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Gold Taurischer Markt - Nokee Porah
Ereignis vom 26. Mai 2018, 20:30 bis zum 26. Mai 2018, 23:00
Autor: Eywha Antworten: 0

Stets gibt uns die Erdenmutter voller Güte Nahrung zum Leben.
Unter der Wärme An'she's lässt sie für ihre Kinder vielseitige Kräuter wachsen, welche bei Krankheiten zu heilen vermögen, oder Zelte und Orte mit ihrem Rauch reinigen.
Sie sorgt stets für
Beichtgelegenheit bei Abt Aedan of Iona
Ereignis vom 30. Mai 2018, 20:00 bis zum 30. Mai 2018, 22:00
Autor: Aedan Antworten: 1

Licht zum Gruße, Bürger Sturmwinds, Gäste, Zugereiste und Durchreisende,

die Gelegenheit, Euer Gewissen zu erleichtern, die Absolution im Lichte oder Seelsorge zu erhalten, habt Ihr am 30. Tage des fünften Monats in der Kathedrale.
Von der achten bi
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Do 24 Mai 2018
Fr 25 Mai 2018
Sa 26 Mai 2018
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So 27 Mai 2018
Mo 28 Mai 2018
Di 29 Mai 2018
Mi 30 Mai 2018
Thema Beichtgelegenhe...
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Gerüchte in Darkshire
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Matriax Velstadt
Forscherliga







Beiträge: 674

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 25. Mai 2015, 23:13 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Tag 2

Matriax hat all die Sachen gepackt die er für die Reise braucht, und machte sich dann auf den Weg. Sein Fieber war zwar zurück gegangen, aber er war noch nicht wieder vollständig genesen. Er kann einfach nicht am anderen Ende des Kontinents in einem Bett rumliegen, während seine Geschwister ihn brauchen könnten, der Orden braucht ihn.

Zuerst durch den Pass in die Hügellande, seine alte Heimat, als er dort hinter Burg Durnholde rauskam, schaute er in die Richtung in der Tarrens Mühle liegt. Kurz überlegte er sich ob er nicht vielleicht dort hingehen könnte, nur um sein altes Heimatdorf wiederzusehen, aber es war zu Riskant, die Verlassenen könnten ihn schnappen. Also ging er weiter, hinter die Mauer in das Arathihochland, an Stromgarde vorbei.

Es wurde schon Dunkel, und Nachts zu Reisen ist keine gute Idee, aber er hatte sein Ziel erreicht : Die Zuflucht. Dort wollte er eigentlich die 4.Lanze grüßen, aber leider waren sie gerade nicht da.
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Gorogh
Forscherliga



"Hierophant des Schwarzen Ibis"

<Kult des Schwarzen Ibis>

Beiträge: 518

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Titel: Verfasst am: 27. Mai 2015, 03:11 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Gorogh erkannte den Ort sofort, an dem ihn der Wirbelnde Nether ausgepuckt hatte. Es war derselbe Ort, an dem er den größeren Teil der vergangenen fünf Jahre verbracht hatte. Derselbe Ort, den er sich für sein Exil ausgesucht hatte - jener Ort, der ihm am vielversprechensten schien, SEIN Wesen zu ergründen. Ohne jegliche Ablenkung, ohne jene Schicht an Worten und Gedanken, die zuweilen die Wahrheit zu bedecken drohten, wie eine dreckige Kruste an den Stiefeln des Weitgereisten.

Er hatte tief in SEIN Wesen hinabgeblickt, den Urgrund und das Ziel allen Daseins. Er hatte in den Nether geblickt, um im Chaos SEINE Gedanken nachzuvollziehen. Er hatte erkannt, wieder und immer wieder, dass es keinen Widerstand gegen SEINEN Willen gab - denn SEIN Wille und das Schicksal waren zwei Begriffe für denselben Sachverhalt. Einzig das Streben danach, SEINEN Willen zu ergründen, und ihm bereitwillig zu folgen. Einzig dieses Streben nach Wahrheit schied den Weizen von jener Spreu, die die Illusion, den fruchtlosen Kampf, die törichte Hoffnung auf Freiheit vorzog.

Der Glauben des Hexers war unerschütterlich. Er griff die neben sich liegende, niemals erlöschende Fackel - ein Symbol seines Glaubens, der auch angesichts der vermeintlichen Niederlage bei Karazhan niemals wankte. Ein mächtiger Verbündeter - geschlagen und zurückgekehrt in die Leere, wo er viele Jahre der Regeneration benötigen würde. Der Unterschlupf im Dunklen Turm - aufgeflogen, gestürmt, gereinigt. Der Portalnexus - zerstört. Nichts von dem ließ Gorogh daran zweifeln, dass alles SEINEM Willen folgte, und er nur ein williger Diener dessen war, der das Buch des Lebens geschrieben hatte.

Gorogh erhob sich langsam. Gemessenen Schrittes begann er, die Netherscherbe abzugehen, die ihm über Jahre hinweg so vertraut wurde - zehn Schritte lang - fünf Schritte breit. Er blickte zum Horizont, sah, hörte und spürte das endlose Mahlen des Wirbelnden Nethers.

Sein Geist griff hinaus in die Weite, um eins zu werden mit IHM, und zu verstehen, was SEIN Plan als nächstes vorsehe.

_________________
You don't talk about Cult club.
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Matriax Velstadt
Forscherliga







Beiträge: 674

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Titel: Verfasst am: 27. Mai 2015, 04:09 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Tag 3

Die Brücke lag vor ihm, der Thandolübergang. Brücken haben ja immer so eine metaphorische Wirkung. Generel ist diese Reise ein wenig seltsam, als wäre er auf den Spuren seiner Vergangenheit mit dem Orden. Als er die ersten Schritte über die Brücke machte, sah er in der Ferne Vier gestalten auf ihn zu kommen, sie wollen in die andere Richtung, sie wollen nach Lordaeron, er will nach Weststrom.

Matriax ging weiter, die Vier im Auge behaltend, man kann nie wissen was für komische Leute man hier in dieser Gegend trifft.
Sie sahen ihn, er sah sie, er musterte jeden einzelnen, Drei kannte er nicht, aber ein Gesicht erkannte er sofort.

"Deggon"

"Matriax"

Eine Zeit lang blickten sie sich einfach nur schweigend an, die anderen drei Unbekannten Personen fragten sich sicher was zur Hölle?
"Wie schön das du noch lebst, ich war auf deiner Trauermesse in Weststrom"
Matriax war sichtlich irritiert dadurch. Was?! ........ Es gab eine Trauermesse?! Und dieser Penner war da?!
"Ja, aha, sehr schön, und jetzt? Haben wir uns also endlich wieder gefunden, ich würde dir am liebsten mein Schwert in dein dummes Gesicht rammen, aber ich habe keine Zeit dafür"
"Du kannst doch nicht deinen alten Freund töten, ich meine, ich bin ja schon ein ziemliches Arschloch, aber selbst ICH töte meine Freunde nicht...ich töte sie nur......fast"

"Das Licht wird dich schon noch für deine Sünden bestrafen,Deggon"
"Uh, das Licht, wo ist dein Licht jetzt? Wo ist dein Orden? Sie haben dich wohl im Stich gelassen
"Mit dir brauche ich darüber nicht reden, du hast davon keine Ahnung, dich interessiert nur dein eigenes Wohlergehen"

Mit diesen Worten ging Matriax an Deggon vorbei, und Deggon an Matriax. Sie griffen sich nicht an, warum auch? Deggon hat keinen Grund Matriax zu töten, und Matriax kann nicht alleine gegen vier kämpfen. Also machte er sich weiter auf den Weg in das Sumpfland, er weiß das Barigrim Eisenfaust hier in der nähe von Menethil sein Gut hat, vielleicht kann er ihn nach Eisenschmiede fliegen, oder vielleicht sogar ganz nach Sturmwind.

Und es kam noch viel besser, als er Gut Eisenfaust erreichte kam ZUFÄLLIG Frau Andorella Egromond dort an, eine Magierin, und sie war so freundlich ihm ein Portal nach Sturmwind zu erstellen, ohne Gegenleistung. Er wusste auch nicht wie er sich dafür bedanken sollte, aber sie hielt es für selbstverständlich.

Er kam durch ein Portal nach Darrowehr, und jetzt kommt er durch ein Portal zurück nach Sturmwind. Er sollte den Spitznamen "Portalgänger" erhalten, passt irgendwie. Ein Schritt, und er war wieder Daheim. Endlich, jetzt musste er nur noch die kurze Strecke nach Weststrom laufen.
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Demawent
Forscherliga







Beiträge: 16

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Titel: Verfasst am: 5. Jan 2016, 12:15 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Der Abend dämmerte heran und verdunkelte fast unmerklich die wenigen Lichtungen, die den Dämmerwald zu erhellen vermochten. Das Zeichen für die Bewohner des sonst gemiedenen Gebietes sich in ihre Häuser zurück zu ziehen und den von Mythen und Legenden belebten Gestalten der Nacht den Wald zu überlassen.
Nur eine kleine Gruppe hielt sich abseits des Weges auf und unterhielt sich angeregt und laut.
"Roland sollte schon längst hier sein" gab ein kräftiger Mann in zusammengeschusterter Lederkluft zu bedenken. "Er hat uns sitzen lassen..."
Ein dunkles Grollen zwang ihn seine Ausführungen abzubrechen.
Er sah zu seiner rechten, aus der das Geräusch erklang und blickt zu dem Worgen auf, der ihn begleitete.
"Halt... hrrrmmm..." der Worgen blickte sich aufmerksam um und fuhr mit lauterer Stimme fort, als er sich vergewissert hatte, dass niemand sie belauschte. "Halt den Rand, Karl... hrrrmmmm... der Trollschlächter lässt niemanden sitzen... hrrmmm... Aber das gefällt auch mir nicht."

Roland der Trollschlächter war seit einigen Wochen nun schon in aller Munde - jedenfalls in der niederen Bevölkerung des Dämmerwalds. Zunächst war er nicht mehr als eines der üblichen Hirngespinste, mit dem die ansässigen Bauern sich selbst belogen um die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht aufzugeben. Doch Roland war anders. Er hielt sich und immer weitere Geschichten belebten ihn immer weiter. Mancher Bauer berichtete, wie Roland selbst einen Trollüberfall aus dem angrenzenden Dschungel niederschlug, was ihm den Namen Trollschlächter einbrachte. Ein Anderer wusste zu erzählen, dass Roland selbst seinen Hof von der Wolfplage befreit hatte und er endlich seinen Schafen wieder freien Lauf lassen konnte. Ein dritter gab zum Besten, dass Roland selbst seiner Familie in höchter Not geholfen hatte, als die Tochter mit Fieber im Bett lag und Roland seine Familie mit Brot und sauberem Wasser versorgte.
Roland... gewann in der Bevölkerung rasant an Ansehen und mancher Einwohner verließ seine Bleibe.
Roland... entwickelte sich zu einer ernsten Bedrohung; einem Aufstand.


Wieder sah er sich um und sog zischend die Luft ein, als würde er eine Fährte aufnehmen wollen. Dann erhob er die grollende Stimme wieder.
"Ich suche ihn auf. Sven kommt mir mir... und Du!" Ruckartig wendete er seinen Blick zu Karl und kam mit seiner Schnauze so nahe an dessen Gesicht, dass er zurückwich. "Du bleibst hierrr... falls er doch erscheint!"
Als Karl gerade etwas entgegen setzen wollte, bleckte der Worgen die Zähne und gab ein bedrohliches Knurren von sich, welches jedwede Form des Widerstandes im Keim erstickte. So nickte er nur, drehte sich um und blieb stumm stehen, während der Worgen und Sven gen Norden davon eilten.

Innerlich verfluchte Karl den Tag, an dem er beschlossen hatte sich Roland anzuschließen. Er hatte ihn nicht einmal gesehen. Immer wieder ging er nun in seinem Kopf das Für und Wider durch und bemerkte erst spät, dass die Sonne sich nun vollends zurückgezogen hatte und die Dunkelheit den Wald nun vollends eingenommen hatte.
Er wusste, dass die Gestalten der Dunkelheit nichts anderes waren als Legenden, doch hier, mittem im Wald in völliger Einsamkeit wurden sie erstaundlich schnell lebendig. Ein Schauer jagte ihm über den Rücken. Wellen der Angst überkamen ihn und zwangen ihn zu dem Entschluss sofort umzukehren und sich wieder in seine Hütte zu verkriechen.
Also machte er auf dem Absatz kehrt und blickte direkt in das gelblich glimmende Augenpaar vor seiner Nase. Unwillkürlich wollte er einen Schrei ausstoßen, doch nichts als ein Wimmern verließ seine Lippen.

Sein Gegenüber lächelte schlicht und freundlich.
"Guten Abend. Ich denke ihr könnt mir bei einem Anliegen behilflich sein"
gab er freundlich und in einem schwermütigen Dialekt zum Besten, legte seinen rechten Arm kollegial um die Schultern des verängstigten Menschen und erzählte beruhigend weiter.

Am nächsten Morgen lag Karl tot und verkohlt im nördlichen Bereich des Dämmerwaldes abseits des Weges. Nicht unweit seiner Leiche war der Boden mit einer magisch anmutenden Rune gezeichnet, aus derem Grund sich zusehends mehrere Pilze erhoben.

OC: Da die Überschrift hier zum Ort des Geschehens passte, dachte ich die Geschichte ist hier gut aufgehoben. Ich hoffe niemand hat etwas dagegen. Die Geschichte gehört zu einem Plot, an dem sich eigentlich jeder beteiligen kann. Für weitere Informationen stehe ich gerne per PN zur Verfügung Smile
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Fordred
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Titel: Verfasst am: 22. Jan 2016, 14:00 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein Plakat am Brunnen von Darkshire.
Khelperetocs hat Folgendes geschrieben:
Bewohner des Dämmerwalds!

Euer König, er hat Euch vergessen!

Eure Kirche, betet für ihr eigenes Wohl!

Euer Adel, feiert in Sturmwind!

Doch es gibt Hoffnung! Veränderung liegt in der Luft! Hilfe naht!





Der Körper des fettleibigen Kutschers glitt umständlich vom Bock seines Fuhrwerks. Seit seinem letzten Besuch hat sein lederner Regenmantel weitere Flicken dazu bekommen. Einzig der braune Dreispitz auf seinem Kopf scheint eine Neuheit zu sein, welche seinem heruntergekommenen Auftreten jedoch nur eine minimale Aufbesserung verlieh. Die gespannte Armbrust ließ er auf dem Kutschbock zurück. Allein mit der Abschrift eines anstößigen Aushangs in der Hand strebte er eiligst gen Zelt des Senior-Magus Nevergrey zu.

"...Herr Magus, ich weiss da was...."
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Look into my eyes you perverted witch.
See the soul of the man who made Mother Russia his b*tch!


- Stalin zu Rasputin
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Konogar Luchszam
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Wuff!
<Bund der roten Tatzen>

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Titel: Zeichen im Dämmerwald
Thema Beschreibung: ...von uralten Wächtern und verlorenen Erinnerungen
Verfasst am: 30. Jan 2016, 20:52 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Kapitel 1 - "Der Bursche vom Flüsterhof"

Einleitung:

Es gab das Gerücht, welches auf merkwürdige Zeichen hinwies die im Dämmerwald verstreut waren. Einige Bewohner gehen bei einem Humpen Bier gar weit genug zu behaupten, es seien die Zeichen einer alten Hexe die Kinder verschleppe. In der selben Taverne gab es aber auch die Gerüchte, es sei einfach nur ein Spaß den sich jemand außerhalb des Waldes erlaube.

Doch der nächste Gast, der die Taverne überstürzt aufsuchte, brachte ein Bild eines dieser Zeichen mit. Der junge Mann schien ständig das Gefühl zu haben, verfolgt zu werden. Immer und immer wieder blickten seine furchtgefluteten Augen zur Tür der Taverne. Es dauerte Minuten bis die Gäste wieder zum normalen Geschehen zurückkehrten als wäre nichts gewesen. Eine überaus freundliche oder einfach nur zu schlecht bezahlte Barfrau schlug dem jungen Kerl vor, sich erst einmal zu setzen.

"Du siehst aus, als wäre ein Blackdrop Water gerade richtig..."



OOC:
Für Einsteiger, Zuhörer, Interessierte oder künftige Teilnehmer am Geschehen:

In der Taverne von Dämmerwald war es gut besucht und dieses Bild wurde unter Trunkenbolden schneller herumgereicht, als sie mit dem nächsten Tropfen ihre Leber schädigen konnten. Niemand klang, als würde er wissen wovon er spricht. Viele alte Legenden wurden erzählt, je nach Zahl der leeren Krüge wurden diese Legenden ständig abstruser.

Der Junge Mann in kleiner Statur und braunem, zerzausten Haar, erzählte von diesem Gefühl das ihm bei Entdecken vom Symbol plagte. Eiligst ließ er verlautbaren, das er nicht einen Worgen in Nähe dieses Zeichens bemerkt hätte, doch etwas anderes schien ihn beobachtet zu haben. Während er erzählt, griff er auch zum Krug voll mit Blackdrop Water und verlor beständig an Deutlichkeit. Je später der Abend, umso schwieriger war es ihm noch zuzuhören.

Bevor sein Kopf Bekanntschaft mit der Tischkante machte und er schlafend am Boden lag, sprach er in einem Kauderwelsch etwas von: "...Augen, blau wie magischer Nebel."
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“Wo die Mitglieder der bürgerl. Gesellschaft notwendigerweise zueinander in Beziehung treten, ist der dadurch entstehende Zusammenhang zunächst lediglich ein *Mittel* zur Beförderung der je individuellen Zwecke” - Prof. Jaeggi & Prof. Celikates
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Konogar Luchszam
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Wuff!
<Bund der roten Tatzen>

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[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 7. Feb 2016, 15:26 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

OOC:
Wie zuvor, können die Informationen selbstverständlich frei verwendet werden zum Spiel wer dafür Interesse hat.


Kapitel 1 - "Der Bursche vom Flüsterhof"

Fortsetzung:

Abermals trafen sich die Bewohner vom Dämmerwald in ihrer nur zu gern besuchten Taverne um sich auszutauschen und über das Geschehen zu berichten. Es lag große Freude in der Luft, da die Kunde über den Tod eines lästigen Worgen sich schnell verbreitete. Biere wurden in großen Mengen ausgeschenkt und über vergangene Probleme gesprochen, die nun - so hoffte jeder Anwesende - der Vergangenheit angehören würden. Für immer.

"Es war schon ein lästiges Biest. Nun kann ich mir wohl doch in zwei Jahren die Reparatur meiner Scheune leisten, war bitter nötig." brachte einer der Bauern ins Gespräch ein. Die anderen am Tisch nickten im Gleichtakt und gingen ihrer eigenen Visionen nach, wie sie Hof und Familie nun besser über die Runden bringen könnten. "Bekannt wer das Biest erlegt hat? Demjenigen würde ich glatt eine ganze Ernte schenken. Irgendein Jäger hier aus'm Ort scheint es nicht gewesen zu sein." sprach ein älterer Herr mit bebenden Barte in dessen dichtem Geflecht sich der Schaum vom Bier verlor. Jeder Einzelne betrachtete das Gesicht der Anderen am Tisch und wie nicht anders erwartet, zuckten alle Schultern. Niemand wusste wohl genau, wer sich dafür verantwortlich zeichnete und den Worgen das Leben schwer machte. "Ist doch egal, nich? Ich mein, das Biest ist tot und mit etwas Glück folgen noch weitere. Sie gehen uns auf die Felder, also geht irgendwer diesen Tieren auf die Felder. Haben ja schon genug Höfe geplündert und verwüstet." der Herr mit ergrautem Haar und leerem Bierkrug, Peters sein Name, deutete in Richtung Westen vom Dämmerwald. Allen war klar, das sein Deut den zerstörten Höfen galt die nichts als Ruin für viele Bauern hinterließen. Nicht lang sollte es dauern, bis inmitten vom Gespräch die Tavernenmaid sich zum Tisch gesellte und die Gruppe gestandener Männer nach neuen Einschank befragte. Einstimmig war das stumme Ja aller Herren und viele Krüge wurden in Richtung Theke geschleppt um neu befüllt zu werden.

"Hab nur am Rande von meiner Frau gehört, das die Bauern vom Flüsterhof wohl als erste weniger mit Worgenproblemen zu kämpfen hatten. Vielleicht haben sie ein Außenstehenden engagiert, weil unsere Leute es nicht schaffen?" sprach Peters ungeduldig zur Theke blickend und auf sein Bier wartend. Wieder schauten sich alle am Tisch an und wendeten sich gemeinsam in Richtung Peters. Der Herr mit grauem Haar und kräftiger Figur begann ihm zu antworten. "Meinst die haben genug erwirtschaftet, sich private Jäger zu leisten? Mag sein. Nur was sind das für Jäger? Als das Biest gefunden wurde, zierten irgendwelche Symbole die Umgebung. Sie waren sogar auf dem dreckigen Körper zu finden." sprach der Alte und nahm mit einem kurzen, dankbaren Schmunzeln sein Krug entgegen. Alle anderen wurden ebenso bedient und bedankten sich knapp bei der Maid für die neue Runde. "Symbole sagst du? Habe ich auch von gehört. Kann es sein, das sie ein Magier angeheuert haben?" sprach Hammor, der jüngste Bauer in der Runde und spielte interessiert mit seinem Krug, den altgestandenen Bauern zuhörend. Allesamt blickten auf, als sie eine weibliche Stimme vernahmen die dem Tisch näher kam.

"Jungs, im Grunde ist es egal was diese Biester umbringt. Wir haben unsere Ruhe, es kann uns nur besser gehen und auch Dämmerwald darf mal Glück haben. Stimmt's oder stimmt's?"

Ein Jeder am Tisch nickte auf diese Worte hin und zusammen wurde angestoßen um sich im Anschluss über neue Ernten und neue Saat zu unterhalten. Nur war der Tisch nun nicht länger allein in Männerhand, als sich Julie dazusetzte um ebenso mannsgleich ihren Krug aus weißem Holz zu heben.

"Auf weitere Verluste in den Reihen der Biester! Auf weiteren Gewinn unserer Ernten!" klang es am Tisch und viele andere in der Gaststätte stimmten mit ein.


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Konogar Luchszam
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Wuff!
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[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 15. Feb 2016, 19:27 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

OOC:
Die Handlung und Informationen können frei zu jedweder Zeit IC verwendet werden, sofern es für euch an irgendeiner Stelle Sinn macht. Smile

Liebe Grüße wünscht
Kevin / Kono.


Kapitel 2 - "Professor Silverbend"

Fortsetzung:

An einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit erklingen inmitten langer Gänge die melodischen Töne eines Klaviers. Sie beginnen ruhig, bewegen sich wie ein kleiner Bach der sich durch einen Wald schlängelt und sacht über Fels und Stein fließt. Mit jeder Minute nimmt das Tempo der Klänge zu und aus einem sachten Bach wird ein reißender Strom. Die einzelnen ruhigen Strophen verschwinden förmlich unter all den lauten Klängen die das Instrument von sich gibt. Unterbrochen wird dieser Ritt finsterer Klänge nur durch das langsame Knarzen einer schweren Holztür.

„Der zweite Versuch war ein Erfolg, Sir.“ sprach eines gebückten Ganges sich anbahnende Gestalt und hielt ein Tablett mit Kräuter, heißem Wasser und Tasse bereit. Das Klavierspiel beruhigte sich umgehend. Während die linke Hand des Klavierspielers sich weiter dem Instrument widmete um es nicht gänzlich verstummen zu lassen, griff die rechte Hand in Richtung Kräuter, heißem Wasser und Tasse. In einer fließenden Bewegung, gleich der Klänge die das Klavier lebendig hielten, wurde der Tee zubereitet. Die mit Symbolen und Bildern aus Dalaran geschmückte Porzellantasse bewegte sich umgehend an trockene Lippen und benetzte sie mit wohlig warmen Gefühl eines längst überfälligen Getränks.

„Es war ein Erfolg? Sprich, gab es Komplikationen beim zweiten Test?“ fragte der Klavierspieler in einer angenehmen, ruhigen Stimme und ließ sich nicht einen Moment ablenken. Gleichzeitig aber war er aufmerksamer Zuhörer, der den Herrn mit Tablett nur einen flüchtigen Seitenblick zukommen ließ. “Euer Kollektiv berichtete von nur einen Überlebenden. Um diesen wurde sich gekümmert.“ versicherte die Gestalt und stellte das Tablett auf einen Tisch, gefertigt aus edlem Holz, ab. Beide Hände gehoben, folgte ein lautes Klatschen auf dessen Signal hin zwei rot-gold gekleidete, rittergleiche Männer ebenfalls in den Raum traten. Sie trugen eine größere Holzkiste im Gleichschritt, scheppernd unter Metall und Ketten in Richtung Klavier und Künstler. Die Melodie vom Klavier nahm wieder an Geschwindigkeit zu, die Töne wurden lauter und lauter so, dass die gesamte Halle in ein Meer aus tiefen Klängen versank. Im Zenit des Stückes angekommen, öffnete der Diener die Kiste und ließ ein Blick auf ihren Inhalt zu. Mit einem lauten, lange ausklingenden Schlag verstummte das Instrument und dessen Künstler drehte sich auf seinem kleinen Hocker zur geöffneten Kiste.

Zufrieden lächelnd, zog der Klavierspieler seine dünnen Handschuhe aus und klopfte an einer Stelle zwischen zwei langen, tiefhängenden Ohren eines getrennten Worgenkopfes herum. Die Kiste wurde umgehend links außen auf das Klavier positioniert und ein letztes Mal mit offenen Augen begutachtet. Mit einem tiefen durchatmen, hoben sich makellose Hände in die Höhe.

Und die Saiten erwachten ein weiteres Mal zu neuem Leben.

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Felorn
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Beiträge: 126

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 16. Feb 2016, 20:35 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Wenn der Nebel sich über das Land legt, werde großes Unheil geschehen, so sagt der Volksmund. Er sei der Vorbote dunkler Ereignisse, die nicht gesehen werden sollen. Er sei das Leichentuch für jene Namenlose, deren Familien nie erfahren, dass jemand seines Lebensfunkens beraubt wurde. Er komme um zu verhüllen, was nicht erfahren werden soll. Und er gehe um alle Spuren zu verwischen und die gequälten Seelen mit sich zu nehmen. Tief hinab ins Reich der ewigen Stille.
Nur manchmal, wenn etwas geschieht, dass so abscheulich und unrecht ist, dass die Seelen selbst nach ihrem Tode noch erschüttert sind, bleibt etwas zurück. Eine Spur, nicht mehr als ein Echo eines Hilfeschreis, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht um den Namenlosen selbst nach ihrem Tode noch Gerechtigkeit zukommen zu lassen.
Im Dämmerwald waren es keine Schreie, es waren Runen. Magie, so alt, dass ihre Bedeutung in Vergessenheit geraten war. Mahnmale, die an jenen Orten verblieben, an denen das Unrecht seinen Lauf nahm. In Schrift gebannte Augen, die in den Wald starrten, als würden sie ihren Blick nicht abwenden können von dem Schrecken, den sie erlebt haben.
Der Nebel hüllte die Nacht in seinen Schleier und ließ selbst den Schein des Mondes kein Licht in den Wald werfen. Erst als er am Morgen die Geheimnisse der Nacht preis gab, öffnete ein weiteres Auge zwischen den Zelten der Rabenflucht seine Lider. Direkt neben einer in steinernen Statue einer weiblichen Kal'dorei, die so perfekt war, dass man selbst die Wimpern ihrer Lider zählen konnte. Wie ein sprachloser Zeuge starrte sie melancholischen Blickes ins Lager und schwieg über die Geschehnisse, die sie in jener Nacht erlebt hatte.

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Konogar Luchszam
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Wuff!
<Bund der roten Tatzen>

Beiträge: 2345

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 20. Feb 2016, 20:40 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Kapitel 2 - "Professor Silverbend"

Fortsetzung:

„Unsere Expansionspläne müssen geändert werden, Sir.“
„Ich hätte jetzt erwartet, ihr würdet auch Gründe nennen.“
„Im Westen der Region treten Ereignisse zum Vorschein, die nicht unter unserem Zeichen geschehen.“


Schwer seufzend glitt der Blick vom Notenblatt und Klavier hinüber zum Überbringer schlechter Nachrichten. Mit verengten, müden Augen wurde der Diener betrachtet ehe sich zurückgelehnt wurde mit einer Frage im Sinn.

„Diese Beschreibung ist alles, aber keinesfalls zufriedenstellend. Soll ich meine indirekte Frage klarer formulieren?“
„Nein, Sir.“
„Antworten, Martymer. Antworten… eure Lippen sind kein unnützes Beiwerk. Sicher lassen sie sich zu solchem unnützen Beiwerk machen, nur wollt ihr das? Etwas Garn und eine alte, stumpfe Nadel liegt direkt hinter mir."
„Vermehrt sind dort religiöse Streiter gesichtet worden. Mitsamt verschiedener Kal’Dorei die Aktivität sondergleichen an den Tag legen.“


Der Blick blieb eisig und klar auf Martymer dem Diener hängen. So sehr sich auch darum bemüht wurde, diesen kühlen Blick zu trennen – es wollte nicht gelingen. All den unbequemen Fragen musste sich gestellt werden. Schluckend nahm Marty das Gespräch wieder auf, nachdem es ihm innerlich vorkam als seien Stunden vergangen.

„Wir sollten die Versuche und die Expansion in den Westen unterbinden. Das ist auch Konsens der gemeinsamen Überlegungen vom Rat der Sieben. Andernfalls würde es die Versuchsanordnung stören, Unruhe fördern und die Klausalität...“
"Kausalität, Marty."
"...Kausalität... aller experimentellen Anordnungen sprengen. Der Einfluss vom Licht sei nicht zu unterschätzen."


Es wurde wieder Haltung angenommen und sich um unerschütterliche Präsenz bemüht. Wieder glitten Sekunden durchs Land, die wie Stunden wirken wollten. Eine Reaktion vom Professor ließ lange auf sich warten.

„Wenn es Sicht vom Rat der Sieben ist, sollten wir uns beugen.“
„Eine kluge Entscheidung, Sir.“
„Ist es das, Martymer?“
„Ja, Sir. Eure Entscheidungen sind brillant und ich gebe sie sofort weiter.“
„Beantwortet mir doch eine Frage, Martymer. Provoziert ihr einen Unfall, bei dem ich ungeschickter Weise mir das Genick brechen soll?“
„Ich… nein… Nein, Sir! Wie kommt es zur Frage?“
„Diese Schleimspur direkt vor euch ist gefährlich. Sehr gefährlich. Das wollt ihr doch nicht so belassen, hm? Darüber hinaus, was habt ihr bitte gegessen?“


Ein Blinzeln durchbrach die Sekunden stiller Überlegungen. Man wusste keiner Antwort, keiner Reaktion auf jene Worte vom Professor.

„Gebt doch bitte Anweisung an die Wirker, dass wir nach Norden in Richtung Elwynn unsere Versuche expandieren. Vorerst. Die Menschen in Dunkelhain werden mit Sicherheit ein gutes Meinungspolster haben und sind ein ideales Werkzeug. Für sie bedeutet es weniger Probleme, für uns mehr Erfahrung.“
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Inneke Grietje van de Flierdt
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"Sanft gedrückte Kröte"

<Scharlachrote Faust>

Beiträge: 1675

[ Charakterinfo ]
Titel: Verfasst am: 23. Feb 2016, 01:53 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

OOC:
Wer sehr schwache Nerven hat... und es überhaupt nicht gruselig mag, sollte nicht weiter lesen.


In Rabenflucht...

Noch am selben Abend kommt eine eilige Person ins Lager. Sie bringt die versprochenen Stammbäume vierer Familien, sowie alles, was über diese hersuzufinden war. Nachdem sich der Bote mit anschließenden Dankbarkeitsfloskeln über die Vorräte des Lagers her gemacht hat, verschwindet er auch wieder eilig. Als er das Lager verläßt, verliert der 24. Ghul soeben seinen Kopf.

Die Stunden vergehen ereignislos. Sieht man einmal davon ab, daß gelegentlich ein Untoter vom Friedhof her dem Lager zu nah kommt und sich wie ein Tourist umsieht, jedoch keinesfalls ähnlich freudig empfangen wird. Und so gehen drei bis vier Ghule ins Land.

Der weststromer Flachlandgockel streckt eben erst seinen Kamm aus dem Hühnerstall, da meldet in Rabenflucht eine Wache, daß sie etwas merkwürdiges gesehen habe. Man geht der Sache nach und selbst die kartenspielenden Gardisten, die vor Schichtwechsel ihren Kaffee mit einer Runde Doppelschafkopfadler versüßen wollten, schauen auf, als eine der amtierenden Wachen kreidebleich das Lager betritt.

Man hat eine Leiche gefunden. Sie hängt an einem Baum auf der anderen Seite der Straße und nun, da das Dämmerlicht spärlich durch die Baumkronen kriecht, war es aufgefallen.
Gretchen Smith hängt an einem Ast, Augen und Mund vor Entsetzen weit aufgerissen, geblendet, erstarrt. Die Arme an einen robusten Stock gebunden und am Baum hoch gezogen. Das Seil am Baumstamm verknotet, baumelt sie im Wind. Im Nacken ein schmales Brett festgenagelt und eine flackernde Kerze darauf. Eine Rune wurde ihr in den Rücken geritzt, herabgelaufenes Blut verschleiert die Details, doch ähnelt sie dem, was vormals auf der Brücke und im Busch gefunden wurde. Der "magische" Effekt bleibt aus, doch die Botschaft ist deutlich auf der Leiche hinterlassen worden.

Eine Krähe landet auf der Schulter der unglückseligen Toten, sie schreit einmal auf und fliegt davon, ohne sich über die Reste herzumachen. Wie zum Hohn umfaßt der Wind den Körper und zerrt an ihm, läßt den Schatten im Fackellicht über Stamm und Straße tanzen.

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Konogar Luchszam
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Wuff!
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Titel: Verfasst am: 5. März 2016, 19:38 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Kapitel 2 - "Professor Silverbend"

Fortsetzung:

Mit einem Schwung landete dumpf ein Aushang auf einem schwarzbraunem, runden Tisch. Fünf Köpfe beugten sich darüber und begannen zu lesen bis der Erste zu lachen begann. Die Anderen am Tisch betrachteten sich erst gegenseitig, dann den heiter Lachenden in ihren Reihen. Der Herr wurde, dieser verwunderten Blicke zum Trotz, nicht ruhiger. Zwischen seinem fröhlichem Lachanfall, presste er ein paar Worte hervor. Es war schwierig für ihn, die Fassung zu bewahren und verständlich zu sprechen.

"Na! Wenn DAS keine Einladung ist, eh? Erst kümmern wir uns um diese Worgen, werden dafür noch belohnt, bejubelt und geehrt und nun veranstaltet dieser Bauer Rummelfeld ein Fest?!" er verstummte plötzlich und Still kehrte ein. Flüsterleise setzte er in vertrauter Runde fort und hatte ein fieses Lächeln auf seinen Lippen: "Gehen wir hin oder nicht?"

Ganz sicher schien sich wohl niemand, außer ein hochgewachsener Mann in Kettenrüstung, dessen schwarzes dunkles Haar sein Gesicht wie eine Kaputze umhüllte. Er trat vom Tisch zurück und schüttelte sein Kopf - ein klares Nein auf das ein breites Abnicken folgte. Nur der in leichter Lederüstung gehüllte, mit einer Armbrust bewaffnete Söldner blieb schmunzelnd voller Selbstbewusstsein. Sein Griff wanderte zu einem Krug, dessen fahles Bier wie Wasser herunter gespühlt wurde. Mit dem Rücken seiner linken Hand säuberte er seine vom Bier benetzten Lippen, atmete durch und begann erneut das Wort zu ergreifen.

"Kellorn, ich denke wir haben uns mehr als eine Pause verdient. Unser netter Herr Auftraggeber wird sicherlich nicht einfach in die Feier platzen und uns beim trinken zusehen."
"Du meinst beim be-trinken, Klippe." erklang es kleinlaut aus der hinteren Ecke.
"Zwingt dich irgendwer von uns, ständig bei deinem Meisterchen zu singen, was sein angeheuerter Trupp so treibt? Wir sollen uns "normal" verhalten und ein Fest besuchen ist nicht normal? Das wird von einem Bauer ausgerichtet. Einem Bau-er. Die kommen gleich nach Wildworgen." wurde direkt gekontert in einem hässigen Tonfall.
"Es geht 'Meisterchen' viel mehr um die Tatsache, das euch nicht jeder Bauer erkennen muss und sollte. Erfreut euch an Münzen die ihr sammelt. Freut euch über gekonntes Schauspiel, das ihr als Söldner leisten konntet. Freut euch, das ihr so entspannt... arbeiten könnt."

Als die ruhige Stimme ausklang, seufzte Kellorn und brachte seine Kettenrüstung zum klimpern. Abermals schüttelte er sein Kopf um das 'Nein' zu seiner Truppe auch deutlicher als zuvor zu machen. Dem Rest am Tisch schien diese Entscheidung egal und jeder zog sich in seine Ecke zurück. Einige gingen ins Gespräch über die erfolgreichen Angriffe auf Worgen, wieder andere kümmerten sich um die einwandfreie Funktion ihrer Ausrüstung. Nur Klippe blieb mürrisch und würde diese Nacht heimlich verschwinden um Bauer Rummelfeld auf seinem Fest zu besuchen. Was seine Kumpanen nicht tranken, blieb am Ende des Tages für seinen trockenem Hals über. Er hatte genug von abgestandenen Bier und einem Versteckspiel umgeben von potenzieller, interessanter Beute. Das Gold war gut und nun war es Zeit, es auszugeben zum reinen Selbstglück.

In der Nacht zwischem dem Fest und einem sonst ruhigen Morgen in Dunkelhain, verbreitet sich die Meldung weiterer toter Worgen wie ein kleines Feuer im Walde. Ein markantes Detail war allen Meldungen, allem Straßengeflüster anbehaftet.

Zwei Worgen wurden zufällig, ohne erkennbares Muster und mit einer großen Zahl Kugeln hingerichtet um sie, man möchte meinen schändlich, an einem Baum zu hängen wie ein bitteres Zeichen für alle noch lebenden Wildworgen. Kopfüber floss das letzte Blut über ihr Fell und großer trockener Nase. Eine Lache bildete sich unter den zwei Köpfen und vermengte sich mit losgetretenem Dreck und Laub verschiedener Bäume. In dieser Nacht hatte Klippe viel Spaß gehabt und wachte am Morgen mit einem Kater wieder auf. Unbemerkt blieb er bei seinem Spaziergang nicht, das kündete die Anwesenheit vom Truppanführer am Fenster an.

"...nicht mal sauber gemacht..."
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Konogar Luchszam
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Wuff!
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Titel: Verfasst am: 9. März 2016, 05:19 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

OOC:
Informationen aus diesem Text stehen frei zur Verfügung, wer sie verwenden oder nutzen möchte. Smile


Zum späten Nachmittag hin entdeckten einige Bewohner von Dunkelhain einen kleinen Aushang, dessen Pergament noch rein und sauber war. Mit vier Nägel war die Nachricht am Schwarzen Brett befestigt, über allen anderen Aushängen thronend.

Bürger und Bürgerinnen von Dunkelhain,
werte Bauern, Besucher und Gäste,
Familien und Älteste

die letzten Wochen waren für die Truppe Worgenjäger überaus erfolgreich und so freut es mich hier und heute zu verkünden, das folgende Wildworgen einer gerechten Strafe zugeführt wurden:

- Feldkralle der Schlächter
- Gustav der Wilde
- Lawinja

Ihre Körper wurden gerichtet und verbrannt, nachdem sich dagegen entschlossen wurde die widerlichen Köpfe als Warnung für andere Wildworgen aufzubewahren und in der Umgebung zu verteilen.

Auf bessere und sichere Zeiten!
H. Harberdinger


Unter den Bewohnern dauerte es nicht lange, bis darüber gemutmaßt wurde, ob ein solches Handeln gegen die Wildworgen am Ende nur mehr Probleme schafft. Andere Bewohner waren froh um die Verluste auf Seiten dieser Bestien und luden zu kleineren Feierlichkeiten ein. Nach langer Zeit war es für einige die erste Chance auf Zusammenkunft von Familie und Freunde unter dem Licht eines guten Sterns. Der Wirt des örtlichen Gasthauses spürte diesen Frohsinn seiner Nachbarn und konnte sich einige Abende über volle Tische erfreuen. In einem Punkt waren sich die Bewohner in ihren Gesprächen einig: Weiterhin wachsam zu bleiben und nicht zu früh die Siegeshymnen durch die finsteren Wälder klingen zu lassen.

Es könnten Begehrlichkeiten geweckt werden.
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Demawent
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Titel: Verfasst am: 26. März 2016, 20:00 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

An einer Anschlagtafel im Dunkelhain findet sich seit kurzem folgender Anschlag. Selbiger Anschlag findet sich auch an den Anschlagbrettern Sturmwinds sowie an einigen Bäumen dort.

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Konogar Luchszam
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Titel: Verfasst am: 7. Apr 2016, 20:54 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Wer vom Elwynn aus über den Fluss in Richtung Duskwood schaute, hatte die Chance zu erkennen, was es bedeutet, die letzten Momente Lebendigkeit weichen zu sehen. Ganze sieben solcher Momente wurden in Nähe vom Ufer "vorbereitet".

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