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OOC: Offenes Training für alle:

Im 2-wöchentlichen Turnus wechselnd Leuenschein und Sturmwind

Diesmal: Leuenschein (Bespielt im heulenden Fjord in Westwacht)

Low lvl chars die nicht unbeschadet in die Westwacht kommen bekommen ein Flugtaxi auf B
Beichtgelegenheit bei Abt Aedan of Iona
Ereignis vom 20. Jun 2018, 20:00 bis zum 20. Jun 2018, 22:00
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Licht zum Gruße, Bürger Sturmwinds, Gäste, Zugereiste und Durchreisende,

die Gelegenheit, Euer Gewissen zu erleichtern, die Absolution im Lichte oder Seelsorge zu erhalten, habt Ihr am 20. Tage des sechsten Monats in der Kathedrale.
Von der achten b
Predigt der Obersten Klerikerin
Save the Date
Ereignis vom 22. Jun 2018, 00:00 bis zum 22. Jun 2018, 22:00
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Beschreibung folgt.
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Aus dem Tagebuch einer Nekromantin
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Khelperetocs Durand
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"Gelehrte der Scholomance"
Nekromantin


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Titel:   Die Furcht wird zum Freund Verfasst am: 10. Dez 2015, 13:47 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Der kleine Tümpel befand sich nur unweit von der alten Hütte entfernt. Es war früher Morgen und die Nebelfetzen hingen erneut über die Baumkronen des Dämmerwalds herein. War es noch der Nebel vom Abend? War er über die Nacht geblieben? Die Frage sollte eher lauten, ob sich der kalte Dunst dieses verfluchten Waldes überhaupt einmal auflösen würde.

Am Tümpel angekommen begann Khelperetocs die Schnallen ihrer zahlreichen Lederriemen zu öffnen und streifte diese langsam von ihrer Haut ab. Einer nach dem Anderen fiel kurz scheppernd zu Boden und offenbarte die gesamte Pracht ihrer Weiblichkeit. Sie fühlte sich befreit, nicht nur von ihrer Gewandung sondern auch von Gedanken. Mit einem Satz sprang sie in das eiskalte Nass und tauchte unter bis sich ihr Kopf und anschließend ihre Schultern wieder langsam aus dem Wasser bahnten. Tropfen des reinen Nasses suchten sich den Weg hinab von ihren pechschwarzen Haaren über die wohlgeformten Brüste um sich erneut mit dem ganzen Teich zu verbinden. Langsam begann sie zu zittern, die Kälte des Ortes und der Jahreszeit forderten ihren Tribut. Doch es gab einen Ort ganz in der Nähe, der noch kälter war. Ihr Herz.

Die Nekromantin wollte den Tümpel wieder verlassen als sie zwei Schatten in den Gebüschen ausmachte. Zuerst waren nur leuchtende Augen zwischen dem Gestrüpp zu vernehmen. Danach gesellte sich ein schauriges knurren dazu. Zwei Wölfe verließen ihr Versteck und näherten sich dem Tümpel auf leisen Pfoten. Zähne wurden gefletscht und eine kämpferische Haltung eingenommen als sie den Haufen Lederriemen erreichten. Angelegte Ohren zeugten von eindeutigen Absichten, dort in der Mitte der Wasserlache würde sich ihr Frühstück in Form eines jungen Mädchens finden. Ungeduldig begannen die Raubtiere ihre Beute zu umkreisen.

Die nackte Nekromantin atmete tief durch und verfolgte ihre Jäger mit musternden Blick. Ein seltsamer Reigen um und im Teich wurde getanzt. Augenblicke die wie Stunden wirkten und keiner wollte eine Entscheidung erzwingen. Khelperetocs war jedoch zur Handlung gezwungen, sonst würde sie bald erfrieren. Trotz der Widrigkeit der Kälte begann sie sich zu konzentrieren und schloss die Augen. Einst wurde ihr an der Scholomance ein nützlicher Zauber für genau solche Zwecke beigebracht und nun begann sie sich wieder an diese Formel im Geiste zu erinnern. Sie wob den Zauber in Gedanken ohne eine Geste aus zu üben, welche die Wölfe zu einer Reaktion zwangen. Ruhig und stumm war ihre Handlung bis sie abrupt ihre Augenlider aufriss. Glühend rot blitzen ihre Augen auf und fokussierten einen der beiden Wölfe. Als sich ihre Blicke trafen geschah selbiges mit seinen Augen und das Tier heulte vor Angst auf. Im selben Moment sträubte sich das Fell und der Wolf hastete verängstigt in das Gestrüpp davon. Ein Satz und er war nicht mehr gesehen. Verdutzt blickte sein Gefährte hinterher und verlor scheinbar den Mut. Geduckt suchte auch er das Weite.

Khelperetocs nutzte den Moment und begab sich ans Ufer. Die magische Furcht würde wohl nicht ewig anhalten und so beeilte sie sich notdürftig einige der Lederriemen an ihrem Körper zu befestigen. Einige Augenblicke später schloss sie die Tür des schützenden Hauses hinter sich und warf sich zum warmen Kaminfeuer. Sie war wohl unvorsichtig geworden. Das sollte sich ändern.
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Khelperetocs Durand
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Titel:   Um Haaresbreite Verfasst am: 6. Jan 2016, 18:41 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein Knall kündete davon, dass die Glasschüssel ihre letzte Stunde erlebt hatte und klirrend fielen die Scherben zu Boden. Manche verharrten ruhig während Andere sich noch um ihre eigene Achse drehten. Teilnahmslos blickte der Ghul Schwarzast auf die Scherben. Sein Blick ist so leer wie der Rest von ihm. Im Gegensatz zu seiner Herrin empfindet er Nichts.

Schwer atmend ließ sich Khelperetocs auf einen Stuhl fallen. "Verdammte Elfen" schrie sie abschließend. "Zuerst schnüffeln die Scharlachroten rum und jetzt auch noch diese starren Langohren, kann man denn nirgends mehr in Ruhe ein Komplott planen" sprach sie zu ihrem Diener und winkte zugleich ab. Er würde nicht reagieren, geschweige denn antworten. Sie hoffte, dass der Brief bald in der Scholomance eintreffen würde. Einerseits damit das Kollegium ob der Umstände Bescheid wusste, andererseits sollten sie wissen, dass ein magischer Stab verloren gegangen war. Ihr eigener Stab. Sie verschwieg die Tatsache in dem Schreiben, dass dieser jetzt bei den Nachtelfen war. Sie wollte doch nicht unnötig für Gesprächsstoff sorgen. Oder gar Kritik an ihrer Person.

Bis die Antwort eintraf wollte sie sich nützlich machen und Khelperetocs war klar, dass sie für ihr Vorhaben Hilfe benötigen würde. Ein böses Grinsen zog sich über ihre Lippen. "Einige Bewohner von Dunkelhain sind äußerst unzufrieden mit ihrem Leben hier, ich sollte sie mal besuchen" lachte die Nekromantin boshaft.
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Khelperetocs Durand
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Titel:   Stimmungmache Verfasst am: 8. Jan 2016, 11:11 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Han und Germel beobachteten die junge Frau in Schwarz schon eine ganze Weile. Blauer Dunst hing von der Decke der gut besuchten Taverne zu Dunkelhain und der Wirt hatte alle Hände voll zu tun um die Gäste zu bewirten. Die Schankmaid servierte den beiden Arbeitern gerade zwei Krüge Bier als diese wieder ihre Köpfe zusammen schoben und ihre Blicke zum Nachbartisch richteten. Die Frau in Schwarz war sehr darum bemüht ihre Ausführungen mit wilder Gestik zu unterstreichen, das zog die drei Männer scheinbar in ihren Bann. Irgendwann überwog die Neugier von Han und Germel und so erhoben sie sich mit ihren Krügen in der Hand verbunden mit der Frage „sind da noch zwei Plätze frei“?

Khelperetocs nickte triumphierend und deutete auf zwei freie Stühle. „Wo war ich, ach ja. Und nun überlegt mal, was sich die letzten Jahre hier großartig verändert hat. Noch immer wandeln leblose Körper über eure Felder und Äcker. Noch immer knurren wilde Worgen aus dem Gebüsch. Noch immer verschwinden Menschen. Auch wenn sich deren Zahlen verringert haben, eine Lösung blieb aus. Eure Nachtwache geht sehr beherzt an die Sache heran und dennoch wirken sie überfordert.“ Die Nekromantin, welche sich heute so volksnah präsentierte und das Leben einer einfachen Müllerin vorgaukelte, bestellte sich selbst noch einen Krug Bier und gewährte den Männern am Tisch tiefe Einblicke in ihr einladendes Dekolletee. Ihre weiblichen Reize sollten ihre aufrührerischen Darlegungen zusätzlich begünstigen. „Soll ich euch etwas sagen, hm Jungs? Soll ich euch etwas sagen? Vergessen hat man den Dämmerwald, vergessen hat man Dunkelhain, vergessen hat man EUCH. Euer König kämpft für Ruhm und Ehre in fernen Ländern und das finanziert ihr noch brav mit euren Steuergeldern. Maul halten und zahlen, so weit ist`s gekommen“ schloss Khelperetocs ihre Ausführung mit geballter Faust.

Am Tisch stellte sich Getuschel und Gemurmel ein. Khelperetocs lehnte sich entspannt zurück und ließ das Gesprochene erst mal sacken. Einer der Herren, ein junger Händler, verließ kopfschüttelnd den Tisch. Er konnte den Worten der Nekromantin, die sich aber als fleißige Müllerin ausgab, nur wenig abgewinnen. Sein Bekannter schloss sich ihm an und folgte diesem.

Han und Germel tuschelten lauter und stimmten in das Gerede der Frau in Schwarz ein. Auch der Dritte am Tisch konnte sich für ihre Worte begeistern und immer lauter wurde der Unmut in deren Tonfall. Khelperetocs winkte die Schankmaid herbei und bestellte für die Drei gleich nochmal einen Krug Bier. Der Alkohol würde den Rest tun, soviel ist sicher. Irgendwann fragte Han „aber, was sollen wir überhaupt tun. Wir können doch sowieso nichts ändern“.

„Wartet Morgen Abend zur achten Stunde an der Scheune südlich von Dunkelhain“ entgegnete die finstere Schönheit und erhob sich während sie Han auf die Schulter klopfte. Dann verließ sie die Taverne ruhigen Schrittes.
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Titel:   Postbote, aber nicht mehr Verfasst am: 15. Jan 2016, 15:32 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Mit einem fragwürdigen Blick starrte Han auf das Pergament in seinen Händen. „Ist das Alles“ fragte er zaudernd und suchte den Augenkontakt zu Khelperetocs. Diese lag gemütlich auf dem Bett des heruntergekommenen Hauses und schälte sich hastig einen Apfel. Ein kalter Windhauch zog durch die maroden Bretter der kaputten Hütte und verlieh den Vorhängen eine gespenstische Selbstständigkeit.

„Ja, begib dich nach Westfall, genauer nach Mondbruch. Ein Dorf das nach Korruption und Verbrechen stinkt. Bleib ein Weilchen und hör dich etwas um. Scheinbar zieht es immer noch Mitglieder der versprengten Reste der Defias Bande dort hin. Solltest du fündig werden, komm ins Gespräch und überreich dem dann diese Schriftrolle“ sprach die Nekromantin kauend auf einem Stück Apfel.

„Und dann“ fragte der junge Bursche, nachdem er sich noch einen Schluck Rum gegönnt hatte.

„Ganz einfach, dann kommst du zu mir hier her zurück“ lächelte Khelperetocs verdorben.

Han war einfach gestrickt und Befehle führte er nur dann korrekt aus, wenn sie auch leicht verständlich gesprochen waren. Dem war sich die Nekromantin mittlerweile bewusst. Aber in der Not musste sie sich eben mit Han zufrieden geben. Vorerst kommt nichts Besseres nach, wie es schien. Er zog sich seinen schmierigen Mantel über und den Hut tief ins Gesicht. Gerade als er zur Tür hinaus wollte prüllte ihm Khelperetocs noch hinterher „Ach Han, und pass auf das du nicht verfolgt wirst. Ein paar lästige Langohren halten sich derweil im Dämmerwald auf. Sei vorsichtig“

Han nickte und fühlte sich insgeheim geschmeichelt. Dachte er doch glatt, die junge Schönheit würde sich um ihn Sorgen machen. Es war sein Glück, dass er nicht ahnen konnte, dass sie lediglich um ihr eigenes Wohl besorgt war. Denn wäre Han unvorsichtig, würde er die möglichen Verfolger direkt zu ihrem neuen Domizil führen.
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Khelperetocs Durand
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Titel:   Im Keller sitzt der Schatten Verfasst am: 19. Jan 2016, 09:31 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Noch immer hingen Khelperetocs Gedanken an dieser letzten Nacht. Sie saß im modrigen, feuchten Keller dieser Bruchhütte vor diversen arkanen Paraphernalia und fand keine Konzentration für ihr Vorhaben. Die Kälte des Ortes stand im Widerspruch zu der Wärme in ihrem Herzen. Einer unbekannten, fremden Wärme. Bheara hat ihr diese gespendet, mit Hingabe. Für Khelperetocs waren all diese Gefühle Neuland. Aber sie ließ diese zu, vielleicht weil ein Teil von ihr auch danach suchte, sich danach sehnte. Es war nicht nur bloße Leidenschaft, welche sie an die Zwergin band, da war wohl mehr.

Aber nun war die Matriarchin wieder fort nach Eisenschmiede aufgebrochen. „Immerhin hat sie mir Entspannung und einen neuen Zauberstab verschafft“ dachte sich die Nekromantin und betrachtete diesen genauer. Der ursprünglich violette Stein an der Spitze des Schaftes hatte sich unter dem Einfluss dunkler Magie schwarz verfärbt und pulsierte schaurig. Verdorben in seinem Sein wurde dieser mit schändlicher Zauberei zweckentfremdet und sollte nun permanente Kontrollfunktionen verstärken. Khelperetocs konnte so wieder mentale Kraft schöpfen, war sie nicht länger gezwungen, ihren untoten Ghul mittels eigenem Mana unter Kontrolle zu halten. Der Zauber wurde nun von dem Stab gespeist. Einen Gedanken lang war sie von Bhearas Möglichkeiten beeindruckt, ihr war es gelungen in kurzer Zeit einen solchen Zauberstab zu erschaffen.

Doch sogleich richtete sich Khelperetocs Blick wieder auf die große Schüssel vor ihr. Maden, Würmer und Käfer, allesamt tot. Doch schon bald sollten sich ihre kleinen Beinchen wieder rekeln und im Untot nach den Lebenden trachten. Ihre Möglichkeiten als menschliche Nekromantin waren sehr beschränkt, doch selbst so einfache dunkle Zauber würden ihren Zweck erfüllen. Abschreckend sollten sie wirken, das würde ausreichen. Verteilt am Feld vor der Hütte sollten sie lebende Eindringlinge befallen und zur Umkehr bewegen. Obendrein würde bei all dem Spuk im Dämmerwald niemand auf den Gedanken kommen, dass sie dafür verantwortliche wäre.

Plötzlich vernahm sie Schritte ober ihr. Hastig blies sie die Kerze aus und begab sich zur Treppe. Han war zurück gekehrt und er sollte von all dem hier im Keller besser nichts wissen. Schließlich war sie ja nur eine kleine, unschuldige Müllerin mit einem süßen Lächeln im Gesicht.
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Titel: Die schwarze Sonne wirft Schatten Verfasst am: 1. Feb 2016, 12:47 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Der Raum war so dunkel wie die Gestalten selbst darin. Vier an der Zahl. Drei umgaben die Eine. Die Eine kniete und ihr Gesicht war verborgen zum Boden gehalten. Vor Scham oder Demut, man weiß es nicht. Die Kapuze darüber hüllte die vermeintlichen Gesichtszüge in Schatten. Der blasse Kerzenschein vermochte kaum Licht zu spenden. Von Draußen drang der Ruf einer Eule in das fensterlose Zimmer. Stille.

„Durand“ donnerte eine Stimme. „Du hast deine Aufgabe nicht erfüllt. Stattdessen warst du gezwungen zu fliehen. Durch dein schändliches Versagen hast du den Zirkel in Gefahr gebracht“ ergänzte die Gestalt vor ihr und richtete drohend seinen Zeigefinger auf die Nekromantin. Das darauf folgende Schweigen war für Khelperetocs erdrückender als diese Worte selbst. Ihr unprofessionelles Vorgehen hätte ihr fast den Kopf gekostet. Gerade als ihre Saat der Zwietracht und der Aufwiegelei zu keimen begonnen hätte, musste sie fliehen. Sie hatte den klerikalen Orden und seine Präsenz im Dämmerwald unterschätzt. Man hatte ihr Versteck enttarnt und Ritualgegenstände entwendet. Nur ungern gestand es sich Khelperetocs selbst ein, aber die Roten ließen sie stolpern noch bevor sie überhaupt los gegangen war. Verdammt! Und die Konsequenz offenbarte sich nun hier in diesem Raum.

„Deine ersehnte Mitgliedschaft in der Schwarzen Sonne, sie wird dir verwehrt bleiben, Weib. Ebenso der Zugang zu unserem Wissen“ schmetterte die eine Gestalt ihr entgegen. Die dunkel gewandete Person beugte sich herab, fuhr mit der Hand unter die Kapuze der Frau und entriss ihr etwas. Ein kurzes „knack“ war zu vernehmen. Mit einer Halskette in der Hand erhob er sich. Ein Anhänger aus schwarzem Obsidian baumelte daran. Der geschliffene Kristall glich einer Sonne.

„Ihre Spuren könnten zu uns her führen“ brachte eine weibliche Stimme unter den drei Schatten ein. Khelperetocs schüttelte den Kopf. „Unweit meines Versteckes wird man meine zerrissenen, blutverschmierten Kleider finden. Sie liegen nicht unweit einer Höhle in welcher Worgen hausen“ erklärte Khelperetocs leise und ruhig. Sie hoffte dadurch den angerichteten Schaden etwas zu minimieren.

„Hinfort mit dir“ donnerte es erneut und eine Tür öffnete sich im Hintergrund. Mit gesenkten Kopf und dem Resultat wieder gescheitert zu sein verließ sie den Raum und schritt die Treppen hinab. Eigentlich sollte sie froh sein, dass man ihren Leib nicht den Wölfen zum Fraß vor warf oder sie im nahen See mit beschwerten Stiefeln entsorgte. Doch die Freude blieb aus. Khelperetocs schlug den Weg zur Scholomance ein im Wissen, als einfache Studentin dort ein Niemand zu sein. Doch sie war nicht das erste mal hingefallen. Sie hatte sich immer wieder erhoben, sich Blut und Dreck abgewischt und war weiter gegangen. Diesmal soll es auch so sein.
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Titel:   Ein Plan muss her Verfasst am: 3. Feb 2016, 13:26 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Der dampfende Kräutersud stieg auf und wurde sogleich von einem tiefem Atemzug eingezogen. Der Dampf suchte sich seinen Weg in die Lungenflügel und würde dort wohl hoffentlich seinen Zweck erfüllen. Das Raumklima in Khelperetocs kleinem Zimmer glich jenem aus dem Dschungel des Schlingendorntals. Nackt saß sie am Tisch und warf mit einem Ruck das Handtuch über ihrem Kopf beiseite.

Ihre Gedanken kreisten. Zu all dem Ärger im Dämmerwald und dem verärgerten Zirkel musste sie feststellen, dass sich ihr Keuchhusten wesentlich verschlimmert hatte. Der Schock saß ihr noch tief und sie würde den Anblick nicht so schnell vergessen als sie über Bhearas Schulter lehnte und Blut aus ihrem Mund triefte. Der seltsame Geschmack von Blut, dem Lebenssaft, auf ihrer Zunge. Diese Erinnerung würde bleiben. In der Hoffnung der Kräutersud würde sich günstig auf ihren Gesundheitszustand auswirken hockte sie nun schon zwei Stunden darüber. Sie schwitzte am ganzen Körper, obwohl sie unbekleidet war. Die Schweißperlen liefen um die Wette hinab vom Kopf über ihre wohlgeformten Brüste bis zu den Füßen. Unter ihrem Stuhl bildete sich langsam ein kleiner See.

Nachdenklich blickte sie zu dem Kristall, welchen ihr Bheara schenkte. So schön und doch so grausam. Die Zwergen Matriarchin hat sie über dessen Nutzung unterrichtet. Nun stellte sich nur noch die Frage, ob sie davon Gebrauch machen würde. Ein unliebsame Lehrmeisterin hier an der Scholomance würde hier den Tod finden dadurch. Doch Leben und Tod lagen hier in dieser Lehranstalt sehr nahe beisammen, diese Zustände verflossen meist ineinander. Nein, sie würde sich den Kristall noch aufheben und einen Grund erfinden, der sie nach Eisenschmiede führen sollte. Doch Khelperetocs wusste, es würde Zeit in Anspruch nehmen. Jetzt musste sie behutsam und vorsichtig vorgehen. Ihr Ansehen und Ruf an der Schule war gefährlich gesunken, nur nicht überstürzt handeln. Außerdem würde der Zirkel sie observieren, deren Mitglieder waren sicher auch Teil des Lehrkörpers. Jedoch getrieben von der Tatsache, dass sie an dem Keuchhusten bald verrecken würde, war ihr bewusst, dass Zeit ein relativer Begriff war. Sie suchte gedanklich nach Möglichkeiten.

Notizpergament von Khelperetocs

- Die Unterschrift eines Lehrmeisters fälschen – geringer Aufwand - einige Risiken wenn die Sache überprüft wird. Fazit: Vielleicht!

- Nach „oben schlafen“ - Müsste mich gewaltig in Stimmung bringen um eine solche Nähe von Männern zu ertragen (zu wenig Rum vorhanden) – außerdem sind doch einige Lehrmeister untot. Fazit: Plan verworfen!

- Bestechung, Erpressung, Drohung – keine Druckmittel vorhanden. Fazit: Plan verworfen!

- Vortäuschung des Erwerbs von Alchemica – dann schicken sie einen anderen Trottel von Studenten – Plan verworfen!


Genervt hüllte sich die Nekromantin in einige Fetzen Stoff und warf sich auf ihre Liege. Mittlerweile glich der Raum einem von Nebel durchzogenen, dampfenden Dschungel. Sie drehte sich im Kreis. Hier an der Totenbeschwörerschule würde sie weder Genesung noch persönlichen Fortschritt finden. Dieser Ort war ihr ein sicherer Hafen an welchem man immerhin Wissen über die dunkle Seite des Arkanen schöpfen konnte. Aber es gab leider zu viele Grenzen nach oben hin um sich mit den Gegebenheiten alleine zufrieden zu stellen. Sie brauchte einen Plan und zwar bald!
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Khelperetocs Durand
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Titel: Verfasst am: 14. Feb 2016, 12:15 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Da lag er nun! Mit dem Gesicht in einer Blutlache am Boden. Das rote Rinnsal suchte sich seinen Weg entlang der Fliesenfugen und sammelte sich langsam in einer Ecke des Zimmers. Bordon war ein einfacher Handlanger und Gehilfe an der Scholomance gewesen. Er wickelte Geschäfte ab und bewahrte den Kontakt zur Außenwelt. Da draußen ahnte Niemand für wen er eigentlich arbeitete.

Mit einer wahnwitzigen Abartigkeit, ja fast skurrilen Selbstverständlichkeit ging man an der Totenbeschwörerschule sogleich wieder zur Tagesordnung über. Bordons Leiche fand ihren Weg in einen Lehrsaal und drei Studenten durften an ihm die Nekromantie ausüben. Zwei Stunden später torkelte Bordon wieder mit einem Sack voll Mehl in die Kantine. An seiner Arbeit hatte sich nichts geändert, lediglich an seinem persönlichen Zustand.
Selbst im Untot würde er seine bisherigen Aufgaben fort setzen.

Khelperetocs nutzte die Gunst der Stunde und verharrte hinter einem Bücherregal um die sich beratenden Lehrmeister zu belauschen. Sie wägte sich in Sicherheit, es war so gut wie ausgeschlossen, dass der Verdacht des Mordes auf sie zufallen sollte. Als Bordon starb hockte sie mit unschuldigem Blick im Lehrsaal und ließ sich berieseln. Bhearas Artefakt brachte sie dort unbemerkt zum Einsatz und Bordon fand dadurch den Tod. Der Vorrat gewisser arkaner Paraphernalia neigte sich dem Ende zu und Bordon wäre in zwei Tage nach Eisenschmiede aufgebrochen um diese zu beschaffen. Gerade als die Lehrmeister nachdenklich in Ruhe verharrten bog die junge Nekromantin um die Ecke und streifte langsam an ihnen vorbei. Insgeheim hoffte sie, dass man nun auf sie ins Gespräch kommen würde.

„Wartet mal, was ist mit ihr? Schicken wir doch sie! Sie ist entbehrlich“ meinte einer der dunklen Lehrer, dessen Gesicht unter einer Kapuze verhüllt war. Die Drei musterten Khelperetocs nachdenklich. „Sie führte schon öfter im Umland Aufträge aus, schicken wir sie“ schloss einer der Lehrmeister das Gespräch.

Für die Meister schien es sich um eine lächerliche Nebensache zu handeln, für Khelperetocs war es der Schlüssel nach Draußen, ein Weg zu neuen Möglichkeiten! Ihr bisheriges Scheitern war nicht zuletzt auf ihre prekäre gesundheitliche Lage zurück zu führen. Sie benötigte wieder einen entsprechenden Vorrat an Kräutern zur Besänftigung des Keuchhustens.

Gelangweilt fügte sie sich der Order, innerlich jubelte sie.
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Titel: Im Dunst des Sumpfs Verfasst am: 24. Feb 2016, 14:38 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein leises nagen an der Tür war zu vernehmen und Khelperetocs schrak von ihrem Schlummer auf. Bar jeglicher Gewandung stieß sie sich von ihrer Schlafstätte weg und richtete ihre rechte Hand zur Ecke dieses kleinen Zimmers. Sogleich schwebte ihr mit einem Totenkopf verzierter Zauberstab herbei und wurde zur Tür gerichtet. Wer würde nach ihr verlangen? Wer war auf sie aufmerksam geworden? Die Goblins dieser Stadt? Oder gar Verfolger aus einem klerikalen Orden Sturmwinds? Das kratzen und nagen wurde lauter und sie beschloss es in Erfahrung zu bringen, wer da vor der Tür nach ihrer Person suchte.

Langsam öffnete sie das Schloss und spähte einen Spalt hinaus. Nichts! Da war niemand. Die Nekromantin blickte nach links, dann nach rechts. Stille, bis sie ein schaben am Boden vernahm. Sie blickte hinab und zwei gelbe, leuchtende Augen starrten sie emotionslos an. Langsam schlich sich auch ein faulender Geruch in ihre Nase. Unverkennbar war es das untote Eichhörnchen, welches sie vor einigen Tagen während eines schwarzmagischen Rituals erschaffen hat. Um seinen Hals trug es eine kleine, zusammen gefaltete Schriftrolle. Khelperetocs schnappte das Geschöpf und schloss die Tür danach. „Du hast deinen Zweck erfüllt, danke“ sprach die Nekromantin und warf das untote Wesen in die Kohlenpfanne, welche in der Mitte des Raumes Licht und Wärme spendete. Während die Flammen das Wesen verzehrten und in qualmenden Rauch aufgehen ließ, widmete sich die schwarzhaarige Schönheit dem Pergament. Begierig las sie die Zeilen und ein böses Lächeln zog sich über ihre Lippen.

Die Schriftrolle stammte von einer dunklen Seele, welche sie unlängst in den düsteren Gassen Eisenschmiedes kennen gelernt hatte. Die selbe Skrupellosigkeit wie sie Khelperetocs aufwies, unterstrich das Wesen dieser Menschenfrau. Das Schwarze ihrer Seele wurde jedoch von einem süßlichen, rosigen Duft in Skurrilität verwandelt. Noch war die Nekromantin nicht recht schlau aus dieser Person geworden, doch dies sollte sie vorerst nicht tangieren. Wichtiger war, Jemanden gefunden zu haben der gleich denkt und alternative Fähigkeiten mitbrachte, die in das Vorhaben mit einfließen konnten.

Das Schriftstück folgte dem untoten Eichhörnchen ins Feuer und Khelperetocs legte sich wieder auf das einfache Bett. Ein paar Stunden Schlaf würden folgen, bis der Trubel der Stadt wieder für Lärm sorgen würde und sie aufwachen ließ. Wie lange sie hier im dunstigen Sumpf des Südens verweilen konnte war ungewiss. Aber eines war ihr bewusst, zu lange an einem Ort zu verweilen sei gefährlich.
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Khelperetocs Durand
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Titel:   Gespräch am Steg Verfasst am: 1. März 2016, 14:50 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Am Steg etwas außerhalb der Stadt waren die Goblins damit beschäftigt Kisten vom Schiff zu räumen um Platz für die Retourware zu schaffen. Der übliche warme Dunst hing in der Luft und die Geräusche der Sumpfbewohner war ebenso zu vernehmen.

Zwei Gestalten unterhielten sich ruhig am Steg. Der kräftig gebaute Mann zerschlug gerade eine Mücke, welche sich bereits daran machte, sich einen Cocktail seines Blutes zu genehmigen. „Verdammte Viecher“ brüllte er auf und betrachtete den Matsch in seiner Handfläche. Die zweite Person ignorierte seine Reaktion und zog fest an einer Art Zigarre, deren Rauch einen Duft nach starken Kräutern hinterließ. Es war Khelperetocs, die Nekromantin.

Der stämmige, Anfang 40er, Mann beobachtete sein Gegenüber und meinte „hab dich noch nie rauchen sehen. Seit wann?“ Er kickte einen Stein vom Steg ins Meerwasser und blickte abwartend zu der jungen Frau.

„Das Dreckszeug von Kräutern ist das Einzige was mir einigermaßen bei diesem Keuchhusten hilft“ entgegnete sie und blies eine Wolke des Rauches vor sich her. „Seit sich zu dem grünen Schleim noch Blut dazu gesellt, bin ich etwas aktiver geworden, was meine Genesungsmaßnahmen betrifft“ schloss Khelperetocs zynisch.

Der Mann nickte ruhig, wobei sein Kieferknochen eigenartig wankte. Es schien, als wäre dieser lose und nicht kontrollierbar. Vielleicht ein Grund warum Frelmar nur wenig von sich gab. Und das war wiederum ein Grund, weshalb Khelperetocs ihn auf eine gewisse Art und Weise schätzte. Frelmar war ein Produkt einer tragischen Verkettung von Ereignissen. Seine Eltern verstarben früh, er lernte die falschen Leute kennen und überlebte durch dubiose Machenschaften und Verbrechen. Auf der Verliererseite des Lebens stehend ließ er sich schnell von großen Worten umgarnen und schloss sich dem Syndiakt im Alteracgebirge an. Seine von wenig Erfolg gekrönten Aufgaben handelten ihm einen Kieferbruch als auch den Ausschluss aus der Gemeinschaft ein. Am Tiefpunkt angelangt traf er auf Studenten der Scholomance und seither verrichtet er an der Totenbeschwörer Schule niedere Dienste.

Heute war er mit einem Frachtschiff in den Sümpfen eingetroffen und sorgte nun dafür, dass die Reagenzien, welche Khelperetocs beschaffen sollte, sicher in den Norden gelangen. Frelmar kontrollierte den Inhalt der Kiste und verglich es mit einem Lieferschein. „Da fehlen dieser Schattenjasmin, die Kristallphiolen und die Traumtinten“ sprach er mit einem fragendem Unterton zu der Nekromantin gerichtet. „Ja, ja, das braucht noch eine Weile. Wenn ich den Rest beisammen habe, lass ich Dir ein Schreiben zukommen. Gib das an das Kollegium weiter, kapiert?“ sprach Khelperetocs hastig.

Der stämmige Mann grinste und antwortete „wetten das Zeug steht schon irgendwo hier rum. Du willst doch bloß noch nicht zurück an die Totenbeschwörerschule, stimmts?“ fragte Frelmar neckisch.

Khelperetocs lächelte süffisant und entgegnete „sieh zu das du die Kiste in den Norden bringst. Ihr hört von mir, oder besser, lest von mir. Ich hab hier noch Einiges zu erledigen“ Frelmar begab sich auf das Schiff zurück. Khelperetocs verließ den Steg Richtung Stadt und warf dabei noch den Zigarrenstummel ins Meer.
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Titel: Tagebucheintrag Verfasst am: 15. Apr 2016, 07:39 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Tag 14, Monat 04

Noch immer verharren wir an der östlichen Landzunge von Caer Darrow
und warten, warten, warten. Es stellt sich mir die Frage was die
eigentliche Prüfung des Zirkels ist, den Wagen zu beschützen oder dieses
saufende Etwas von Zwerg den ganzen Tag ertragen zu müssen. Je
länger die Queste dauert und er bei uns ist, mehren sich meine
Gedanken ihn im See zu versenken. Er würde sicher eine hervorragende
Wasserleiche abgeben.

Orelina liegt geschwächt im Zelt. Der Zauber "Auge des Kilrogg" hat sie
mental gefordert, aber immerhin wissen wir was uns die letzte
Wegstrecke erwartet. Ich kotze das mein Ritual zur Erweckung Bralon
Revars scheiterte. Er hätte sich als nützlich erwiesen auf dem Weg hier
her.

Hoffentlich lohnen sich auch die Strapazen. Den Zirkel behalte ich gut im
Auge. Ich bin kein Spielball höherer Gewalten! Der Aufstieg auf der Leiter
des Erfolgs mag blutig und anstrengend sein, aber irgendwann bin ich
oben und spucke auf Jene herab, die es einst bei mir taten. Die Zeit wird
es zeigen.
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Titel: Tagebucheintrag Verfasst am: 16. Apr 2016, 14:56 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Tag 15, Monat 04

Endlich erreichten wir das verlassene Anwesen, welches der Zirkel künftig
als Ort für Zusammenkünfte nutzen will. Die restliche Wegstrecke
gestaltete sich herausfordernd, weniger des wilden Gezüchts, sondern
mehr einer Patrouille der Argentumdämmerung wegen.

Wir sahen von magischen Maßnahmen ab und bewiesen diesmal
Redegewandtheit. Offen eingestanden, wir hätten gegen sie auch keine
Chance gehabt. In Anbetracht der Tatsache, dass das Schwein von
Händler uns sicher in den Rücken gefallen wäre. Unsere Lügen
schmeckten den törrichten Narren von Lichtbucklern. Einige Wegstunden
später erreichten wir das Anwesen unweit von Darroheim. Na ja, der
Zirkel hat sich viel vorgenommen wenn er diese Bruchbude renovieren
will, aber das soll nicht mehr unsere Sorge sein. Der Zwergenhändler
wurde samt Ware sicher eskortiert, hinter mir die Sinnflut von mir aus.
Und das Beste, immerhin sind wir diesen dämlichen Kauz los.

Orelina und ich reisten zurück nach Caer Darrow. Der geisterhafte
Schmied Magnus überreichte uns darauf die Belohnungen ob der
bestandenen Queste. Es handelte sich um speziell angefertigte und
verzauberte Siegelringe des Zirkels der Schwarzen Sonne. Orelinas
Kleinod sollte den Zauber "Auge von Kilrogg" begünstigen während der
Meine den Zauber "Furcht" verstärkt. Prächtig.

Dennoch, bei Gelegenheit werde ich die Siegelringe mittels der arkanen
Schule der Weissagung identifizieren lassen. Wer weiß, ich traue dem
Zirkel soweit wie einem Lichtbuckler aus Sturmwind. Und genau dort
muss ich jetzt hin. Die alte Gans von Egromond hat vor Jahren ein Buch
verfasst, welches wertvolles Wissen beherbergt. Ich muss es haben! Und
ich weiß auch, wer es mir beschaffen wird.
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Titel: Tagebucheintrag Verfasst am: 18. Apr 2016, 12:37 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Vom Husten geplagt schnellte Khelperetocs von ihrer Schlafstätte im Heu
hoch und knallte mit der Stirn gegen den Holzbalken des Dachbodens.
„Verdamm…..“ murmelte in sich selbst hinein und rieb sich die
Wundstelle. Sie und Orelina stiegen im Zugwindlager ab, um sich von den
Strapazen der letzten Woche zu erholen. Die rothaarige Zauberin lag
nackt neben ihr im Stroh, eine alte Wolldecke bedeckte nur teilweise ihre
weiße, glatte Haut. Der Dachboden wies keinen Komfort vor, aber sie
hatten ihre Ruhe und entgingen den lästigen Blicken. Und in Anbetracht
der massiven Präsenz der Argentumdämmerung konnten diese Blicke
nicht nur lästig sondern gar lebensgefährlich für die Beiden werden. So
arrangierten sie sich mit den Gegebenheiten und wussten schon die Enge
des Dachbodens zu nutzen.

Khelperetocs erhob sich, wickelte sich in ihre Wolldecke und drehte die
Flamme der Laterne höher. Aus ihrem Rucksack fasste sie ihr kleines
Tagebuch und begann zu schreiben.

===============================================

Tag 18, Monat 04.

Queste der Eskorte abgeschlossen. Endlich sind wir das schwafelnde
Schwein los. Sind sicher im Zugwindlager eingetroffen, quetschten uns in
lockere Zivilkleidung und mimen wieder brave Händlerinnen auf der
Durchreise. Sich verkleiden, sich verstecken und schauspielern, langsam
werden wir richtig gut darin.

Lassen jetzt etwas Zeit verstreichen und brechen dann auf einen
Abstecher nach Sturmwind auf.

Notizen:
- Siegelringe magisch analysieren lassen (eigene Kenntnis in der arkanen
Schule der Weissagung unzureichend. Fraglich wen man damit beauftragt)
- Die Entwicklungen um B. im Auge behalten.
- Getrocknete Kräuter in Eisenschmiede erwerben

===============================================

Die Nekromantin schlug das Tagebuch zu und verstaute es wieder in
ihrem Rucksack. Die Sonne blinzelte durch die Dachlatten und hatte wohl
ihren Zenit am Tag erreicht. Es war wohl noch zu früh um auf zu stehen
und so versank Khelperetocs wieder im Heu.
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Titel: Der Weg führt weiter Verfasst am: 20. Apr 2016, 11:49 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Khelperetocs trat aus der Waldläuferhütte und begab sich um die Ecke zu
ihrem Pferd. Ein Notizzettel war an einem Holzbalken befestigt.
„Sturmwind“ war darauf zu lesen und die Schrift war eindeutig Jene von
Orelina.

In Gedanken versunken ließ sie von dem Pferd ab und schritt zum Steg,
der zum kleinen Bergsee führte. Die Ereignisse, welche sich eben in der
Waldläuferhütte zugetragen haben, ließen sie nachdenklich werden.
Jenem, dem sie vertraute, schien dieser Verrat sehr nahe zu gehen. Er
wertete einen Angriff auf den Bund des Nordens wie eine Attacke gegen
ihn selbst. Doch waren es diesmal keine Orcs oder Verlassenen, der
Feind stammte aus den eigenen Reihen. Das waren die Worte dieses
Waldläufers mit dem Namen Walden Freint. So schnell dieser Unbekannte
die Bildfläche der Geschehnisse betreten hatte, war er auch wieder fort.

Vor einem Jahr wäre es ihr egal gewesen, sie hatte selbst dazu
beigetragen dem Bund zu schaden. Manches ändert sich wohl, auch wenn
sie niemals offiziell unter der Flagge der zwei Wölfe streiten würde. Sie ist
es und wird es immer bleiben, eine Verstoßene, eine Aussätzige, eine
Verdammte. Das Wenige was ihr blieb war ihr Wissensdurst nach
Erkenntnissen der dunklen Künste, Machthunger und eine Frau in rot.
Ihre verdorbene Seele sehnte sich aber auch nicht nach einem anderen
Leben in Würde und Rechtschaffenheit. Nein, die Dunkelheit umgarnte
sie, die zügellose unmoralische Gewalt in ihrem Herzen umarmte sie wie
eine Mutter ihr Kind. Und sie wollte es auch nicht anders, sie konnte gar
nicht mehr anders.

Am Steg sitzend fasste sie ihr Tagebuch heraus und betrachtete es eine
Weile. Mit dem Finger streifte sie über den kleinen eingravierten
Totenschädel darauf, blätterte auf und begann zu schreiben:

===============================================

Tag 19, Monat 04

Lassen die Berge des Hügellandes hinter uns. Auf nach Sturmwind.
Zivilisation = Bewegung = Veränderung. Es ist wieder mal so weit die
fröhliche Theatermaske auf zu setzen.

B. ist wütend, verängstigt aber auch traurig. Hab ihn noch nie so erlebt.
Könnte mir doch völlig egal sein, ist es aber nicht. Verdammt.

Orelina ist voraus geritten und wird Sturmwind früher erreichen.

Randnotiz: Bisher noch keine Rückmeldung vom Zirkel.

===============================================

Die Nekromantin hauchte über die noch flüssige Tinte und schloss ihr
Buch. Es fand sogleich wieder seinen Weg in den alten Rucksack, in
welchem sich noch getrocknete Kräuter und Pergamentblätter befanden.
Diese Zigarren, welche sie daraus erschuf, verschafften ihr geringe
Linderung bei ihren Atembeschwerden und stillten den Reizhusten.

Am nächsten Morgen sollte sehr früh gen Süden aufbrechen.
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Titel: Tagebucheintrag Verfasst am: 25. Apr 2016, 13:33 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Genervt rückte Khelperetocs etwas von der Stelle an der Wand weg. Sie
kauerte irgendwo in einer dunklen Gasse in Sturmwind und hustete in
sich hinein, während immer wieder ein Wassertropfen gegen den Stoff
ihrer Kapuze klatschte. Hier in der Hauptstadt des Königreichs konnte sie
sich nicht frei bewegen, sie war am Tage gezwungen in dunklen Winkeln
zu verharren bis sie im Schutz der Dunkelheit ihren Vorhaben nachgehen
konnte.

Mit dem rechten Finger drückte sie auf Ihre Nase und entledigte sich
einer zähen Masse von grünem Rotz. Der klatsche gegen den kalten
Steinboden, auf welchem die Ratten hin und her huschten. Eine der
wenigen unwirtlichen Gegenden in Sturmwind. Gesindel und Obdachlose
suchen hier Zuflucht und eine dunkle Gestalt wie Khelperetocs würde hier
nicht auffallen. Die Nekromantin griff nach ihrem Tagebuch und drückte
es sich auf ihre abgewinkelten Oberschenkel. Hektisch tauchte sie die
Feder ins Tintenfässchen und begann zu schreiben

===============================================

Tag 25, Monat 04

Keine Spur von Orelina. Echt klug von ihr Hals über Kopf die Hütte zu
verlassen. Sinnfrei suchen wir nun einander, doch mir sind die Hände
gebunden. Im Gegensatz zu ihr kann ich mich tagsüber kaum frei
bewegen. Zu viele Wachen = zu viele Blicke. Und mitunter gibt es noch
den ein oder anderen Bewohner der sich an mich erinnern kann.

Werde die Nacht abwarten und mich dann auf die Suche begeben. Sie
wird in einer Taverne abgestiegen sein. Das riecht nach Ärger.

Warten, warten, warten

===============================================

Die Nekromantin schloss ihr Tagebuch und warf es genervt in ihren
Rucksack. Sie konnte und wollte auch nicht auf dem harten Steinboden
schlafen, so erhob sie sich mühsam und begab sich zum Hafen. Unter
einem Steg brachte sie sich in Sicherheit und nutzte die Möglichkeit sich
zu waschen, eine Handlung welche schon längst überfällig geworden war,
wie sie feststellen musste. Bis die Nacht herein brach verharrte sie dort,
lauschte den obszönen Witzen der Matrosen und betrachtete die ein- und
auslaufenden Schiffe.
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