfeld und feuerte immer wieder aus nächster Nähe auf seine Gegner.
Bei Paiyu angekommen kniete er neben ihr nieder und berührte sie an der Schulter. Die drei Soldaten der siebten Legion, die vor wenigen Tagen angekommen waren hatten sich bereits mit ihren Schilden vor die Priesterin gestellt um sie vor weiterem Beschuss zu schützen. Paiyu schreckte durch die Berührung ihres Gefährten aus ihrer Schockstarre und starrte ihn einige Sekunden lang an. Schließlich realisierte sie wer da mit sehr besorgtem Blick neben ihr kniete, wo sie war und wem sie die Pfeile in ihrem Leib zu verdanken hatte. Kalter Zorn flammte in ihr auf und sie stemmte sich in die Höhe. Faraenor blieb keine Zeit etwas sagen, da stürmte siehe Gefährtin auf die drei Satyrn zu, die wieder gehässig lachten, als sie eine Schildwache nieder schossen.
Paiyu war noch nicht ganz angekommen da holte sie mit ihrem Streitkolben aus und schleuderte ihn in die Richtung des ersten Schützen. Als die zwei Anderen ihren Kameraden zu Boden gehen sahen, weil er von etwas am Kopf getroffen wurden war es zu spät. Noch ehe der zweite Satyr reagieren konnte tauchte Paiyu vor ihm auf, ihr Hände von silbernen Licht erfüllt. Wuchtig schlug sie mit ihren gepanzerten Fäusten auf ihn ein und brachte auch ihn schließlich mit Elunes Hilfe zu Fall. Der dritte Satyr reagierte schneller als die anderen. Mit seiner Krallen bewährten Hand schlug er nach der Priesterin und hinterließ tiefe, blutige Furchen auf ihrem Gesicht. Der Dämon rammte ihr die Krallen beider Hände in die Seiten, packte fest zu und hob die Paiyu hoch. "Ich werde dich zerreißen, du Miststück" fluchte er der Kaldorei entgegen, dir wie eine Puppe in seinem Griff hing. "Nicht heute" flüsterte Paiyu schwach, während ihr Blut aus dem Mundwinkel ran. Sie hob die Linke und ein schattiger, dunkler Dorn formte sich in ihrer Hand. Paiyu schlug zu, doch anstatt eine blutige Wunde zu schaffen schien der Dorn im Kopf des Dämons zu verschwinden. Seinen Blick wurde schlagartig leer und jedes Leben schwand aus seinen Augen.
Als Faraenor zu Paiyu aufgeschlossen war konnte er nur noch ein schattiges Schimmern wahrnehmen und musste mit ansehen wie beide, Satyr und Mondpriesterin regungslos zu Boden gingen.
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Paiyu Schattenschlag
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Titel: Verfasst am: 14. Okt 2016, 15:44 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Fünf Tage waren seit dem letzten Angriff vergangen. Seit fünf Tagen wachte Faraenor fast durchgehend an Paiyus Lager. Er hatte darauf bestanden selbst notdürftigen Operation anwesend zu sein. Eine Druidin hatte sie durchgeführt. Die Pfeile waren mit Widerhaken versehen und tief ins Fleisch der kleinen Priesterin eingedrungen. Es war mühsam und Zeit raubend gewesen sie zu entfernen und die Verletzungen würden dauerhafte Spuren auf Paiyus Leib hinterlassen. Auch die Wunden in ihren Gesicht würden hässliche Narben hinterlassen. "Es tut mir leid" sagte Lesaria, die Druidin während der Behandlung zu Faraenor. "Ihr rechtes Auge ist verloren. Und sie wird für ihr Leben gezeichnet sein" sie machte eine Pause, putzte sich den Schweiß mit ihrem Robenärmel von der Stirn. "Falls sie wieder aufgewacht" fügte sie leise hinzu.
Faraenor berührte Paiyus Wange und küsste sehr ihre Stirn ehe er sich strecke und auf den Weg vor den Tempel machte. Frische Luft hatte noch nie geschadet.
Eine junge Schildwache ging nervös am Platz auf und ab. Als die Faraenor erblickte ging sie gleich auf ihn zu und sah ihn fragend an. "Ist die hohe Schwester wach?" Faraenor schüttelte leicht mit dem Kopf. Die Schildwache erkundigte sich seit Tagen nach dem Zustand der Verletzten. "Mondpriesterin Mondstrahl und Mondpriesterin Yeselle beratschlagen sich. Sie... Haben ein Angebot von dem.. Anführer der Dämonen." Faraenor zog die Brauen zusammen. "Danke, Schwester" er machte auf den Absatz kehrt und ging zügig zurück um den Tempel.
"... Wir haben zu viele Verwundete, Elune weiß wie lange wir noch stand halten können" hörte Faraenor Yeselle drängen. "Wir werden niemanden von uns an diese Brut übergeben!" Erwiderte Mondpriesterin Mondstrahl streng. "Es wäre ein Leben im Tausch für viele!" Erwiderte Yeselle. "Und im Tausch für den Tempel!" Schimpfte Mondstrahl. Yeselle erblickt Faraenor und sah ihn finster an. "Was wollt ihr? Kommt später wieder." Der große Kaldorei verschränkte dir Arme vor seinen Brustkorb. "Ihr wollt jemanden von und opfern? Seid ihr noch bei Sinnen?" Wollte er verärgert wissen. "Nein.." setzte Mondpriesterin Mondstrahl an, doch Yeselle unterbrach sie. "Das ist unsere einzige Möglichkeit von hier weg zu kommen. Außerdem geht euch das nichts an. Geht jetzt sonst rufe ich die Wachen."
"Vielleicht sollten wir tatsächlich noch mehr hinzu rufen. Mich würde interessieren was für anderen darüber denken" entgegnete Faraenor. Eine hitzige Diskussion über die Forderung des Dämonenanführers entbrannte. Durch den Tumult angelockt kamen immer mehr Kaldorei, aber auch die Soldaten der anderen Rassen schlossen sich der wachsenden Diskussionsrunde an.
"RUHE!" hallte Yeselles Stimme durch die Hallen. "das wird keine Entscheidung der Allgemeinenheit sein! Wir haben mehr Verletzte als Unverletzte! Manche werden wahrscheinlich nicht mehr aufwachen! Glaubt ihr etwa nicht, dass sie unser Leben retten würden, hätten sie noch die Kraft dazu?" Unsicheres Murmeln machte sich unter den Zuhörern breit. "Wir handeln zu unser aller wohl!" Setzte Yeselle nach.
Ein leises Tocken zog die Aufmerksamkeit der umher stehenden auf sich, viele blickten sich suchend um. "Ist das der neue Gemeinschaftssinn der Kaldorei? Die Schwachen und Verletzten opfern, damit die Feigen fliehen können?" Fragte Paiyu leise, aber für alle hörbar als sie langsam, mit einem Stab als Stütze näher kam. "Lehrt Elune neuerdings keine Nächstenliebe zum eigenen Volk mehr? Vergessen wir nun die Fehler der Vergangenheit?" Die Anwesenden bildeten eine Gasse und ließen die kleine Priesterin durch. Faraenor ging rasch zu Paiyu um sie zu stützen doch sie lehnte ab. Statt dessen humpelte sie langsam weiter auf die beiden Mondpriesterinnen zu. "Ihr ...lebt" brachte Yeselle überrascht heraus und sah sie an. Paiyu stand vor ihr, barfuß, nur mit einer einfachen Stoffhose, den Oberkörper fast komplette verbunden, ebenso den Kopf und das habe Gesicht.
Yeselle öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch Paiyu holte mit der Linken aus und brachte sie mit einer kräftigen Ohrfeige zun schweigen. Ein erschrockenes Raunen ging durch die Menge. Yeselle hielt sich die Wange und starrte Paiyu geschockt an. "Du bist eine Schande für dein Volk und deinen Glauben" funkelte Paiyu sie zornig an. "hinaus mit ihr!"
Kaum jemand rührte sich, doch die drei Soldaten der siebten Legion reagierten sofort und setzen die Geschlagene fest und brachten sie weg. Paiyu drehte sich langsam im Kreis und sah schließlich Mondpriesterin Mondstrahl ernst an. "gibt es hier sonst noch jemanden der lieber fliehen oder gar einen anderen opfern möchte?" Es dauerte einen Moment bis schließlich das erste "nein" zu hören war doch schließlich donnerte ein entschlossener Chor aus"wir werden kämpfen!" Durch die Hallen. Paiyu sah die Mondpriesterin noch einige Augenblicke ernst an, lächelte dann sanft, wir üblich, auch wenn das Lächeln durch die Narben und Verbände in ihren Gesicht seltsam grotesk aussah "Erfreulich"

Faraenor brachte Paiyu zurück zu ihrem Lager "du solltest dich ausruhen und nicht herum laufen, Keyrisa" begann er mit sanfter Stimme. "Gleich" lächelte sie ihn an "du müsstest mir einen Gefallen tun. Frag die Schildwachen, wer von ihnen Wache hatte als das Angebot kam und finde heraus wer es entgegen genommen hat." Faraenor nickte "mache ich, aber es gibt auch noch Dinge, über die wir reden müssen, die du mir erklären musst. Ich mache mir Sorgen" Paiyu drücke seinen Arm sanft, an dem sie sich abstützte. "Du hast keinen Grund zur Sorge, Elune ist stets an meiner Seite." sagte sie lächelnd. "Nur Elune?" Fragte er unverblümt und gerade aus. "Nur Elune." Bestätigte Paiyu und ging nicht näher darauf ein.
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Paiyu Schattenschlag
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Titel: Verfasst am: 15. Okt 2016, 13:06 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Paiyu betrachtete sich in einem kleinen Spiegel, während eine Druidin ihre Verbände abnahm und die Wunden untersuchte. "Vielleicht solltet ihr euch etwas Ruhe gönnen, hohe Schwester. Es würde sicher eure Genesung begünstigen."sagte die Druidin vorsichtig. Die Priesterin fuhr langsam mit ihren Fingerspitzen über die frischen Narben in ihrem Gesicht und betrachtete ihr blindes Auge das jegliches, für Kaldorei typisches Leuchten verloren hatte. "Die Legion ruht auch nicht, Schwester Telaria." Paiyu mochte die Druidin. Sie war feinfühlig, freundlich und es war der Priesterin auch kaum noch unangenehm während der Behandlung fast nakt vor ihr zu sein. "Ich meine nur... Ihr seht mitgenommen aus." "Du meinst, ich sehe zerstört und grotesk auf?" Erwiderte Paiyu ohne Vorwurf. "Ein Opfer das ich gerne bereit bin zu bringen, wenn es einen höheren Zweck dient." Telaria strich die Wunden mit einem grünen Sud aus allerlei Kräuter ein. "Wahre Schönheit liegt im Innern, hohe Schwester" sagte die Druidin diplomatisch. Paiyu musste schmunzeln und ließ sich einen neuen Verband anlegen. "Ich danke dir für alles, meine liebe Schwester."
Faraenor wartete bis Paiyu sich wieder angekleidet hatte und Telaria gegangen war. "Keyrisa? Ich habe mit den Schildwachen gesprochen. Schwester Yeselle hat das Forderungsschreiben selbst herein gebracht. Sie war nicht in Begleitung und es wurde auch niemand gesehen, der es ihr übergeben hat." Paiyu nickte langsam und sah Faraenor nachdenklich an. "Sie werden ein Opfer bekommen. Ich brauche ein paar Schildwachen." Noch ehe der Elf protestieren konnte war Paiyu aufgestanden, zu einem Tisch gehumpelt und schrieb dort ein paar kurze Zeilen auf ein Pergament. "Das ist unsere Antwort." Sie wedelte mit dem Pergament. "bitte binde es an einen Pfeil und schieß es so weit du kannst in den Wald, sie werden es schon finden." Faraenor wollte protestieren, doch bevor er auch nur ein Wort heraus bringen konnte brachte Paiyu ihn mit einem sanften und unschuldigen Kuss zum schweigen und war so gleich aus den Raum verschwunden.


Ich will Euch erzählen
Von Glück und von Freude
Vom Spaß am Leben und Sein,
Von Elunes Seele
Die hell und erleuchtend
Am Nachthimmel über euch scheint
Am Nachthimmel über euch scheint

Ehre der Göttin
des Mondes, der Nacht
Elune, wie man sie nennt,
die wer du auch bist
Und was du auch tust
Dein Leben liebet und kennt
Dein Leben liebet und kennt

Ich weih meine Seele
Der silbernen Göttin
Mein Herz den Sternen allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Mutter Mond, mein Leben sei dein
Mutter Mond, mein Leben sei dein

So wisset, dass jeder
Der Frohsinn bezeuget
Im Gunste der Mondgöttin steht
Und für seinen Lebtag
Als stiller Begleiter
In Sicherheit neben ihr geht
In Sicherheit neben ihr geht

Ich weih meine Seele
Der silbernen Göttin
Mein Herz den Sternen allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Mutter Mond, mein Leben sei dein
Mutter Mond, mein Leben sei dein

Alsdann lasst uns feiern
Aus tiefster Seele
Singen und tanzen, vereint,
Und der Herrin zeigen
Das unser Weg
Bestimmt ist durch ihren Schein.
Bestimmt ist durch ihren Schein.

Ich weih meine Seele
Der silbernen Göttin
Mein Herz den Sternen allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Mutter Mond, mein Leben sei dein
Mutter Mond, mein Leben sei dein


Sanft und klar war das Lied auf der ganzen Lichtung zu hören. Paiyu trug eine einfache Mondstoffrobe und stand sichtbar im silbernen Schein der Mondes alleine auf der Wiese. Sie stützte sich auf einen einfachen Holzstab ab und wartete geduldig.
Plötzlich tauchten am anderen Ende fünf Satyrn auf und gafften die Kaldorei an. Der Größte von ihnen ergriff lachend das Wort. "Sie waren also tatsächlich bereit dazu? Sag Kleines, haben sie sich bepisst vor Angst?" Die Satyrn kamen näher. "ich bin Cretax" der große Satyr verbeugte sich spöttisch. "Und du Kleines?" "Ich bin Paiyu Keyrisa Schattenschlag." Antworte sie und sah den Satyr abwartend an. Er hingegen musterte ihr Gesicht genauer, lachte dann gehässig. "Was bist du für ein hässliches Ding und winzig bist du auch noch. Du zählst nur als halbe Opfergabe" die anderen Satyrn lachten hämisch. "Du irrst, Dämon. Ich bin nicht deine Opfergabe" in Paiyus Auge loderte der Zorn auf. "Ihr seid unser Opfer."
Die Satyrn sahen sich an und fingen erneut an zu lachen. Doch wie aus dem Nichts standen plötzlich zwölf Schildwachen mit gespannten Bögen an Rande der erleuchteten Lichtung. Es gab kein Zeichen, das den kontinuierlichen Hagel an Pfeilen angekündigt hätte. Paiyu blieb ruhig stehen, vertraute auf die Göttin und die Fähigkeiten ihrer Schwestern und sah mit schief gelegtem Kopf zu wie ein Satyr nach dem anderen zu Boden fiel und schließlich nur noch Cretax vor ihr stand. "Das wirst du büßen, hässliche Schlampe!" Als der Dämon zum Schlag ausholte schob sich eine Wolke vor den silbernen Mond und taucht die Lichtung in finsterste Dunkelheit. Paiyus Gestalt, eben noch hell erleuchtet sah nun aus wie ein tief schwarzer Schatten mit schwammigen Konturen. Sie berührte den Satyr leicht, fast schon sanft an seiner Brust worauf hin er sich hektisch an den Kopf fasste und ängstlich wie schmerzvoll brüllte. Als Cretax vor ihr auf die Knie fiel brachte er nur noch ein heiseres Kreischen heraus. Die Priesterin legte ihre Linke auf seine Stirn, spreizte die Finger und nach einem kurzen, schattigen Aufglimmen schwand jedes Leben aus den Augen des Satyrs und er kippte nach hinten weg.
Nachdem die Wolke vorbei gezogen war stand Paiyu, abermals vom silbernen Licht erleuchtet alleine auf der kleinen Lichtung. Vor ihr lagen fünf Satyrn. Vier von ihnen mit unzähligen Pfeilen gespickt, der Fünfte grotesk verdreht, jedoch ohne körperliche Wunden. Die Priesterin drehte sich um und machte sich, auf ihren Holzstab gestützt und mit einem darnassischen Kinderlied auf den Lippen auf den Weg zum Tempel zurück.
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Paiyu Schattenschlag
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Titel: Verfasst am: 17. Okt 2016, 15:11 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

"Yeselle hat uns verraten." Paiyu sah auf müden und erschöpften Augen zu Mondpriesterin Mondstrahl, die unruhig auf und ab ging. "Ich denke, dass sie korrumpiert wurde. An ihr haftet Fel, da bin ich sicher." setzte die kleine Priesterin fort. Mondstrahl sah Paiyu ernst an. "Wir werden versuchen die zu läutern und zu reinigen. Bevor wir nicht alles was uns möglich ist versucht haben wird sie nicht erlöst." Mondstrahls Ton glich einem Befehl. Paiyu nicht leicht. "Natürlich. Ihr Anführer ist tot, das gibt uns etwas Zeit für weitere Vorbereitungen." Mondstrahl sah Paiyu zornig an. "Ich habe davon gehört, das war unverantwortlich. Ihr habt euch und ein Dutzend Schildwachen in Gefahr gebracht. Ihr hättet mir von diesem Plan erzählen müssen." "Du wärst dagegen gewesen." Warf Paiyu leise aber ohne Reue ein. "Natürlich wäre ich dagegen gewesen!" Mondstrahl warf aufgebracht die Arme in die Luft. "Es hätte auch anders ausgehen können!" "Ist es aber nicht." Paiyu erhob sich und wollte gehen. "Schwester Schattenschlag ich dulde solche leichtsinnigen Unternehmungen nicht! Und auch nicht die Art wie ihr Anführer getötet wurde!" Man könnte deutlich sehen, wie ausgezehrt Paiyu war und das sie keine Lust auf Diskussionen hatte. "Ich habe deine Einwände zur Kenntnis genommen, muss mich jetzt aber ausruhen." Dann ließ sie die Mondpriesterin alleine.
Auf dem Weg zu ihrem Lager sah Paiyu nach den Verwundeten. Einigen spendete sie Trost durch aufbauende Worte und den Segen der heiligen Mutter, bei anderen versuchte sie die Heilung durch Elunes Gaben zu unterstützen, ungeachtet ihres eigenen Zustandes. Als sie schließlich bei ihrem Schlafplatz angekommen war, ließ sie sich nieder und fiel augenblicklich in einen tiefen Schlaf.
Faraenor beobachtete die kleine, schlafende Priesterin nachdenklich. Er wusste, dass Paiyu sich völlig der Göttin und ihren Kindern verschrieben hatte und alles zu ihrem Schutz tun würde. Aber genau das bereitete ihm zur Zeit die größten Sorgen. Er betrachtete Paiyus furchtbar vernarbtes Gesicht. Es machte ihm nichts aus, konnte er doch ihre wahre Schönheit immer noch sehen, allerdings war es das wohl offensichtlichste Zeichen dafür, dass sie sich langsam zu Grunde richtete. Der große Elf betrachtete Paiyus ernsten Züge, während sie schlief. Normalerweise schlief sie sanft wie ein Kind im Arm ihrer Mutter, doch seit sie in Val'Sharah waren schien sie ihre Kämpfe auch weiter in Schlaf auszutragen. Faraenor deckte Paiyu ordentlich zu und strich ihr sanft über für Wange. Dank der Berührung entspannte sich ihr Gesicht ein wenig. Er blieb noch ein wenig bei ihr sitzen, machte sich dann auf den Weg zum Hauptraum des Tempels.
Mondpriesterin Mondstrahl und einige anderen der Schwesternschaft hatten sich um Yeselle aufgestellt. Sie wollte das Ritual der Reinigung, um die abtrünnige Schwester von ihrer Verderbnis zu befreien so schnell wie möglich durchführen. Zum einen, weil sie jede Schwester zur Verteidigung brauchen, vor allem aber auch weil sie es ohne Paiyu machen wollte, da sie von ihr eine andere, endgültigere Vorgehensweise befürchtete. Faraenor beobachtete das Ritual. Bei ihm standen zwei Schildwachen, die beide nicht selten seine Nähe und Gesellschaft suchten. Paiyu war davon überzeugt, dass es an seiner ruhigen und überlegten Art lag, nicht etwa an romantischen Interesse.
Die Priesterinnen begannen gemeinsam ein Gebet zu singen. Der Schein des Mondes bündelte sich und schloss sie alle ein. Yeselle keuchte auf, als sie vom silbernen Licht erfasst wurde und griff sich an die Brust als wollte sie etwas festhalten, das ihren Körper zu verlassen drohte. Die Priesterschaft sang inbrünstig weiter und langsam entwich Yeselles Körper ein halb durchsichtiger, Fel grüner Schemen, der wie die wabernde Gestalt eines Satyr aussah. Das Leuchten des silbernen Lichts nahm zu uns der Schemen kreischte schmerzvoll, als er sich langsam auflöste. Yeselle fiel wie eine Marionette, der man die Fäden durchgeschnitten hatte zu Boden. Die Priesterinnen beendeten schließlich ihren Gesang und das Mondlicht verschwand. "Es ist geschafft." Sprach Mondpriesterin Mondstrahl, der feine Schweißperlen auf der Stirn standen. "Bringt dir Schwester ihrem Lager und versorgt sie. Ich möchte, dass es ihr so schnell wie möglich besser geht." Die Schildwachen um Faraenor machten sich an die Arbeit und trugen Yeselle vorsichtig davon.
Faraenor sah den Mondpriesterinnen hinterher, als diese sich zurück zogen und stand nun fast alleine im der großen Halle. Er ging hinaus, setzte sich auf die Stufen des Tempels und betrachtete den Mond. Faraenor dachte an Paiyu, ihren tief sitzenden und unerschütterlichen Glauben und an die Mittel, die sie bereit war zu nutzen um Mutter Mond zu dienen.
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Paiyu Schattenschlag
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Titel: Verfasst am: 18. Okt 2016, 13:55 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Mondpriesterin Mondstrahl beobachtete Paiyu dabei, wie sie vor einem der Becken mit dem gesegnetem Wasser stand und einen Wasserschlauch darin füllte. "Wie ich sehe seid ihr wieder auf den Beinen." Sprach Mondstrahl das offensichtliche an. "Dank Mutter Mond und Schwester Telaria." Sagte Paiyu freundlich. "Darf ich fragen, was ihr mit dem Wasser vorhabt?" Wollte die Mondpriesterin wissen. "Ich wurde darum gebeten einen Mondbrunnen zu segen." Antwortete die Kleinere wahrheitsgemäß. Mondstrahl nickte langsam, auch wenn ihr nicht klar war, welchen Mondbrunnen sie meinte. "Schwester Schattenschlag, es gibt Gerüchte darüber, dass ihr dem Schatten verfallen seid. Die Schwestern und die anderen Helfer hier sind besorgt wegen dem, was sie gesehen haben." Paiyu verschloss den Schlauch sorgfältig, verstaute ihn in ihrer Tasche und sah die Mondpriesterin nach wie vor freundlich an. "Glaubst du diese Gerüchte?" Fragte sie neugierig. "Ich bin besorgt, vor allem nach dem was Schwester Yeselle passiert ist." "Also glaubst du sie. Solche Gerüchte sind so alt wie meine Familie selbst und doch bleiben es nur Gerüchte." Mondstrahl sah Paiyu forschend und skeptisch an. "Als Mondpriesterin genießt ihr eine gewisse Unantastbarkeit, das ist mir genauso bewusst wie euch selbst. Ich möchte euch glauben, aber in diesen Zeiten muss man mit allem rechnen. Wenn ihr euch einem Ritual der Reinigung unterziehen würdet könnte das zur Beruhigung aller beitragen." Endlich hatte sie es gesagt. Paiyu hob die Brauen. "Kämpfe ich nicht jeden Tag Seite an Seite mit dir und den anderen gegen die Dämonen, die gegen diesen Tempel Anstürmen?" Fragte Paiyu ruhig, ohne Vorwurf. "Tue ich nicht alles, was in meiner Macht steht, um den Schwestern zu helfen, ihre Wunden zu heilen und ihnen bei zu stehen? Ist dir mein Einsatz zu wenig? Bist du unzufrieden mit mir?" Das Lächeln verschwand aus den stark vernarbten, halb blinden Gesicht und Trauer machte sich auf ihren Zügen breit. "Sicher, wenn du so enttäuscht von mir bist, werde ich mich deinem Ritual unterziehen." Mondstrahl sah Paiyu ungläubig und überrascht an. Sie hatte damit gerechnet, dass die kleine Kaldorei wütend toben würde, immerhin hatte sie ihren grimmigen Zorn schon gegen die Dämonen der Legion miterlebt. "Ich... Also... Bitte entschuldigt, Schwester Schattenschlag. Ihr tut mehr als viele Andere für diesen Tempel. Die vielen Kämpfe sind eine harte Probe für uns alle... Es war töricht diesen Gerüchten Glauben zu schenken... Ich bitte vielmals um Verzeihung." Sagte Mondstrahl verlegen.
Paiyu schüttelte den Kopf, ging auf ihre Glaubensschwester zu und nahm sie sanft in den Arm. "Es gibt nichts zu entschuldigen, meine liebe Schwester. Ich verstehe deine Vorsicht und Bedenken." Mondpriesterin Mondstrahl war mehr als überrascht über diese Geste, musste aber insgeheim zugeben, das ihr diese simple Umarmung gut tat. "Wann möchtest du das Ritual durchführen, Schwester?" Frage Paiyu, als sie die Umarmung schließlich gelöst hatte. "Ich... Denke das wird nicht nötig sein. Wir sollten unsere Kräfte für wichtige Dinge aufsparen." Die kleine Kaldorei lächelte sanft und warm. "Danke, Schwester. Tut mir leid, wenn ich dir Sorgen bereitet habe. Die heilige Mutter segne dich, liebe Schwester Mondstrahl." Nachdem das segnende Mondlicht verschwunden war verabschiedete sich Paiyu von ihrer Schwester und ließ sie alleine und verwirrt am Becken zurück.
Mondpriesterin Mondstrahl sah Paiyu blinzelnd nach. Sie konnte nicht mit Sicherheit sagen, was sie umgestimmt und von ihrem Plan abgebracht hatte, aber sie fühlte sich merkwürdig erfüllt und ausgeglichen, als hätte etwas ihre Sorgen und Bedenken verschwinden lassen.
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Paiyu Schattenschlag
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Titel: Verfasst am: 19. Okt 2016, 14:19 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Geschrei und Hektik durchbrachen die eingekehrte Stille des Tempels von Elune. Die Priesterschaft war gerade dabei gewesen ein Ritual zur Weihung der Waffen vorzubereiten. Mondpriesterin Mondstrahl war die erste auf dem Vorplatz und starte fassungslos die Dienst habenden Schildwachen an. Die Schützinnen waren in Kokons aus faulig braunen Ranken mit dicken, roten Adern eingefüllt und von verderbten Treants flankiert. Mondstrahl wusste, dass die das Werk eines verderbten Druiden sein musste und sah sich suchend nach dem Verursacher um.
Mit einem Stab, an dessen oberen Ende ein Mondstein glimmte in der Rechten und ihrem Streitkolben in der Linken schloss Paiyu langsam zu ihrer Glaubensschwester auf. "Wer ist dafür verantwortlich?" Fragte die Kleinere und erregte dir Aufmerksamkeit eines Treants. Das Baumwesen knarzte verzerrt und stampfte auf die beiden Priesterinnen zu, wurde jedoch schon auf halben Weg durch einen Hagel von Pfeilen niedergestreckt.
Faraenor und eine Hand voll Schildwachen postierten sich hinter den beiden Priesterinnen. "Beschützt den Eingang! Lasst sie nicht den Tempel!" Hallte Mondstrahls Befehl über den Platz. "Euer Ende ist gekommen!" War die Antwort, gefolgt von einem verzerrten Kichern. Paiyu starrte die verantwortliche Druidin an. "Telaria..." Sagte sie leise, wie schockiert. Telaria lachte. "Ganz recht! Ich werde euch vernichten!" Auf einen Fingerzeig der Druidin griffen auch die übrig gebliebenen Treants an.
Mondpriesterin Mondstrahl warf einem der Bäume eine silber leuchtende Kugel entgegen und auch die Schildwachen gingen zum Angriff über, um den Tempel zu verteidigen. Paiyu selbst stand nur wir paralysiert da und starrte ihre gerade erst neu gewonnene Freundin fassungslos an. Erst Faraenor, riss sie mit ein leichten Schütteln ihrer Schulter aus der Starre. Die Kaldorei nickte ihm kurz zu und überquerte den Platz, so schnell es ihr möglich war, um Telaria zu stellen.
Mit einen schmatzendem platzten die Kokons auf. Dicke rote Adern durchzogen die Haut der nun verderbten Schildwachen, ihr Augen waren dunkle Schatten. Zwei von ihnen richteten ihre Bögen auf Paiyu und schossen. Die Priesterin blieb abrupt stehen, als sie die Geschosse sah, hielt den Stab vor sich und stieß das Ende auf den Boden. Im letzten Moment materialisierte sich eine schimmernde Blase um Paiyu und schützte sie vor den Pfeilen. Sie schenkte den beiden korrumpierten Schildwachen keine weitere Beachtung und kämpfte sich weiter zu der Druidin vor.
Telaria empfing Paiyu mit offenen Armen und einem giftigen Grinsen. Als die Priesterin nah genug war riss sie ihre Arme in die Höhe. Wieder stiegen faulig braune Ranken empor und wickelten die kleine Kaldorei bis zum Bauchnabel ein. Die Druidin lachte hämisch. "Hier endet euer Weg, hohe Schwester. Ihr und der Rest werden von eurer Verderbnis geläutert und die Natur wird euch richten!" Sagte sie in ihren Wahn. "Telaria... Komm zur Besinnung! Der Alptraum hat dich in seinen Griff, bitte versuch zu widerstehen! Wir sind nicht deine Feinde! Bitte erinnere dich." Flehte Paiyu. "Ihr seid ein Makel der beseitigt werden muss!" Telaria ließ ihr Hand kreisen, worauf hin die Wurzeln weiter an Paiyus Körper empor kletterten und sie schließlich bis zum Hals einschlossen. Die Mondpriesterin stöhnte wieder schmerzvoll auf. Unzählige kleine Nadeln wuchsen aus den Ranken und bohrten sich in ihr Fleisch. "Telaria... Bitte... Komm zu dir" die Druidin lachte nur wie besessen und zog ein Messer. "Ihr werdet den Anfang machen hohe Schwester. Mit euren Blut werden wir den Tempel rein waschen." Die Druidin trat noch einen Schritt näher an die Priesterin heran und setzte ihr das Messer an den Hals. Die feine und scharfe Klinge versank im Fleisch und Blut begann zu fließen. Telaria grinste genüsslich.
Ein leises Surren war zu hören, gefolgt von einem dumpfen Einschlag. Telarias grinsen verschwand schlagartig und wich einer Mischung aus Überraschung und Unglaube. Sie sah an sich herab und erblickte den Schaft eines Pfeils aus ihrem Oberkörper ragen, Blut lief aus ihren Mundwinkel. "Nein!" Schrie Paiyu entsetzt auf. Sie versuchte sich aus den Wurzeln zu winden, doch trieb sie die Dornen nur tiefer in ihren Leib. Zorn flammte in ihren Augen auf und sie sah sich suchend nach dem Schützen um.
Faraenor sah zu wie die Druidin zu Boden fiel und nahm seinen Bogen runter. Er eilte zu seiner Gefährtin und schnitt ihren Kokon auf eure
Wurzeln auf. Je mehr Leben auf der Druidin wich, desto schwächer wurden auch ihre Zauber. Die verderbten Treants fielen in sich zusammen, die bösartigen Wurzeln verloren ihre Kraft und die verderbten Schildwachen brachen ohnmächtig zusammen. Faraenor befreite Paiyu schließlich, doch war keine Dankbarkeit in ihrem Blick zu finden,
Paiyus Zorn war verflogen, als sie erkannte wer geschossen hatte. Stattdessen fühlte sie nur noch Trauer. Sie ließ sich auf die Knie fallen und zog die schwach atmende Telaria zu sich, um sie wie ein Kind im Arm zu wiegen. Feine Tränen liefen langsam über Paiyus Wangen. "Ich war im Irrtum. Ich war es, die von der Verderbnis erfüllt wurde.... Bitte verzeiht mir.." brachte die Druidin leise röchelnd hervor. Die kleine Priesterin beugte sich zu ihr hinunter und küsste ihre Stirn, hinterließ ein paar kleine Tränen auf ihrer Haut. "Ich verzeihe dir, meine liebe Schwester... Wir werden uns an Elunes Seite wieder sehen." Mit ihrem letzten Atemzug lächelte die Druidin erleichtert, dann schlossen sich für immer ihre Augen.
Paiyu hielt den Körper ihrer Schwester weiter im Arm und weinte stumm. Faraenor sah zu Paiyu und der Druidin, unschlüssig was er tun sollte. Er wollte zu ihr gehen, doch konnte er es nicht. So störte er sie nicht in ihrer Trauer und lauschte still ihrem Gesang während er über sie wachte.

Mach die Augen zu, schlaf ein,
Du musst nicht traurig sein,
Du weißt doch, ich bin immer für dich da.

Schau nicht so traurig, bitte wein jetzt nicht,
ich deck dich nochmal zu,
Und träumst du dann, schau ich dich an,
Weil ich das so gerne tu'.

Mach die Augen zu, schlaf ein,
Du musst nicht traurig sein,
Du weißt doch, ich bin immer für dich da.

Weißt du, wie schön das ist, wenn du fröhlich bist,
Niemand lacht wie du.
Doch heute hast du es schwer, bitte wein nicht mehr
Und mach die Augen zu.

Du weißt, dass es nicht einerlei ist,
Wenn ich dich so seh,
Doch, glaub mir, wenn der Tag vorbei ist,
Tut es schon nicht mehr weh.

Mach die Augen zu, schlaf ein,
Du musst nicht traurig sein,
Du weißt doch, ich bin immer für dich da
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Titel: Verfasst am: 21. Okt 2016, 16:02 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Paiyu wusste nicht, wie lange sie schon mit Telaria im Arm auf den Platz kniete, doch es hatte vor geraumer Zeit zu regnen begonnen. Ihre Mondstoffrobe war rot von ihren Blut und dem ihrer Schwester. "Elune weint um ihr Kind" sagte sie leise zu Faraenor, dessen Anwesenheit sie spürte. "Es tut mir leid, Keyrisa." Sagte er voller Bedauern. "sie wollte dich töten... Ich musste es tun." Paiyu strich der Toten sanft eine nasse Strähne auf dem Gesicht. "Sie sieht so friedlich aus." Erwiderte Paiyu leise. "Mutter Mond wird sie mit offenen Armen empfangen." Sie küsste noch einmal die Stirn ihrer Schwester und stemmte sich wackelig in die Höhe. Faraenor ging zu Paiyu herüber um die zu stützen, dich die schüttelte mir den Kopf. "Ich konnte sie nicht retten... Lass mich sie wenigstens alleine tragen." sagte die kleine Priesterin zu ihm. Faraenor nickte nur. Ihm war nicht entgangen, dass Paiyu sich seit ihrer Ankunft verändert hatte. Sie war distanzierter geworden, wollte keine Hilfe, so lange es nicht unumgänglich war. Normalerweise war Paiyu voller positiver Emotionen, doch dieser Krieg schien stark an ihr zu zehren. Faraenor hoffte, dass sich wieder alles zum Guten wenden würde, wenn sie wieder nach Hause gingen, falls sie wieder nach Hause gingen.
Wackelig und mit Schwester Telaria auf dem Arm ging Paiyu über den Platz zum Tempel. Normalerweise bot sie in ihrer Mondstoffrobe einen harmlosen, fast schon niedlichen Anblick, nicht zu letzt wegen ihrer geringen Größe. Doch war ihre Robe fast gänzlich mit ihrem Blut und dem ihrer Schwester voll gesogen, so dass sie wie eine abstrakte und unheilvolle Variante ihrer selbst aussah.
Paiyu brachte ihre Schwester in das kleine Totenzimmer des Tempels und bettete sie auf einem Steintisch. Liebevoll strich die ihrer Schwester das nasse Haar aus dem Gesicht und richtete ihre Frisur. Dann entferne die den Pfeil aus ihrem Leib und säuberte mit Hilfe eines Tuchs und einer Schale voll gesegnetem Wasser Telarias Haut von Blut und Dreck.
Faraenor hatte eine der Priesterinnen zu Paiyu geschickt. "Hohe Schwester, euer Gefährte wünscht, das ich mir eure Wunden ansehe." Sagte die junge Kaldorei beim Betreten des kleinen Raumes. "Ich bin noch nicht fertig, Schwester Kayla, bitte lass mich allein." Paiyu merkte sich die Namen aller, die sich im Tempel aufhielten. Sie erwartete von anderen, dass sie sich ihren eigenen Namen merkte, also erwartete sie es auch von sich selbst. "Aber hohe Schwester... Ihr seid verwundet und blutet." Tatsächlich tropfte vereinzelt Blut zu Boden, ob von der Robe oder Paiyu selbst war schwer zu sagen. "Ich komme zurecht, geh jetzt." Sagte die kleine Priesterin gepresst. "Keyrisa, bitte sei vernünftig..." Mischte sich Faraenor leise und besorgt ein, um Kayla zu unterstützen. "Hinaus! Alle beide!" Rief Paiyu zornig. Der große Kaldorei sah sehr Gefährtin einen Moment lang geschockt und fassungslos an, dann verließ er mit der hilflos drein blickenden Priesterin das Zimmer.
Als Paiyu alleine war rutschte sie langsam zu Boden und lehnte ihre Stirn an den kalten Stein des Tisches.

"Bitte entschuldigt, Schwester Kayla. Sie... Ist nicht die selbst..." Faraenor wusste nicht was er sonst sagen sollte, als er die junge Kaldorei ansah. "Die hohe Schwester und Schwester Telaria haben sich sehr gemocht.... Ich verstehe ihren Schmerz. Die Schwester war schon lange hier und hat vielen geholfen. Gebt der Mondpriesterin etwas Zeit zum Trauern." Faraenor nickte, er hatte ohne hin keine Wahl. "Kann ich euch irgendwo bei helfen, Schwester?" Kayla sah den Elf nachdenklich an, nickte dann. "Ihr könnt mir helfen eine Bestandsaufnahme unserer Vorräte zu machen, danke für das Angebot." Sie lächelte Faraenor an und nahm ihn gleich mit sich.

Stunden waren vergangen, als Paiyu den Vorplatz betrat, die frische Abendluft ein sog und sich einen Überblick verschaffte. Der Platz war aufgeräumt worden, nichts zeugte noch vom letzten Kampf. Die Wache haltenden Soldaten sagen verstohlen zu der kleinen Mondpriesterin herüber. Paiyu war wie ausgewechselt. Sie trug eine saubere Robe unter der man ihre Rüstung erkennen konnte, das Haar war ordentlich gerichtet und sie stand aufrecht dort und lächelte die Schwestern warm und aufmunternd an. Eine der Schildwachen kam auf die kleine Kaldorei zu uns nickte grüßend. "Platz geräumt. Die Umgebung ist ruhig. Keine Anzeichen von Feinden und die Verwundeten wurden versorgt." Berichtete sie. "Danke Schwester Elija. Gute Arbeit." Die Schildwache lächelte kurz, nickte noch einmal und ging zurück auf ihren Posten. Paiyu blickte zum Wald hinüber und kniff ihr funktionierendes Auge zusammen. Sie wusste, das dort etwas war und sie würde vorbereitet sein, sollte es sich hier her trauen. Plötzlich rief eine Schildwache nach Paiyu. "Hohe Schwester, da kommt eine Gruppe. Kaldorei und Menschen!"
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Titel: Verfasst am: 23. Okt 2016, 23:48 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Nyhmriel ging auf die Mondpriesterin zu, an ihrer Seite stand Kylar. Sie schmunzelt als sie ihn in dieser festlichen Kleidung sah. Ein Sarong, dunkel gehalten und schlicht, dennoch Edel im Stoff. Sie selbst trug ebenso einen festlichen Sarong, hell war dieser als Kontrast zu dem Seinen.
Hell und Dunkel, Tag und Nacht, wie zwei Seiten einer Münze, unterschiedlich und doch gleich. So fühlte sie sich mit ihm. Eine Mischung aus Gemeinsamkeiten und Gegensätze, die sich zu einem Ganzen verbanden.
Sie schaute sich um und ein kühler Windstoß durchwehte ihre langen blauen Haare, die sie offen trug. Da stand sie nun, nein sie ging, hier auf diesem alten Land mitten im Krieg, mitten im Chaos. Doch war dieser eine Abend friedlich. Man konnte Tiere hören, die Bäume und Pflanzen, das Leben selbst war hier noch. Blühend und Lebendig, sie blieb stehen. Kurz schüttelte sie hektisch den Kopf als wollte sie etwas Abschütteln, doch das sanfte Lächeln von Kylar und seine Hand die er ihr entgegen streckte brachte sie zurück ins hier und jetzt. Die Schatten der Geschehnisse waren noch so Nah und Atem nehmend.
Der Mond schien hell auf den Mondbrunnen und die drei Personen. Die Mondpriesterin Paiyu Keyrisa Schattenschlag, Kylar Schattenschlag und Nyhmriel Nebelkind. Sie schmunzelte zu ihm auf und dann wendete sie ihren Blick zur Priesterin. Paiyu begann die beiden rituell zu reinigen und stecke dazu einige Bündel Kräuter an und schwang sie so, dass der Rauch beide umhüllte und vom Nachtwind wieder fortgetragen wurden. Sie sprach dabei leise. Die Priesterin legte beiden einen Kranz aus Blumen und Blättern auf den Kopf, diese waren durch ein silbern bestickten Band mit einander verbunden.

Was dann folgte war ihr Schwur, den beide abwechselnd sprachen:
Ich trage Dein Herz bei mir.
Ich trage es in meinem Herzen.
Nie bin ich ohne es und nie will ich ohne es sein.
Wohin ich auch gehe, gehst Du mit.
Ich werde dich schützen und ehren.
In den Tagen der Freude und in Tagen des Leids, nichts kann uns trennen.
Ich fürchte kein Schicksal, weil Du mein Schicksal bist.
Ich will keine andere Welt, weil Du meine schöne, meine einzigartige, meine perfekte Welt bist.
Hier ist das tiefste Geheimnis, um das keiner weiß.
Du bist das Wunder, das meine Welt zusammen hält.
Ich trage Dein Herz bei mir.
Ich trage es in meinem Herzen.


Die beiden lächelten als sie ihren Schwur sich gegenseitig und nach einander sagten.

Paiyu lächelte warm und sprach dann einen Segen für beide, dabei glimmten die Stickereien des Bandes silbern auf. Die Verbindung der beiden wurde geflochten.

"Mutter Mond schenkte euch das Leben und wachte über euren Weg. Seit eurer Geburt wart ihr einander bestimmt. Sie ließ euch wachsen und gedeihen. Formte euch durch Prüfungen, die euer Leben mit sich brachte und sorgte dafür, dass sich eure Wege schließlich kreuzten. Sie führte zusammen, was von Anbeginn zusammen gehörte. Ihr zwei seid eins. Wie die helle und die dunkle Seite des Mondes. Jeder für sich ein wundervoll und einzigartig, zusammen die Vollkommenheit. Möget ihr jetzt wie in Zukunft einander stets achten, schützen und lieben. Elune möge eure ewige Verbindung segnen, auf dass ihr immer zu einander findet und nie mehr ohne einander sein müsst."
Ein silberner Schein schien vom Himmel hinab und hüllte die drei Kaldorei ein.

Sie bekamen eine Schale gereicht, in der Wasser des Mondbrunnens war und jeder der beiden trank 3 Schlücke, nach jedem Schluck reichten sie die Schale sich gegenseitig und Sprachen:

Für die Vergangenheit, die uns prägte.
Für die Gegenwart in der wir Leben.
Für die Zukunft, für die wir gemeinsam kämpfen.


Die Blätter die um sie herum auf dem Boden gestreut waren, hatten die beiden mit Wünschen, Bitten und Zielen beschrieben die sie sich erhofften, erträumten und gemeinsam erreichen wollten. Ein Windstoß wirbelte die Blätter auf und die Irrwische, die um her schwirrten trugen sie in den Himmel hinaus. Paiyu trat an Nyhmriel und Kylar heran, tauchte ihren linken Zeigefinger in das geweihte Wasser und zeichnete beiden einen Halbmond auf die Stirn. Danach küsste sie beiden auf die Wange und trat zurück.

Beide schauten sich tief in die Augen und sie wussten das sie nun Verbunden waren, für immer. Mit Elunes Segen.
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Paiyu Schattenschlag
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Titel: Verfasst am: 24. Okt 2016, 21:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Im Tempel herrschte wieder Ruhe, nachdem der Kreuzzug weiter marschiert war. Paiyu war ging durch die große Halle und sah in die Schale im Zentrum. Die Kräfte der Allianz waren nur wenige Tage dort gewesen, doch schienen sich die Ereignisse mir ihrer Ankunft überschlagen zu haben.
Der Angriff auf die Druidenschule war eine niederträchtige Tat gewesen, aber Paiyu wusste, dass die Täter nur missbrauchte Werkzeuge gewesen waren. Ebenfalls war ihr klar wen die Schuld traf. Doch das ihr eigenes Blut an diesem Massaker beteiligt gewesen war lastete auf ihren Schultern. Die Priesterin betrachtete ihr Spiegelbild. Ihre Freunde und Verbündeten würden Narben davon tragen, wenn auch keine äußerlichen.
Doch war sie auch dankbar dafür, dass der Kreuzzug bei der Verteidigung des Tempels geholfen hatte. Selbst die Illidari hatten sich beteiligt. Paiyu wäre es lieber gewesen, sie hätten sich geweigert. So hätten sich gleich mit dem gerechten Zorn abgestraft werden können, den sie verdienten. Es ärgerte die Priesterin, dass sie den Kindern des Verräters zu Dank verpflichtet war. Zumindest vorläufig. Sie würde sicher noch mehr Gelegenheiten bekommen die Welt von derartiger Verderbnis zu befreien.
Paiyu taucht die vier verblieben Finger ihrer Linken ins Wasser der Schale. Das Ritual mit ihrer lieben Schwester Simanthy, der eifrigen Miss Rodenwald und dem wunderbaren Bruder Aeden war eine gänzlich neue Erfahrung für sie gewesen. Sie hatte nicht an deren Erfolg gezweifelt, doch hatte die kleine Priesterin auch nicht erwartet, das Licht und Elune derartig miteinander harmonieren würden. Gerne hätte sie es wiederholt, um dieses Gefühl von Einigkeit erneut spüren zu dürfen.
Die Mondpriesterin musste lächeln, als sie an die oberste Klerikern in der Mondstoffrobe dachte. Sie hatte bezaubernd ausgehen. Paiyu freute sich sehr darüber, dass sie ihr Geschenk angenommen hatte, noch mehr, das sie es tatsächlich angezogen hatte. Auch wenn es vielleicht nicht ganz auf Gegenseitigkeit beruhte mochte sie Simanthy sehr. Nicht mal Elune wusste warum.
Paiyu verließ die große Halle und betrat ihre Kammer. Ihr Blick fiel auf die geweihte Schale. Ein warmes Lächeln zierte ihre Züge, als sie daran dachte, wir ihr Cousin und Schwester Nyhmriel zu ihr kamen und sie darum baten von ihr geweiht zu werden. Paiyu war unendlich stolz darauf. Vor Allem weil ihr Verhältnis zum Spross ihres Onkels eher unschön und angespannt war. Aber sie hatte die Verbindung der beiden von Herzen gerne gesegnet. Es war wie ein heller Lichtblick in dunkelster Stunde.
Paiyu verließ den Tempel. Von der obersten Treppenstufen überblickte sie das Gelände. Der Frieden hier würde sicher nicht mehr lange halten doch für den Moment genoss sie es.
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