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[RPevent] Das Große Winterhauchfest in Wintersping
Die nennenswerte Neudefinition von formidabelster Feiertagsfreude
Ereignis vom Heute, um 20:00 bis zum Heute, um 23:59
Autor: Gonto Antworten: 1

[i]Von den verwickelten Gassen der Unterstadt über
die schummrigen, rauchgeschwängerten Hafenspelunken
des Bligewaterhafen bis hin zu zu den geschwungen Hügeln
Mulgores ,als auch den Hütten Sen'jins , so mag dieser Tage ,
auf großflächigen, bun
Offenes Training der Schwanengarde (Sturmwind)
Ereignis vom 18. Dez 2017, 20:00 bis zum 18. Dez 2017, 22:00
Autor: Alynia Antworten: 0

Offenes Training für alle:

Im 2-wöchentlichen Turnus wechselnd Leuenschein und Sturmwind

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Aus dem Tagebuch einer Nekromantin
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Khelperetocs Zimmerer
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"Gelehrte der Scholomance"
Nekromantin


Beiträge: 386

[ Charakterinfo ]
Titel:   Wendungen
Thema Beschreibung: im Refugium der Hand in der Darrowehr
Verfasst am: 2. Nov 2017, 15:41 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Hastig eilte die nun ausstudierte Cara Devlin die Treppen der Darrowehr Festung hinauf. Oft nahm sie gleich zwei Stufen und keuchte bereits ungewollt als sie das Obergeschoss erreichte. Sie verschnaufte kurz, strich sich durch das Haar und klopfte an der Tür zum Refugium der Hand. „Herein“ ertönte es vom Inneren. Cara trat ein und blickte auf ein von Sorgen gezeichnetes Gesicht hinter dem Schreibtisch. Khelperetocs wirkte nachdenklicher als sonst, und vor allem, nervöser als sonst. Cara definierte es an der leeren Rumflasche und drei glosenden Zigarrenstummeln am Schreibtisch. Die Hand des Grafen deutete ihr sich zu setzen, dem sie sogleich nachkam.

Khelperetocs: Ereignisse nehmen ihren Lauf, die mit Sicherheit zu meiner Amtsenthebung führen werden. Diese möchte ich nicht näher erläutern, aber meine Konsequenzen sollen nicht die deinen sein. Mein Wirken für das Schattenreich wird mein anderweitiges Handeln nicht aufwiegen, daher müssen Vorbereitungen getroffen werden, Cara. Natürlich hoffe ich, dass es nicht soweit kommt. Aber ich muss gerichtet sein für den Fall der Fälle.

Cara: Madam Hand, ich verstehe gerade gar nichts.

Khelperetocs: Das musst du auch nicht. Meiner Verantwortung werde ich mich nicht entziehen, Konsequenzen werde ich hinnehmen. Aber das Ausmaß ist ausschlaggebend für meine Reaktion. Irgendwie hänge ich ja doch an meinem Leben. Sollte Flucht meinen einzigen Weg darstellen, wirst du von diesem Schlüssel Gebrauch machen, den ich dir hiermit überreiche. Er öffnet nicht nur die Tür zum Refugium, sondern auch die geheime Bodenplatte unter dem Lehnstuhl dort drüben. Darunter findest du etwas Gold, Pergamente mit Anweisungen und ein Kontrollartefakt. Damit vermagst du einen Teil meines Gezüchts zu beherrschen. Tu wie dir in den Pergamenten angewiesen. Sei jedoch gewarnt, als meine engste Vertraute hier an der Scholomance mag es mitunter auch für dich Konsequenzen hageln. Rechne mit einer Inhaftierung. Sollte der Fall eintreffen habe ich ebenfalls Vorkehrungen getroffen.

Cara: Madam Hand, ihr sprecht als würde bald Azeroth untergehen.

Khelperetocs: Jeder trägt sein eigenes Azeroth auf dem Buckel und meines wird wohl untergehen. Jammern, winseln und betteln sind jedoch nicht meine Art darauf zu reagieren, Cara. Ich bin aber auch nicht bereit einfach meinen Untergang so hinzunehmen. Egal was kommen mag und was man dir über mich sagen wird, vergiss Eines nicht: Mein Bestreben war, besser ist es, dem Schattenreich und meinem Vater zu dienen. Nach bestem Wissen und Gewissen. Persönliche Aktivitäten standen dem nie im Konflikt gegenüber. Es mag sein das ich nicht immer ehrlich war, wohl am wenigsten mir selbst. Cara, ich weiß das du mich nie als eine aufrichtige, vorbildhafte Person gesehen hast. Nur deine gespielte Loyalität verhinderte es, mir dies ins Gesicht zu sagen. Aber immerhin, gut geheuchelt ist halb gewonnen. Gebracht hat es dir dennoch nichts.

Cara: Also habe ich auf die falsche Person gesetzt, als es darum ging, die Treppe nach oben zu besteigen.

Khelperetocs: Vermutlich. Aber vielleicht verfehlt dich Vaters Zorn.

Cara: Aber ihr habt Freunde hier an der Scholomance. Freunde die bereit sind euch zu helfen.

Khelperetocs: Perdin? Der heimlich ein Buch mit unauffälligen Tötungsmethoden über mich führt? Maldazzar? Der mit meinem Fall alleiniger Entscheidungsträger über die Armee der Finsternis wäre?

Cara: Kormek?

Khelperetocs: Kormek ist ein wahrer Freund, mein Leid darf nicht noch einmal das seine werden. Er hat sein Leben für mich geopfert. Ihm steht ein vielversprechender Weg im Schattenreich bevor. Ich bin bereit Figuren zu opfern, aber nicht die seine. Ob es dir gefällt oder nicht Cara, auch jetzt bist du mir auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Indem du mir hilfst, hilfst du dir selbst. Tu wie dir geheißen.
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Erhebe dich erneut und setze dein Werk fort, meine Feinde zu vernichten! ---- Khelperetocs, gesprochen zur Leiche eines leblosen Bauern
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Khelperetocs Zimmerer
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"Gelehrte der Scholomance"
Nekromantin


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Titel:   Darrowehrer Fenstersturz
Thema Beschreibung: im Refugium der Hand des Grafen
Verfasst am: 8. Nov 2017, 09:23 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Einsam saß Khelperetocs auf der Fensterbank ihres Refugiums hoch oben in der Darrowehr. Sie war einsam und war es doch nicht. Neben der Tür stand Cedric, des Direktors persönlicher, dunkler Paladin. Eine imposante Gestalt von gefährlicher Natur. Er war mit der Wache von Khelperetocs beauftragt worden, welche aufgrund einer Affäre mit der Zirkelmeisterin der schwarzen Sonne in Ungnade gefallen war. Der Direktor hatte sie darauf zu sich zitiert, sie ihres Amtes enthoben und enterbt. Wutentbrannt sprach er einen Arrest aus und nun war sie eine Gefangene in ihrem eigenen Refugium.

Erinnerungen an ihre Zeit in Hochstade kamen hoch. Ein halbes Jahr war sie damals auf der Allianzfestung interniert gewesen, bis Sir Armandil Beleth und Lireah Gherwen sie begnadigt hatten. Lange ist es her.

Sie kratzte sich am Kopf während sie nachdenklich beim Fenster hinaus starrte. Am Brunnenplatz mühten sich die Tol Barad Gefangenen mit dem Tagewerk ab, während ein Kontingent der Armee der Finsternis an ihnen vorbei marschierte. Zu all diesen Entwicklungen hatte sie ihren Beitrag geleistet. Sie hatte den Machtanspruch ihres Vaters bereits gestützt, als seine Pläne von Dunkelmeister Gandlings Sturz noch in der Wiege lagen. Mühsam hatte sie seine Position als neuer Direktor gefestigt, Widersacher verstummen lassen oder gar beseitigt. Sie war zu seiner Hand und gar zu seiner Tochter aufgestiegen und nahm mannigfaltige Agenden wahr. All dies war vorbei aufgrund ihrer Zuneigung zu einer Frau.

Einer Frau, welche Khelperetocs vor über einem Jahreskreis im düsteren Viertel von Eisenschmiede kennen gelernt hatte. Und auch lieben gelernt hatte. Orelina Thanator. Gemeinsam fanden sie Aufnahme im Zirkel der schwarzen Sonne, führten Befehle aus und nahmen ihren Platz in der Gemeinschaft ein. Als die Zeit reif war, war sie an Orelinas Seite, als diese neue Zirkelmeisterin wurde. Khelperetocs hatte darauf auf ihre Weise Möglichkeiten gesucht, Orelina zu stützen. Auch wenn sie fortan nicht immer an ihrer Seite war, wusste sie stets ob ihres Wohlbefindens Bescheid. Untotes Vieh aus ihrem Gezücht hielt sie stets in der Nähe der Zirkelmeisterin. Khelperetocs war ihr nach Jaedenar gefolgt, hatte die Suche nach den Splittern des Sterns der Finsternis ausgeweitet und ihre Liebe vor dem dämonischen Shendralar Marbon geschützt.

Khelperetocs war klar, nur eine Person war ihr stets im Weg gestanden. Sie selbst. Sie war unfähig gewisse Gefühlsentwicklungen anzunehmen, sich hinzugeben. Sie war damit überfordert Personen leiden zu sehen, die ihr nahe standen. Deswegen war sie Orelina stets fern geblieben, als diese sie am nötigsten gebraucht hätte. Sie hasste sich selbst dafür, nicht weil sie ein schlechter Mensch war, sondern weil sie unfähig war.

Schon bald musste sie feststellen, dass die Liebe zu jener Frau und die Hingabe zu ihrem Ziehvater zur Zerreissprobe werden würde. Sie war bemüht den Anforderungen Beider gerecht zu werden und versagte doch. Nun fragte sie sich selbst, was hat ihr dies eingebracht?

- Ihr Vater hat sie förmlich verstoßen, enterbt und als Schandfleck der Familie Zimmerer gebrandmarkt.
- Orelinas Liebe hat sie verloren, zu groß waren die Enttäuschungen, welche sie der rothaarigen Schönheit beschert hatte.

Während Khelperetocs aus dem Fenster starrte kalkulierte sie die Höhe. Wieviele Armlängen waren es zum Boden? Würde der Aufschlag ihren Körper soweit deformieren, dass eine Erhebung als Untote ausgeschlossen wäre? Als ruhelose Seele könnte sie immerhin Glorana und Andorella heimsuchen und in den Wahnsinn treiben, eine letzte Genugtuung. Sie war an einem Punkt angekommen, wo Alles verloren schien. Wo es sich einfach nicht mehr lohnte, für etwas zu kämpfen oder streiten. Und das Schlimme daran war, sie konnte nur einer Person die Schuld geben, nämlich sich selbst. Khelperetocs fasste den letzten Rest ihres Mutes, griff nach dem Fensterschloss und öffnete dieses. Ein Bein wurde aus der Öffnung geführt, Alles ging sehr schnell. Sie wollte das es schnell ging, es sollte ein rasches Ende nehmen. Die junge schwarzhaarige Nekromantin schloss die Augen und ließ sich einfach fallen. Sich dem Sog der Dunkelheit hingebend, sehnte sie das Ende herbei.
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Khelperetocs Zimmerer
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"Gelehrte der Scholomance"
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Titel:   Darrowehrer Fenstersturz II
Thema Beschreibung: im Refugium der Hand in der Darrowehr
Verfasst am: 9. Nov 2017, 10:19 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Alles geschah sehr schnell und Khelperetocs realisierte es nicht einmal, wie Cedric sie im letzten Augenblick am Ärmel packte und vom Fenster hereinzog. Die junge Nekromantin öffnete ihre Augen und bemerkte gerade noch wie sie der harte Handrücken des dunklen Paladins im Gesicht traf. Weder schrie sie auf, noch zeigte sie eine sonstige Reaktion. Zu benommen war sie, zu erschrocken von ihrem eigenen Vorhaben sich aus dem Fenster hinaus zu stürzen.

Cedric warf sie auf die Sitzgelegenheit in der Ecke des Raumes und beorderte eine Wache herbei. Darauf verließ er das Refugium und kehrte kurze Zeit später wieder zurück. Nach ihm betrat Direktor Ignaz Waldemar Zimmerer mit finsterer Miene den Raum. „Bist du völlig verrückt geworden“ säuselte der Graf der Darrowehr gefährlich leise. Die erwarteten Reaktionen seiner Tochter blieben aus. Lethargisch verharrte sie auf dem Sofa, wirkte teilnahmslos und müde. Harsche Worte ihres Vaters, weder reagierte, geschweige kommentierte sie diese. Sie war am Ende. Da Ignaz weder einen Funken Mitgefühl oder Nachsicht ihr gegenüber zeigte, kam sie zu dem Entschluss, geirrt zu haben. Würde ein liebender Vater seiner Tochter nicht trotz großer Vergehen verzeihen? Würde innige Liebe nicht über jegliche Laster stehen? Khelperetocs fragte sich in diesen Augenblicken tatsächlich, ob sie nur ein Spielball, ein Machtinstrument seiner Launen war. Ungeachtet dessen war sie sich ihrer Fehler bewusst und trug auch die Konsequenzen dafür. Aber dennoch stellte sich ein übler Beigeschmack ein, der sie an der Liebe ihres Vaters zweifeln ließ. Warum war all ihr Bemühen um sein Schattenreich plötzlich wertlos?

Die Nacht kehrte ein und eine Decke der Traurigkeit legte sich über Khelperetocs. Irgendwann schlief sie ein. Das morgendliche Erwachen wurde von Cedric gefördert als er die Nekromantin anwies: „Der Graf der Darrowehr beauftragt euch das Gezücht zu kontrollieren und auszusenden. Geht dem nach.“ Sie schleppte sich zum Kontrollartefakt, nahm davor Platz und hielt einige Augenblicke inne. Sie kehrte in sich, atmete durch und leerte ihre Gedanken. Sie verharrte einige Momente so. Der dunkle Paladin des Grafen wurde unruhig und forderte sie erneut auf. Khelperetocs öffnete die Augen und sprach mit tonloser Stimme: „Raus aus meinem Refugium, ich will nicht durch deine Anwesenheit gestört werden.“ Cedric setzte sie darauf in Kenntnis, dass er vor der Türe Stellung beziehen würde. Khelperetocs wandte sich darauf der Kristallkugel zu und nahm Verbindung zu dem untoten Gezücht auf.
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Titel:   Gedanken
Thema Beschreibung: im Refugium der Hand in der Darrowehr
Verfasst am: 10. Nov 2017, 13:00 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Langsam wölbte sich der Mond über den Himmel und sandte einige hellblaue Strahlen in das Refugium der Hand zu Darrowehr. Noch immer lag Khelperetocs wach da und hing ihren Gedanken nach. Dimiona Galbert, Priesterin des Schattenhammer Kults und Mitglied der schwarzen Sonne, hatte sie Stunden zuvor aufgesucht. Die blonde Schönheit hatte allen Grund Khelperetocs zu hassen. Die Nekromantin hatte sie belogen und hinter ihrem Rücken eine Affäre mit Orelina Thanator gehabt. Zurecht war die Schattenpriesterin nun wütend auf sie, zurecht war das mühsam aufgebaute Vertrauen zunichte.

Khelperetocs verstand gerade wegen all der Umstände Dimionas Dialogs Bereitschaft nicht. Sie motivierte die Nekromantin nicht aufzugeben, wegen ihres Vaters und wegen Orelina. Khelperetocs bewunderte Dimiona für ihre charakterliche Größe und Stärke isgeheim, Tugenden über die sie selbst nicht verfügte.

Die schwarzhaarige Schönheit drehte sich auf die andere Seite und widmete ihre gedankliche Aufmerksamkeit ihrem Vater. Ein Vater der sie enterbt hat, ihres Amtes enthoben hat und ihr mit dem Tod gedroht hat. Ein Vater, der nicht den kleinsten Ansatz von Vergebung oder Toleranz demonstrieren kann. Ein Vater, in dem sie sich sichtlich getäuscht hat. Noch immer konnte sie das Ausmaß seiner Strafe nicht begreifen. Ihre Zuneigung zu Orelina stand doch in keinem Kontrast zu der seinen. Sie lebte, wirkte und arbeitete hart für das Schattenreich, das stand doch außer Frage. Das einzige Verbrechen was sie begangen hat, war Vialena betrogen zu haben. Sie musste mit der blonden Blutelfe reden, und zwar bald.

Khelperetocs atmete durch. Sie dachte an Kormek, ihren langjährigen Freund und Vertrauten. Nach einem Streit mit ihrem Vater hatte er die Darrowehr verlassen. Wahrscheinlich ging es um sie. Diesbezüglich machte sie sich wirklich Vorwürfe. Kormek war nur wegen ihr zu einem untoten Widergänger geworden, eben weil er sie damals in Nordend gerettet hatte. Sie gönnte ihm den Status an der Darrowehr, sie wollte ihm hier eine Zukunft in Ansehen und Würde ermöglichen. Es war ihr wichtig, dass er sich hier eine Existenz aufbauen konnte.

Irgendwie drängte es sie, sich wieder aufzurappeln. Dimiona hatte recht, und so sehr er sie nun auch hasste, ihr Vater auch. Sie war immer wieder aufgestanden. Schon als Kleinkind vernachlässigt und auf sich allein gestellt. Später unter den Lehrjahren bei Andorella Egromond, die sie nur gedemütigt hatte. Aus der Gefangenschaft von Hochstade war sie auch entkommen. Warum nicht auch aus dieser? Sie war aber auch nicht bereit Alles aufzugeben, was sie mühsam mitaufgebaut hat. Natürlich war der Aufstieg des Schattenreichs das Werk ihres Vaters, versehen aber mit ihrer Handschrift. Sie war nicht darauf aus seinen Platz einzunehmen, das war nie ihr Bestreben. Aber sie war darauf aus ihren Platz zu behalten und gleichermaßen an Orelinas Seite für die schwarze Sonne zu fungieren. Beides ließe sich vereinbaren und Beides war ihr wichtig. Sie hoffte, würde sie sich jemals wieder aus dem Dreck ziehen können, dann um sowohl Orelina als auch ihrem Vater zur Seite zu stehen.

Ihr Blick wandte sich zu der Bodenplatte unter dem Stuhl. Darin war noch immer ein letzter Ausweg verborgen, eine Möglichkeit zu verschwinden, wenn es darauf ankäme. Aber noch wollte sie diesen Schritt nicht wagen.
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Titel:   Im Schatten der Verräter
Thema Beschreibung: im Refugium der Hand in der Darrowehr
Verfasst am: 14. Nov 2017, 12:30 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Soeben verließ der kleine Rat, bestehend aus den Personen Perdin Hergesaum, Alstedalis Dunkelblatt, Borgs Elster, Cara Devlin und Kormek Raft, das Refugium der Hand zu Darrowehr. Es war die erste Zusammenkunft seit der Aufhebung der drakonischen Inhaftierung Khelperetocs. Die junge Nekromantin verdankte ihre wiedergewonnene Freiheit wohl mehreren Faktoren:

• Einerseits einer klaren und deutlichen Ansage ihrem Vater gegenüber. Sie hatte sich erhoben und stand aufrecht zu ihrem Verhalten. Sie zeigte Mut und Enthusiasmus, was Ignaz Waldemar Zimmerer dazu bewegte, auf ihre Forderungen einzugehen. Es zeigte sich, dass die Beiden doch mehr verband als trennte.
• Andererseits die Fürsprache einflussreicher Stimmen, eben bei Ignaz Waldemar Zimmerer. Die Rolle des Wortführers hatte hierbei Lord Edmin Lescovar eingenommen, der Stadthalter der neuen Kapitale von West-Stratholme. Sicherlich mag er eigennützige Beweggründe vorweisen, ungeachtet dessen zeigten seine Worte Wirkung. Khelperetocs Inhaftierung wirkte sich schließlich negativ auf die tagtäglichen Abläufe innerhalb des Zimmerer-Schattenreichs aus. Darüber war man sich einig.

Nun war Khelperetocs wieder in Amt und Würden und nahm ihre Agenden als rechte Hand des Grafen wahr. Dieser Paukenschlag konnte nicht von heute auf morgen vergessen sein, aber es gab genug Entwicklungen, die nun ihrer Beachtung bedurften. Viona Ghelleger, die ominöse Illusionsmagierin, war zurückgekehrt. Im Gepäck hatte sie eine sehr seltene Titanenscheibe dabei, welche sie als einen Teil des Sterns der Finsternis darlegte. Mittels dieses Objekts konnte sie die vier Hauptsplitter rufen.

Und da war auch noch dieser seltsame Luis Gaston, ein junger Mann aus südlichen Gefilden, der sich an der Scholomance beworben hatte. Seine Person wird mit einem kürzlich durchgeführten Einbruch im Verließ der Darrowehr in Verbindung gebracht. Wenngleich ihm nichts nachgewiesen werden konnte, muss diese Handlung auf ihn zurückzuführen sein. Denn er gilt seither als unauffindbar. Die Ermittlungen konnten geringe Rückstände von Temporalmagie im Verließ sicherstellen. Dies wirft jedoch mehr Fragen als Antworten auf.

Das Ereignis des gestrigen Abends beschäftigte Khelperetocs jedoch am meisten. Ilvren Brester, Mitbegründer des Zirkels der schwarzen Sonne und verbannter Geist in einem magischen Spiegel, entpuppte sich als Verräter. Dimionas scharfem Auge war es zu verdanken, als diese im Spiegel ein Bildnis wahrnahm, welches nicht der Realität entsprach. Bei genauerer Sicht spiegelte die Scheibe nicht die tatsächliche Räumlichkeit, sondern ein fremdes Zimmer. Scheinbar muss ein zweiter Spiegel existieren, der zu diesem in Verbindung steht und zwischen denen Ilvren Brester hin und her reisen kann. Orelina, von Hass und Zorn erfüllt, konnte nicht glauben was geschehen war. All die Zeit über hatte Ilvrens Brester Geist jede Entwicklung in Darroheim weitergegeben. Nur an wen?

Khelperetocs traf die letzten Vorbereitungen. Heute Abend würde Orelina an die Darrowehr kommen und ein Verhör an Thalgren Savros, auch einem Mitbegründer der schwarzen Sonne, vornehmen. Hoffentlich bringt dies etwas Klarheit.
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Titel:   Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Thema Beschreibung: irgendwo am Himmel nahe der Küste Azsharas
Verfasst am: 22. Nov 2017, 13:44 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, meinten nicht Wenige. Gerade in Zeiten der Wirren großer Kriege ein symbolischer Satz von Bedeutung. Das Luftschiff von Kapitän Funkenkern war den Wolken so nahe und befand sich im Anflug auf die Küste von Azshara. Die Sonne ging gerade am Horizont unter und Khelperetocs begab sich leicht wankend unter Deck. Das sie torkelte lag weniger an den Turbolenzen der Luftstörme, sondern mehr an dem Rotwein, welchen die junge Nekromantin bis eben mit der Schattenpriesterin Dimiona genossen hat.

Die Beiden hatten den Überflug für eine ausgiebige Aussprache genutzt. Zuviel war in letzter Zeit vorgefallen und zu wenig darüber gesprochen worden. Trotz des Konflikts um Khelperetocs Affäre mit Orelina Thanator, der großen Liebe von Dimiona, mussten sie Eines feststellen: Sie waren beide Kinder des Schattens. So viel mehr verband sie, als sie trennte. Die Schattenpriesterin und die Nekromantin fanden vielleicht eben durch die Hingabe zur Zirkelmeisterin wieder zueinander und besannen sich auf die gemeinsamen großen Ziele. Die Vorhaben sowohl den Zirkel der schwarzen Sonne, als auch dem Schattenreich zu Größe zu verhelfen und jene Personen zu stützen, die diesen Machtapparten vorstanden, Orelina Thanator und Ignaz Waldemar Zimmerer. In den luftigen Höhen nahe der Küste Azsharas erhoben sie ihre Gläser und tranken darauf.

Unter Deck angekommen lag sich Khelperetocs in ihre Hängematte. Sie zog sich ein freizügiges, aber bequemes Neglischee über und griff nach einem Buch in ihrer Tasche. „Von Toten und Untoten“ war der Titel des Buchs und konnte durchaus als Standardlektüre an der Scholomance bezeichnet werden. Sie machte es sich gerade bequem, als sie plötzlich kalten Stahl an ihrem Hals vernahm, unweigerlich die scharfe Klinge eines Dolchs. Die Nekromantin verharrte ruhig, hielt den Atem an und wartete ab. Eine zierliche, aber doch von harter Arbeit geprägte Hand, strich von ihrer Schulter herab und suchte sich ihren Weg unter ihre Bluse. Nun ahnte Khelperetocs, um wessen Hand es sich hierbei handelte, war die Oberfläche doch dunkelhäutig. Shannola, die kecke Luftpiratin, schien ihre Position gerade zu genießen. Umso schriller schlug ihre Stimmung um, als sie Khelperetocs gefährlich leise aufforderte, sowohl den Dolch als auch ihre Hand von ihr zu entfernen. Die Piratin bäumte sich neben ihr auf und starrte sie eine Weile ausdruckslos an. Plötzlich packte die temperamentvolle Dunkelhäutige das Buch aus Khelperetocs Händen, schritt zum Ausgucks Loch des Lufschiffs und warf es sozusagen beim Fenster hinaus. Sie grinste die Nekromantin kurz gespielt freundlich an und verschwand in den Lagerraum.

Khelperetocs drehte sich genervt zur Seite und gab sich dem Schlaf hin.
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Titel:   Täuschung
Thema Beschreibung: in Erzmagier Xylems Turm
Verfasst am: 23. Nov 2017, 08:49 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Selten hatte Khelperetocs einen Menschen derart wütend und aufbrausend erlebt. Sie saß ruhig auf einem Stuhl im obersten Stock von Erzmagier Xylems Turm in Azshara und beobachtete diesen, wie er auf und ab schritt. Aufgrund der Tatsache, dass er wohl über einige Monde hinweg ein Gefangener des Augenblicks war, festgefroren in der Zeit, brauchte er wohl einige Momente um dies erstmal zu realisieren. Dimiona Galbert, Kormek Raft, Tharsonius von Hochstade, David und Khelperetocs hatten Erzmagier Xylem in einer Besenkammer vorgefunden. Diese Besenkammer war jedoch mittels Illusionsmagie zu einem Abbild seines Turms verschleiert worden. Ihm selbst war ein Amulett angelegt worden, welches ihn in der Zeit gefangen hielt.

Für Khelperetocs trug dies die Handschrift von genau zwei Personen, Viona Ghelleger und Lyon Dechiffre. Erstere hat die Kunst der Illusionsmagie bereits unter Beweis gestellt, von Dechiffre wird schon länger vermutet, dass er die temporalen Abläufe manipulieren kann. Gemeinsam machten sie Erzmagier Xylem zum Gefangenen in Zeit und Raum, in seinem eigenen Turm. Ein brillantes Meisterwerk, wie Khelperetocs nun befand. Der aufgebrachte Erzmagier wertete dies wohl anders. Immerhin zeigte er sich nach einem langen, klärenden Gespräch sehr entgegenkommend und überreichte Kormek die Personalakte von Viona Ghelleger. Er wies darauf hin, dass Viona, während sie diese Akte ausfüllte, unter dem Einfluss eines Wahrheitsserums stand. Lug und Betrug kam also nicht zur Anwendung, was dieses Blatt Pergament wohl sehr wertvoll für den Zirkel der schwarzen Sonne machte.

Am nächsten Morgen wurde die Gemeinschaft von Erzmagier Xylem am Eingang seines Turms verabschiedet.

Xylem: Weder kenne ich euch, noch weiß ich von euch. Das sind erhebliche Gründe, weshalb ich auch kein Vertrauen aussprechen kann. Aber ich weiß, dass ihr mich befreit habt. Ihr seid hinter Viona her, was uns indirekt zu Verbündete macht, denn sie wird es mir büßen, dass sie ihre Position als Lehrling ausgenutzt hat, um mich zu hintergehen.

Khelperetocs: Wir können euch nicht in das ganze Ausmaß einweihen, Erzmagier. Aber vielleicht können wir auf einer Ebene zusammenarbeiten, woraus wir Beide Nutzen ziehen können. Jede Erkenntnis und jede Information Viona betreffend kann hilfreich sein. Die Zirkelmeisterin Orelina Thanator verfügt über einen Postkasten im düsteren Viertel von Eisenschmiede. Schreibt ihr, solltet ihr etwas in Erfahrung bringen.

Xylem: Bringt mir dieses Weibsbild Viona, lebend. Nahe der Küste unterhalte ich einige, magische Trainingsplätze für meine Lehrlinge. Es wird mir ein Genuss sein, sie auf einen dieser zu entsenden. Schatten, Feuer und Frost, einer der drei Kräfte wird ihr das Leben kosten.

Khelperetocs: Seid wachsam, Erzmagier.

Der Erzmagier rief der Gruppe noch hinterher: Bedenkt Eines, sie hat ein fast reales Abbild von mir selbst erschaffen und alle meine Lehrlinge getäuscht. Sie hat mittels Illusionsmagie eine Besenkammer in das oberste Stockwerk des Turms verwandelt. Je länger ich darüber nachdenke, frage ich mich nicht mehr wer sie ist, sondern was sie ist.

Nachdenklich verließen Dimiona Galbert, Kormek Raft, David, Tharsonius von Hochstade und Khelperetocs die Anhöhe und begaben sich wieder auf Kapitän Funkenkerns Luftschiff. Gegen Mittag erhob sich das imposante Transportmittel und nahm Kurs gen Östliche Königreiche.
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Titel:   Die schwarze Rose
Thema Beschreibung: im Refugium der Hand in der Darrowehr
Verfasst am: 27. Nov 2017, 12:37 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Der Wind pfiff durch das Dachgeschoß der Festung zur Darrowehr. Mittlerweile wurde es kalt in den Pestländern und erste Schneeflocken baumelten vom Himmel herab. Im Refugium der Hand des Grafen knisterte ein wärmendes Feuer und Perdin Hergesaum legte gleich noch einen Scheiter Holz nach. Khelperetocs saß in ihrem hohen Lehnstuhl und war in Gedanken versunken. Während sie an Orelina dachte, erklärte sich ihr gegenüber der Syndikatsschurke Mandroheim Furtenkober und sprach eine Referenz für einen ihm vertrauten Bekannten aus. Dieser sollte auf Geheiß von Khelperetocs nach Shattrath reisen und Lyon Dechiffres Geheimorganisation unterwandern.

Mandroheim: Bedenkt, dass Miroslav die Stromgarde Aktivitäten erfolgreich ausspioniert hat. Und das über Jahre hinweg. Und warum? Eben weil er diese Arathi Brut infiltriert hat und von innen heraus Informationen beschaffen konnte. Hört ihr mir eigentlich zu?

Cara Devlin, welche neben Khelperetocs stand, stupste sie mit dem Ellenbogen und räusperte sich.

Khelperetocs: Was? Also, Miroslav, ja genau. Ich vertraue da deinem Einschätzungsvermögen, Mandroheim. Schleuse ihn in das Nest ein und beschaffe, was dafür notwendig ist.

Mandroheim: Gefälschte Ausweispapiere und Hehler Ware wären von Wichtigkeit. Weiteres … *wird unterbrochen*

Khelperetocs: Ja, ja, ja, verfasse eine Liste und geh diese mit Perdin durch. Er soll sich um alles Weitere kümmern. Und jetzt geht.

Der gutaussehende Syndikatsschurke verließ mit dem Schriftgelehrten das Refugium und man vernahm noch leiser werdendes Getuschel der Beiden am Gang. Khelperetocs griff nach einem aus Holz geschnitzten Objekt auf ihrem Schreibtisch. Es war ein Pergamentbeschwerer in Form einer Rose. Das schwarz bemalte Stück schien einen besonderen Wert für die Nekromantin zu haben und instinktiv roch sie daran. Cara Devlin umkreiste den Schreibtisch. Vorsichtig stützte sich die junge Abgängerin des letzten Jahrgangs auf dem Tisch ab.

Cara: Ihr solltet euch ablenken, Madam Hand. Etwas Abstand von ihr wird euch sicher guttun. Einige ehemalige Studenten des Abschlusssemesters treffen sich heute im Heiligtum des Schlächters. Da ist noch eine Partie Schach offen. Remis hat eigens Figuren aus Ton gefertigt. Die weißen Figuren in Form von Argentumsoldaten, die schwarzen in Anlehnung der Armee der Finsternis.

Khelperetocs: Und keiner will die Weißen spielen, hm? Manchmal muss man sich auch selbst eine Niederlage eingestehen können, Cara. Auch wenn es schwerfällt. Die Figur der Dame liegt am Schachbrett, sie wurde geschlagen. Aber von keinem Bauern, von keinem Turm, von keinem Läufer, nein, von ihr selbst. Noch nie fühlte ich mich so fremd in Darrhoheim wie gestern Abend.

Die Nekromantin zog die unterste Schublade ihrer Kommode auf, nahm die hölzerne Rose und legte sie unter einem Buch dort hinein.

Khelperetocs: Der nächste Tagespunkt, Cara?

Gen Mittag war die Besprechung beendet und der Weg führte sie in den Speisesaal der Scholomance.
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Titel:   Grausamkeiten
Thema Beschreibung: auf einem Feld nahe des Turms der Kronenwache
Verfasst am: 28. Nov 2017, 15:12 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Das Geplänkel von Stahl auf Stahl war in der Nähe des Turms der Kronenwache in den östlichen Pestländern zu vernehmen. Untote Schergen des Zimmerer-Schattenreichs konfrontierten mehrere Soldaten der Argentumdämmerung. Diese waren damit beauftragt gewesen, eine Wareneskorte zu sichern. Obwohl die Eskorte einen unscheinbaren Pfad eingeschlagen hatte, war ihr aufgelauert worden. Zurück zu führen war das auf das zahlreiche untote Tiergezücht, welches für Beobachtungszwecke umfangreichen Einsatz fand.

Ein Skelettkrieger wurde gerade von einem zwergischen Soldaten geköpft, während daneben eine junge Klerikerin des Ordens zu Boden ging. Ein Pfeil hatte ihre Brust durchbohrt, röchelnd lag sie am Grund der kalten Erde und zog sich alsdann hilfesuchend vom Schlachtfeld weg. Ihre sonst so blonden Locken waren mit dem Schmutz der Erde getränkt. Ernestelle, so ihr Name, folgte dem Ruf des Lichts nicht ganz freiwillig. Ihr Vater, ein dem Licht fanatischer Anhänger, hatte sie bereits als Kind der Kirche übergeben. Ihre Ausbildung hatte sie über Umwege zur Argentumdämmerung geführt. Sie hatte nie das Schlachtfeld gesucht, es war nie ihr eigener Wille gewesen für diese Sache zu streiten. Und nun lag sie am Boden, während hinter ihr und neben ihr die Welt unterging. Schreie vernahm sie nur aus den eigenen Reihen, die Untoten schwiegen, selbst im Niedergang. Ernestelle brach den Pfeil gegen Mitte ab, auf das dessen Ende nicht länger am Boden streifte und zusätzlichen Schmerz verursachte. Sie robbte weiter, immer weiter, in der Hoffnung all dem Wahnsinn entgehen zu können.

Dem schützenden Dickicht näherkommend keimte Hoffnung in ihr auf als plötzlich ein schwarzer Stiefel auf ihre rechte Hand drückte. Die junge Klerikerin schrie schmerzerfüllt auf. Panisch hob sie ihren Kopf und blickte zu der Person auf. Eine kalte Augenpartie blickte ihr emotionslos entgegen, schwarzes, gebundenes Haar flatterte im kalten Wind des nahenden Winters. Die schwarze Robe zierten vogelartige Totenköpfe und der Zauberstab konnte eindeutig einer Nekromantin zugeordnet werden. Die wohl gleichaltrige, Anfang zwanzig jährige Schönheit beugte sich zu ihr herab und griff fast behutsam mit der rechten Hand nach Ernestelles Kinn.

Ernestelle: Gnade, ich bitte euch, Gnade.

Khelperetocs: Wisst ihr, ich finde einfach das Gnade überbewertet wird.

Während die Nekromantin weiterhin das Kinn der jungen Klerikerin umgarnte, fand Magie Anwendung. Die Adern in Ernestelles Gesicht quollen aufeinmal hervor und ihr Blut schien sich von rot auf schwarz zu färben. Pusteln und Eitergeschwüre wuchsen in Augenblicken heran, während sich vom Kinn langsam das Fleisch löste und wie zäher Schleim herabtropfte. Schreiend und vor Schmerzen windend nahm Estelles Gesicht eine groteske Form an und wurde unter der magischen Einwirkung der Nekromantin bis aufs Unkenntliche deformiert. Irgendwann verstummte die Klerikerin kläglich. Den Zauber beendete Khelperetocs erst als von Ernestelles Schädel nur mehr ein Knochenklumpen über war, der bröckelnd nach vorne kippte und zu Staub zerbrach.

Khelperetocs erhob sich sanft lächelnd, schüttelte Staub und Schmutz von den Handschuhen und überblickte das Schlachtfeld. Sie empfand Zufriedenheit und Freude zugleich, denn ein Sieg zeichnete sich ab.
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Khelperetocs Zimmerer
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"Gelehrte der Scholomance"
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Titel: Errungenschaften
Thema Beschreibung: Erzählungen
Verfasst am: 1. Dez 2017, 08:27 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Es entsprach doch gar einer selbstverständlichen Üblichkeit, dass der Sieg in einer großen Schlacht gebührend gefeiert wird. Traditionen bei den verschiedensten Völkern ganz Azeroths werden somit hochgehalten. Doch was tun, wenn man sich keinem Volke, keinem etablierten Reich und keiner daraus erwachsenden Ordnung zugehörig fühlt? Dunkle, sinistre Gestalten von boshafter Natur geben sich nicht dem Rausche heiterer Feste hin. Man schert nicht aus, aus dem gewohnten Weltbild, welches von Dunkelheit und Argwohn verzerrt ist. Man erhebt sich innerlich über Andere, über die Geschlagenen. Stolz und Hochmut nähren die Verherrlichung größerer Errungenschaften.

Die kombinierten Streitkräfte des Zirkels der schwarzen Sonne, des Schattenreichs und des Kults der Verdammten hatten am Vorabend beim Schreckenstal einen historischen Sieg errungen. Die Belagerung der Argentumdämmerung, unter dem Befehl Eligor Morgenbringers, wurde durchbrochen und deren Kontingente in die Flucht geschlagen. Nach all dem ermüdenden Kampf um minimale Gebietserweiterungen endlich ein symbolischer Sieg. Wie ein Mahnmal für das erstarkende Licht in den Pestländern erhoben sich nun die Flaggen gen Himmel im Schreckenstal. Die schwarze Sonne, der schwarze Rabe auf orangem Hintergrund und die Knochen des Kults der Verdammten. Der Wiederaufbau der Befestigungen vor Ort hatte bereits begonnen. Die Hand des Grafen, Khelperetocs Zimmerer, saß an diesem Morgen in ihrem Refugium und versammelte den kleinen Rat um sich. Kormek Raft, Borgs Elstar, Alstedalis Dunkelblatt, Perdin Hergesaum und Cara Devlin nahmen Platz um den großen Schreibtisch. Die Nekromantin und Tochter des Grafen ließ sich von Kormek militärische und logistische Empfehlungen aussprechen. Alstedalis Dunkelblatt erhielt die Anweisung das untote Gezücht gen Schreckenstal zu lenken und Borgs Elstar sollte seinen Informanten innerhalb der Argentumdämmerung kontaktieren. Zuletzt gab die schwarzhaarige Schönheit eine doch unerwartete Anweisung.

Khelperetocs: Am Abend soll im Heiligtum des Schlächters ein einfaches Fest abgehalten werden. Eine Siegesfeier. Perdin, sprich dem Grafen, dem Lehrkollegium und der gesamten Arbeiterschaft eine Einladung aus. Ebenso den Studenten. Cara, reise nach Darroheim und lade die Zirkelmeisterin samt ranghohe Mitglieder ein. Vergiss Ehrwürden Galbert nicht. Jeder Lebende sei willkommen und jeden Untoten wird es nicht tangieren. Kormek sei die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Feiere auch du mit, mein Freund. Ich will das dieser Sieg als das verkauft wird, was er ist. Ein Sieg der Finsternis über das Licht. Diese Errungenschaft ist kostbar, denn der bisherige Kriegsverlauf spricht nicht gerade für uns. Die Lichtpisser werden nun erkennen müssen, dass wir durchaus ernst zu nehmen sind.

Der kleine Rat verließ das Refugium und Jeder ging seinen Aufgaben nach. Dieser Sieg war letztendlich auf einige Faktoren zurückzuführen. Natürlich auf gewisse militärische Standards, aber auch auf einzelne Personen. Orelina Thanator und Dimiona Galbert war es gelungen die belagernden Fernkampfsoldaten zu demoralisieren. Die Todesritterin Rhia hatte Eligor Morgenbringer eine schwere Verletzung am Schenkel zugefügt und ihn zum Rückzug gezwungen. Das Erscheinen des Grafen der Darrowehr, Ignaz Waldemar Zimmerer, erfüllte ebenso einen moralischen Zweck. Angeführt war das Entsatzheer von Lordkommandant Maldazzar und Khelperetocs selbst worden. Die Verantwortung lastete auf deren Schultern, der daraus erwachsende Sieg beflügelte aber auch deren Status. Gerade für die schwarzhaarige Nekromantin war dieser Sieg von wesentlicher Bedeutung, war sie nun endlich angekommen. Der Erbgräfin wurde Anerkennung als auch Respekt gezollt, sowohl vom Lehrkollegium als auch von der Arbeiter- und Dienerschaft. Manche begegneten ihr immer noch mit Furcht oder Schauder, aber fortan stellte kaum Jemand ihre Position in Frage. Khelperetocs saß nun mehr denn je fest im Sattel als Hand des Grafen. Neben den Entwicklungen in den Pestländern stand die Agenda „Stern der Finsternis“ bei ihr an oberster Stelle. Die schwarze Sonne musste Jenen zuvorkommen, die ebenso die Hand nach diesem mächtigen Artefakt ausstreckten. Und diese waren niemand geringere als die Alten Götter selbst.
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Khelperetocs Zimmerer
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Titel:   Atemlos durch die Nacht
Thema Beschreibung: in der Capitale von West-Stratholme
Verfasst am: 4. Dez 2017, 13:54 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Eiligsten Fluges waren es untote Brieftauben, welche Nachrichten an die Darrowehr überbrachten. Graf Ignaz Waldemar Zimmerer, erster seines Namens und Direktor der Scholomance, war in der Schlacht im Schreckenstal empfindlich verwundet worden. Er war daraufhin in die neue Capitale von West-Stratholme gebracht worden und wird seither versorgt. Vizedirektor Vlad Zilvalkar und Khelperetocs Zimmerer zählten zu den ersten, die zum Verwundeten vorgelassen wurden. Beide verbrachten den gesamten Vor- und Nachmittag an der Seite des Grafen. Schnell wurde klar, dass eine Genesung entsprechende Zeit in Anspruch nehmen würde. Weder konnte man sich der restaurierenden Kräfte der Natur bedienen, noch der heilenden Macht des Lichtes. Es wäre doch ein Affront gegen jegliche Form der Überzeugung, würde sich ein Druide oder ein Priester des Lichts davon überzeugen lassen, Jemanden wie Ignaz Waldemar Zimmerer zu pflegen. Abgesehen davon, verfügte man sowieso über keine derartigen Kontakte.

Und so blieb nur eine Methode der Genesung, welche mit einem Wort auf den Punkt gebracht war, nämlich Zeit! Ja, es würde Zeit brauchen bis der angeschlagene Graf und Direktor wieder fit sein würde. Und so ließ es sich Ignaz Waldemar Zimmerer nicht nehmen, Planungen für diesen Zeitraum vorzunehmen und nahm eben dafür seine Tochter und den Vizedirektor ins Gespräch. Am späten Nachmittag verließen Beide das Krankenbett des Grafen und schritten durch die scharlachrote Bastion. Eine seltsame, bedrückende Stimmung hatte sich wie eine schwere Schneedecke über Personal und Soldaten gelegt, natürlich nur über Jene, die sich des Lebens erfreuten und keine Untoten waren. Gerüchte nährten falsche Vermutungen und führten zu nicht wahrheitsgemäßen Äußerungen. Was jedoch schwerer auf die Moral der Mitglieder des Schattenreichs drückte, war der Verlust des Mythos der Unbesiegbarkeit des Grafen. Seit seiner Machtergreifung vor über 14 Monden war es Ignaz Waldemar Zimmerer und seinen engsten Vertrauten gelungen, einen Personenkult um seiner aufzubauen. Und natürlich war hier ein Dogma gefestigt worden, dass weder Stahl noch Licht dem Herrn der Darrowehr ankommen könnte. Und nun war es ein einfacher Armbrustbolzen, der ihn aus dem Sattel geworfen hatte. Vlad Zilvalkar und Khelperetocs Zimmerer waren um Schadensbegrenzung bemüht, aber Gerüchte waren wie Ungeziefer. Es breitete sich aus und vermehrte sich lästiger weise noch dazu. Während die Beiden bei der Bastion hinaus schritten, führten sie noch eine abschließende Besprechung.

Khelperetocs Zimmerer: Was meine Agenden betrifft, bleibt Alles wie bisher, Vizedirektor. Ihr führt die Lehranstalt und dabei werde ich euch nicht dreinreden. Beiderseitige Berührungspunkte werden wir in einer wöchentlichen Sitzung in meinem Refugium behandeln. Entscheidungen das Schattenreich als Ganzes betreffend wird mein Vater vom Krankenbett aus treffen, die postalische Fluglinie muss garantiert und gesichert werden. Was die Pflege meines Vaters angeht habe ich mit Lord Edmin Lescovar ein Gespräch geführt. Instrukteurin Malicia ist als Alchemistin in der Heilkunde bewandert und wird für entsprechende Tinkturen und Kräuterwickel sorgen. Weiteres werde ich Ehrwürden Galbert bitten ihn aufzusuchen. Ihre dunkle Heilung Liturgie mag sicher entsprechend einwirken. Aus erster Hand wurde ich Zeugin ihrer unbeschreiblichen Mächte. Morgen früh werde ich den kleinen Rat einberufen, ich lade euch ein daran teilzunehmen.

Vlad Zilvalkar: Von all den Unannehmlichkeiten ärgert mich eine Sache am meisten, Madam Hand. Die Argentumdämmerung wird ihre Niederlage als einen Sieg verkaufen können.

Khelperetocs: Ihr Jubel wird nur von kurzer Dauer währen. Tod und Verderben wird sie einholen, allesamt.

Die Nekromantin schwang sich auf ihr untotes Todesstreitross und galoppierte durch das Stadtportal in Richtung Pestwald.
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Khelperetocs Zimmerer
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Titel:   Umbauarbeiten
Thema Beschreibung: im Refugium der Hand in der Darrowehr
Verfasst am: 7. Dez 2017, 13:48 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Die Montage des Deckenbalkens gestaltete sich schwieriger als vorerst angenommen. Der breitschultrige Orc Murkok, der mit dem Ausbau des Refugiums der Hand betraut war, stemmte sich mit dem Rücken zu dem Holzkonstrukt, um den Einzug zu erleichtern. Er war es auch, der den Mauerdurchbruch zum Nebenraum durchgeführt hat und dabei Lob und Anerkennung geerntet hat. Denn Murkok lag mit seinen Ansichten richtig, es war keine tragende Mauer gewesen. Der ehemalige Sträfling, der einst wie viele andere Arbeiter hier an der Darrowehr aus Tol Barad befreit worden war, nimmt heute eine führende Position unter der Arbeiterschaft ein. Die Hand des Grafen hatte ihn persönlich mit dem Ausbau ihres Refugiums betraut.

Etwas abseits des Geschehens standen Khelperetocs Zimmerer und Cara Devlin. Sie beobachteten den Einzug des Deckenbalkens, ohne dabei auch nur einen Hauch dieses Handwerks zu verstehen. Die schwarzhaarige Nekromantin schien mit ihren Gedanken auch gerade ganz wo anders zu sein. Die jüngste Eskalation Orelina betreffend hatte sie mental wie körperlich geschwächt. Körperlich wohl eher daher rührend, weil sie sich mehr als sonst dem Rum hingab. Immer wieder zwang sie sich selbst dazu, diese Gefühle zu unterdrücken und immer wieder scheiterte sie daran. In einem Akt der überquellenden Emotionen hatte sie auch noch Dimiona angeschrien. Je länger sie darüber nachdachte, desto mehr ärgerte sie sich über sich selbst. Natürlich war da auch noch die Sorge um die Genesung ihres Vaters, obwohl es sie bekümmert, dass er ihr lediglich noch Kritik und Missgunst spüren lässt. Insgeheim hoffte sie, er würde den Wert ihrer Person irgendwann einmal erkennen. Trotz ihrer scheinbaren Fehler bemühte sie sich mit Eifer und Enthusiasmus für sein Lebenswerk einzustehen. Und dass sie jetzt ihr Refugium ausbauen ließ, damit belohnte sie sich selbst.

Cara Devlin: Wann wird die Einrichtung geliefert?

Khelperetocs: Funkenkerns Luftschiff sollte in diesem Mond eintreffen. Der Tischler der Darrowehr sollte den Schrank, sowie die Sitzgelegenheit noch diese Woche fertig stellen. Das kleine alchemistische Labor wird mir Malicia bereitstellen, an dem Astronomium werkelt Silendrius noch herum. Der in den Boden eingelassene Beschwörungskreis wird noch mit entsprechender Farbe vollendet. Der Kamin wird bereits Morgen angeschlossen.

Cara Devlin: Ihr habt mich gebeten, euch beim Zirkel zu vertreten, Madam Hand. Möchtet ihr noch Anweisungen dazu aussprechen?

Khelperetocs: Ja, ich spreche eine Anweisung dazu aus. Und zwar, dass ich diese Anweisung widerrufe. Du wirst mich nicht vertreten müssen, ich werde weiterhin selbst die Nähe zur schwarzen Sonne suchen. Jedoch schicke ich dich auf eine Queste. Die Zirkelmeisterin wird in Bälde nach Azshara aufbrechen. Wichtiges mag dort vor Ort mit Erzmagier Xylem besprochen werden, den Stern der Finsternis betreffend. Ich will das du die Zirkelmeisterin begleitest. Unterstütze sie in der Form, die sie wünscht. Aber eine einzige Anordnung spreche ich aus, beschütze sie. Nutze was du gelernt hast, vertraue auf die dunklen Künste.

Die Studentin nickte und verließ einige Zeit später das Refugium der Hand.
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Titel:   Besprechung
Thema Beschreibung: in der Halle des Sieges der Darrowehr
Verfasst am: 13. Dez 2017, 14:59 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

In der Halle des Sieges, tief verborgen in den verwinkelten Katakomben der Scholomance, wurden Kerzenleuchter entzündet. Eine Versammlung kündigte sich an und die Dienerschaft war darum bemüht, eine geeignete Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Teller, mit Brot und Würsten garniert, wurden auf einen großen Tisch gestellt. Krüge mit Wasser fanden ihren Platz daneben. Die in Holz geschnitzte Einkerbung auf dem großen Tisch, welche eine Miniaturform der Pestländer darstellte, wurde noch hastig abgestaubt. Mallies, eine einfache Dienerin, war sehr darum bemüht die Figuren darauf nicht umzustoßen. Die Dienerschaft ließ abrupt von ihren Aufgaben ab, als sie die Schritte mehrerer Personen vernahm. Lordkommandant Maldazzar, Prom Vaskander, Nakladora Furtenkober und Khelperetocs Zimmerer betraten die Halle des Sieges. Sie versammelten sich rund um den Tisch und ließen ihre Blicke darüber schweifen. Nach einer Weile griff Maldazzar nach den Figuren, welche einer schwarzen Sonne glichen. Er hob sie von der Karte hoch und stellte sie auf einen kleinen Beistelltisch ab.

Lordkommandant Maldazzar: Seine Gnaden Ignaz Waldemar Zimmerer hat das Bündnis mit dem Zirkel der schwarzen Sonne aufgekündet. Deren Beiträge in diesem Krieg gegen die Argentumdämmerung fallen fortan vollständig aus. Es handelt sich dabei in erster Linie und Paraphernalia und Handelsgüter. Eine Tatsache, der wir ins Auge blicken müssen. Diese Versammlung wurde ausgerufen um nach Möglichkeiten der Kompensation zu suchen, meine Herrschaften.

Khelperetocs: Wenn dies unsere einzige Sorge wäre, Lordkommandant. Dezidiert möchte ich darauf hinweisen, dass jüngste Gespräche mit Mogul Xoloth vom Kult der Verdammten ernüchternd ausfielen. Deren Beisteuerung gegen die Argentumdämmerung fiel bisher marginal aus und ich fürchte, daran wird sich auch nichts ändern. Anfänglich große Worte aus Corins Kreuzung werden stetig leiser.

Prom Vaskander: Und verstummen irgendwann, wollt ihr das damit sagen, Madam Hand? Hört, ich selbst gehöre dem Kult seit Jahren an. Es liegt in deren Interessen, diesen Krieg zu gewinnen.

Nakladora Furtenkober: Es liegt in deren Interessen, dass wir ihren Krieg für sie führen, wenn ich korrigieren darf, Prom. Gnade uns die ewige Finsternis, sollten Allianz und Horde die brennende Legion in die Knie zwingen. Wir werden nicht mal bis drei zählen können, werden diese der Argentumdämmerung zu Hilfe eilen.

Prom Vaskander: Daher braucht es endlich entscheidende Siege!

Khelperetocs: Und womit? Unsere alleinige Truppenstärke reicht gerade einmal aus um einen der Türme anzugreifen.

Die Debatte zog sich über Stunden, ohne einen Ausweg aus der Misere aufzuzeigen. Von allen Beteiligten verließ Khelperetocs am nachdenklichsten die Halle des Sieges. Zweifel ob eines positiven Ausgangs keimten in ihrem Kopf. Zweifel an den Entscheidungen ihres Vaters, dessen Verbissenheit sie wohl an dem Rande des Abgrunds bringen würde.
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Titel:   Zweifel
Thema Beschreibung: Hoch oben auf den Zinnen der Darrowehr
Verfasst am: 15. Dez 2017, 10:32 Beitrag  Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Antworten mit Zitat

Ein eisiger Wind wehte hoch oben auf den Zinnen der Darrowehr, es war des Winters kalter Gruß zu dieser Jahreszeit. Jedes atmende Wesen würde sich verkrümeln und den Schutz eines Baus aufsuchen. Calein, der untote Botenvogel, saß leblos und unbeeindruckt ob dieser Verhältnisse auf der kalten Steinmauer. Neben ihm stand Khelperetocs, gehüllt in schwarzen Gewändern. Eine tief ins Gesicht gezogene Kapuze schützte die junge Frau vor dem beißenden Frost. Nachdenklich blickte sie in den Burghof hinab. Ein großes Lagerfeuer brannte dort unten und einige Arbeiter haben sich darum versammelt. Sie waren, dem Auftrag des Grafen gemäß, darum bemüht die heraldischen Flaggen der schwarzen Sonne den Flammen zu übergeben.

Der Zorn ihres Vaters auf den Zirkel loderte genauso wie die Flammen im Burghof da unten, es war ein elementares Abbild seiner Stimmung. Das Bündnis war aufgekündigt worden, Ignazs Rundumschlag hat das gesamte Schattenreich in eine gefährliche Situation manövriert. Die junge Nekromantin verzog die Mine als eine weitere Fahne dem Feuer zum Opfer fiel. Sie fuhr auf als sie sich ihr nähernde Schritte vernahm. Instrukteurin Malicia, die graziöse blonde Sindorei, gesellte sich neben Khelperetocs und richtete ihren Blick ebenso auf das Geschehen da unten.

Malicia: Welch Ironie, dass die schwarze Sonne vom Feuer selbst verzehrt wird.

Khelperetocs: Diese Gräueltat mag nur von symbolischer Bedeutung sein, wenngleich trotzdem ein entsprechender Schaden entstehen mag. Es gleicht einem mentalen Brudermord, der all das gemeinsam Erwirkte mit Füßen tritt. Dem kann ich nichts abgewinnen.

Malicia: Höre ich Zweifel am Vorgehen eures Vaters in euren Worten, Madam Hand?

Khelperetocs: Das tut ihr, Malicia. Im Laufe der Jahre entwickelte ich zu Euch ein Vertrauen, welches ausreicht, so offen zu euch zu sprechen. Die sture Verbissenheit, die eitle Selbstsucht meines Vaters, bringt all das hier ins Wanken. Er wittert überall Verrat, sieht wie vom Wahn besessen an jeder Ecke Feinde. Doch frage ich, warum konnten wir unsere Gesellschaft hier etablieren? Warum konnten wir dieses Reich aufbauen? Nur durch die Zusammenarbeit, Hand in Hand. Wir befinden uns im Krieg gegen die Argentumdämmerung und verstoßen nun den wichtigsten Bündnispartner.

Malicia: Es drang an mein Ohr, dass sogar die Zirkelmeisterin selbst bei der Schlacht um das Schreckenstal an der Front zugegen war. Die Beiträge der schwarzen Sonne waren nicht unerheblich, ja.

Khelperetocs: Versteht mich richtig, Malicia. Ja, ich bin Teil des Schattenreichs und ich habe Alles darangesetzt, den gedanklichen Willen meines Vaters der Wirklichkeit zu überführen. Aber ich gehöre ebenso dem Zirkel der schwarzen Sonne an und fühle mich Orelina zutiefst verbunden. Diesen Wahnsinn mitzutragen gleicht Verrat, das kann ich nicht.

Malicia: Was habt ihr vor, Madam Hand?

Khelperetocs: Das weiß ich nicht, noch nicht.

Gemeinsam starrten sie noch eine Weile in das verzehrende Feuer im Burghof.
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